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Locationguide: Saußbachklamm bei Waldkirchen

6 Jun

Schlucht und Wildbach im Bayerischen Wald

Unmittelbar am Rand der Kleinstadt Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau befindet sich die wildromantische Saußbachklamm. Der Fluss Erlau hat sich dort in den Untergrund eingeschnitten und dabei große Granitblöcke freigelegt, die jetzt das Flussbett übersäen. Unter anderem vom Kurpark und der Saußmühle ist die Klamm, die im wirklichen Sinne eher ein Bachtal ist, leicht zu erreichen und durch einen 2km langen Wanderweg entlang des Flusses erschlossen. Das Tal ist seit 1939 als Naturschutgebiet ausgewiesen. In der Saußmühle und bei der Haller Alm auf halbem Weg gibt es Einkehrmöglichkeiten bzw. eine Brotzeitstation.

Fotografie:

Fotografisch am interessantesten dürfte das Tal im Herbst sein, wenn sich das Laub der Galeriewälder buntverfärbt. Ebenso erfolgversprechend scheint mir die Zeit der Schneeschmelze zu sein, da dann mit erhöhtem und dadurch beeindruckenderen Wasserstand zu rechnen ist. Nach einer längeren Frostperiode im Winter sollten sich hübsche Eisgebilde bilden. Bei Sonnenschein ist der obere Teil des Naturschutzgebietes schwierig zu fotografieren, da mit Sonnenflecken auf der Talsohle und somit nur schwer zu meisternden Kontrastumfang zu rechnen ist. Der Bereich direkt bei der Saußmühle, der sich unterhalb einer Fichtenmonokultur befindet, bietet sich dann für Naturfotografien an. Empfehlenswert sind Polfilter und Graufilter, zum einen um störende Reflexionen zu vermeiden, zum anderen um durch längere Belichtungszeiten einen Verwischungseffekt des Wassers zu erhalten. Dabei erweist ein Stativ gute Dienste… wär spannende Aufnahmewinkel sucht kann versuchen mit hohen wasserdichten Schuhen bzw. Gummistiefeln auch vom Bach aus selbst Fotos zu machen.

 

 

Panoramas vom Mai 2012:

(zum vergrößern bitte anklicken)

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Husedalen – Das Tal der Wasserfälle

16 Jan

Eine fotografische Tagestour in Norwegen

 

Von Kinsarvik zur Hardangervidda

Gehzeit:  ca. 6 Stunden
Distanz: 16km
Höhenmeter: 550m Wasserfälle,  1000m Hardangervidda

 

Ausgangspunkt für die Wanderung ist das kleine Kraftwerk des Kinso bei Kinsarvik. Kinsarvik ist eine kleine Küstensiedlung an einem Seitenarm des Hardangerfjordes. Von beinahe Meeresniveau geht es bei der Tour hinauf bis an die Kante der Hochebene Hardangervidda. Man durchschreitet abwechslungsreiche Vegetationszonen bis zur baumlosen Tundra auf 1000m Höhe. Im Juni kann man so drei Jahreszeiten durchwandern, Sommer am Fjord, Frühling im Bereich der Wasserfälle und Winter auf der Hardangervidda. Am Weg liegen vier mächtige Wasserfälle des Kinos:  Tveitafoss (100m Fallhöhe), Nyastølfoss (180m Fallhöhe), Nykkjesøyfoss (80m Fallhöhe) und Søtefoss (240m Fallhöhe). Die Wanderung war eine der schönsten Tagestouren die ich in Norwegen gemacht hab und ist sehr empfehlenswert durch die abwechslungsreichen Landschaftbilder die man durchquert. Es besteht die Möglichkeit  bis zum Fuße des letzten Wasserfalls zu wandern und dort an einem malerischen Bergesee wieder umzukehren oder zuvor an einer Abzweigung der Beschilderung zur 1024m hoch gelegenen Hütte Stavali auf der Hardangervidda zu folgen.

 

Ein Lieblingsplatz und weiteres

28 Apr

Neue alte Fotos. Diesmal wieder Landschaft. Ein bisschen kreuz und quer, aber doch mit einem gewissen Schwerpunkt auf dem Lerautal bei Leuchtenberg. Auf kurzer Strecke überbrückt die Lerau einen verhältnismäßig großen Höhenunterschied zwischen einer flachen Landschaftseinheit oberhalb des Naturschutzgebietes Lerautal und ihrer Einmündung in die Luhe. Eintiefung und die Bildung von Felsschwellen sind die Folge. Beiderseits der Lerau sind große, oftmals wahllos herumliegende Granitblöcke typisch. Sie liegen heute meist zufällig übereinander. Innerhalb der Verwitterungsdecke blieb die Felsengruppe der Wolfslohklamm ausgespart. Das Lerautal bei Leuchtenberg ist auf einer Länge von 1,5 Kilometern seit 1938 Naturschutzgebiet. Vermutlich wurde es als solches ausgewiesen, um die besonderen Felsformationen des Tals vor dem Abbau zu schützen. Dies war ursprünglich für die Anfertigung von Pflastersteinen für die Ostmarkstraße (heute B22) vorgesehen.

Das Tal ist einer meiner Lieblingsplätze zuhause in der Oberpfalz. Umrahmt vom zauberhaft verwunschen anmutenden, moosüberwachsenen Felsen und dem Rauschen des kleinen Fluss ist das Tal sehr gut dafür geeignet, um einmal die Zivilisation ein wenig hinter sich zu lassen und in der freien Natur seinen Gedanken nachzuhängen. Selten sind mir bisher dort Menschen begegnet. Aber ich kann jedem empfehlen dorthin eine Wanderung zu unternehmen:

Herbststimmung

Herbststimmung

Wildes Wasser

Wildes Wasser

Lebenswege

Lebenswege

Diese und weitere Landschaftsfotos finden sich in größerem Format HIER.

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