Tag Archives: Tschechien

Fotoausstellung in Tschechien: Kasperske Horý (Bergreichenstein)

30 Jun

Ab kommenden Wochenende stelle ich rund 20 großformatige Bilder im Ausstellungssaal des Rathauses in Kasperke Horý aus. Thematisch geht es um den grenzenlosen Naturraum Böhmerwald – Bayerischer Wald. In teils mystisch verklärten teils abstrakt minimalistischen Aufnahmen setze ich mich fotografisch mit dem „Gründen Dach Europas“ auseinander. Die Vernissage findet am 5. Juli um 18:00Uhr statt, der Eintritt ist frei. Zu sehen ist die Ausstellung bis 31. August.

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Fotografie: Bayerischer Wald, Sumava und Böhmerwald

27 Nov

Unterwegs in der Mittelgebirgsregion im Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Österreich

Spätherbstliche Fotoexkursion in „Mitteleuropas Waldwildnis“ mit den Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava. Trotzdem dem Waldgebirge die jähen Felswände alpiner Regionen fehlen, ist die Landschaft mit Mooren, Bergkämmen und lichtdurchfluteten Kulturlandschaften durchaus abwechslungsreich. Die Inversionswetterlage führte zu strahlend blauem Himmel überhalb von 700-800m. Einerseits ideale Bedingungen, andererseits auch eine Herausforderung. Ideal deshalb, weil im Vorland bis zu den Alpen eine geschlossene Nebeldecke zu finden war. Daher boten sich insbesondere die Berge in unmittelbarer Nähe zu tieferen Lagen als Standpunkte an (Haidel, Dreisessel, Grenzberge zwischen Mühlviertel und Moldaustausee). Auch knapp unterhalb der Nebelgrenze waren einige Motive geboten. Schwieriger waren dagegen die Bedingungen im inneren Böhmerwald. Die Sonnenaufgänge und -untergänge zeichneten sich durch den wolkenlosen Himmel als eher belanglos. Selbst in den normalerweise relativ nebelsicheren Hochtälern war die einzige Besonderheit relativ viel Raureif. Aber dennoch bin ich mit der fotografischen Ausbeute durchaus zufrieden – einige Aufnahmen (z.B. von der Nebelallee) werden sicher auch den Weg in mein Hauptportfolio finden.

#0  | Alte Allee I
#1  | Thurauer Mühle
#2  | Alpenfernblick vom Dreisessel
#3  | Nebelwald am Haidel I
#4  | Grenzstraße bei Sonnenwald (AUT)
#5  | Sonnenaufgang am Moldaublick
#6  | Böhmerwald Moor
#7  | Windpark Sternwald
#8  | Haidel Aussichtsturm
#9  | Oberfrauenwald Richtung Dreisessel
#10 | Alte Allee II
#11 | Plumpsklos Glöckelberg (CZ)
#12 | Raureif Wald
#13 | Nebelwald am Haidel II
#14 | Am Ufer des Moldaustausees
#15 | Nebelmeer von Obergrainet aus
#16 | Waldwoge reiht sich an Waldwoge
#17 | Alte Alle III
#18 | Böhmerwaldhaus

bildraum unterwegs: -39,4°C Kälterekord

8 Feb

Kvilda in der Grenzregion Nationalpark Sumava / Bayerischer Wald mit arktischen Temperaturen

Die 2012er Kältewelle und ich mitten drin. In Deutschland bedeutet das meistens -10 bis -20°C als Tiefsttemperatur. Aber nur 5km von der deutschen Grenze entfernt wurden am vergangenen Wochenende fast -40°C erreicht. Horská Kvilda (deutsch Innergefild) ist eine kleine tschechische Gemeinde im ehemaligen Sperrbereich des Eisernen Vorhangs unweit der bayerischen Grenze. Der Ort selbst liegt im Nationalpark Sumava (Böhmerwald) auf einer Höhe von 1070m üNN auf der Hochebene des Böhmerwaldes im tschechischen Nationalpark Sumava. Da ich selbst letztes Wochenende (3. Februar) zum Langlaufen in der Gegend unterwegs war, konnte ich die arktischen Temperaturen am eigenen Leib erfahren. Bei einer nur vom Mondlicht beleuchteten Tour gegen 19 Uhr waren die Temperaturen schon nahe -30°C so dass die Atemluft sofort gefror. Bei der Rückfahrt in Richtung deutsche Grenze passierte ich auch Horská Kvilda und weiter dem Tal der jungen Moldau. Auch hier machten sich die Tiefsttemperaturen insofern bemerkbar, dass der Motor meines Autos nicht mehr als 50°C Temperatur erreichte. Den Deutschen Minustemperatur-Rekord hält übrigens seit 2001 mit -45,9°C der Funtensee auf 1600m Höhe in den Berchtesgadner Alpen.

