Tag Archives: Sonnenaufgang

Fotografie: Winterliche Impressionen

22 Feb

Tännesberg im Oberpfälzer Wald

Nicht die Neuerfindung der Fotografie aber ein paar winterliche Stimmungsbilder aus der nächsten Umgebung meines Heimatortes. Aufnahmezeit war Ende Dezember 2010. Tännesberg liegt im Mittelgebirge Oberpfälzer Wald auf einer Höhe von 600-650m. Die Höhe des den Ort überragenden Schlossberges beträgt 693m. Im Osten schließt an das bewohnte Gebiet der ausgedehnte Tännesberger Forst an, wo Höhenlagen bis zu 771m erreicht werden. Dort findet man auch das Naturschutzgebiet Kainzbachtal, das als typisches Renaturierungsprojekt eines Mittelgebirgsbaches immer wieder Medieninteresse hervorruft. Durch langjährige Mitarbeit bei Naturschutzmaßnahmen und fotografische Dokumentation der Flora und Fauna fühl ich mich dieser Landschaft nach wie vor stark verbunden. Auch als Rückzugsraum, wenn mir einmal der urbane Trubel des Rheinlandes über den Kopf steigt. Abgerundet wird dieser fotografische Beitrag von zwei Panoramas des Hochspeicherbeckens Rabenleite über dem Pfreimdtal.

 

Fotografie: Skandinavien fängt in Bayern an

9 Jan

Ein Wintermorgen am Dreisessel

Mit Skandinavien verbindet man Wälder, Seen, Großwild und wilde Flüsse. Doch dafür muss man nicht unbedingt in den Norden fahren. In der Südostecke Deutschland liegt grenzüberschreitend zu Tschechien und Österreich eine Region, die mit ebendiesen landschaftlichen Eigenheiten aufwarten kann. Die Rede is vom Böhmerwald, jenem bis 1450m hohen Mittelgebirge dass sich zwischen Bayern und Tschechien auffaltet. Die endlosen Waldwogen der Nationalparks Sumava und Bayerischer Wald, die eiszeitlichen Reliktseen an den steilen Nordostflanken hoher Berge, das von Birken durchsetzte wilde Tal der jungen Moldau und nicht zuletzt die Anwesenheit von Elch, Rothirsch, Fischotter und Luchs vereint verschiedene Landschaftselemente, die auch in Skandinavien zu finden sind. Manchmal spricht man auch vom „Bayerisch-Sibirien“. Die Rückkehr in diesen Landstrich ist stets eine Freude, denn die Ursprünglichkeit und der Zugang zur Natur hat sich dort besser erhalten als in den meisten anderen Teilen Deutschlands. Jetzt, da der Winter sich wieder in die Höhen der Gebirge zurückgezogen hat eine Erinnerung an die zurückliegenden eisigen Wochen…

Fotoserie von einem eiskalten Januarmorgen auf dem 1378m hohen Dreisessel-Massiv im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien. Bei  einer Lufttemperatur von -16°C zeigten sich die Bäume von einer zentimeterdicken Raureifschicht bedeckt. Die Kammlagen des Böhmerwalds sind im Winter oft von mehereren Metern Schnee bedeckt. Auch die auf 800m Höhe liegenden Tälern bleiben nicht von Wetterextremen verschont. Am Fuß der Bergketten bilden sich Kaltluftseen, so dass im Erholungsort Haidmühle Temperaturen unter -30°C regelmäßig erreicht werden. „Ein halbes Jahr Winter und das andere halbe Jahr ists kalt“ sagen die Einheimische. Nebelfetzen treiben durch die Gerippe von Totholz und doch gewinnt die Sonne schließlich die Überhand und legt die Landschaft in gleisendes Winterlicht.


Fotografie: Island 2010 I

3 Jan

Landschaftsfotografie Wallpapers

Bilder von meinem Islandaufenthalt im August und September 2010. Zumindest auf Notebooks auch als Wallpaper/Hintergrundbilder geeignet. Dafür wurden sie im Format 1440×960 Pixel hochgeladen. Die Bilder sind nur für private Nutzung außerhalb des Internets vorgesehen.

Weitere Teile der Island-Serie:

Teil II

Teil III

Teil IV

Teil V

Vom Gletscher Vatnajökull abgebrochene Eisbrocken treiben auf dem Eissee JÖKULSÁRLÓN

Ein Lavastrom hinterliess die surreale Basaltlandschaft um die Lavahöhle SURTSHELLIR

Mit 118m Fallhöhe und den charakteristischen roten Tonbändern zwischen den Basaltdecken ist der HENGIFOSS einer der eindrucksvollsten Wasserfälle Islands

HEIMAEY auf den Westmännerinseln mit dem Lavastrom vom Eldfell Ausbruch 1973, welcher große Teile der Stadt unter sich begrub

Buntes Gestein und Gletscher verwandeln das KERLINGARFJÖLL in eine abstrakte Landschaft

Der DETTIFOSS ist mit 100m Breite und 45m Höhe der energiereichste Wasserfall Europas

Aus Mangel an Holz bestanden die Gebäude wie hier in NUPSTADUR teilweise aus Torfmauern

Sonnenaufgang über der ÞÓRSMÖRK auf dem Weg zum Eyjafjallajökull

Unterhalb des Hengifoss wird der LITLANESFOSS von Orgelpfeifen ähnelnden Basaltsäulen umrahmt

