Tag Archives: Stadt

Nur mal so: Nischenprodukte

3 Sep

Grün in der Stadt | Guerilla Gardening der Natur

 

Streiflicht: Mit dem Motorrad durch Tschernobyl

8 Aug

tschernobyl strahlung

Ghost Town – Eindrücke aus der Sperrzone

Diese Woche steht ein wenig im Zeichen der Energiewende. Bei der Recherche für den Pfifferlingsartizel bin ich auf die bemerkenswerte Seite „kidofspeed“ gestoßen. Die schon etwas ältere Seite wird von einer russischen Motorradfahrerin betrieben, die anscheinend über ihren Vater an Lizenzen zum Betreten des Sperrgebietes gekommen ist:

„My name is Elena. I run this website and I don’t have anything to sell. What I do have is my motorbike and the absolute freedom to ride it wherever curiosity and the speed demon take me.“

Weitere Beschreibungen ihrer Motivation für die Touren durch das verlassene und oftmals relativ stark verstrahlte Gebiet kann man ihrer englischen Seite entnehmen. Ich denke die hier gezeigten Bilder sollten Motivation genug sein, sich auf diese besondere virtuelle Motorradtour einzulassen und sich seine Gedanken zu den Grenzen menschlichen Handelns zu machen. Es ist eine Reise in eine Geisterstadt – ein unbewohnbares Freilichtmuseum, dass den Lebensalltag und das Ende der Sowjetunion für die nächsten Jahrhunderte konserviert. Interessant ist, dass die junge Frau ihre Touren – trotz allem – mit Humor sieht:

„I have never had problems with the dosimeter guys, who man the checkpoints. They are experts, and if they find radiation on you vehicle, they give it a chemical shower. I don’t count those couple of times when „experts“ tried to invent an excuse to give me a shower, because those had a lot more to do with physical biology than biological physics“

Die Bildeindrücke dagegen rufen eine tiefe Bedrücktheit hervor – ein Mahnmal technologischer Selbstüberschätzung der Menschheit und 2011 aktuell die Frage ob die Gegend um das Kraftwerk Fukushima ein ähnliches Schicksal erleiden wird:

– all pictures belong to Elena –

virtuelle Motorradtour

 

Grafik: Flyer für Drum’n’Bass & Dubstep

12 Mrz

Subfrequenzen am 2.4. im Cube in Bonn

Einmal mehr ein Flyer-Entwurf für eine musikalische Abendveranstaltung in Bonn. Diesmal im etwas ungewöhnlicherem Format DinALang. Außerdem waren verschiedene Vorgaben der Veranstalter zu erfüllen (Flyer Header etc.), so dass die grafische Gestaltung dem Informationsgehalt ein wenig untergeordnet wurde. An den Musikgenres orientierend hab ich mich für einen düsteren und martialistischeren Entwurf entschieden. Mit einem AT-ST Ghettoblaster Walker zwischen Häuserschluchten. Die Fassadenstruktur stammt von einem stadtbekannten Bonner Gebäude: Unserer Hassliebe Bonner Stadthaus. Der Vergleich zwischen fotografischer Grundlage und Endprodukt spiegelt wieder, wie stark Fotoaufnahmen durch Bildbearbeitung an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden können um eine bestimmte Bildstimmung zu erreichen. Insgesamt bin ich mit dem Endprodukt zufrieden, auch wenn ich eigentlich mehr auf der minimalistischen und grafisch aufgeräumten Schiene unterwegs war.

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Street Fotografie: Ausstellung „Heile Welt“ in Köln

5 Jan

Streetphotography stellt gemeinhin die menschliche Existenz im Positivem wie Negativem in urbanen Umfeldern da. Nicht gerade mein Hauptmotivbereich. Dennoch verfolge ich mit Interesse das Thema bei anderen Fotografen. Daher freut es mich, dass eine Fotografin die sich in der nahen Metropole Köln mit diesem Genre befasst, ihre erste Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden die Bilder im Café Vreiheit in Köln-Mühlheim.

Die Bilder können mit Passepartout im Format 20x30cm für 20€ erworben bei der Fotografin erworben werden.

Für C. spielt der Raum in der Stadt eine wichtige Rolle. Weniger der physisch greibare wie in meinen eigenen Arbeiten, sondern der sozial geprägte Raum. Der Raum, der Menschen prägt, aber auch von Menschen geprägt wird. C. ist Dipl. Sozialarbeiterin und kam über ihr Studium mit dem Thema „Sozialraumfotografie“ in Kontakt. Den Titel „Heile Welt“ bekam die Ausstellung durch eine Spruchbanderole auf einem der Bilder, welches auch als Flyer fungiert.

