Tag Archives: rhein

Typisch Köln: Dom mit Hohenzollernbrücke

4 Apr

kölner dom typisch köln wahrzeichen

Die wohl bekannteste Ansicht der beiden Kölner Wahrzeichen

Manchmal kommt man nicht umhin sich auch mit „Standardperspektiven“ auseinanderzusetzen. Dazu gehört sicher der Blick auf den Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke als „Leading Line“ von der gegenüberliegenden Deutzer Rheinseite aus. Jeder Köln-Tourist wird ein Bild von dieser Aufnahmeposition auf seiner Speicherkarte haben. Aber nach den doch sehr grauen letzten Wochen, bot es sich an einen der ersten Tage mit klarem Abendhimmel für meine Versionen dieses Motivklassikers zu nützen.

 kölner wahrzeichen köln

köln dom brücke rhein

köln groß sankt martin dom brücke

köln hohenzollern brücke dom

köln panorama hohenzollern brücke dom

köln postkarte motiv

köln rhein groß st martin dom hohenzollern brücke

köln sehenswürdigkeiten kölner

köln stadtansicht brücke dom

köln stadtansicht

kölner dom hohenzollern brücke

 

 

Bonner Lieblingsort: Der Rodderberg

24 Apr

Die Toskana vor den Toren Bonns

Wenn das Siebengebirge das Bonner Gebirge ist, dann ist der Rodderberg eindeutig die Toskana Bonns. Eigentlich unterscheidet das Gebiet des Rodderbergs auf den ersten Blick gar nicht so viel vom Siebengebirge. Beides sind Vulkangebiete, getrennt durch den Rhein, diesseits zwischen Bonn-Mehlem und Bahnhof Rolandseck der Rodderberg, jenseits hinter Königswinter und Bad Honnef das Siebengebirge. Die vulkanische Aktivität am Rodderberg spielte sich vor 800.000 bis 250.000 Jahren ab. Noch heute ist der ca. 50m tiefe und 800m breite Sprengtrichter am 193m hohen Rodderberg beeindruckend. Die höchste vulkanische Aktivität im Siebengebirge fand dagegen vor 25 Millionen Jahren statt. Das Rodderberggebiet ist also deutlich jüngeren Datums.

Der Krater aus der Luft (LIAG Hannover)

Der eben genannte Sprengtrichter ist auch das Herzstück des Naturschutzgebietes Rodderberg. Um ihn herum führt ein schöner Rundweg, der die interessantesten Teilräume des Naturschutzgebietes erschließt. Magerrasenstandorte, lichter Kiefernwald und schön geformte Einzelbäume und Säulenpappeln verströmen mediterrane Atmosphäre. An einem sonnigen Tag wirklich ein bisschen wie in der Toskana. Von der aussichtsreichen „Windkuppe“ reicht der Blick weit in die rheinische Bucht, im dicht besiedelten Raum zwischen Bonn und Köln durchbrechen zahlreiche Landmarken die Horizontlinie: Godesburg, Posttower, Bonner Münster, Fernsehturm Köln und Kölner Dom um nur einige zu nennen. Aber auch der Blicke ins Drachenfelser Ländchen, in Richtung Eifel und auf das Siebengebirge sind imposant. Öfter sieht man hier auch den Schwalbenschwanz – sicher einer der schönsten und größten einheimischen Schmetterlinge. In der Mulde des Kraters liegt der Broichhof, früher ein Wasserschloss, dann eine Baumschule und jetzt ein Pferdehof. Die sich in der Weite der Senke verlierenden Reiter tragen zur idyllischen Wirkung des Gebietes bei. Zum Broichhof führt ein von einer schönen Kastanienallee gesäumter Stichweg – insbesondere an Sommertagen bringen die dort erhältlichen Getränke eine willkommene Abkühlung. Auf der weiteren Runde eröffnen sich immer wieder abwechslungsreiche Blicke. Sowohl das in die Ferne schweifen als auch der Blick für die Naturwelt am Wegesrand werden belohnt: Am Himmel kreisen die Falken aus dem Siebengebirge und an einem Schlehengebüsch spießt der Neuntöter auf seine merkwürdige Art der Vorratshaltung kleine Insekten an Dornen auf. Seltene Blumen wie Küchenschelle, Kartäusernelke oder Purpur-Sommerwurz lockern die Trockenrasenstandorte auf. Ein weiterer Höhepunkt ist die Aussicht vom „Heinrichsblick“ (ehemalige Gerichtsstätte) auf das Siebengebirge. Bei Sonnenaufgang erscheint die Silhouette der Waldberge tatsächliche ein wenig wie ein Gebirge im Gegenlicht, zu dessen Füßen das silberne Band des Rheins glitzert. Aber auch tagsüber und in der Abendsonne ist der Blick eindrucksvoll.

