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Fotografie: Roadtrip Potpurri

9 Sep

Stil & Styles Testgelände

Anbei einige Bilder vom Roadtrip nach Cornwall und insbesondere von meinem Mit-/Beifahrer bzw. Kreisverkehrsrichtungsinstruktor J. Keine Sehenswürdigkeiten, keine atemberaubenden Landschaften und keine sorgfältig geplanten Aufnahmen sondern Situationskomik und Schnappschüsse. Hinzu kommt lustiges Ausprobieren von Postprocessing Methoden.

#I: Kanal Tunnel

Kostenpunkt 220€ ohne Vorbuchung. Ich möchte nur beiläufig bemerken, dass eine Fährüberfahrt erheblich günstiger ist… Learning by doing.

#II: Erzfeind Möwe

Blauäugig bin ich in Torquay in einen arglistigen Hinterhalt geraten. Die Freuden der Globalisierung holte ich mir in dieser südwest-englischen Partymetropole in Form eines Whoppers bei BurgerKing auf die Hand. Ahnungslos machten wir uns auf den Rückweg zum Hostel. Plötzlich ein Windstoß. Flügelschlagen. Hacken. In Bruchteilen einer Sekunde alles verloren. Eine gigantische Möwe und krallt sich hinterrücks meinen Whopper und fliegt damit davon. Es blieb gar keine Zeit zu einer Abwerreaktion, selbst die Krummen des Burgerbrötchens wurden von weiteren Möwenexemplaren aus dem Hause „Nimm“ beseitigt. Hitchcocks „birds“ lässt grüßen. Dann wieder Stille, als wäre nichts passiert. Nur auf jedem Laternenpfahl und auf jedem Kamin saß eines dieser Biester und mir war so, als würden sie mich höhnisch angrinsen und schweigend untereinander kommunzieren um weitere Beutezüge zu koordinieren. Wie glücklich ich bin, dass Bonn fest in Taubenhand ist. Noch…

#III. Hunde

Situationskomik. Irgendwie. Zumindest in meiner Erinnerung. Oh nein, das erste mal, dass ich auf einer Reise keine Katze fotografiert hab. Bin ich schon Wolfsrüde? Stehen meine Fotos im Hundethread im DSLR Forum? Was kommt als nächstes? Die Akt Sektion. Nein danke.

#IV. Adolf

Ob das Absicht war oder Zufall – keine Ahnung. Aber es war doch ein wenig auffallend…

#V. English Riviera – Torquay

Davon war ja mittlerweile ein paarmal schon die Rede und so sieht es also dort aus. Palmen in England. Ein Sommertraum.

#VI. Thomas, der Franzose

Nette Reisebekanntschaft in Penzance: Thomas aus den französischen Alpen. Freund extremer Lebensstile und  Surfstar.

#VII. Licht & Schatten

J. lichtumflutet am Glastonbury Tor, dem spirituellen Zentrum von Esoterik England und eine interessante Perspektive ins Uhrwerk der Turmuhr der Stadtkirche von Bath. Uhrwerke, auch schon wieder faszinierend. Ich mag Zahnräder.

#VIII. Stilleben

Trebah Garden: Wassertropfen auf Frauenmantel (Lotuseffekt usw.) – J.s Schuhe am Strand – Tote Fledermaus (:<) im Kreuzgang von Salisbury.

#IX. Beifahrer

Manchmal gibts auch Protraits. Naja.. spontane Portrait. Faszinierende Blumen, Schneckenhäuser und Riesenblätter. Hinter jedem Busch ein neues Abenteuer. Das etwas verworrene Bild mit den Stofffetzen ist die „Clootie Well“ bei Penzance. Eine versteckt im Unterholz liegende Quelle wo noch heute Stoffstreifen als Opfergaben an die umliegenden Bäume gehängt werden. Beinahe ein wenig unheimlich. Man könnte fast meinen, dass dort heidnische Traditionen bis ins 21. Jahrhundert Bestand haben…

Neue Homepage & England Roadtrip

16 Aug

Sprachurlaub…

Ich verabschiede mich mal für drei Wochen auf die Insel….Cornwall und danach Schottland… Soundtrack hierzu: Eines der besten Alben des Jahres – Metronomy mit English Riviera

