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Fotografie: Bayerischer Wald, Sumava und Böhmerwald

27 Nov

Unterwegs in der Mittelgebirgsregion im Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Österreich

Spätherbstliche Fotoexkursion in „Mitteleuropas Waldwildnis“ mit den Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava. Trotzdem dem Waldgebirge die jähen Felswände alpiner Regionen fehlen, ist die Landschaft mit Mooren, Bergkämmen und lichtdurchfluteten Kulturlandschaften durchaus abwechslungsreich. Die Inversionswetterlage führte zu strahlend blauem Himmel überhalb von 700-800m. Einerseits ideale Bedingungen, andererseits auch eine Herausforderung. Ideal deshalb, weil im Vorland bis zu den Alpen eine geschlossene Nebeldecke zu finden war. Daher boten sich insbesondere die Berge in unmittelbarer Nähe zu tieferen Lagen als Standpunkte an (Haidel, Dreisessel, Grenzberge zwischen Mühlviertel und Moldaustausee). Auch knapp unterhalb der Nebelgrenze waren einige Motive geboten. Schwieriger waren dagegen die Bedingungen im inneren Böhmerwald. Die Sonnenaufgänge und -untergänge zeichneten sich durch den wolkenlosen Himmel als eher belanglos. Selbst in den normalerweise relativ nebelsicheren Hochtälern war die einzige Besonderheit relativ viel Raureif. Aber dennoch bin ich mit der fotografischen Ausbeute durchaus zufrieden – einige Aufnahmen (z.B. von der Nebelallee) werden sicher auch den Weg in mein Hauptportfolio finden.

#0  | Alte Allee I
#1  | Thurauer Mühle
#2  | Alpenfernblick vom Dreisessel
#3  | Nebelwald am Haidel I
#4  | Grenzstraße bei Sonnenwald (AUT)
#5  | Sonnenaufgang am Moldaublick
#6  | Böhmerwald Moor
#7  | Windpark Sternwald
#8  | Haidel Aussichtsturm
#9  | Oberfrauenwald Richtung Dreisessel
#10 | Alte Allee II
#11 | Plumpsklos Glöckelberg (CZ)
#12 | Raureif Wald
#13 | Nebelwald am Haidel II
#14 | Am Ufer des Moldaustausees
#15 | Nebelmeer von Obergrainet aus
#16 | Waldwoge reiht sich an Waldwoge
#17 | Alte Alle III
#18 | Böhmerwaldhaus

Fotografie: Bayerische Spezialitäten

14 Mrz

Konzeptionelle Fotoserie zum Begriff „Heimat“

Im Rahmen eines internen Wettbewerbs auf der Fotografieplattform luxundlaune hab ich mich fotografisch mit dem abstrakten Begriff „Heimat“ auseinandergesetzt. Den konventionellen Rahmen sprengend hab ich mich für eine Umsetzung entschieden, die eine mögliche Beziehung zu Heimat im Alltag aufgreift. Regionalität als ikonisiertes Qualitätsmerkmal für authentische Produkte. Der Käufer soll teilhaben an der Glückseeligkeit und Gemütlichkeit der Herkunftsregion. In meinem Falle eben Bayern. Denn im Supermarktbayern ist die Welt noch in Ordnung.

„Die Fotoserie karikiert anhand von bei Aldi gekauften Lebensmitteln, dass Produkte heute aus dem speziellen regionalen Kontext gelöst werden. Aus dem Discounter-Sortiment hab ich mich für klassische bayerische Spezialitäten entschieden in Bezug auf meine eigene Identität. Regionale Produkte als authentische Qualitätsgaranten – und dass sofort und überall. Ein Genuss, der den Konsumenten vermeintlich teilhaben lässt an der Idylle regionaler Produktionslandschaften. Da ist die Welt noch in Ordnung. Ein Stück genießbare Heimat und Nestwärme wird vorgegaukelt, aber gleichzeitig werden die Besonderheiten in den Regionen selbst durch die allgemeine Verfügbarkeit nivelliert. Heimatliche Vielfalt und Identität stiftende Tradition wird zur leeren und universell austauschbaren Vermarktungshülle. Eine Wurst wird zu Bayern im Tellerformat. Ein Stück Heimat zum anbeißen für jeden.“

 
 

 
 

 
 

 

 

Fotografie: Streets of Reykjavik

11 Jan

Die isländische Hauptstadt im Quadrat

Überarbeitung von Streetaufnahmen für einen Auftrag. Alle Farben tanzen!

