Tag Archives: tradition

Fotografie: Bayerische Spezialitäten

14 Mrz

Konzeptionelle Fotoserie zum Begriff „Heimat“

Im Rahmen eines internen Wettbewerbs auf der Fotografieplattform luxundlaune hab ich mich fotografisch mit dem abstrakten Begriff „Heimat“ auseinandergesetzt. Den konventionellen Rahmen sprengend hab ich mich für eine Umsetzung entschieden, die eine mögliche Beziehung zu Heimat im Alltag aufgreift. Regionalität als ikonisiertes Qualitätsmerkmal für authentische Produkte. Der Käufer soll teilhaben an der Glückseeligkeit und Gemütlichkeit der Herkunftsregion. In meinem Falle eben Bayern. Denn im Supermarktbayern ist die Welt noch in Ordnung.

„Die Fotoserie karikiert anhand von bei Aldi gekauften Lebensmitteln, dass Produkte heute aus dem speziellen regionalen Kontext gelöst werden. Aus dem Discounter-Sortiment hab ich mich für klassische bayerische Spezialitäten entschieden in Bezug auf meine eigene Identität. Regionale Produkte als authentische Qualitätsgaranten – und dass sofort und überall. Ein Genuss, der den Konsumenten vermeintlich teilhaben lässt an der Idylle regionaler Produktionslandschaften. Da ist die Welt noch in Ordnung. Ein Stück genießbare Heimat und Nestwärme wird vorgegaukelt, aber gleichzeitig werden die Besonderheiten in den Regionen selbst durch die allgemeine Verfügbarkeit nivelliert. Heimatliche Vielfalt und Identität stiftende Tradition wird zur leeren und universell austauschbaren Vermarktungshülle. Eine Wurst wird zu Bayern im Tellerformat. Ein Stück Heimat zum anbeißen für jeden.“

 
 

 
 

 
 

 

 

Fotografie: Oberpfalz Architektur – Kalender 2012

19 Dez

Zwischen Moderne und Tradition

Exklusive Neubauten, ein saniertes Barockgebäude und Bauten im öffentlichen Sektor – die Motivpalette ist reichhaltig. Grund genug, die zeitgenössische Architektur und Projekte für ein Büro in einem Kalender festzuhalten…

Architekturbüro Schönberger | Tännesberg + Oberviechtach

 

 

Architektur: Refugien in der Natur

16 Nov

„Hütten“ modern interpretiert

Gemeinhin könnte man das Gefühl bekommen, dass nur dort wo besonders viele Menschen auf einem Fleck versammelt sind – also in Städten – Architektur passiert. Aber die Realität sieht anders aus. Während Städte als Orte der steten Veränderung relativ aufnahmefähig sind, was wilde Stil- und Materialmixe angeht, so hat das Bauen in der Natur einen besonderen Anspruch. Das Gebäude muss seinen Platz in der gewachsenen Landschaft finden, sich integrieren und mit der Substanz traditionneller Baukultur harmonieren. Während das Land in der Vergangenheit im schlimmsten Falle nur die Sünden der städtischen Bauten und die Klischees des Landhausstils bedient hat – Jodlerbalkone (Zitat von Dieter Wieland) in Westfalen – findet heute vielerorts (Vorarlberg, Norwegen) innovatives Bauen mitten in der Natur statt. Insbesondere kleine Bauten haben für mich einen ungemeinen Reiz – deswegen möchte ich hier ein paar Lösungen anhand von Bildern vorstellen.

Refugium I – Triangle im Wald

Aufgeräumte Geometrien und vor allem das große Fenster in den Birkenwald mit Farnunterwuchs. Funktioniert besonders gut im Herbst und bei Nebel. Das „Allandale House“ steht in Massachusetts und wurde von William O’Brian Jr geplant. Fotos via buzz-beast.com.

 

Refugium II – Holzstapel mit Innenleben

Von Hinten betrachtet wirkt das ganze wie ein normaler Holzstapel. Doch das Innenleben hat es in sich. Ein Photovoltaik betriebene Dusche, eine kleine Kochnische und die warme Atmosphäre eines mit Holz verkleideten Raums ermöglichen einen angenehmen Aufenthalt. Jungenträume 2.0. Da freut sich das Kind im Manne. Lab Zero Architects, Italien. Fotos: Alessandro Gadotti.

 

Refugium III – Heustadel mit neuem Kern

Ein interessantes Konzept wurde auch bei diesem Vorhaben realisitert. Ein alter hölzerner Heustadel im Schweizer Alpenraum wurde entkernt und mit einem neuen Betoninleben zu einem kleinen Ferienhaus umgebaut. Die gewachsene Baustruktur am Berghang bleibt erhalten. Durch die Ritzen der alten Verkleidung fällt das Licht spielerisch in den Innenraum – ein großes Fenster öffnet sich zum beeindruckenden Panorama auf der gegenüberliegenden Talseite. Raffaele Schärer Architects. Fotos: Tonatiuh Ambrosetti

 

Refugium IV – Schönes Funktionalitätswunder

Skandinavien ist bekannt für seine tausende Ferienhäuser. In diesem Falle ist es das nur wenig Kilometer von Helsinki entfernte Wochenendhaus einer Architektenfamilie. Auf kleinstem Raum sind alle wichtigen Funktionen untergebracht – inklusive schöner Detaillösungen wie dem gusseisernen Ofen. Touristisches Bauen muss also nicht immer ungehemmten Landschaftsverbrauch bedeuten – kleinräumige Wohlfühlatmosphäre statt kalter Leerstand. Verstas Architects, Finland. Fotos: Andreas Meichsner.

Quellen: blog.wanken.com & archdaily.com

 

 

 

 

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