Außerdem gibt es eine vorläufige Version meiner neuen Homepage und meines digitalen Portfolios im Netz:

www.KilianSchoenberger.de

Im September gehts hier weiter mit Fotos und Musik…

 

Indie: Tracks für den Sommerroadtrip 2010

18 Jul

"kinder, meer, fjord, oslo, spielen"Am Oslo Fjord Ende Juli 2009

Immer Richtung Horizont

Das Semester geht dem Ende entgegen und die Zeit der sommerlichen Ausfahrten beginnt. Was bringt einen dabei mehr zum frohlocken, als die passende musikalische Untermalung… daher geht es heut hier frisch und sommerlich in den Sonntag Abend. Was wäre das Leben ohne die der Situation entsprechenden Soundtracks…  und die Kandidaten hier sind sicher nicht die Aussichtlosesten für den August 2010.

„Tennis“ ist das Bandprojekt eines kalifornischen Pärchens, das 6 Jahre auf einem Segelturn verbracht hat. Auf dem Festland wieder angekommen, hatten die beiden die sehr gute Idee, ihre Erlebnisse zu vertonen. Dabei entstanden wunderbar leichte Sommerlieder mit einem deutlichen Einklang der 60er Jahre… „Marathon“ ist ein erster Vorgeschmack – großartig & Favorit.

„School of Seven Bells“ machte 2008 mit dem Album „Alpinisms“ auf sich aufmerksam. Jetzt steht der Nachfolger „Disconnect from Desire“ bereit den Sommer zu begleiten. „Windstorm“ ist die erste Single des Trios, bestehend aus den beiden attraktiven Deheza Schwestern Alejandra und Claudia  und Benjamin Curtis. Auch sehr sommerlich…

Das zweite Video „Foster the People“ mit „Pumped up kids“ wurde hier (Musik wider des Sommerlochs) zwar schon vorgestellt. Aber das Lied ist durchaus auf Roation gelandet und passt einfach haargenau zum Thema. Das Lied wird noch so manche Erinnerung in den Herbst hinein wiederbeleben…

„You“ von „Gold Panda“ ist zwar nicht unbedingt neu, aber hält sich hartnäckig beim Auf-Wiederhörn-Sagen.. daher auch ein Verweis auf diesen Caribou ähnlichen Track mit eingängiger Melodieführung…

Mackintosh Braun hat 2009 in der Bloggosphäre gewisse Spuren hinterlassen. „Wake up“ und „On and On“ wurden in einigen 2009er Jahreschartslisten geführt. Dennoch gelten die Amerikaner mit dem etwas teutonischen Namen noch immer als Geheimtip. Eine Chance sich mit ihrer Musik auseinanderzusetzen haben sie in jedem Fall verdient.

Fotografie: Unbekannte Nachbarn – Tschechien und Bayern

9 Apr

Ist das Herz Europas bereits vereint?

Am 23. Dezember 1989 wurde der „Eiserne Vorhang“ an der Bayerisch-Tschechischen Grenze geöffnet. In Nové Domky/Neuhäusl bei Waidhaus durchtrennten die beiden damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Jiří Dienstbier symbolisch den „Eisernen Vorhang“. Noch am Grenzzaun sagt Hans-Dietrich Genscher: „Die Bürger haben nur ein Ziel: in Frieden, Demokratie und Freiheit zu leben.“ Er bekräftigt, dass „von deutschem Boden … nie wieder Krieg ausgehen“ werde. Geschichtsträchtige Worte, deren Wert durch aktuelle Ereignisse in Frage gestellt werden könnten. Doch davon soll jetzt nicht die Rede sein. Böhmen und Bayern – uralte Nachbarn die durch eine schwer zu überwindende Grenze fast ein halbes Jahrhundert lang getrennt waren. Vertreibung und nationalsozialistischer Terror haben das Denken über den jeweiligen Nachbarn lange beeinflusst. Das Hindernis des Kalten Krieges ist nun seit 20 Jahren beseitigt, doch wie steht es im Nahbereich diesseits und jenseits der Grenze um die Hindernisse in den Köpfen der Menschen? Diese Frage ist es wert erörtert zu werden, insbesondere unter dem Eindruck eines vereinten Europas und der bevorstehenden Euro-Einführung in Tschechien. Ist man in den vergangenen beiden Jahrzehnten wieder vertrauter geworden, oder spaltet immer noch eine Kluft das Herz Europas? Viele Recherchen wären nötig hierfür – doch ein kleiner Anfang ist gemacht. Mit dem Auto durch den Böhmerwald/Sumava auf tschechischer Seite, immer jene Straßen folgend, welche am nächsten zur Grenze liegen. Beginnend am Grenzübergang Waldmünchen 200km  bis hin zum Übergang Strazny/ Philippsreut. Eine Fahrt mit der Kamera in Bereitschaftshaltung stets auf dem Beifahrersitz – denn die Schönheiten und Besonderheiten dieses Landstriches wollen oftmals erst entdeckt werden. Sie sind nicht von großer sprachlos machender Natur, viel mehr erreicht einen der Reiz der Landschaft auf leisen Sohlen und nimmt schlägt einen mit seiner Ursprünglichkeit in den Bann.

