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Fotografie: Die eiskalte Griff des Winters

4 Feb

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Bizarr erstarrte Wälder

Der Winter 2012/2013 lässt im Böhmerwald was die Schneemenge angeht etwas zu wünschen übrig, aber nach den Minustemperaturrekorden mit fast -40°C im letzten Jahr, wurden auch dieses Jahr bereits wieder Temperaturen bist -30°C erreicht. Nicht zuletzt kommen Nebel und Raureif dem Fotografen entgegen, wenn er aus Raum und Zeit heraus gelöste Kompositionen sucht. Die folgenden Aufnahmen sind an Kubany (tschechisch: Boubin) und Haidel entstanden.

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nebel eis reif wald winter 3

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nebel eis reif wald winter 4

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nebel eis reif wald winter 2

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Dokumentation: Gute alte Zeit?

31 Mrz

Winter in Finsterau

Aufnahmen aus dem Inneren Bayerischen Wald. Holzarchitektur, Details, Leben und Wohnen früher. Winterzeit. Der echte Landhausstil? Eine Architektur unter der Verwendung von Baustoffen aus der unmittelbaren Umgebung. Holz und Granit. Aber dennoch mit Verzierungen und Ornamenten – gefühlvoller gestaltet als der moderne Siedlungshauseinheitsbrei.




























Fotografie: Verschneite Fjells in Norwegen

25 Feb

Schwarzweiße Rückblende in das Jahr 2009

Je mehr ich mich mit meinen älteren Bildern beschäftige, desto mehr wird mir bewusst, dass sich mein Stil und mein Anspruch an eigene Arbeiten geändert hat in den letzten Jahren. Dennoch sind die Bilder stets die Essenz einer bestimmten Schaffensperiode. Weil sich der Winter in unseren Breiten so langsam in die Hochlagen der (Mittel)Gebirge zurückzieht, ist es eine gute Gelegenheit ihn mit organischen norwegischen Schneelandschaften nochmal Revue passieren zu lassen… Verschneite Fjells im „Nationalparkdistrikt“ rund um die Gemeinde Vågå in Mittelnorwegen.

Fotografie: Winter in den Nationalparks Šumava & Bayerischer Wald

14 Feb

Von der Ästhetik des toten Waldes

Die Hochlagen des Böhmerwaldes – immer für ein paar Winterimpressionen gut. Sozusagen eines meiner Lieblingsmotive im Winter (liegt vermutlich auch an der guten Erreichbarkeit). Inzwischen ist der Hochwald überhalb von 1200m weitgehend durch Borkenkäferbefall und Windwurf weitgehend abgestorben. Prinzipiell sehen abgestorbene Nadelbäume nicht unbedingt einladend aus, aber im Winter werden sie durch Schnee und Eis zu abstrakten Stelen und Totempfählen. Aber es bleibt zu hoffen, dass die natürliche Sukzession sich langfristig mit einem artenreichen Bergmischwald zurückmeldet. Der breite Bergrücken am Dreiländereck Tschechien-Deutschland-Österreich erreicht an seinen Gipfelfelsen wie Hochstein, Dreisessel und Plöckenstein Höhen von 1330 bis 1378m. Aufgrund des relativ kontinentalen Klimas findet man fast nordeuropäische Lebensbedinungen vor. Mit Skandinavien verbindet man Wälder, Seen, Großwild und wilde Flüsse. In der Südostecke Deutschland liegt grenzüberschreitend zu Tschechien und Österreich also eine Region, die mit ebendiesen landschaftlichen Eigenheiten aufwarten kann. Die endlosen Waldwogen der Nationalparks Sumava und Bayerischer Wald, die eiszeitlichen Reliktseen an den steilen Nordostflanken hoher Berge, das von Birken durchsetzte wilde Tal der jungen Moldau und nicht zuletzt die Anwesenheit von Elch, Rothirsch, Auerhan, Birkhuhn, Dreizehenspecht, Uhu, Wolf, Fischotter und Luchs vereint verschiedene Landschafts- und Faunenelemente, die auch in Skandinavien zu finden sind. Auf deutscher Seite spricht man auch vom „bayerischen Sibirien“. Zuletzt konnte man auf bildraum von den Extremtemperaturen (-39,4°C) knapp über der Grenze auf tschechischer Seite lesen. Von diesem kleinen Wochenendtrip hier also einige weitere Impressionen kombiniert mit Aufnahmen von Ende Dezember 2011 und einigen weiteren Fotos aus dieser Region. Bei den neuesten Bildern war das Wetter nicht optimal – am Horizont ein Dunstschleier, aber keine spannenden Wolken und die Eiskristalle an den Bäumen waren durch die Sonneneinstrahlung auch teilweise schon verschwunden.

Februar 2012

Dreisessel - Böhmerwald / Sumava
N 48°46`52`` und O 13°48`12``
1330-1378m ü. NN
02.02.2012
Lufttemperatur <-20°C
Schneehöhe 180cm
Sonnenuntergang und Sonnenaufgang
Canon 5D MKII + 24mm TSE II

Dezember 2011

Am 28. Dezember 2011 zeigte sich bei relativ geringen Schneemengen durch eine Invesions-Wetterlage ein beeindruckendes Bild: Alle südbayerischen Bereiche unter ca. 1050 Höhenmeter waren von einem dichten, beeindruckend schnell wabernden Nebelmeer bedeckt. So ergab sich ein guter Fernblick von den Hochlagen des Bayerischen Waldes über 200km weiße Wolkenlandschaft bis zu den Gipfeln der Alpen. Dachstein, Großglockner und Watzmann setzten die Akzente am Horizont. Im Nachhinein kam mir der Gedanke, dass diese Wetterlage sehr gut für Fotografien von der Milchstraße sein müsste, da Lichtverschmutzung verursacht von den tiefer liegenden Orte vermutlich zum großen Teil durch die Nebeldecke herausgefiltert worden wäre.

Dreisessel - Böhmerwald / Sumava
N 48°46`52`` und O 13°48`12``
1330-1378m ü. NN
28.12.2011
Lufttemperatur -7°C
Schneehöhe 60cm
Sonnenuntergang 
Canon 5D MKII + 70-200mm 4.0

März 2011

Ende März 2011 waren die Hochlagen immer noch von einer dicken Schneeschicht bedeckt, während der Restdeutschland bereits Frühlingstemperaturen bis 20°C erlebte.

Dreisessel - Böhmerwald / Sumava
N 48°46`52`` und O 13°48`12``
1330-1378m ü. NN
20.3.2011
Lufttemperatur -8,5°C
Schneehöhe 50cm, 10cm Neuschnee
6:15-8:00 Uhr morgens
Canon 5D MKII + 24mm TSE II

 

Januar 2008

Immerhin vier Jahre sind inzwischen folgende Aufnahmen alt. Sicher auch eine unvergessliche Morgenstimmung: Nebel in der Gipfelregion samt durchbrechender Sonne. Wenn man teilweise ähnliche Aussichten mit den aktuelleren Bildern vergleicht, wird ersichtlich, dass in den letzten vier Jahren die Schäden durch den Borkenkäfer extrem waren. Der Fichtenhochlagenwald konnte in seiner Monostruktur dem Schädling kaum etwas entgegensetzen. Viele der hier noch nadelbedeckten Bäume sind in den oberen Aufnahmen bereits vollständig kahl oder auch schon aufgrund von Stürmen umgestürzt. So sind die Bilder neben winterlichen Impressionen gleichzeitig auch noch eine Dokumentation des Borkenkäferbefalls in der südöstlichen Ecke Deutschlands.

Dreisessel - Böhmerwald / Sumava
N 48°46`52`` und O 13°48`12``
1330-1378m ü. NN
Januar 2008
Lufttemperatur -10°C
Schneehöhe 120cm
8:00 Uhr morgens
Canon 400D + 17-50mm Tamron

 




bildraum unterwegs: -39,4°C Kälterekord

8 Feb

Kvilda in der Grenzregion Nationalpark Sumava / Bayerischer Wald mit arktischen Temperaturen

Die 2012er Kältewelle und ich mitten drin. In Deutschland bedeutet das meistens -10 bis -20°C als Tiefsttemperatur. Aber nur 5km von der deutschen Grenze entfernt wurden am vergangenen Wochenende fast -40°C erreicht. Horská Kvilda (deutsch Innergefild) ist eine kleine tschechische Gemeinde im ehemaligen Sperrbereich des Eisernen Vorhangs unweit der bayerischen Grenze. Der Ort selbst liegt im Nationalpark Sumava (Böhmerwald) auf einer Höhe von 1070m üNN auf der Hochebene des Böhmerwaldes im tschechischen Nationalpark Sumava. Da ich selbst letztes Wochenende (3. Februar) zum Langlaufen in der Gegend unterwegs war, konnte ich die arktischen Temperaturen am eigenen Leib erfahren. Bei einer nur vom Mondlicht beleuchteten Tour gegen 19 Uhr waren die Temperaturen schon nahe -30°C so dass die Atemluft sofort gefror. Bei der Rückfahrt in Richtung deutsche Grenze passierte ich auch Horská Kvilda und weiter dem Tal der jungen Moldau. Auch hier machten sich die Tiefsttemperaturen insofern bemerkbar, dass der Motor meines Autos nicht mehr als 50°C Temperatur erreichte. Den Deutschen Minustemperatur-Rekord hält übrigens seit 2001 mit -45,9°C der Funtensee auf 1600m Höhe in den Berchtesgadner Alpen.

Die Temperatur von -39,4°C ist in Tschechien Landesrekord für die diesjährige Kältewelle. Für den Temperatursturz dürften neben dem klaren Wetter (Ausstrahlung von der Erde) auch die Tallage (Kältesee) und die bis zu 1,80m hohe Schneebedeckung beigetragen haben. In den nahen Tälern des bayerischen Waldes wurden ebenfalls sehr niedrige Temperaturen erreicht, aber der Wert von Horska Kvilda wurde bei weitem nicht erreicht. Während in Deutschland die Kältewelle zumeist nur eine unangenehme Begleiterscheinung ist, hat sie in Osteuropa schon über 300 Menschenleben gefordert.

3. Februar 2012 | 16:00 Uhr:

bildraum auf fotografischer Mission auf Langlaufskiern 16km unterwegs (rechte Bildseite) – Temperaturen noch erträglich, bei der Rückfahrt im Dunklen schon weniger. (Der neue Trend: Statt mit Handy vorm Spiegel Selbstportraits mit Webcams machen.)

3. Ferbuar 2012 | 20:00 Uhr:

Durchfahrt durch Kvilda – Temperaturen bereits unter -30°C

4. Februar 2012 | 01:50 Uhr:

In dieser Nacht fiel die Temperatur weiter: Erster Tiefenrekord mit -37,4°C

6. Februar 2012 | 08:00 Uhr:

Zwei Tage Später – Ein eisiger Sonnenaufgang: -39,2°C

Alle Webcambilder von sumava.eu

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