Tag Archives: universität

Dokumentation: Römerlager Bonn

17 Dez

Bonn Römerlager Uni Wohnheim

Ein in Beton gegossener Euphemismus

Dokumentarisch. Roh. Ein Viertel ohne Zweck. 17mm TSE. Asbest. Urban. Ehemalige universitäre Einrichtungen vom Leerstand bedroht. Westdeutscher Plattenbau. Kommunistische Post-Space-Architektur. Architektonisch schien alles möglich zu sein, allein ein Römerlager sucht man vergebens.

  • Alte rumänische Botschaft (jetzt Generalkonsulat)
  • Philosophische Fakultät mit PF Mensa
  • Wohnbauten "Römerlager" am Rhein

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Fotografie: Ausstellungseröffnung Picasso im Portrait

26 Sep

Junge Nacht im Museum Ludwig | Köln

Im Rahmen der Jungen Nacht wurde am vergangenen Freitag im Museum Ludwig in Köln die Ausstellung „Ichundichundich. Picasso im Portrait“ eröffnet. Der Bonner Generalanzeiger schreibt:

Mit der Ausstellung „Ichundichundich. Picasso im fotografischen Portrait“ nähert sich das Museum Ludwig vom 24. September 2011 bis 15. Januar 2012 einem großen Künstler und Meister der Selbstinszenierung. Rund 250 Aufnahmen von Künstlern wie Richard Avedon, Cecil Beaton oder Man Ray sind zu sehen, sowohl berühmte Fotografien mit Wiedererkennungswert als auch bislang unveröffentlichte Farbfotografien und unbekannte Bilder. Anhand der inszenierten Portraits, klassischen Sitzungen und Schnappschüsse untersucht die Schau das Spannungsverhältnis zwischen Picassos Wunsch nach kontrollierter Selbstdarstellung und den gestalterischen Ansprüchen seiner Fotografen.

Meine Aufgabe an diesem Abend war es, das Geschehen der Jungen Nacht im Bild festzuhalten. Kölner Kunstgeschichte-Studenten standen während des ganzen Abends Rede und Antwort zu den Portraitaufnahmen von Picasso, aber auch zu weiteren Werken in den Sammlungen des Museum Ludwigs. Durch ihre horizontal blau und weiß gestreiften Oberteile angelehnt an der bekannten Modevorliebe Picassos waren sie leicht zu erkennen. Blockstreifen im Herbst. Diese Interaktion zwischen Studenten/innen und den Besuchern steht im Mittelpunkt meiner Fotografien. Ab 23 Uhr verlagerte sich das Geschehen dann ins Foyer, wo das Kunstvolk zu den Platten der DJs des King Georgs bis in den Morgen tanzte.

Dichunddichunddich.

Die „Junge Nacht“ im Portrait

Für höhere Auflösungen bitte mich kontaktieren.

Fotografie: Bonn im Quadrat

12 Jul

Stadt – Leben – Menschen

Wieso eigentlich Bonn? Von außen betrachtet scheint Bonn ein wenig undefiniert zu sein. Ehemaliges Bundeshauptdorf und Vorort von Köln. 300000 Einwohner von denen man bei zwei Dritteln nicht weiß wo sie wohnen sollen. Bonn ist nicht sexy. Aber Bonn ist konstant. Bonn bleibt. Man selbst wird älter, aber Bonn wird nicht älter, wird nicht jünger, Bonn bleibt Bonn. Irgendwo zwischen Museen-, Kultur- und Universitätsstadt. Kreativ ist Bonn nicht… eher konventionell.. selbst die Unternehmen wirken konventionell: Die Post, die Telekom, Haribo, Orgeln von Klais und Weck Einmachgläser. Bonn überrascht nicht. Aber die Stadt ist lebenswert. Am Rhein, am Alten Zoll, die Poppelsdorfer Allee, die schönen Viertel wie Südstadt, Musikerviertel oder Altstadt, die Gründerzeitbauten, die Kunstmuseen, der Hofgarten und die Poppschloss-Wiese. Bonn ist ein bisschen wie Bayern. Vertraut, nicht direkt hart am Puls der Zeit aber gut aufgestellt für die Zukunft. Wo die Kinder mit Porsche Cayenne und Q7 in den Kindergarten gefahren werden muss die Welt doch noch in Ordnung sein? Zumindest für einige und für den Rest bleibt ein Bier am Busbahnhof und bisschen Heroin. Mittendrin statt nur dabei und auch schon wieder urban.

Bonn unterscheidet sich vom Ruhrpott dadurch, dass es nie eine große Industriestadt war. Bonn war und ist preußisches Beamtentum und das Tor zur Rheinromantik. Von den meisten Punkten Bonns aus sieht man das Siebengebirge: Drachenfels, Ölberg, Löwenburg und Petersberg. Allein diese Bergsilhouette führt dazu, dass ich es (tagsüber) nie bereute hier studieren. Wer weiß was Berlin an kreativen Möglichkeiten geboten hätte – aber eines sicher nicht… das Gefühl nah an der bergigen Natur zu sein und immerhin 400 Höhenmeter auf kurze Distanz überwinden zu können. Wer einmal vom Rodderberg aus den Sonnenaufgang über dem Siebengebirge erlebt hat, weiß was ich meine. Keine finsteren Nadelwaldhänge sondern freundliche Laubwälder die dazu einladen, dem städtischen Treiben auf kurzem Wege zu entfliehen.

Scheint also schon ganz in Ordnung zu sein diese gemütliche Stadt am Rhein. Selbst wenn es mich hinausziehen sollte in die Metropolen und Einsamkeiten dieser Welt würd ich mich wohl bei einer Rückkehr sofort wieder wie zu Hause fühlen, denn wie ich bereits geschrieben habe – Bonnn bleibt Bonn.

Aus diesem Anlass und weil sich die Diplomprüfungen dem Ende zuneigen, hier ein paar Impressionen aus Bonn. Lieblingsorte und nette Menschen. Streetphotography und Stilleben aus 2009-2010. Quadratisch, praktisch, gut.

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