Die Fahrt führte von Waldmünchen unter den dunklen Berghängen des Schwarzkopf/Cherchov durch das Land der Choden im Kreis Domazlice hinein in die Tiefen des Nationalparks Sumava an der Ostseite des bayerisch-böhmischen Grenzgebirge. Im Schatten von Arber, Rachel und Lusen breitet sich in 900-1000m eine ausgedehnte Hochfläche aus. Dort hat sich in abgelegenen Weilern viel von der Ursprünglichkeit des Böhmerwaldes erhalten. Die Landschaft erschien karg, frisch aus dem grimmigen Griff des Winters entlassen, denn der Schnee liegt hoch in diesen Winkeln, meterhoch jedes Jahr. Letztendlich führte die Tour dann entlang der jungen Moldau bei Philippsreut wieder auf die Deutsche Seite, in das Gebiet in denen der goldene Steig ein uraltes Symbol für die Handelsbeziehungen zwischen Ost und West ist. Ein paar Eindrücke dieses ersten Durchstreifens der Geschichte und Gegenwart des Grenzlandes soll hier vorgestellt werden.

Der Böhmerwald – erst durch die Trennung des Kalten Krieges auf den tschechischen Cesky Les, den deutschen Bayerischen Wald und den österreichischen Hochwald aufgeteilt ist das zweithöchste Mittelgebirge Deutschlands. Die höchsten Erhebungen sind der Arber (1456m) und Rachel (1453m) auf deutscher und der Plöckenstein (1368m) und Kubany auf tschechischer Seite. Charakterisiert wird das Gebiet durch kontinentale Witterungseinflüsse und langwährende grimmige Winter mit meterhoher Schneeauflage. Hier sagt man „ein halbes Jahr ist Winter und sechs Monate ists kalt“. Die beiden benachbarten Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava führten zu einer erhöhten Touristenfrequentierung, nachdem die Gebiete über viele Jahre hin weg totale Peripherie des Kalten Krieges waren. Es wäre noch viel zu schreiben von den Eigenheiten dieses Landstriches und seiner Bewohner, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Diese Karte verdeutlicht den Mittelgebirgscharakter des Reliefs.

In der Mitte ist das ausgedehnte Hochplateau zu erkennen. Gut auszumachen sind auch das Donautal im Südwesten und die Moldau samt ausgedehntem Moldaustausees im östlichen Bereich des Gebirges. Die Tour führte einmal entlang des Hauptkammes auf tschechischer Seite wie die fotografischen Eindrücke verdeutlichen.

Schloss nahe des Grenzübergang Waldmünchen. Eigentlich in einem recht guten Zustand. Ein großer Teich und die immer auf böhmischen Boden präsenten Granitfiguren verstärkten den harmonischen Eindruck dieses Bauensembles.

Ebendieses Schlossgebäude aus größerer Entfernung aufgenommen, um die Ausdehnung der Anlage zu verdeutlichen.