Die Temperatur von -39,4°C ist in Tschechien Landesrekord für die diesjährige Kältewelle. Für den Temperatursturz dürften neben dem klaren Wetter (Ausstrahlung von der Erde) auch die Tallage (Kältesee) und die bis zu 1,80m hohe Schneebedeckung beigetragen haben. In den nahen Tälern des bayerischen Waldes wurden ebenfalls sehr niedrige Temperaturen erreicht, aber der Wert von Horska Kvilda wurde bei weitem nicht erreicht. Während in Deutschland die Kältewelle zumeist nur eine unangenehme Begleiterscheinung ist, hat sie in Osteuropa schon über 300 Menschenleben gefordert.

3. Februar 2012 | 16:00 Uhr:

bildraum auf fotografischer Mission auf Langlaufskiern 16km unterwegs (rechte Bildseite) – Temperaturen noch erträglich, bei der Rückfahrt im Dunklen schon weniger. (Der neue Trend: Statt mit Handy vorm Spiegel Selbstportraits mit Webcams machen.)

3. Ferbuar 2012 | 20:00 Uhr:

Durchfahrt durch Kvilda – Temperaturen bereits unter -30°C

4. Februar 2012 | 01:50 Uhr:

In dieser Nacht fiel die Temperatur weiter: Erster Tiefenrekord mit -37,4°C

6. Februar 2012 | 08:00 Uhr:

Zwei Tage Später – Ein eisiger Sonnenaufgang: -39,2°C

Alle Webcambilder von sumava.eu

Fotografie: Entlang der Moldau zum Weltkulturerbe

29 Mrz

Cesky Krumlov & Moldaustausee

Ein paar weitere Fotografien von den Tagen in der Südostecke Deutschlands letzte Woche. Die Bilder sind in einem retro anmutenden Stil gehalten – zum einen weil die Reise nach Westböhmen für mich auch immer eine Reise in die Vergangenheit ist, zum anderen, weil die blassen etwas ausgebleichten Farben durchaus der tschechischen Landschafts- und Gebäudegenese nahe kommen. Vorneweg aber zunächst zwei Impressionen aus Passau vom Zusammenfluss von Inn und Donau. Eigentlich werden diese beiden Bilder der spektakulären Lage der Stadt am Zusammenfluss der beiden bereits genannten Flüsse und der Ilz gerecht. Aber dennoch sollen sie hier ihren Platz finden, da die alte Nibelungenstadt Passau ehedem das Tor zum Böhmerwald war und die sagenhaften Handelsroute „Der goldene Steig“ hier ihren Ausgang nahm, um die Höhenzüge zu überwinden um den Salztransport nach Tschechien sicherzustellen. Denn reiche Städte befanden sich hinter dem Waldgebirge: Prachatitz, Budweis und nicht zuletzt Krummau. Von einer modernen Erkundungstour ins malerische Krummau soll nachfolgend die Rede sein.

Historisches Passau von der Innbrücke aus


 