Übersicht des Naturschutzgebietes (via)

Eine genaue Wegbeschreibung des Rundweges um den Krater findet sich in dieser PDF. Bei der Anreise per Zug empfiehlt sich meiner Meinung nach der Aufstieg vom Bahnhof Rolandseck aus. Pfade durch schöne Mischwaldbestände führen hoch zum Rodderberg, der einen dann wegen seiner weiten Grünflächen mit einem völlig anderen Landschaftsbild überrascht.

So ist der Rodderberg einer der schönsten Naturräume im näheren Umkreis um Bonn. Vor allem ist dieses Naturschutzgebiet weniger überlaufen als das Siebengebirge (und sonniger). Die folgenden Impressionen sollen dazu einladen, das Grau der Stadt zu verlassen und die Toskana vor der Toren Bonns zu besuchen.

 

Impressionen

 

Säulenpappeln in der Mitte der Kratermulde

 
Mohnblüte auf einer Wiese am Rand von Mehlem

 
Schöne Kastanienallee zum Gut Broichhof

 
Schmetterling in der Abendsonne

 
Blick auf blühende Kirschbäume zwischen Mehlem und Pech

 
Die Koppeln bei Gut Broichhof mit Siebengebirge

 
Ein Unwetter zieht auf - Blick auf Bonn und Köln

 
Schachbrettfalter an Blüte

 
Einsamer Baum vor Regenfront

 
Siebengebirge bei Sonnenaufgang

 
Obstbäume am Kraterrand

 
Lichtspot auf der Drachenburg während eines Gewitters

 
Küchenschelle im Frühling

 
Sonnenaufgang

Fotografie: Bonn im Quadrat

12 Jul

Stadt – Leben – Menschen

Wieso eigentlich Bonn? Von außen betrachtet scheint Bonn ein wenig undefiniert zu sein. Ehemaliges Bundeshauptdorf und Vorort von Köln. 300000 Einwohner von denen man bei zwei Dritteln nicht weiß wo sie wohnen sollen. Bonn ist nicht sexy. Aber Bonn ist konstant. Bonn bleibt. Man selbst wird älter, aber Bonn wird nicht älter, wird nicht jünger, Bonn bleibt Bonn. Irgendwo zwischen Museen-, Kultur- und Universitätsstadt. Kreativ ist Bonn nicht… eher konventionell.. selbst die Unternehmen wirken konventionell: Die Post, die Telekom, Haribo, Orgeln von Klais und Weck Einmachgläser. Bonn überrascht nicht. Aber die Stadt ist lebenswert. Am Rhein, am Alten Zoll, die Poppelsdorfer Allee, die schönen Viertel wie Südstadt, Musikerviertel oder Altstadt, die Gründerzeitbauten, die Kunstmuseen, der Hofgarten und die Poppschloss-Wiese. Bonn ist ein bisschen wie Bayern. Vertraut, nicht direkt hart am Puls der Zeit aber gut aufgestellt für die Zukunft. Wo die Kinder mit Porsche Cayenne und Q7 in den Kindergarten gefahren werden muss die Welt doch noch in Ordnung sein? Zumindest für einige und für den Rest bleibt ein Bier am Busbahnhof und bisschen Heroin. Mittendrin statt nur dabei und auch schon wieder urban.

