Tag Archives: Wohnen

Fotografie: Doppelhaushälften Köln-Vogelsang

21 Mrz

Doppelhaus Köln Vogelsang (7)

Streben nach Eigenständigkeit


Köln-Vogelsang: Eine ehemalige „Stadtrand- oder Erwerbslosensiedlung“ aus den 30er Jahren des letzten Jahrhundert. Ursprünglich als „Armensiedlung“ angelegt, mit dem Ziel der teilweisen Selbstversorgung der Bewohner durch Gemüseanbau und Kleintierzucht. Die zu Beginn gleichartigen Gebäude wurden im Lauf der folgenden Jahrzehnte mehr und mehr an individuelle Bedürfnisse angepasst. Diese Veränderungen treten bei diesen giebelständigen Doppelhaushälften besonders in Erscheinung. Trotz gleicher Grundstruktur entwickelten sich die Hälften oftmals völlig unterschiedlich. Das Konzept für die Aufnahmen manifestierte sich durch die Darstellung der Gebäude in einem Architekturmagazin.



 

Doppelhaus Köln Vogelsang (2)





 

Doppelhaus Köln Vogelsang (3)





 

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Architektur: Refugien in der Natur

16 Nov

„Hütten“ modern interpretiert

Gemeinhin könnte man das Gefühl bekommen, dass nur dort wo besonders viele Menschen auf einem Fleck versammelt sind – also in Städten – Architektur passiert. Aber die Realität sieht anders aus. Während Städte als Orte der steten Veränderung relativ aufnahmefähig sind, was wilde Stil- und Materialmixe angeht, so hat das Bauen in der Natur einen besonderen Anspruch. Das Gebäude muss seinen Platz in der gewachsenen Landschaft finden, sich integrieren und mit der Substanz traditionneller Baukultur harmonieren. Während das Land in der Vergangenheit im schlimmsten Falle nur die Sünden der städtischen Bauten und die Klischees des Landhausstils bedient hat – Jodlerbalkone (Zitat von Dieter Wieland) in Westfalen – findet heute vielerorts (Vorarlberg, Norwegen) innovatives Bauen mitten in der Natur statt. Insbesondere kleine Bauten haben für mich einen ungemeinen Reiz – deswegen möchte ich hier ein paar Lösungen anhand von Bildern vorstellen.

Refugium I – Triangle im Wald

Aufgeräumte Geometrien und vor allem das große Fenster in den Birkenwald mit Farnunterwuchs. Funktioniert besonders gut im Herbst und bei Nebel. Das „Allandale House“ steht in Massachusetts und wurde von William O’Brian Jr geplant. Fotos via buzz-beast.com.

 

Refugium II – Holzstapel mit Innenleben

Von Hinten betrachtet wirkt das ganze wie ein normaler Holzstapel. Doch das Innenleben hat es in sich. Ein Photovoltaik betriebene Dusche, eine kleine Kochnische und die warme Atmosphäre eines mit Holz verkleideten Raums ermöglichen einen angenehmen Aufenthalt. Jungenträume 2.0. Da freut sich das Kind im Manne. Lab Zero Architects, Italien. Fotos: Alessandro Gadotti.

 

Refugium III – Heustadel mit neuem Kern

Ein interessantes Konzept wurde auch bei diesem Vorhaben realisitert. Ein alter hölzerner Heustadel im Schweizer Alpenraum wurde entkernt und mit einem neuen Betoninleben zu einem kleinen Ferienhaus umgebaut. Die gewachsene Baustruktur am Berghang bleibt erhalten. Durch die Ritzen der alten Verkleidung fällt das Licht spielerisch in den Innenraum – ein großes Fenster öffnet sich zum beeindruckenden Panorama auf der gegenüberliegenden Talseite. Raffaele Schärer Architects. Fotos: Tonatiuh Ambrosetti

 

Refugium IV – Schönes Funktionalitätswunder

Skandinavien ist bekannt für seine tausende Ferienhäuser. In diesem Falle ist es das nur wenig Kilometer von Helsinki entfernte Wochenendhaus einer Architektenfamilie. Auf kleinstem Raum sind alle wichtigen Funktionen untergebracht – inklusive schöner Detaillösungen wie dem gusseisernen Ofen. Touristisches Bauen muss also nicht immer ungehemmten Landschaftsverbrauch bedeuten – kleinräumige Wohlfühlatmosphäre statt kalter Leerstand. Verstas Architects, Finland. Fotos: Andreas Meichsner.

