Tag Archives: Wanderung

Fotografie: Herbst in Bayern

22 Nov

Wildwasser in Ostbayern

Eine kleine Zusammenstellung von Aufnahmen an noch naturnahen Bächen und Flüssen im ostbayerischen Raum. Neben weithin bekannten „Klassikern“ wie dem Waldnaabtal gibt es auch eine Vielzahl von Gewässern die nur wenigen Fotografen bekannt sind – oft führt noch nicht einmal ein markierter Weg entlang dieser unberührten Naturjuwele. Geschützte Tiere wie Krebse, Wasseramsel und Biber konnte ich während meinen Aufnahmen nicht nur einmal beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Island VI – 24 neue Fotos

28 Feb

Im Bann der Insel aus Feuer & Eis

Immer noch neues Bildmaterial aus Island. Bemerkenswert – zumal das ganze 2010 „keine Fotosafari“ (O-Ton) war. Beeindruckend welche unterschiedlichen Bildeindrücke innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne möglich waren. Island, das ist oft unnahbare, tote und wüstenähnliche Vulkanlandschaft. Aber immwieder wird diese steinerne Einöde durch farbenfrohe Spots aufgelockert – die umso mehr beeindrucken und wie kleine Paradiese wirken, wenn man vorher einige Stunden durch die Gerölllandschaften des Hochlandes gefahren ist. Bemerkenswert sind auch die Ansichten von den Westmännerinseln – diese südlich Island vorgelagerte kaum überlaufene Inselgruppe bietet eine ganze eigene Landschaftsästhetik. Die Grünen Bergspitzen im Verbund mit blauem Meer und Himmel täuschen darüber hinweg, dass die Westmännerinseln ein vulkanisch sehr aktives Gebiet sind – zuletzt hat 1973 ein Ausbruch des Eldfell Vulkans direkt über dem Hauptort Heimaey ein Drittel der Stadt unter seinen Lavaströmen begraben. So entstand das Pompjie des Nordens. Doch trotz dieser Gefahren ist Heimaey mit knapp 4000 Einwohnern immer noch eine der größeren Siedlungen Islands außerhalb des Großraums Reykjavik. Die Lebesader der Stadt ist die Fischrei und der gut geschützte Hafenbereich. Fast wäre die Zufahrt vom Hafenbecken zum Meer beim letzten Vulkanausbruch durch einen Lavastrom abgeschnitten worden – letztendlich ist dieser erkaltete Lavastrom sogar ein Glücksfall, da er das Hafenbecken durch die Verengung der Durchfahrtsrinne noch besser vor stürmischen Wetterlagen auf dem Atlantik schützt. (Bild im Titel: #1 | Durch mineralische Ausfällungen blau gefärbte Heiße Quelle)

 

 

#2 | Ausbruch des Vulkans Eldfell über Heimaey 1973

(via www.regeafaitunbeauvoyage.fr)

 

#3 | Der Gullfoss stürzt sich in die Tiefe

 

#4 | Fischtrawler mit im Rumpf befindlicher Verarbeitungsfabrik, Heimaey

 

 

#5 | Ein Wasserfall stürzt sich im Bereich der Ostfjorde ins Meer

 

 

#6 | Sonnenaufgang an der Ostküste Islands

 

 

#7 | Die Eislagune Jökulsárlón

 

 

#8 | Landschaft im Morgenlicht auf dem Weg zum Eyjafjallajökull

 

 

#9 | Das Leben setzt sich durch

 

 

#10 | Fumerolen in einem vulkanisch aktiven Gebiet

 

 

#11 | Überquerung der Lavaströme des im Jahr zuvor ausgebrochenen Eyjafjallajökull

 

 

#12 | Ein schönes Beispiel für einen Tafelberg

 

 

#13 | Landschaft an der Hochlandroute

 

 

#14 | Island kann auch lieblich – Abendstimmung an der Ostküste

 

 

#15 | Blick vom Vulkan Eldfell auf die von Lavaströmen verengte Zufahrt zum Hafen von Heimaey

 

 

#16 | Landschaft in der Nähe des Skogafoss

 

 

#17 | Schlucht nahe der Sprengisandur Route – im Bachlauf schwammen tausende kleine Bimskügelchen an der Oberfläche

 

 

#18 | Silberstreif am Horizont – endlich Land in sicht – eine der ersten Aufnahmen von der Fähre aus

 

 

#19 | Das Magirus Exkursionsfahrzeug auf den Westmännerinseln

 

 

