Tag Archives: Wasser

Fotografie: Herbst in Bayern

22 Nov

Wildwasser in Ostbayern

Eine kleine Zusammenstellung von Aufnahmen an noch naturnahen Bächen und Flüssen im ostbayerischen Raum. Neben weithin bekannten „Klassikern“ wie dem Waldnaabtal gibt es auch eine Vielzahl von Gewässern die nur wenigen Fotografen bekannt sind – oft führt noch nicht einmal ein markierter Weg entlang dieser unberührten Naturjuwele. Geschützte Tiere wie Krebse, Wasseramsel und Biber konnte ich während meinen Aufnahmen nicht nur einmal beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

Locationguide: Saußbachklamm bei Waldkirchen

6 Jun

Schlucht und Wildbach im Bayerischen Wald

Unmittelbar am Rand der Kleinstadt Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau befindet sich die wildromantische Saußbachklamm. Der Fluss Erlau hat sich dort in den Untergrund eingeschnitten und dabei große Granitblöcke freigelegt, die jetzt das Flussbett übersäen. Unter anderem vom Kurpark und der Saußmühle ist die Klamm, die im wirklichen Sinne eher ein Bachtal ist, leicht zu erreichen und durch einen 2km langen Wanderweg entlang des Flusses erschlossen. Das Tal ist seit 1939 als Naturschutgebiet ausgewiesen. In der Saußmühle und bei der Haller Alm auf halbem Weg gibt es Einkehrmöglichkeiten bzw. eine Brotzeitstation.

Fotografie:

Fotografisch am interessantesten dürfte das Tal im Herbst sein, wenn sich das Laub der Galeriewälder buntverfärbt. Ebenso erfolgversprechend scheint mir die Zeit der Schneeschmelze zu sein, da dann mit erhöhtem und dadurch beeindruckenderen Wasserstand zu rechnen ist. Nach einer längeren Frostperiode im Winter sollten sich hübsche Eisgebilde bilden. Bei Sonnenschein ist der obere Teil des Naturschutzgebietes schwierig zu fotografieren, da mit Sonnenflecken auf der Talsohle und somit nur schwer zu meisternden Kontrastumfang zu rechnen ist. Der Bereich direkt bei der Saußmühle, der sich unterhalb einer Fichtenmonokultur befindet, bietet sich dann für Naturfotografien an. Empfehlenswert sind Polfilter und Graufilter, zum einen um störende Reflexionen zu vermeiden, zum anderen um durch längere Belichtungszeiten einen Verwischungseffekt des Wassers zu erhalten. Dabei erweist ein Stativ gute Dienste… wär spannende Aufnahmewinkel sucht kann versuchen mit hohen wasserdichten Schuhen bzw. Gummistiefeln auch vom Bach aus selbst Fotos zu machen.

 

 

Panoramas vom Mai 2012:

(zum vergrößern bitte anklicken)

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Husedalen – Das Tal der Wasserfälle

16 Jan

Eine fotografische Tagestour in Norwegen

 

Von Kinsarvik zur Hardangervidda

Gehzeit:  ca. 6 Stunden
Distanz: 16km
Höhenmeter: 550m Wasserfälle,  1000m Hardangervidda

 

Ausgangspunkt für die Wanderung ist das kleine Kraftwerk des Kinso bei Kinsarvik. Kinsarvik ist eine kleine Küstensiedlung an einem Seitenarm des Hardangerfjordes. Von beinahe Meeresniveau geht es bei der Tour hinauf bis an die Kante der Hochebene Hardangervidda. Man durchschreitet abwechslungsreiche Vegetationszonen bis zur baumlosen Tundra auf 1000m Höhe. Im Juni kann man so drei Jahreszeiten durchwandern, Sommer am Fjord, Frühling im Bereich der Wasserfälle und Winter auf der Hardangervidda. Am Weg liegen vier mächtige Wasserfälle des Kinos:  Tveitafoss (100m Fallhöhe), Nyastølfoss (180m Fallhöhe), Nykkjesøyfoss (80m Fallhöhe) und Søtefoss (240m Fallhöhe). Die Wanderung war eine der schönsten Tagestouren die ich in Norwegen gemacht hab und ist sehr empfehlenswert durch die abwechslungsreichen Landschaftbilder die man durchquert. Es besteht die Möglichkeit  bis zum Fuße des letzten Wasserfalls zu wandern und dort an einem malerischen Bergesee wieder umzukehren oder zuvor an einer Abzweigung der Beschilderung zur 1024m hoch gelegenen Hütte Stavali auf der Hardangervidda zu folgen.

 

Island – Fahrzeuge die im Wasser stehen

4 Okt

Langsam wird es aber wirklich Zeit für die ersten Eindrücke aus Island.  Dokumentation statt Fotoinszenierung. Um den Kreis zur Zeit vor Island zu schließen, knöpfe ich hiermit an meinem Abschiedseintrag an…

„So bleibt die Hoffnung auf gutes (Foto-)Wetter und erfolgreichen Einsatz der neuen Kamera-/Outdoorausrüstung und das Ausbleiben prekärer Situationen wie dieser HIER

Nun denn, das Wetter war gut, die Kamera hat einen guten Job getan und was an Outdoorausrüstung nicht mit zurück nach Deutschland kam, hat nicht den Dienst quittiert sondern ist in Reykjavik verloren gegangen (worden). Aber wie war das nochmal mit den prekären Situatuionen? Tsja, die gab es zu genüge. Der Magirus und der Mercedes Bus meisterten die Hochlandpisten mit Bravour. Doch es gab auch ungewollte Zwangspausen – besonders an Flussübergängen. Aber diese waren (zumindest mir) eine willkommene Abwechslung – denn wann hat man schon Gelegenheit mit Gletscherstaub-Sandstürmen, wildgewordenen Wildbächen und Vulkanasche-Treibsand konfrontiert zu werden? Dann hieß es: Raus aus dem Bus und schieben, schaufeln  und durch kaltes Bergwasser waten. Als Erinnerung an die unwegsamen Touren durch Island bleiben ein Fluss-Durchquerungsfahrkurs für Anfänger (siehe  auch unten) und diese Bilder (teilweise von mir, teilweise von Alexander Reif):

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Tipps für Flussdurchquerungen mit einem Kraftfahrzeug

  • Grundsätzliche Befahrbarkeit von Furten bei örtlichen Informationsstellen/Behörden ermitteln

  • Wassertiefe des Gewässer ermitteln – mindestens 15cm unter der Öffnung des Ansaugstutzens um das Eindringen von Wasser in den Motor zu verhindern (Besonders für Dieselmotoren tödlich)

  • Ermittlung der Wassertiefe bei klarem Wasser per Auge, bei Trübung und sicherer ist zunächst vorsichtig zu Fuß den Fluss zu durchwaten

  • Dabei auf die Strömungsstärke und mögliche zusätzliche Hindernisse unter Wasser achten

  • Bei Wassertiefen unter 20cm kann ein Gewässer auch ohne Allradantrieb durchfahren werden

  • Alles was tiefer als 40cm wird im Allradmodus mit Untersetzung durchfahren

  • Die Durchfahrt sollte auf direktem Wege – falls erkenntlich auf der Fahrspur – erfolgen

  • Für die Durchfahrt eignet sich am besten der erste Gang

  • Während der Durchfahrt niemals anhalten und niemals die Kupplung betätigen

  • Gepäckfächer die unter der Wasseroberfläche liegen können volllaufen, daher empfindliche Gegenstände höher lagern

  • Am besten durchquert man Flüsse nur in Anwesenheit eines zweiten geländegängigen Fahrzeuges, dass einen zur Not aus dem Wasser ziehen kann; gegebenenfalls bei Unsicherheit an einer Furt warten bis sich ein weiteres Fahrzeug zur Durchquerung nähert

  • Nach der Flussdurchquerung die Bremsen auf Funktionsfähigkeit kontrollieren.

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