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bildraum mixtape #7: Nepomuk. – Der Rote Ritt

8 Mrz

Burial | Caribou | Four Tet | Roman Flügel | Efdemin | Isolée | Ikonika | Martyn | Miguell Campbell | Schatrax | Scuba | Sandwell District | Blondes | Andy Stott

Ein Hoch auf die 125!

Nach Chillwave und Indie geht es wieder in elektronische Gefilde. House, Future Bass und UK House geben sich die Klinke in die Hand. Altes und Neues fusionieren zu einem düster angehauchtem Treiben. Das Werk an sich ist relativ spontan entstanden. Rohheit als Stilmittel. Dabei sind neue und alte Helden – die englische Musiklandschaft prägende wie Burial, Ikonika, Caribou, Four Tet und Scuba ebenso wie klassische (Deep)House Künstler wie Efdemin, Roman Flügel und Isolée. Das Zentrum bildet Something Special von Miguell Campbell – ich bin einfach anfällig für eingängige Vocals. Zum Ende hin wird die Leichtigkeit dieser Zeile aber nochmal schön durchgeschüttelt. Denn nichts bleibt wie es ist.

– free download –

Tracklist

#01 | Burial – Loner
#02 | Schatrax – Overcome
#03 | Efdemin – Night Train
#04 | Roman Flügel – Rude Awakening
#05 | Isolée – Thirteen Times An Hour
#06 | Levon Vincent – Impression of a Rainstorm
#07 | Martyn and Mike Slott – All Nights
#08 | Ikonika – World on Mute
#09 | Miguell Campbell – Something Special (Original Mix)
#10 | Four Tet – Plastic People
#11 | Caribou – Sun (Midland Re-Edit)
#12 | Locked Groove – Drowning
#13 | SCB – Hard Boiled VIP
#14 | Sandwell District – Hunting Lodge
#15 | Blondes – Pleasure (Andy Stott Remix)

 

 

Musik am Sonntagnachmittag: Daughter – The Wild Youth EP

29 Jan

Sanfte Musik zwischen Lykke Li, Feist und The XX

Die Londonerin Elena Tonra hat unter ihrem Künstlernamen „Daughter“ im vergangenen Jahr zwei offizielle EPs (The Wild Youth im November, His Young Heart April 2011) und eine Demo EP veröffentlicht. Zuletzt konnte im November die „The Wild Youth EP“ sehr überzeugen und führte zumindest auf der britischen Insel zu einem größeren Bekanntheitsgrad. Sehr schöne Musik, die von Elenas eingängigem Gesang getragen wird und Folk und sanfte elektronische Elemente kombiniert. Ein Plattenvertrag und ein erstes Album und 2012 könnte das Jahr von Elena Tonra werden…

bandcamp
soundcloud (teilw. mit Download)