Das MAGIRUS Exkursionsfahrzeug vor Felsformationen an der Ostküste Islands

Sonnenaufgang an der flachen Ostküste Islands nahe HÖFN

Gase und Dampf steigen auf vom Lavastrom des EYJAFJALLAJÖKULL Ausbruchs 2010

Nordlichter über HVERAVELLIR im zentralisländischen Hochland

Morgendliche Lichtstimmung über dem LANGJÖKULL von Hveravellir aus

Die Blaue Quelle im Thermalgebiet HVERAVELLIR bei Sonnenuntergang

Lichtspiele auf bunten Gesteinsrücken über einem Obsidian Lavastrom in LANDMANNALAUGAR

Über mächtige Klippen ergiesst sich der SELJALANDSFOSS auf die südliche Küstenebene

Weitere Teile der Island-Serie:

Teil II

Teil III

Teil IV

Teil V

Das Siebengebirge bei Sonnenaufgang

24 Jun

Gefühlt liegt Bonn für mich ja schon sehr weit im Norden Deutschlands. Sozusagen schon unmittelbar am Strand. Alles nördlich von Bonn ist psychologisch wahrgenommen flach. Aber hier, am südlichen Ende des Rhein-Ruhr Agglomerationsraumes, beginnt tatsächlich schon die Wildnis Natur. Wer an der Bonner Rheinpromenade den Blick flussaufwärts gleiten lässt, erblickt mit „Posttower“ und den „Langer Eugen“ zwei Hochhäuser, welche wie gigantische steinerne Wächter am Südrand des Stadtgebiets aufragen. Dort wird das Rheintal enger und die Felsen,  hier in der Gegend oft Ley genannt, treten bis an die Ufer des Stroms heran. Die letzte Barriere, die der Rhein auf seinem Weg nach Bonn umspült ist der Drachenfels, die sagenumwobene äußerste Felsbastion des Siebengebirges.

Bis zu 460m ragen die „Berge“ dort auf. Absolut gesehen nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass der Rhein dort auf einem Niveau von 58m ü.NN fließt sind 400 Höhenmeter doch schon ein netter Anstieg. Nach dem Morgen am Alten Zoll schien es konsequent, sich das Siebengebirge als Motiv von der gegenüberliegenden Rheinseitevorzunehmen. Der Rodderberg, ebenfalls eine Vulkanruine wie die Basaltschlöte des Siebengebirges, schien hierfür der geeignete Punkt zu sein. Vom Motiv her sind die Ergebnisse in Ordnung, dagegen ist das Rauschverhalten der Eos400D schon ein wenig limitierend, weil dadurch der  Bearbeitungsspielraum eingegrenzt wird. Nette Begleiterscheinungen dieser bis in die frühen Vormittagsstunden schlaflosen Nacht war die Begegnung mit zwei Hasen auf wenigen Metern Entfernung in einem Klatschmohnfeld. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt gerade das Tamron 90mm Makro als Objektiv im manuellen Modus montiert, so dass ich dem doppelten flüchtenden Meister Lampe nicht mit dem Focus hinterherkam.

Alles in allem ein schöner einsamer Morgen am Rodderberg, der mit seinen Ausblicken und seiner Trockenvegetation dazu einlädt, die urbane Dichte Bonns für ein paar Stunden zu verlassen.

Fotografische Eindrücke

Siebengebirgs-Panoramen

Der eigentliche Grund meines Aufenthalts war aber der Versuch ein Sonnenaufgangspanorama des Siebengebirges aufzunehmen. Mit den Ergebnissen bin ich halbwegs zufrieden. Die Farben der entfernteren Bildelemente könnten klarer sein, andererseits hat der Dunst dazu geführt, dass der Himmel zu brennen scheint. (Wenn jemand eine Idee hat, wie man die Panos noch weiter bearbeiten könnte freu ich mich über einen Kommentar)

Per Klick vergrößern!

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Bonn bei Sonnenaufgang

14 Jun

5 Uhr morgens an einem Sonntag ist eigentlich schon eine Uhrzeit zu der man Schlafen gehen kann. Doch nicht so am zurückliegenden Wochenende. Nachdem die Nacht durch den Besuch der Rhizom Tonwelle Brückenparty und einer kleinen aber feinen elektronischen Veranstaltung im ORH sowieso schon weit fortgeschritten war, konnte endlich der Plan umgesetzt werden, dem Sonnenaufgang am alten Zoll mitsamt Kamera beizuwohnen. Der Himmel war nicht wirklich spektakulär aber ein paar nette Fotos gelangen doch. Die Motivspanne reicht von Rhein samt Posttower und Langer Eugen über ein altersgraues Eichhörnchen, den Alten Zoll, das Bonner Münster, Fassadenfiguren bis hin zu von Morgenlicht illuminierten Gründerzeitbalkonen. Menschenleer in goldenes Streichlicht getaucht zeigte sich die Stadt von ihrer schönen Seite. Langsam setzte eine größere Betriebsamkeit ein, denn die Cafes rüsteten sich zum sonntäglichen Brunch-Ansturm. Das war für mich das Signal auch endlich zur Ruhe zu kommen… so nun aber die Bilder:

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