Entlang der Moldau

Im äußersten Osten Bayerns beginnt dieser kleine Roadtrip mit vielfältigsten Eindrücken. Ziel ist das Tal der Moldau und Cesky Krumlov, zu deutsch Krummau, eine stolze mittelalterliche Kleinstadt, die sich aufgrund ihres intakten historischen Kerns den Titel „UNESCO Weltkulturerbe“ verdient hat. Auf 1000m Seehöhe beginnt die Fahrt in den Hochlagen des Bayerisch-Böhmischen Waldes. Selbst Ende März ist die Landschaft noch unter einer geschlossenen Schneedecke versteckt. Von hier macht man sich auf ins Moldautal mit seinen alten Siedlungen, welche den Glanz der goldenen Stadt Prag vorwegnehmen. Klöster, Schlösser und kleine Städtchen locken entlang des lieblichen Flusslaufs. Doch bevor man in die Geschichte eintaucht verabschiedet sich die Gegenwart nicht ohne einen kleinen Schock: Aufgrund der Grenzlage tummeln sich im ersten Ort hinter der Grenze, Strazny, ein Haufen Geschäftemacher. Es lohnt sich nicht hier zu verweilen. Denn hat man die Prostituierten und Fidschi-Märkte an der Grenze bei Philipsreut erstmal hinter sich gelassen, taucht man ein in eine Landschaft fernab unserer Hektomatikwelt.  Es ist so, als wäre man ein paar Jahrzehnte in der Zeit zurückgereist. Die Dörfer wirken verschlafen. Hier geht man seinem Tagesgeschäft nach: Der Einkauf wird noch mit charakteristischen blümchenverzierten Plastebeuteln und geflochtenen Körben nach Hause getragen. Am späten Abend trifft man sich in den Dörfern auf ein Gambrinus oder ein Kozel in einer der kleinen Schankstuben. Hier und da irrt ein Hund oder ein Huhn umher und der Putz fällt von den Wänden. Die Zeit gibt so ein Stück Vergangenheit preis: Alte deutsche Beschriftungen wie „Wolfsmühle“ werden wieder lesbar. Denn der Landstrich entlang der Moldau war bis zur Vertreibung nach dem Zweiten Welktrieg hauptsächlich deutsches Siedlungsgebiet. Der Weg führt weiter zum Moldaustausee. Mit 48km Länge und 10km Breite ist er der größte Stausee  Tschechiens. Er wird auch als „Böhmerwald Meer“ bezeichnet. In Horni Plana / Oberplan ist der Ortskern und das Geburtshaus des Schriftstellers Adalbert Stifter ansprechend renoviert worden. Aber dennoch merkt man – trotz der geringen Entfernung zur Grenze – dass man im Ausland unterwegs ist. Das West-Ost Gefälle macht sich direkt an der Grenze besonders stark bemerkbar. 20 Jahre nach der Wende schwebt immer noch der Geist der Kommunismus und des Kalten Krieges über diesen Landstrich. Selbst neuere Beschilderungen sind anscheinend mit Schriftarten gesetzt, welche von der Ära des Warschauer Paktes inspiriert sind. Allein das – vor allem von holländischen Touristen besuchte – neue Tourismuszentrum  bei Lipno strotzt nur so vor moderner Bebauung. Der Stausee von Lipno selbst ist zu dieser Jahreszeit noch von einer Eisschicht überzogen, am Horizont ragen die schneebedeckten Gipfel des Hochwaldes auf. Bis knapp an die 1400m Marke reicht die höchste Erhöbung Plöckenstein.

Panorama des Moldaustausees von Horni Plana aus


Altes Tretboot nahe der Schilfkante

Doch je weiter man dem Tal der Moldau folgt, desto milder wird es. Beim Kloster Weißenbrot und an Schloss und Burg Rosenberg sind die Schneereste verschwunden und die stolzen Gemäuer erheben sich hoch über dem Fluss. Stets folgt die Straße den mal weiteren, mal engeren Schlingen der noch jungen Moldau. Im Sommer herrscht hier Hochbetrieb von Kanutouristen. Gelegentlich künden alte Industrieanlagen von der Nutzung der Wasserkraft, doch auf weiten Strecken wirkt die Natur unberührt. Besonders die Waldgebiete entlang der Grenze zu Deutschland und Österreich sind durch den Kalten Krieg in einen Dornröschenschlaf versetzt worden. Hier finden sich so seltene Tiere wie Elch, Luchs, Fischotter, Flussperlmuschel und Dreizehenspecht.

Böhmisch Krummau

Unvermittelt öffnet sich das enge Tal nach ungefähr 50km zu einem Kessel. Goethe würde sagen: Die Lage am Fluss musste eine Stadt anlocken. In früheren Zeiten strategisch günstig gelegen, wurde hier die Stadt Böhmisch Krummau, oder auch Cesky Krumlov auf den Felsrücken einer Moldaudoppelschleife angelegt. Überragt vom Schwarzenberg’schen Schloss wurde die Kleinstadt aufgrund des intakten mittelalterlichen Kerns und der spektakulären Lage in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Vor einiger Zeit berichtete ich HIER bereits über die Stadt und ihre Eigenheiten. Obwohl keine Saison ist, sind vor allem deutsche, österreichische und japanische Touristen in der Stadt unterwegs. Dennoch findet man auch noch manch stillen Winkel. Empfehlenswert ist die Bierverkostung in der Brauerei Eggenberg (Vorsicht: 0,0 Promille Grenze in Tschechien!) und das Cafe „Zwei lustige Witwen“ rechts von der Kirche unterhalb des Schlossturmes direkt am Moldauufer. Der Ausflug nach Krummau ist eine sehr schöne Autotour, zurück in die Vergangenheit und in die Idylle des Moldautals. Alternativ kann man vom Bahnhof Nove Udoli bei Haidmühle auch den Zug nehmen. Dabei verlässt man aber nahe Horni Plana das Tal des Moldaustausees und fährt auf direktem Weg nach Krummau. Die Moldau selbst fließt in einem weiten schluchtartig eingetieften Bogen zunächst nach Südwesten und danach nach Nordwesten in Richtung der Stadt.

