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Kartenspiel: Ikonen der 90er DJ-Kultur

12 Apr

Flashback in eine legendäre Zeit

Eine Reminiszenz an die elektronische Musikkultur Mitte der 90er Jahre stellt dieses Kartenspiel dar. Quartettspiele waren zu damaliger Zeit bei Klassenfahrten äußerst populär. 1996 – das war vieles: Flaschendrehen, Schullandheim, Auto-Quartett. Hubraum, Zylinder und Höchstgeschwindigkeit mussten unbedingt verglichen werden. Hätten wir gewusst welch illusterer Künstlerkreis. Mit Bildern von Carl Cox oder Sven Väth. Namen die man damals vermutlich gar nicht kannte – selbst die Musik hatte man höchstens aus den Zimmern der älteren Geschwister gehört. Aber schön wäre es schon gewesen, wenn man auch dieses Kartenspiel neben all den Auto, Traktor, Wohnwagen, Feuerwehr und Motorrad Quartetten bis in die heutige Zeit gerettet hätte. Veröffentlicht wurde das ganze als „K7Stud!o DJ Trading Card Game 1995“ im Jahr 1996. Die Spielkarten haben in den Archiven von onlyndetroit.com überlebt. Eine großartige Rückschau auf DJs welche die Ravekultur der 90er und die elektronische Musik bis in unsere Zeit maßgeblich beeinflusst haben.

Wen also interessiert was die durchschnittliche Anzahl an BPM in Sets von DJ Hawtin war oder wie groß die private Plattensammlung von DJ Hell Mitte der 90er gewesen ist und was die extremsten Längen einzelner DJ Sets waren findet hier jede Menge interessante Fakten:

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Fotografie: Historische Zeichnungen der menschlichen Anatomie

2 Mrz

Archivfund bei fotografischen Arbeiten im Historischen Museum Regensburg

Historische anatomische Zeichnungen der Medizin und verwandter Disziplinen üben eine eigenartige Faszination aus. Auf vergilbtem Papier tritt uns die wissenschaftliche Welt vergangener Jahrhunderte entgegen. Bei der fotografischen Aufnahme von mehreren Hundert Risszeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert im Historischen Museum Regensburg stolperte ich über diese schönen anatomischen Skizzen. Entstanden sind sie laut Datumseintrag im Knochenverzeichnis im Jahre 1839. Verantwortlich dafür zeigt sich der auf Hinterglasmalerei spezialisierte Maler J. K. Ruff aus Winklarn / Oberpfalz. Morbide Todesdarstellungen haben nicht zuletzt im weit verbreiteten Totentanzmotiv und den verschiedenen Beinhäusern (Karner) im ländlichen Bayern seit dem Mittelalter eine weite Verbreitung gefunden. Der Tot war auch in der Form von Totenbrettern allgegenwärtig. Erst in der modernen Zeit erhielt er seine distanzierende und abstrahierende Komponente. Es scheint als wären es ursprünglich acht Abbildungen und die dazugehörigen Beschreibungen gewesen. Es fehlen ergo zwei Skelettdarstellungen und die Beschreibungen zur menschlichen Muskulatur. Sollte jemand den mit Bleistift hinzugefügten Zusatz im letzten Bild, untere rechte Ecke  entziffern können („Riß ist … … ……. ……. in München“), wär ich über eine Mitteilung dankbar.

Model Posen

24 Mrz

WICHTIG: Aufgrund vieler Suchanfragen die hier auf bildraum landen habe ich einen umfangreicheren POSINGGUIDE online gestellt.

Diese beiden nützlichen Grafiken mit einer Übersicht von verschiedenen Model Posen sind mir vor längerer Zeit in der Fotocommunity in die Hände gefallen. Ich weiß nicht ob sie irgendwie geschützt sind, wenn ja, wäre es nett wenn der Besitzer sich kurz bei mir meldet, dann nehme ich sie natürlich runter vom Blog. Ansonsten können sie sehr gut zur Inspiration für Portraitaufnahmen dienen. Viel Spaß beim Konzepte aussinnen und Weiterplanen. Ein Klick vergrößert die Grafiken.




Fotografie: 10 universell einsetzbare Photoshop Aktionen… Download

17 Feb

… auch wenn Aktionen nie einen individuellen Workflow ersetzen können

oder anders gesagt: Wie mach ich meine Fotos Indie…

Zunächst gibt es durchaus verschiedene Stilrichtungen der Fotografie. Die einen bevorzugen Schwarzweiß Fotografie, andere knallig bunte Lifestyle Fotografie die einen mit ihren glamourösen Pixeln erschlägt. Wer sich ein wenig mit Musikkultur (wem es ums Fotografieren geht, kann den Rest des Absatzes überlesen), einschlägigen Blogs und der ganzen sich als Indie bezeichnenden Festtagsgemeinde auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass dort entsättigte am besten verwackelte Fotos im Retro Look en vogue sind. Oft ist man auch mit analogen Kameras und abgelaufenen Filmen unterwegs. Doch wir hätten nicht das digitale Zeitalter erreicht, wenn man diesen Look nicht einfach durch paar Aktionen reproduzieren könnte. Ein paar nachträgliche Scratches drauf und schon siehts analog aus. Toll. Aber natürlich auch so ziemlich viele andere ästhetischen Sprachen ebenso.