#20 | Die Exkursionszelte aus der Vogelperspektive von einer angrenzenden 220m hohen Felswand – Westmännerinseln

 

 

#21 | Ein traditionelles isländisches Gehöft

 

 

#22 | Faible für moderne Architektur und seltsam geformte Kleinbauten

 

 

#23 | Am Rand des riesigen Askja Kraters

 

 

#24 | Tórshavn – Die Hauptstadt der Faröer Inseln

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Winter in Vågå / Norwegen

21 Jan

Verschneite Fjells um Vågåmo / Nationalpark District

Fotografien vom Geländepraktikum Schneeökologie in Vågåmo im März 2009. Zwei Wochen zwischen Frühling an den Fjorden und tiefem Winter auf den Fjells und Hochebenen rund um die Täler. Wenn Schneeschuhe und extreme Temperaturkonditionen zum ständigen Begleiter werden. Bearbeitungsstand der Fotos auch aus dem Jahre 2009. Eine virtuelle Fototour hoch auf das verschneite Fjell, vorbei an traditioneller norwegsicher Holzarchitektur und wieder hinab in den von der Otta durchflossenen Talkessel von Vågåmo.

 

 

Fotografie: Husedalen – Das Tal der Wasserfälle

16 Jan

Eine fotografische Tagestour in Norwegen

 

Von Kinsarvik zur Hardangervidda

Gehzeit:  ca. 6 Stunden
Distanz: 16km
Höhenmeter: 550m Wasserfälle,  1000m Hardangervidda

 

Ausgangspunkt für die Wanderung ist das kleine Kraftwerk des Kinso bei Kinsarvik. Kinsarvik ist eine kleine Küstensiedlung an einem Seitenarm des Hardangerfjordes. Von beinahe Meeresniveau geht es bei der Tour hinauf bis an die Kante der Hochebene Hardangervidda. Man durchschreitet abwechslungsreiche Vegetationszonen bis zur baumlosen Tundra auf 1000m Höhe. Im Juni kann man so drei Jahreszeiten durchwandern, Sommer am Fjord, Frühling im Bereich der Wasserfälle und Winter auf der Hardangervidda. Am Weg liegen vier mächtige Wasserfälle des Kinos:  Tveitafoss (100m Fallhöhe), Nyastølfoss (180m Fallhöhe), Nykkjesøyfoss (80m Fallhöhe) und Søtefoss (240m Fallhöhe). Die Wanderung war eine der schönsten Tagestouren die ich in Norwegen gemacht hab und ist sehr empfehlenswert durch die abwechslungsreichen Landschaftbilder die man durchquert. Es besteht die Möglichkeit  bis zum Fuße des letzten Wasserfalls zu wandern und dort an einem malerischen Bergesee wieder umzukehren oder zuvor an einer Abzweigung der Beschilderung zur 1024m hoch gelegenen Hütte Stavali auf der Hardangervidda zu folgen.

 

Norwegens spektakulärste Aussichtsfelsen: Trolltunga, Preikestolen, Kjaeragbolten

20 Mrz

Die Zeit in Norwegen liegt nun schon ein paar Monate zurück aber dennoch sind die Erlebnisse noch sehr gegenwärtig. Von der beeindruckenden Naturlandschaft der Berge und Fjorde wurde hier ja schon an mehreren Stellen geschrieben. Heute möchte ich drei der beeindruckendsten Aussichtsfelsen Norwegens kurz vorstellen. Ein jeder von ihnen hat einen völlig eigenen Charakter was Form und Erreichbarkeit angeht. Auch der Besucherdruck ist total unterschiedlich.

Es handelt sich dabei um die drei Felsgebilde Preikestolen, Kjaerag-Bolten und Trolltunga.

Preikestolen

Art: Felskanzel

Höhe über dem Abgrund: 604m

Maße: ca. 25m x 25m x 604m

Talsohle: Lyseford

Besucher: 100.000 (unter der Woche früh morgens oder spät abends lohnt sich am ehesten)

Erreichbarkeit: 1h lange Wanderung von ausgeschildertem Informationszentrum aus – nicht wirklich anstrengend

Besonderheiten: Die Felsformation entstand durch eine Frostsprengung vor zirka 10.000 Jahren, als die Kanten des Gletschers bis oberhalb des Felsens reichten. Das Wasser gefror in den Felsspalten und sprengte große, kantige Blöcke ab, die der Gletscher dann mit sich führte. Dies war die Ursache für die kantige Form des Plateaus. Entlang des Plateaus zieht sich auch heute ein tiefer Riss.