Musik: Die besten Alben des Jahres 2011

9 Jan

Top30 – Lieblingsscheiben und Zukunftsmusiken

2012 ist schon wieder eine Woche alt und mit „reichlicher“ Verpätung gegenüber den üblichen Hipsterplattformen wie Pitchfork reicht auch der bildraum noch eine kleine Übersicht der Lieblingsalben im vergangenen Jahr nach. 2011 als Musikjahr war grundsätzlich gefühlt nicht so sympathisch wie 2010. Das lag einerseits daran, dass nicht alle Alben die hochgehegten Erwartungen erfüllten (James Blake, 2562, Hyetal, Emika, Balam Acab etc.) andererseits wohl daran, dass die Betriebssamkeit in geschätzten Subgenres wie Chillwave oder Witchhouse doch um einiges nachgelassen hat. Überraschend stark zeigten sich elektronische Veröffentlichungen aus heimischen Gefilden.. mit Dominik Eulberg, Robot Koch, Moomin und Roman Flügel schaffen es vier Platten locker in die Top30, Robag Wruhme, Steffi und Kreidler scheiterten knapp. Mit den Dial und Freude am Tanzen Platten wird schon offenkundig, dass 2011 dort weiter machte, wo 2010 mit Pantha du Prince und John Roberts aufhörte. Nämlich überall rund ums House. Deep House, Detroit House, Techhouse usw. allüberall bis hinüber in technoide Gefilde. Einzuordnen in diesen musikalischen Kosmos sind Dominik Eulberg, Roman Flügel, Morphosis, Sandwell District, The Field, John Heckle, Altered Natives, Omar-S, GusGus und Moomin. Also ein Drittel Steady Beats in der Top30. Einen weiteren wichtigen Teil nehmen die von englischer Clubmusik inspirierten Werke zwischen Post-Dubstep, Uk Funky, FutureGarage , Footwork und sonstigen elektronischen Bastardereien ein. Namentlich vertreten durch Kuedo, Zomby, Rustie, Robot Koch, BNJMN, Martyn, SBTRKT, Sepalcure und Machinedrum. Noch ein Drtittel. Das verbliebene Drittel teilen sich Araabmuzik, Holy Other und Oneohtrix Point Never anderselektronisch mit den Gesangsindietronicpoppern von Metronomy, Austra, Alaska in Winter, Sin Fang, Jamie Woon, John Maus und Summercamp. Einige Alben wie jene von Feist, Dillon, The Horrors und Modeselektor wurden nicht ausreichend gehört um sie in die Wertung mit einfließen zu lassen. 2012 wird interessant sein, ob sich das Verhältnis der genannten Musikströmungen zueinander ändern wird…

1. Metronomy – The English Riviera

2. Kuedo – Severant

3. Zomby – Dedication

4. Rustie – Glass Swords

5. Robot Koch – The Other Side

6. Dominik Eulberg – Diorama

7. Austra – Feel It Break

8. Alaska in Winter – B-Sides & Other Missed Opportunities

9. Roman Flügel – Fatty Folders

10. BNJMN – Plastic World

11. Martyn – Ghost People
12. Holy Other – With You EP
13. Araabmuzik – Electronic Dream
14. Oneohtrix Point Never – Replica
15. SBTRKT – SBTRKT

16. Morphosis – What Have We Learned
17. Sandwell District – Feed-Forward
18. The Field – Is This Power
19. John Heckle – The Second Son
20. Sepalcure – Sepalcure

21. Altered Natives – Tenement Yard Vol. 2
22. Omar-S – It Can Be Done But Only I Can Do It
23. Sin Fang – Summer Echoes
24. GusGus – Arabian Horse
25. John Maus – We Must Become The Pittless Censors Of Ourselves

26. Moomin – The Story About You
27. Summercamp – Welcome to Condale
28. Machinedrum – Room(s)
29. Pictureplane – Thee Physical
30. Jamie Woon – Mirrorwriting

Musik: November im Traumland

30 Nov

Peaking Lights | Tycho | Purity Ring | Silver Swans | Regal Safari | Blanck Mass

Am Fenster stehen und darauf warten, dass das letzte Blatt des Jahres vom Apfelbaum im Garten fällt. Die passende musikalische Untermalung wird heute vorgestellt. Irgendwo zwischen Chillwave/step/etc, Dreampop und Ambient.

Peaking Lights

Eine Paar aus Wisconsin schmiedet und lötet neue Instrumente um daraus elektronisch angehauchte Tracks zum Leben zu erwecken. Gabs so noch nicht im einzelnen, gibts jetzt schon. Auf Youtube schon länger, jetzt neu als Debüt und Anfang 2012 kommt schon Album Nummer #2. Gehört sicher mit zu den hörenswerten Dingen 2011.

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Tycho

Eine kleine Synthesizermelodie. Damit fängt es meistens an. Dann setzt der Bass und ein schleppender Beat ein. „Mit eigens produzierten Samples oder im Freien aufgenommenen Feldaufnahmen verpasst Scott Hansen alias Tycho dann seinen Tracks genau diese mystische und hypnotische Stimmung, die einen in das Tycho-Universum hineinsaugt und lange nicht mehr ausspuckt“ (FM4). Auch schon wieder fein. Nebenbei ist Tycho noch Betreiber des tollen ISO50 Blogs. Tycho kommt im übrigen vom Astronom Tycho Brahe. Passt zum Klangbild. Boards of Canada. Surf.