C. hat sich das Fotografieren seit ihrem 18. Lebensjahr zunächst analog dann digital autodidaktisch beigebracht. Die Bilder entstehen aus einem Gefühl für die Situation hinaus. Technische Perfektion und Berechenheit würden das Einfangen der wichtigen kleinen großen Momente in der Streetphotography nur verhindern. Ungewöhnliche Blickwinkel und Durchsichten bereichern das Portfolio.Im Café Vreiheit, Wallstraße 91, Köln-Mühlheim, werden die Bilder unter den gläsernen Tischplatten mit Passepartout präsentiert. Die einzelnen Bilder können im Format 20x30cm für 20€ erworben vor Ort oder bei der Fotografin erworben werden. Weitere Bilder von ihr findet man in der fotocommunity.

Für C. spielt der Raum in der Stadt eine wichtige Rolle. Weniger der physisch greibare wie in meinen eigenen Arbeiten, sondern der sozial geprägte Raum. Der Raum, der Menschen prägt, aber auch von Menschen geprägt wird. C. ist Dipl. Sozialarbeiterin und kam über ihr Studium mit dem Thema „Sozialraumfotografie“ in Kontakt. Den Titel „Heile Welt“ bekam die Ausstellung durch eine Spruchbanderole auf einem der Bilder, welches auch als Flyer fungiert.

C. hat sich das Fotografieren seit ihrem 18. Lebensjahr zunächst analog dann digital autodidaktisch beigebracht. Die Bilder entstehen aus einem Gefühl für die Situation hinaus. Technische Perfektion und Berechenheit würden das Einfangen der wichtigen kleinen großen Momente in der Streetphotography nur verhindern. Ungewöhnliche Blickwinkel und Durchsichten bereichern das Portfolio.Im Café Vreiheit, Wallstraße 61, Köln-Mühlheim, werden die Bilder unter den gläsernen Tischplatten mit Passepartout präsentiert. Die einzelnen Bilder können im Format 20x30cm für 20€ erworben vor Ort oder bei der Fotografin erworben werden. Weitere Bilder von ihr findet man in der fotocommunity.

Fotografie: Griechenland – Insel Aegina

29 Okt

Durch glückliche Umstände durfte ich nach den eher kühlen Wochen in Island jetzt zu einer sehr späten Zeit im Jahr in Griechenland noch einmal einige sommerliche Tage genießen. Die Insel Aegina, eine Stunde von Athen entfernt im Saronischen Golf gelegen, ist eine bevorzugte Sommerresidenz des hauptstädtischen Jetsets. Besonders das geschichtsträchtige Aegina-Stadt zeichnet sich mit klassizistischen Hafenhäusern und modänem Flair aus. Grund genug mit der Kamera einige – mehr oder weniger urlaubstypische – Eindrücke festzuhalten. Nach starken Regenfällen in den Wochen zuvor war die Landschaft überraschend blühend und grün. Gold Panda lieferte auf seinem Debütalbumein nettes Stück Musik als landesaffine Tonuntermalung:



Aegina – Paleochora – Aphaia Tempel – Berg Oros

Bild 1-7 AEGINA STADT: Sehr schöne Hafenstadt mit klassizistischen Häusern und labyrinthartigen kleinen Gassen. Schöne Kneipen und Cafes laden zum verweilen ein. Die reichen Athener haben hier ihre Sommersitze, was sich auch auf die Preise niederschlägt. In der Antike war die Stadt sehr einflussreich bis die Athener unter Perikles diese Konkurrentin in die Knie zwangen. 1829 war Aegina für zwei Jahre erste Hauptstadt des modernen Griechenlands, heute hat die Stadt 8000 Einwohner und ist von großen Hotelbauten verschont geblieben.

Bild 8-19 PALEOCHORA: Im Mittelalter die Hauptstadt von Ägina, die zum Schutz vor Piraten im Landesinneren lag. Um 1800 wurde die Siedlung verlassen. Während die Häuser des Ortes zerfielen, blieben 32 Kirchen, hauptsächlich aus dem 13. und 14. Jahrhundert, erhalten. Der Kirchenhügel strahlt mit den sich in unterschiedlichen Verfallsstadien befindenden Kapellen und ihren bunten Fresken einen ganz eigenen morbiden Charme aus.

Bild 20-23 APHAIA TEMPEL: Einer der bestherhaltensten Tempel der griechischen Antike. Erbaut ca. 570 v.Chr. und dann mehrere Jahrhunderte genutzt sind auf dieser archäologischen Stätte noch die einzelnen Funktionseinheiten eines griechischen Tempelbezirks sehr gut nachzuvollziehen. Die Mamorreliefs der Giebel wurden vom bayerischen König Ludwig der I. gekauft und befinden sich heute in der Glyptothek in München.

Bild 23-29 BERG OROS: Mit 532m höchste Erhebung der Insel. Am Nordhang befinden sich die Reste eines Zeusheiligtums, dort befindet sich heute ebenso wie auf dem Gipfel eine kleine Kapelle. An den nur von Ziegen beweideten Hängen findet man Blumen wie die Herbstzeitlose. Auch eine Gottesanbeterin saß lauernd am Wegrand und musste als Fotomodell herhalten.

 

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