Bewertung: Die Wanderung zum Preikestolen lohnt sich vor allem wenn wenig Menschen unterwegs sind. Vor allem das Fotografieren wird durch Menschenmassen erschwert und auch der Auf- und Abstieg ist lästig im langsamen Kolonnenmarsch. Eine Empfehlung kann sein ein Zelt mitzunehmen und den Sonnenaufgang am Preikestolen zu erleben. Von dem kleinen Felsrücken hinter der Felskanzel kann man ganz gute Fotos der ganzen Szenerie machen. Ein bemerkenswertes Erlebnis ist, sich vorne an die Kante zu setzen und die Füße frei über den Abgrund baumeln lassen.

Kjaerag-Bolten

Art: zwischen Felsabstürzen eingeklemmter runder Gesteinsbrocken

Höhe über dem Abgrund: 1000m

Maße: ca. 5m³

Talsohle: Lyseford

Besucher: 20.000  (weniger als am Preikestolen aber vermutlich ist man selten völlig allein)

Erreichbarkeit: 2h lange Wanderung vom Aussichtsrestaurant Oygardstolen (640m) aus. Überwinden mehrerer Bergkuppen auf gesicherten aber dennoch teilweise steilen Felspfaden. Bei Nebel oder Schnee kann eine Orientierung auf dem Fjellplateau sehr erschwert werden.

Besonderheiten: Beim Kjaerag-Bolten handelt es sich um einen ca. 5m³ großen runden Grantifelsen der in einer Felsspalte 1000m über der Tahlsohle frei zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist. Für schwindelfreie ist eine Besteigung des Felsens möglich. Empfohlen wird dabei, den Blick nicht Richtung Tal zu richten (eigene Erfahrung).

Bewertung: Der Fels ist nicht so exponiert wie der Preikestolen aber die schwebend anmutende Szenerie ist doch sehr beeindruckend. Die Wanderung dorthin ist herausfordenderer und Bergschuhe werden empfohlen. Man kann das ganze schon fast als Tagestour einplanen insbesondere wenn man die Strecke auf die westlich anschließenden Klippen erweitert. Zwei Personen sind nötig um ein Foto von jemanden der auf dem Felsen steht zu machen, weil der Aufstieg auf die kleine Standfläche doch mit einiger Vorsicht erfolgen sollte.

Trolltunga

Art: mehrere Meter über den Abgrund hinaus führernde und sich verjüngende Felsnase

Höhe über dem Abgrund: 350m

Maße: 10m Länge, Dicke zu Beginn 5m, am Ende wenige Zentimeter

Talsohle: Stausee Ringeldalsvatnet bei Odda

Besucher: 3-4000(?)  (viel weniger als bei den anderenbeiden Zielen)

Erreichbarkeit: 24km (ingesamt) lange Wanderung vom Ringeldalsvatnet aus. Zunächst geht es an einer privaten Materialseilbahn erstmal 2550 Holzstufen hoch aufs Fjell (erschöpfend) von dort aus nocheinmal hinauf zu einer Scharte (insgesamt denke ich sind das so 700 Höhenmeter). Danach hat man eine durchfurchte Fjell Hochfläche erreicht und der Weg führt in stetem Auf und Ab durch Entwässerungsschluchten Richtung Trolltunga die sich am hinteren Felsabbruch über dem Ringeldalsvatnet befindet. Wir haben die Tour bei ca. 30-40 cm Neuschnee gemacht. Das empfehle ich niemanden, vor allem wenn keine Spuren erkennbar sind. Die Orientierung im verschneiten Fjell ist nicht so einfach und das Wandern sehr erschöpfend. Ermüdungsanfall und Einbrechen in einen nicht vollständig durchgefrorenen See inklusive.

Besonderheiten: Die Felsnase der Trolltunga ragt relativ weit über den Abgrund hinaus ist aber auch mit Schneebedeckung (außer an den Kanten) relativ einfach zu begehen. Beim Fotografieren bietet sich an die Bilder so zu gestalten, dass der Fels über dem See zu schweben scheint.

Bewertung: Eigentlich mein Lieblingsziel. Abgeschieden, nur duch eine mitunter aufreibende Wanderung erreichbar und dann das Stehen in luftiger Höhe über den Stausee gibt einem schon ein sehr befriedigendes und gleichzeitig friedliches Gefühl. Es handelt sich hierbei um eine echte Tageswanderung die man nicht unterschätzen sollte.

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