Verschiedene Aufnahmen von Stadt und Schloss in Krummau








Fotografie: Unbekannte Nachbarn – Tschechien und Bayern

9 Apr

Ist das Herz Europas bereits vereint?

Am 23. Dezember 1989 wurde der „Eiserne Vorhang“ an der Bayerisch-Tschechischen Grenze geöffnet. In Nové Domky/Neuhäusl bei Waidhaus durchtrennten die beiden damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Jiří Dienstbier symbolisch den „Eisernen Vorhang“. Noch am Grenzzaun sagt Hans-Dietrich Genscher: „Die Bürger haben nur ein Ziel: in Frieden, Demokratie und Freiheit zu leben.“ Er bekräftigt, dass „von deutschem Boden … nie wieder Krieg ausgehen“ werde. Geschichtsträchtige Worte, deren Wert durch aktuelle Ereignisse in Frage gestellt werden könnten. Doch davon soll jetzt nicht die Rede sein. Böhmen und Bayern – uralte Nachbarn die durch eine schwer zu überwindende Grenze fast ein halbes Jahrhundert lang getrennt waren. Vertreibung und nationalsozialistischer Terror haben das Denken über den jeweiligen Nachbarn lange beeinflusst. Das Hindernis des Kalten Krieges ist nun seit 20 Jahren beseitigt, doch wie steht es im Nahbereich diesseits und jenseits der Grenze um die Hindernisse in den Köpfen der Menschen? Diese Frage ist es wert erörtert zu werden, insbesondere unter dem Eindruck eines vereinten Europas und der bevorstehenden Euro-Einführung in Tschechien. Ist man in den vergangenen beiden Jahrzehnten wieder vertrauter geworden, oder spaltet immer noch eine Kluft das Herz Europas? Viele Recherchen wären nötig hierfür – doch ein kleiner Anfang ist gemacht. Mit dem Auto durch den Böhmerwald/Sumava auf tschechischer Seite, immer jene Straßen folgend, welche am nächsten zur Grenze liegen. Beginnend am Grenzübergang Waldmünchen 200km  bis hin zum Übergang Strazny/ Philippsreut. Eine Fahrt mit der Kamera in Bereitschaftshaltung stets auf dem Beifahrersitz – denn die Schönheiten und Besonderheiten dieses Landstriches wollen oftmals erst entdeckt werden. Sie sind nicht von großer sprachlos machender Natur, viel mehr erreicht einen der Reiz der Landschaft auf leisen Sohlen und nimmt schlägt einen mit seiner Ursprünglichkeit in den Bann.

Die Fahrt führte von Waldmünchen unter den dunklen Berghängen des Schwarzkopf/Cherchov durch das Land der Choden im Kreis Domazlice hinein in die Tiefen des Nationalparks Sumava an der Ostseite des bayerisch-böhmischen Grenzgebirge. Im Schatten von Arber, Rachel und Lusen breitet sich in 900-1000m eine ausgedehnte Hochfläche aus. Dort hat sich in abgelegenen Weilern viel von der Ursprünglichkeit des Böhmerwaldes erhalten. Die Landschaft erschien karg, frisch aus dem grimmigen Griff des Winters entlassen, denn der Schnee liegt hoch in diesen Winkeln, meterhoch jedes Jahr. Letztendlich führte die Tour dann entlang der jungen Moldau bei Philippsreut wieder auf die Deutsche Seite, in das Gebiet in denen der goldene Steig ein uraltes Symbol für die Handelsbeziehungen zwischen Ost und West ist. Ein paar Eindrücke dieses ersten Durchstreifens der Geschichte und Gegenwart des Grenzlandes soll hier vorgestellt werden.