Photoshop bietet da die wunderbare automatisierungs Funktion der „Aktionen“ oder „Actions“. Ich selbst schreibe mir regelmäßig welche um z.B. thematisch zusammengehörende Bilder auf ein ähnliches Format etc. zu bringen, teilweise auch um kleinere allgemeine Bearbeitungsschritte zu automatisieren. Nicht zuletzt im Zusammenspiel mit dem ImageProcessor kann das einem sehr viel Arbeit abnehmen. Am besten Arbeitet man mit selbstgeschriebenen Aktionen, aber es gibt bei DeviantArt auch eine große Auswahl zum freien Download. Doch die Menge der vorgefertigten Aktionen hält beim Nutzgehalt nicht immer das was sie verspricht.

Man findet zu Hauf Seiten im Netz die effektvolle Photoshop Aktionen in Top-Listen anpreisen. Doch meistens sind diese Zusammenstellungen relativ unmotiviert. Man bekommt die Verlinkung zur DeviantArt Seite und gegebenfalls noch das Anwendungsbild des Schöpfers der Aktion. Doch dies ist meist aktionsoptimiert. Daher machte ich mir es zur Aufgabe, einige der angepriesenen Aktionen mal auf ihre Wirkung zu testen. Dabei habe ich mit 5 Vergleichfotos gearbeitet um möglichst unterschiedliche Bildsituationen testen zu können. (Portrait neutral, mit dunkler Umgebung, mit heller Umgebung, Kopfportrait und Straßenszene). Sobald eine Aktion für eines der Bilder unschöne Ergebnisse produzierte hab ich sie ausgeschlossen (vor allem die Kontrast verstärkenden). Übrig blieben 11 Aktionen die für alle Bilder zufriedenstellende oder immerhin für eine Weiterverarbeitung sinnvolle Ergebnisse liefern. Zu bedenken ist dabei, dass die Aktionen an Bildern mit unter 1000pixel Kantenlänge getestet wurden und bei großformatigen Bildern zumindest jene mit Grain/Korn vll nicht rausgeflogen wären.

Aktions-Übersicht

Die Fotos stammen von mir und wurden relativ unverändert als Originale zum Aktionstesten übernommen. (Lange Ladezeit wegen Größe – Vollansicht druch Draufklicken! – Copyright bei mir – Weiterverbreitung ohne Erlaubnis nicht gestattet):

11 Freunde sollt ihr sein

1. Ghost Glow Nr 21/50 von Manicho:

Nette Aktion für Portraits. Beeindruckt das ungeschulte Auge durch den verzaubert aussehenden Effekt, ist aber keine große Hexerei. Die leichte Weichzeichnung und der Glow erinnern an Hochzeitsbilder. Bietet sich auch für Landschaftsaufnahmen an wenn man eine „elfenhafte“ Stimmung erzeugen will. Die Tiefen werden abgedunkelt.

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2. Retro Feeling Nr 6/50 – Sun Exposure von Manicho:

Ebenfalls eine nette Aktion die dem Portrait den Retro Touch sonnengebleichter Bilder gibt. Warum auch nicht für Strandbilder ein wenig im Analoglook.

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3. Action Pack 1 Aktion Nr. 4 von EmberGFX:

Auch Retro Look – Scheint mir eine Kontrastabschwächung mit einer Schärfung zu verbinden.

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4. Cross Coloring 1.1 dark von Kalifbanane:

Nettes crossen ohne viel an Bilddetails zu zerstören. Resultat wirkt leicht entsättigt.

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5. Cross Coloring 1.1 medium von Kalifbanane:

Meine Lieblingsaktion von den hier gezeigten. Gibt den Bildern einen sehr schönen Look auch Richtung Retro aber weniger entsättigt.

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6. Light Vinage Action Action 2:

Starker Retro Look, Kontrast geschwächt, ausgebleicht.

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7. NoiseLess RetroFit cyan gold:

Relativ kräftiger Effekt, besonders die Hauttöne werden stark gesättigt, daher da vll dagegensteuern, ansonsten hat es ein wenig was von 80er Postkarten.

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8. Retro Action von mariassaxxx:

Schöner ausgebleichter kontrastgeschwächter Retro Look, noch stärkerer Effekt als bei der Light Vinage – sehr Indie.

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9. Night-Fate Set 111 Aktion 7:

Aktion mit relativ starker Kontrasterhöhung (Vorsicht wegen „ausgefressenen“ Gesichtspartien“) und einer Vignettierung die selbst gesteuert werden kann – kann je nach Motiv nette Effekte hervorbringen.

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10. Retro Love von pseudonymfreak:

Sehr starke Vignettierung die sich am hellsten Punkt des Bildes zu orientieren scheint. Bei Portraits daher teilweise problematisch (siehe Bsp-Bild 3) da dass Gesicht abgedunkelt wird aber an sich ein sehr interessanter Effekt.

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11. Vintage by Vindauga:

Ein Klassiker mit starkem Effekt – die Ergebnisse sind selbstredend denke ich.

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Ich hoffe manch einer kann sich an dieser Zusammenstellung erfreuen. Vielen Dank auch an die Künstler welche die Aktionen erstellt haben. Big Thanks to the artists!

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