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Photoshop Brainstorming: Entwerfen von Flyern & Plakaten

10 Feb

Tutorial und Tipps zur Ideefindung und Umsetzung

Die Idee

Das Wichtigste bevor man beginnt in Photoshop oder Gimp einen Flyer zu gestalten ist die Idee. Die Idee kann entweder ein komplettes grafisches Konzept samt Typo umschließen oder auch nur eine vage Tendenz sein, um die herum man die restlichen Elemente arangiert. Mein persönlicher Weg ist oft der letztere. Ich gehe verschiedenen Ideen nach in der EBV und prüfe deren Umsetzbarkeit. Grundsätzlich kann man dem minimalistischen geometrischen Ansatz folgen bei der Gestaltung, oder wie in diesem Falle, dem plakativen Ansatz.  Der Flyer ist für eine Dubstep Veranstaltung in Bonn im Februar 2011. Wenn man nicht gleich einen kreativen Einfalls hat, kann ein Blick in digitale oder analoge Bilder Sammlungen die Lösung sein. Ich empfehle grundsätzlich alles Bildmaterial im Web was irgendwie interessant ist zu speichern – sei es nur als Inspiration oder aber auch als Vorlage für eine spätere Arbeit. Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel das Buch „Die Grafik in der Kunst„. Ein 600 Seiten starkes Kompendium von Plakaten und Postern zwischen 1880 und 1980. Dabei werden so wichtige Stile wie Jugendstil, Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus und neue Moderne großformatig abgedeckt. Ein schier unerschöpfliches Potential an Verweisen in die Vergangenheit. Auch professionelle Grafikdesigner greifen auf die alten Plakatklassiker zurück, wie das Albumcover von Franz FerdinandYou Could Have It So Much Better“ (2005) verdeutlicht. Denn  das Design ist angelehnt an ein im Sinne des Konstruktivismus von Rodchenko 1924 entworfenes Poster:

Beim vorliegenden Flyer war die Idee das filmische Motiv in Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht ihren Mörder“ (1931, äußert sehenswerte und aktuelle Thematik) aufzugreifen:

Die Bildsprache wurde  abgewandelt auf die Musikrichtung Dubstep. Die Kinoplakate zum Film hab ich mir erst hinterher angesehen, die eigentliche Idee kam also aus dem Filmgeschehen selbst. Szenen wie die obige blieben in meinem Gedächtnis bewahrt, auch wenn es vermutlich schon mehr als fünf Jahre her ist, dass ich den Film zuletzt sah. Stilistisch ist das Plakat eher an Adolpho Mouron Cassandre angelehnt. Wobei natürlich eine Perfektion dieses Stil ausgehend von einem Foto ein extrem hoher Arbeitsaufwand wäre und dem schnelllebigen Medium Flyer nicht gerecht würde.

Die fotografische Grundlage

Nachdem man sich ein Konzept überlegt hat – oder noch besser – während der Überlegungen durchsucht man seinen fotografischen Fundus oder die Stockfoto seiten nach einer geeigneten Grundlage. Zu bedenken ist hierbei, dass das Bild das Interesse des Betrachters hervorrufen soll. Die Darstellung ist auch von der beworbenen Veranstaltung abhängig. Minimal Techno hat andere visuelle Ansprüche als ein Black Metal Konzert. Wobei es auch immer Ausnahmen solcher Regeln gibt. Wichtig ist noch zu bedenken, das Text und Informationen irgendwo auf der Bildfläche gefällig verteilt werden sollen.

Das in diesem Falle zugrunde liegende Bild wurde auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen aufgenommen. Motivtechnisch besticht es durch gute Tiefenwirkung und prinzipielle Symmetrieachsen. Also eine gute Grundlage für eine Szene die auch in „Metropolis“ angesiedelt sein könnte. Natürlich wäre es leicht gewesen, das Bild einfach unverändert zu übernehmen, aber das wäre dann auch nur ein bezugsloses Hintergrundfoto gewesen. Das Bild sollte eine Geschichte erzählen.

Die Bearbeitung

Eine genaue Rekonstruktion der einzelnen Bearbeitungsschritte würde den Rahmen hier sprengen. Daher soll auf einzelne wichtige Bearbeitungspunkte eingegangen werden:  Weiterlesen

Island – Fahrzeuge die im Wasser stehen

4 Okt

Langsam wird es aber wirklich Zeit für die ersten Eindrücke aus Island.  Dokumentation statt Fotoinszenierung. Um den Kreis zur Zeit vor Island zu schließen, knöpfe ich hiermit an meinem Abschiedseintrag an…

„So bleibt die Hoffnung auf gutes (Foto-)Wetter und erfolgreichen Einsatz der neuen Kamera-/Outdoorausrüstung und das Ausbleiben prekärer Situationen wie dieser HIER

Nun denn, das Wetter war gut, die Kamera hat einen guten Job getan und was an Outdoorausrüstung nicht mit zurück nach Deutschland kam, hat nicht den Dienst quittiert sondern ist in Reykjavik verloren gegangen (worden). Aber wie war das nochmal mit den prekären Situatuionen? Tsja, die gab es zu genüge. Der Magirus und der Mercedes Bus meisterten die Hochlandpisten mit Bravour. Doch es gab auch ungewollte Zwangspausen – besonders an Flussübergängen. Aber diese waren (zumindest mir) eine willkommene Abwechslung – denn wann hat man schon Gelegenheit mit Gletscherstaub-Sandstürmen, wildgewordenen Wildbächen und Vulkanasche-Treibsand konfrontiert zu werden? Dann hieß es: Raus aus dem Bus und schieben, schaufeln  und durch kaltes Bergwasser waten. Als Erinnerung an die unwegsamen Touren durch Island bleiben ein Fluss-Durchquerungsfahrkurs für Anfänger (siehe  auch unten) und diese Bilder (teilweise von mir, teilweise von Alexander Reif):

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Tipps für Flussdurchquerungen mit einem Kraftfahrzeug

  • Grundsätzliche Befahrbarkeit von Furten bei örtlichen Informationsstellen/Behörden ermitteln

  • Wassertiefe des Gewässer ermitteln – mindestens 15cm unter der Öffnung des Ansaugstutzens um das Eindringen von Wasser in den Motor zu verhindern (Besonders für Dieselmotoren tödlich)

  • Ermittlung der Wassertiefe bei klarem Wasser per Auge, bei Trübung und sicherer ist zunächst vorsichtig zu Fuß den Fluss zu durchwaten

  • Dabei auf die Strömungsstärke und mögliche zusätzliche Hindernisse unter Wasser achten

  • Bei Wassertiefen unter 20cm kann ein Gewässer auch ohne Allradantrieb durchfahren werden

  • Alles was tiefer als 40cm wird im Allradmodus mit Untersetzung durchfahren

  • Die Durchfahrt sollte auf direktem Wege – falls erkenntlich auf der Fahrspur – erfolgen

  • Für die Durchfahrt eignet sich am besten der erste Gang

  • Während der Durchfahrt niemals anhalten und niemals die Kupplung betätigen

  • Gepäckfächer die unter der Wasseroberfläche liegen können volllaufen, daher empfindliche Gegenstände höher lagern

  • Am besten durchquert man Flüsse nur in Anwesenheit eines zweiten geländegängigen Fahrzeuges, dass einen zur Not aus dem Wasser ziehen kann; gegebenenfalls bei Unsicherheit an einer Furt warten bis sich ein weiteres Fahrzeug zur Durchquerung nähert

  • Nach der Flussdurchquerung die Bremsen auf Funktionsfähigkeit kontrollieren.

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