Der Böhmerwald – erst durch die Trennung des Kalten Krieges auf den tschechischen Cesky Les, den deutschen Bayerischen Wald und den österreichischen Hochwald aufgeteilt ist das zweithöchste Mittelgebirge Deutschlands. Die höchsten Erhebungen sind der Arber (1456m) und Rachel (1453m) auf deutscher und der Plöckenstein (1368m) und Kubany auf tschechischer Seite. Charakterisiert wird das Gebiet durch kontinentale Witterungseinflüsse und langwährende grimmige Winter mit meterhoher Schneeauflage. Hier sagt man „ein halbes Jahr ist Winter und sechs Monate ists kalt“. Die beiden benachbarten Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava führten zu einer erhöhten Touristenfrequentierung, nachdem die Gebiete über viele Jahre hin weg totale Peripherie des Kalten Krieges waren. Es wäre noch viel zu schreiben von den Eigenheiten dieses Landstriches und seiner Bewohner, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Diese Karte verdeutlicht den Mittelgebirgscharakter des Reliefs.

In der Mitte ist das ausgedehnte Hochplateau zu erkennen. Gut auszumachen sind auch das Donautal im Südwesten und die Moldau samt ausgedehntem Moldaustausees im östlichen Bereich des Gebirges. Die Tour führte einmal entlang des Hauptkammes auf tschechischer Seite wie die fotografischen Eindrücke verdeutlichen.

Schloss nahe des Grenzübergang Waldmünchen. Eigentlich in einem recht guten Zustand. Ein großer Teich und die immer auf böhmischen Boden präsenten Granitfiguren verstärkten den harmonischen Eindruck dieses Bauensembles.

Ebendieses Schlossgebäude aus größerer Entfernung aufgenommen, um die Ausdehnung der Anlage zu verdeutlichen.

Sonderbare Granitfindlinge in einem Teich nahe „Babylon“

Da ist das Sündenbabel auch schon wieder vorüber. Der Ort birgt eine ausgedehnte Badeanstalt mit interessanter antiker hölzener Gebäudestruktur. Wenige Kilometer weiter liegt der Grenzübergang Furth im Wald. Und wo die Deutschen die Grenze überschreiten finden sich Casinos, Puffs und Vietenamesenmärkte. Eigentlich Schandflecken für diese Landschaft. Aber zum Glück befriedigen sich Angebot und Nachfrage im engsten mit dem Auto erreichbaren Grenzradius.

Ein Überbleibsel der zu Sowjetzeiten intensiv betriebenen Kolchosenlandwirtschaft

Innenraum der vorbildlich renovierten Kirche von Sv. Katerina. Viele der Gotteshäuser wurden mit den Geldern ehemals deutscher Bewohner renoviert, die nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden. Die Bausubstanz der Gebäude insgesamt ist eher schlecht – was aber den Vorteil hat, dass sich dort Bauten erhalten haben, die in Deutschland längst abgerissen worden wären.

Hier sieht man direkte Spuren deutschstämmiger Lebenskultur vor der Vertreibung. Unter der tschechischen Beschriftung kommt im Zuge des Verfalls der deutsche Schriftzug „Gasthof“ zum Vorschein. Daneben war noch „Fleischhauer“ zu lesen, ein Hinweis darauf, dass Böhmen ein Teil der Habsburger Donaumonarchie war.

Schönes Holzhaus gegenüber des ehem. Gletscherkars in dem der Schwarze See liegt.

Die Otava entwässert Teile der Hochebene. Der Winter gibt seine Stellung nur zögerlich dem beginnenden Frühling preis.

Die Weitra/Vydra ist ein beeindruckender Wildwasserfluss in dem die tosenden Wasser über mannsgroße Granitblöcke rauschen.

Der Weiler Modrava duckt sich mit seinen Häusern im Böhmerwäldler Stil am Abend unter die dunklen Waldhänge des Rachels.

Panorama von einem Aussichtspunkt im Nationalpark Sumava. Grau und braun präsentiert sich die erst vor kurzem von der Schneedecke befreite Natur. Doch dieser Ort birgt meiner Meinung nach großes fotografisches Potential und wird nochmal Ziel eines meiner Ausflüge werden, wenn die Vegetation und der Himmel stimmen.

Die Bilder sind per Klick zu vergrößern. Die Bearbeitung fand mit der Retro Film Aktion von Fallout75 statt, die meiner Meinung nach gut die reale Atmosphäre unterstreicht. Eine Downloiadmöglichkeit der Aktion findet sich hier.

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