Sonderbare Granitfindlinge in einem Teich nahe „Babylon“

Da ist das Sündenbabel auch schon wieder vorüber. Der Ort birgt eine ausgedehnte Badeanstalt mit interessanter antiker hölzener Gebäudestruktur. Wenige Kilometer weiter liegt der Grenzübergang Furth im Wald. Und wo die Deutschen die Grenze überschreiten finden sich Casinos, Puffs und Vietenamesenmärkte. Eigentlich Schandflecken für diese Landschaft. Aber zum Glück befriedigen sich Angebot und Nachfrage im engsten mit dem Auto erreichbaren Grenzradius.

Ein Überbleibsel der zu Sowjetzeiten intensiv betriebenen Kolchosenlandwirtschaft

Innenraum der vorbildlich renovierten Kirche von Sv. Katerina. Viele der Gotteshäuser wurden mit den Geldern ehemals deutscher Bewohner renoviert, die nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden. Die Bausubstanz der Gebäude insgesamt ist eher schlecht – was aber den Vorteil hat, dass sich dort Bauten erhalten haben, die in Deutschland längst abgerissen worden wären.

Hier sieht man direkte Spuren deutschstämmiger Lebenskultur vor der Vertreibung. Unter der tschechischen Beschriftung kommt im Zuge des Verfalls der deutsche Schriftzug „Gasthof“ zum Vorschein. Daneben war noch „Fleischhauer“ zu lesen, ein Hinweis darauf, dass Böhmen ein Teil der Habsburger Donaumonarchie war.

Schönes Holzhaus gegenüber des ehem. Gletscherkars in dem der Schwarze See liegt.

Die Otava entwässert Teile der Hochebene. Der Winter gibt seine Stellung nur zögerlich dem beginnenden Frühling preis.

Die Weitra/Vydra ist ein beeindruckender Wildwasserfluss in dem die tosenden Wasser über mannsgroße Granitblöcke rauschen.

Der Weiler Modrava duckt sich mit seinen Häusern im Böhmerwäldler Stil am Abend unter die dunklen Waldhänge des Rachels.

Panorama von einem Aussichtspunkt im Nationalpark Sumava. Grau und braun präsentiert sich die erst vor kurzem von der Schneedecke befreite Natur. Doch dieser Ort birgt meiner Meinung nach großes fotografisches Potential und wird nochmal Ziel eines meiner Ausflüge werden, wenn die Vegetation und der Himmel stimmen.

Die Bilder sind per Klick zu vergrößern. Die Bearbeitung fand mit der Retro Film Aktion von Fallout75 statt, die meiner Meinung nach gut die reale Atmosphäre unterstreicht. Eine Downloiadmöglichkeit der Aktion findet sich hier.

Roadtrip mit bemerkenswerter Musikuntermalung

25 Aug

Nun sind es schon etwas mehr als 3 Wochen, dass ich in Norwegen angekommen bin. Man hat sich im Fantoft Studentboliger eingelebt und ein gewisser Alltagsrhythmus stellt sich ein. Gesundheitlich wähne ich mich hoffentlich endlich auf dem Weg der Besserung, denn so ohne Sport (die Wanderung Sonntags mal ausgenommen) und Friluft-Aktivitäten fühl ich mich unausgeglichen. Aber hier zunächst mal das Roadtrip-Video meiner Anreise nach Norwegen. Sozusagen die ersten Erfahrungen mit der Kamera verarbeitet im Versuch etwas stichhaltiges zu gestalten. Wenn jemand weiß wie ich .wmv Videos von 4:3 auf 16:9 Format bekomme (strecken) bitte melden. 

The Gadsdens – Lent

Besonderer Augenmerk sollte auf die Musik gelegt werden. The Gadsdens – Lent! Diese noch fast unbekannte englische Band hat mit diesem Lied einen potentiellen Hit geschaffen, der einfach nur zu wenig weit verbreitet ist, um einem größeren Publikum erschlossen zu werden. Daher hab ich das Video auch unter diesem Titel in Youtube reingestellt. Überall wo dieser Song läuft, erhält man Nachfragen, welche Band dies den sei. Aber man überzeuge sich selbst….

Myspace der Gadsdens

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