 

 

Fotografie: Lissabons morbider Charme

18 Okt

Von der Vergänglichkeit des menschlichen Schaffens

Verwunschene Gärten, alte Gemäuer und belebte Plätze. Fortsetzung der Lissabon Fotoserie (Teil I – Das moderne Gesicht). Dem modernen Expogelände folgen jetzt die charakteristischen, ein wenig verfallenen Straßenzüge mit ihrem besonderen Charme. Eine Stadt in der die Zeit anscheinend stehengeblieben ist. Dem Touristen – und insbesondere dem Fotografen – gefällt dieser morbide Charme. Ob die zu sehenden Wohnungen auch langfristig Lebensqualität bieten ist fraglich. Doch das Leben in Portugal findet sowieso zu großen Teilen auf der Straße statt… Lissabon an sich ist größer als man vermuten möchte, daher gibt es auch eine Menge sehr schöner verwunschener Winkel und Plätze wo man sich wohlfühlen kann. Daher eine Liste meiner 12 Lieblingsorte, teilweise bekannteres was man auch im Reiseführer findet, teilweise aber auch vor Ort als angenehm herausgefundenes.

12 Lieblingsorte:

  1. Principe Real – Kleiner Platz mit uralter Zeder die Schatten spendet und schönem Cafe unter Affenbrotbäumen
  2. Miradouro Senhora do Monte – Höchstgelegener Miradouro (Aussichtspunkt), ruhiger als die anderen, schöner Baumbestand und beste Aussicht
  3. Cafe Buneo Aires – Cafe an der Trepp vom Rossio zu Alto Barrio, schöne nächtliche Aussicht auf die Burg, gutes Essen, freundlich
  4. Alto Barrio – Szeneviertel mit Bars und Clubs, nächtliches Einkaufen in kleinen Boutiquen bis 23 Uhr
  5. Kleiner Pavillion mit Barbetrieb in der Avenue de Liberdade (rechte Seite nach ca. 300m) – nachts sehr schön mit DJ & elektronischer Musik unter freiem Himmel
  6. Botanischer Garten in Belem – verwunschener Garten mit ruinösen Gewächshäusern
  7. Ehemaliges Expo Gelände – Moderne Architektur, lecker Bistro am Tejo neben dem Steakrestaurant
  8. Nachts am Platz vor der Camo Kirche – schöne Lichtinszenierung des gotischen Portals, gutes Klima durch die Bäume
  9. Bar Naboo, rechts am Miradouro de Santa Catarina – Sonnenuntergangslocation und Treffpunkt der jungen Szene
  10. Casa Pasteis de Belem – Feine Törtchen. Kein Geheimtipp aber dennoch lecker (auch Tosta Mista)
  11. Alter Friedhof an der Linie 28 – Endpunkt der Tram-Linie 28, hausgroße Grabmale und alte Zypressen
  12. Spaziergang vom Tejo durchs Alfama Viertel (Kathedrale Se etc.) von Miradouro zu Miradouro und Sonnenuntergang bei Senhora de Monte

Lissabon Straßenleben

Elevador da Bica (Verbindung Hafen - Szeneviertel Alto Barrio)
Ausblick vom Miradouro Senhora do Monte
Apotheke "Ultramarina"
Autoparade vor dem Hieronymuskloster
Alfama Viertel mit dem Fluss Tejo
Häusergewirr in der Baxia
Schienen des Elevador da Bica
Miradouro de Santa Luzia - Liebeslaube mit Ausblick...
Stilleben in Orange
Antikes Antiquariat
Nettes Cafe am Principe Real
Pforten
Ehemaliges Maurenviertel Alfama
Ausblick aus der Ferienwohnung auf Baxia
Miradouro de Senhora de Monte
Fassade mit Buchsbäumchen
Häuserschlucht beim Elevador de Bica
Balkon und traditionell gekacheltes Haus
Manuelisches Deckengewölbe
Manuelisches Hieronymuskloster
Sonnenuntergang an der Brücke des 25. Aprils

Fotografie: Islandbilder auf ARTE

14 Okt

webformat begleitend zur buchmesse

Im Rahmen der gerade stattfindenen Buchmesse in Frankfurt zeigt arte eine Dokumentation über isländische Künstler und deren Verbindung zu ihrem Land und der nordischen Landschaft. Island ist dieses Jahr das Gastland auf der Buchmesse. Der Dokumentarfilm der Gebrüder Beetz Filmproduktionen wird durch ein Webfeature auf der arte Homepage interaktiv erweitert. Im Rahmen des Webauftrittes greifen meine Landschaftsfotografien atmosphärisch die Island charakterisierenden Schlagworte  HEIMAT | ERBE | INTUITION |  CHAOS | SEHNSUCHT | ISOLATION | INSPIRATION | MUT auf. Zum Webfeature gehts HIER. Ich freue mich über eine schöne weitere Referenz für mein photographisches Schaffen.

 

Meine Fotoserie über isländische Natur- und Landschaftsräume umfasst bisher vier Teile: Teil I | Teil II | Teil III | Teil IV. Es folgen einige Impressionen von der arte Seite und dem aktuellen Projekt:

 

 

 

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