Quellen: blog.wanken.com & archdaily.com

 

 

 

 

Streiflicht: Mit dem Motorrad durch Tschernobyl

8 Aug

tschernobyl strahlung

Ghost Town – Eindrücke aus der Sperrzone

Diese Woche steht ein wenig im Zeichen der Energiewende. Bei der Recherche für den Pfifferlingsartizel bin ich auf die bemerkenswerte Seite „kidofspeed“ gestoßen. Die schon etwas ältere Seite wird von einer russischen Motorradfahrerin betrieben, die anscheinend über ihren Vater an Lizenzen zum Betreten des Sperrgebietes gekommen ist:

„My name is Elena. I run this website and I don’t have anything to sell. What I do have is my motorbike and the absolute freedom to ride it wherever curiosity and the speed demon take me.“

Weitere Beschreibungen ihrer Motivation für die Touren durch das verlassene und oftmals relativ stark verstrahlte Gebiet kann man ihrer englischen Seite entnehmen. Ich denke die hier gezeigten Bilder sollten Motivation genug sein, sich auf diese besondere virtuelle Motorradtour einzulassen und sich seine Gedanken zu den Grenzen menschlichen Handelns zu machen. Es ist eine Reise in eine Geisterstadt – ein unbewohnbares Freilichtmuseum, dass den Lebensalltag und das Ende der Sowjetunion für die nächsten Jahrhunderte konserviert. Interessant ist, dass die junge Frau ihre Touren – trotz allem – mit Humor sieht:

„I have never had problems with the dosimeter guys, who man the checkpoints. They are experts, and if they find radiation on you vehicle, they give it a chemical shower. I don’t count those couple of times when „experts“ tried to invent an excuse to give me a shower, because those had a lot more to do with physical biology than biological physics“

Die Bildeindrücke dagegen rufen eine tiefe Bedrücktheit hervor – ein Mahnmal technologischer Selbstüberschätzung der Menschheit und 2011 aktuell die Frage ob die Gegend um das Kraftwerk Fukushima ein ähnliches Schicksal erleiden wird:

– all pictures belong to Elena –

virtuelle Motorradtour

 

Architekturfotografie: Wohnhaus mit Bauhaus-Reminiszenzen

18 Apr

Ein Baukörper geprägt von klassischen Geometrien

Oberpfalz-Architektur/Architekturbüro Schönberger

Fotografie: Innenarchitektur Paschen Bibliotheken

8 Feb

Leben mit Büchern

Einige Farbaufnahmen vom Messeauftritt des mittelständischen Einrichtungsherstellers „Paschen“ auf der Möbelmesse 2011 in Köln. Das Familienunternehmen hat sich auf die Herstellung eklusiver Bibliothekseinrichtungen spezialisiert. Der schöne, mit vielen  dekorativen Details versehene Messestand eines sympathischen Unternehmens.

Jungenträume. Eine alle vier Wände eines Zimmers ausfüllende Privatbibiliothek ist ein schon lange von mir gehegter Wunsch. Mit Leitern,  Globus, Lesesessel und Stehpulten für Bildbände. Ein kleines Reich der Fantasie, weit weg von der digitalen Welt. Analoges Wissen zum Anfassen und zum Loslassen vom Alltag. Die Bücherberge wachsen bereits – um später irgendwann einen adäquaten Platz zu bekommen.

Die Aufnahmen sind wiederum mit der 5D MK II und dem 24mm TSE II entstanden. Unter anderem finden sich ein paar Anti-Scheimpflug Spielereien darunter. Erkennbar an den ungewöhnlichen Bokeh-Unschärfe Relationen. Es handelt sich dabei um einen in der Optik entstandenen Effekt, nicht um Photoshop Spielereien. Die Methode ist ganz gut geeignet um den Fokus auf einen bestimmten Bereich des Bildes zu legen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

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