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Purity Ring

Seitenprojekt zweier Mitglieder der New Yorker Band „Gobble Gobble“ (hier schon mal vorgestellt der ein oder andere Track). Begeisternde Tracks – wilde Zitate und Fragmente von Pop treffen auf Breaks und Drops. Kurz einhören und dann vereinnahmt werden.

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Silver Swans

Wunderbar verhuschter Dreampop aus San Francisco. Mädchenmusik von Mädchen für alle im Advent.

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Regal Safari

Erschaffen mit ihren Soundlandschaften brücken um dem Alltagsgeschehen zu entkommen. Die Debüt EP RGLSFR erschien im Sommer. Ist das nun Chillstep? Only weist bei 1:30 einen Blake’schen Drop auf. Auf jedenfall ist es gut. Download frei über das „Pfeil runter“ Symbol von Soundcloud.

soundcloud



 

Blanck Mass

Zum Abschluss gibt es noch epische Musik. Nicht internet-episch sondern analog-episch. In den Fußstapfen von Morricone und Carl Sagan. Das ebenso Blanck Mass Album genannte Album des Fuck Buttons Mitglied Benjamin John Power ist neoklassische Orchestralgewalt. Würde Gott die Schöpfung neu verfilmen, wäre dies sein Soundtrack. Chernobyl ist fast noch epischer als Roly Porters Arrakis.

bandcamp



 

 

 

 

 

 

 

 

Musik: Alben von Pictureplane & Araabmuzik & John Heckle

12 Sep

Überraschungseier

Oha. Dezent erfreuende neue Alben – ungewöhnlich für 2011, wo ich mich doch damit abgefunden hatte, dass dieses Jahr die meisten Erwartungshaltungen eher kaum erfüllt werden. Aber so ist das – ohne Vorschusslorbeeren kann der Hauptgang seinen Geschmack unbeeinträchtigt entfalten. Im Mittelpunkt des Interesses sollen drei Alben stehen, welche die Heterogenität der derzeitigen Entwicklungstendenzen im extravaganten (nicht konsensfähigem!) Bereich der elektronsichen Musik gut aufzeigen. Was befindet sich also im Angebot mit leicht erhöhter Taktzahl (und wer sind die heißen Kandidaten für den Award „Bescheuerte Cover 2011“)?

John Heckle – The Second Son

Pictureplane – Thee Physical

Araab Muzik – Electronic Dream

Abraham Orellana, bekannter als „AraabMuzik“ hat seine musikalischen Wurzeln im Bereich von HipHop Beat Instrumentals. In seinem Debütalbum „Electronic Dream“ verlässt er sich auf vielfältigste Samples (ungewöhnlicherweise auch: Trance, Elektro) die mit einer MPC Drummachine verhackstückt werden. Virtuos werden Stile und Musikelemente, die man für unvereinbar gehalten hatte, zu einem sehr gefälligem Ganzen kombiniert.

Pictureplane (Travis Egedy) produziert dagegen Elektro mit Dark Wave und Synth Pop Einflüssen. Das 2011er Album „Thee Physical“ ist der Nachfolger zu Dark Rift (2009), welches auf einschlägigen Seiten viel Kritikerlob erntete. Auf „Thee Physical“ wurde konsequent die musikalische Linie fortgeführt. Auch das Zweitwerk weiß zu gefallen…

Während die beiden bekannten Künstler in diesem Jahr in der digitalen Musikpresse durchaus präsent waren, so ist das Debüt von John Heckle ein Geheimtipp. Dennoch wird das Album „The Second Son“ als eines DER UK House Alben im Jahr 2011 gehandelt. Die EPs und die spärlichen Höreindrücke auf YT und SC versprechen durchaus eine Platte mit Potenzial. Man darf gespannt sein ob der Name noch öfter auftauchen wird die kommenden Wochen.

Tracks:

 

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