Bonn unterscheidet sich vom Ruhrpott dadurch, dass es nie eine große Industriestadt war. Bonn war und ist preußisches Beamtentum und das Tor zur Rheinromantik. Von den meisten Punkten Bonns aus sieht man das Siebengebirge: Drachenfels, Ölberg, Löwenburg und Petersberg. Allein diese Bergsilhouette führt dazu, dass ich es (tagsüber) nie bereute hier studieren. Wer weiß was Berlin an kreativen Möglichkeiten geboten hätte – aber eines sicher nicht… das Gefühl nah an der bergigen Natur zu sein und immerhin 400 Höhenmeter auf kurze Distanz überwinden zu können. Wer einmal vom Rodderberg aus den Sonnenaufgang über dem Siebengebirge erlebt hat, weiß was ich meine. Keine finsteren Nadelwaldhänge sondern freundliche Laubwälder die dazu einladen, dem städtischen Treiben auf kurzem Wege zu entfliehen.

Scheint also schon ganz in Ordnung zu sein diese gemütliche Stadt am Rhein. Selbst wenn es mich hinausziehen sollte in die Metropolen und Einsamkeiten dieser Welt würd ich mich wohl bei einer Rückkehr sofort wieder wie zu Hause fühlen, denn wie ich bereits geschrieben habe – Bonnn bleibt Bonn.

Aus diesem Anlass und weil sich die Diplomprüfungen dem Ende zuneigen, hier ein paar Impressionen aus Bonn. Lieblingsorte und nette Menschen. Streetphotography und Stilleben aus 2009-2010. Quadratisch, praktisch, gut.

Bonn bei Sonnenaufgang

14 Jun

5 Uhr morgens an einem Sonntag ist eigentlich schon eine Uhrzeit zu der man Schlafen gehen kann. Doch nicht so am zurückliegenden Wochenende. Nachdem die Nacht durch den Besuch der Rhizom Tonwelle Brückenparty und einer kleinen aber feinen elektronischen Veranstaltung im ORH sowieso schon weit fortgeschritten war, konnte endlich der Plan umgesetzt werden, dem Sonnenaufgang am alten Zoll mitsamt Kamera beizuwohnen. Der Himmel war nicht wirklich spektakulär aber ein paar nette Fotos gelangen doch. Die Motivspanne reicht von Rhein samt Posttower und Langer Eugen über ein altersgraues Eichhörnchen, den Alten Zoll, das Bonner Münster, Fassadenfiguren bis hin zu von Morgenlicht illuminierten Gründerzeitbalkonen. Menschenleer in goldenes Streichlicht getaucht zeigte sich die Stadt von ihrer schönen Seite. Langsam setzte eine größere Betriebsamkeit ein, denn die Cafes rüsteten sich zum sonntäglichen Brunch-Ansturm. Das war für mich das Signal auch endlich zur Ruhe zu kommen… so nun aber die Bilder:

Rhein in Flammen – Timelapse

3 Mai

Als die Bilder laufen lernten…

Basaltwand

Basaltwand

Gestern am 2. Mai war in Bonn das Rhein in Flammen Event – ein einziges Zusammenlaufen der Menschen aus dem Rheinland. Zu den realen 300.000 Bonnern (gefühlt 73.182) gesellten sich weitere 300.000 Besucher um dem großen Abschlussfeuerwerk im Landschaftspark Rheinaue beizuwohnen. Wer mich kennt, weiß, dass ich solche übertrieben Massenzusammenkünfte lieber meide denn besuche. Daher hab ich mich mit einem Freund auf die Basaltklippen der Rabenlay zwischen Bonn und Königswinter begeben, um mit der Kamera aus der Ferne paar experimentielle Dinge auszuprobieren. Stichwort: Timelapse. Ganz ungefährlich war unser Standort nicht (ca. 50m senkrechte Basaltwand)- aber was macht man nicht alles zur Ergebnisoptimierung.

Ausgerüstet mit meiner kompletten Ausrüstung + Laptop gelang es mir auch eine ganz gute Datengrundlage zu schaffen. Für einen ersten Versuch bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. Auf jedenfall kann ich wohl Teile davon für einen geplanten Zeitraffer-Kurzfilm über Bonn einsetzen, der so mein Steckenpferd für die nächste Zeit sein wird.

Zur Timelapse-Technik und Paradebeispielen werd ich bald ein wenig mehr berichten, aber heute sitzt mir schon wieder die Universität im Nacken. Daher viel Spaß beim Anschauen des kleinen Film-Prototypens… noch nicht das Gelbe vom Ei aber immerhin cremefarben. Vielleicht.

%d Bloggern gefällt das: