Tag Archives: september

Fotografie: Herbst in Bayern

22 Nov

Wildwasser in Ostbayern

Eine kleine Zusammenstellung von Aufnahmen an noch naturnahen Bächen und Flüssen im ostbayerischen Raum. Neben weithin bekannten „Klassikern“ wie dem Waldnaabtal gibt es auch eine Vielzahl von Gewässern die nur wenigen Fotografen bekannt sind – oft führt noch nicht einmal ein markierter Weg entlang dieser unberührten Naturjuwele. Geschützte Tiere wie Krebse, Wasseramsel und Biber konnte ich während meinen Aufnahmen nicht nur einmal beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Kunst in Belgien I – Manifesta 9 in Genk

2 Sep

Inszeniert in der Industriearchitektur der Mine Waterschei nahe Aachen

Bis 30. September lohnt sich noch der kurze Abstecher von Aachen über die Grenze Richtung Belgien nach Genk. Die Biennale, die – wie der Name schon sagt – in zweijährlichem Rhythmus an unterschiedlichen Orten Europas stattfindet, macht dieses Jahr Station in Belgien. Die architektonisch interessante Waterschei Mine nahe Genk bildet einen herausragenden Rahmen für die Ausstellung. Thema der Ausstellung ist „The Deep Of The Modern“ und wurde vom Kurator Cuauhtémoc Medina aus Mexiko als Triptychon in drei Teile gegliedert – einen Teil in dem 35 internationale Künstler Werke in Bezug zur Limburger Region setzen, im zweiten Teil steht die historische Kunst im Kontext der Minenarbeit im Mittelpunkt und der drittenTeil beschäftigt sich mit der künstlerischen Aufarbeitung des Erbes altindustrialisierter Räume. Ein Thema das auch im Ruhrgebiet höchst präsent ist. Eine sehr lohnende Ausstellung nicht weit von der Grenze mit spannenden Exponaten die in einzigartiger architektonischer Atmosphäre präsentiert werden. Wers noch schafft bis zum 30. – absolute Empfehlung! Die Fotos entstanden freihand mit dem 24mm TSE II an der 5D II.

Weitere Infos auf der Seite der Ausstellung: Manifesta 9 in Genk

 

 

Fotografie: Schottische Melancholie I

2 Okt

Subjektive Ästhetik einer Landschaft

Am Scheideweg von August zu September war ich mit zwei Fotografenkollegen (Martin aus Jena und David aus Frankfurt) in ein knappes Dutzend Tage in Schottland unterwegs. Nach Norwegen und Island sollten die schottischen Eindrücke meine Nordischen Impressionen weiter vervollständigen. Martin und ich konzentrierten uns auf Landschaftsfotografie (und Lost Places :>), während David sein Hauptmerk auf Timelapsefilmaufnahmen legte. Wir lernten die Kapriolen des schottischen Wetters kennen, sahen die Sonne nicht mehr, da der Himmel schwarz von bluthungrigen „Midges“-Schwärmen war und schliefen zwischen Sonnenuntergang und dem ersten Dämmerungslicht die körperlich noch erträgliche Minimalmenge an Stunden. Dennoch schaffte es die schottische Landschaft in ihren Bann zu ziehen. Schottland fasziniert nicht auf grelle und laute Weise, sondern subtil. Ein Hauch von Melancholie liegt über den Bergen und Küsten mit ihren vielen Ruinen. Mein Versuch war es, diesen subjektiven Eindruck beim Postprocessing der ersten Bilder mit einfließen zu lassen…

 

#1 | steter tropfen höhlt den stein

 

#2 | lindisfarne - the holy island

 

#3 | oranges streiflicht! 

 

#4 | lebensraum küste

 

#5 | abends am strand

 

#6 | ruhet in frieden

 

#7 | drahtesel

 

#8 | treibholz

 

#9 | sturmtag

 

#10 | echter schotte

 

#11 | postcardification

 

#12 | mauerfall

Fotografie: Ausstellungseröffnung Picasso im Portrait

26 Sep

Junge Nacht im Museum Ludwig | Köln

Im Rahmen der Jungen Nacht wurde am vergangenen Freitag im Museum Ludwig in Köln die Ausstellung „Ichundichundich. Picasso im Portrait“ eröffnet. Der Bonner Generalanzeiger schreibt:

Mit der Ausstellung „Ichundichundich. Picasso im fotografischen Portrait“ nähert sich das Museum Ludwig vom 24. September 2011 bis 15. Januar 2012 einem großen Künstler und Meister der Selbstinszenierung. Rund 250 Aufnahmen von Künstlern wie Richard Avedon, Cecil Beaton oder Man Ray sind zu sehen, sowohl berühmte Fotografien mit Wiedererkennungswert als auch bislang unveröffentlichte Farbfotografien und unbekannte Bilder. Anhand der inszenierten Portraits, klassischen Sitzungen und Schnappschüsse untersucht die Schau das Spannungsverhältnis zwischen Picassos Wunsch nach kontrollierter Selbstdarstellung und den gestalterischen Ansprüchen seiner Fotografen.

Meine Aufgabe an diesem Abend war es, das Geschehen der Jungen Nacht im Bild festzuhalten. Kölner Kunstgeschichte-Studenten standen während des ganzen Abends Rede und Antwort zu den Portraitaufnahmen von Picasso, aber auch zu weiteren Werken in den Sammlungen des Museum Ludwigs. Durch ihre horizontal blau und weiß gestreiften Oberteile angelehnt an der bekannten Modevorliebe Picassos waren sie leicht zu erkennen. Blockstreifen im Herbst. Diese Interaktion zwischen Studenten/innen und den Besuchern steht im Mittelpunkt meiner Fotografien. Ab 23 Uhr verlagerte sich das Geschehen dann ins Foyer, wo das Kunstvolk zu den Platten der DJs des King Georgs bis in den Morgen tanzte.

Dichunddichunddich.

Die „Junge Nacht“ im Portrait

Für höhere Auflösungen bitte mich kontaktieren.

Musik: Neues Schweden – Roll the Dice

23 Sep

Klangwelten zwischen Fever Ray und Emeralds

Interessanterweise war heute auf Spiegel von den Einflüssen von Krautrock Bands wie Tangerine Dream, Cluster oder Neu! zu lesen. Während im englischsprachigen Raum Krautrock als wichtigster deutscher Beitrag zur Popmusik gilt – und bis heute großen Einfluss nimmt – ist der englisch „kosmisch“ genannte Sound in Deutschland vielfach in Vergessenheit geraten. Denkt man an Formationen wie Forest Swords oder Emeralds – beide 2010 mit hervorragenden Debüts in denen virtuose Klangteppiche gewoben wurden – könnte man fast von einem kleinen Revival dieses Musikkosmos sprechen. Nun legten Roll the Dice aus Schweden mit ihrem zweiten Album „In Dust“ ein Werk vor, dass in eine ähnliche Richtung geht. Für das schwedische Duo aus Peter Mannerfeldt und Malcom Pardon bedeutet elektronische Musik Handarbeit, will heißen – Synthesizer, Drummachines etc. gehören zum Handgepäck. Mannerfeldt stand bei Fever Ray während ihrer Tour mit auf der Bühne. Deren finstere Tonwelten finden auch immer wieder in den Stücken von Roll the Dice Anklang. Auch zu den großartigen Forest Swords meint man Parallelitäten heraushören zu können. Unter Vertrag genommen wurden die beiden Schweden von Leaf Records und so durchaus mit Recht zwischen Caribou und Polar Bear eingebettet. Ein Album zum Hören und Fühlen – auf Stücken wie „Way Out“ und „Iron Bridge“ zeigen Mannerfdeldt und Pardon ihr beeindruckendes kreatives Geschick beim Jammen mit ihren Soundmaschinen auf. Minimalistische Harmonien verträumt und zum schwelgen in jener Dimension, in welche Neutrinos übertreten (könnten), um das Licht zu überholen.

Roll the Dice bei Leaf Records

roll the dice - way out
roll the dice - calling all workers
emeralds - does it look like i'm here?
forest swords - miarches
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