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Reportage Island: Wale – Geschlachtete Riesen

13 Feb

Whale-Watching einmal anders

Einen lebenden Wal aus nächster Nähe zu sehen muss ein sehr eindrucksvolles Erlebnis sein. Das glückte mir in Island aber nur aus großer Ferne. Dafür wurde unsere Exkursionsgruppe mit dem Fang von Walen und der Verarbeitung dieser Meeressäuger konfrontiert. Denn eine der Exkursions-Stationen war die Walfleischfabrik in der Hvalfjördur-Bucht, siebzig Kilometer nördlich der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Die Fotos in diesem Eintrag stammen vom Geographenkollegen Alexander Reif der durch seine längere Brennweite (432mm KB äquuivalent) näher am Geschehen war als ich. Vielen Dank für das zur Verfügung stellen der Bilder.

#1 Panoramaansicht der Fabrik Hvalfjördur mit Fangschiffen

Ein blutiges Handwerk

Die Walfangsaison war noch in vollem Gange. Der aus den Schloten der Fabrik aufsteigende Dampf kündete schon von weitem von den Aktivitäten der Walfänger – zwei Finnwale waren die Tagesausbeute an diesem Fangtag. Innerhalb von rund 30 Stunden müssen die Wale nach der Harpunierung geschlachtet werden. Als wir uns dem Gelände der Fabrik näherten, war das eine Exemplar bereits weitgehend zerlegt und der Kadaver des Zweiten lag mit aufgerissener Bauchhöhle an einer ins Meer führenden Betonrampe. Ein trauriges Bild dieser riesigen Säugetiere. Finnwale sind mit einer Länge von bis zu 25m die zweitgrößten Tiere der Erde. Die Verarbeitung erscheint barbarisch und archaisch.  Durch die Größe der Beute findet die Hauptverarbeitung unter freiem Himmel unter Einsatz von Haken, Spateln und riesigen Sägen statt. Das Ganze ist aber im Endeffekt Handwerk und gleicht nicht der industrialisierten Massenabschlachtung mitteleuropäischer Großschlachthöfe. Vielleicht berührt es daher den Betrachter auch mehr, da der Tod noch greifbar wird und nicht zu einer annonymisierten Produktkette von der wir nichts wissen wollen, solang das Fleisch fertig abgepackt im Supermarkt liegt.

Die Umweltschutzorganisation WWF schätzt, das es ca. noch 40.000 Exemplare weltweit gibt. Island ist eines der Länder denen von der Internationalen Walfangkommission (IWC) eine begrenzte Fangquote zugestanden wird. In der Saison 2010 wurden in Island je 200 Finn- und Zwergwale zum Abschuss freigegeben. 2009 tötete Island 81 Zwerg- und 126 Finnwale. Trotz des seit 1986 geltenden Walfangverbots werden laut WWF weltweit bis zu 2000 Großwale pro Jahr erlegt.

#2 Finnwal Kadaver bereit zum Anlanden
#3 Reinigung mit Gartenschlauch
#4 Abziehen der Haut
#5 Mensch und Haut

Schlachten für den Export

Die getöteten Tiere werden in der einzigen isländischen Walfleischfabrik am Hvalfjördur weiterverarbeitet. Island mit seinen wenigen Einwohnern kommt auf eine jährliche Verzehrrate von 5-15 Tonnen Fleisch. Ein einziger Wal allein bringt schon bis zu 10 Tonnen Fleischertrag. Sprich ca. 98% des Fleisches ist Exportgut. Hauptabnahmeziel ist vor allem Japan. Walsushi für die Schleckermäulchen. Andere Walfangnationen sind die Faröer Inseln, Norwegen,  Japan und einige traditionell jagende indigene Völker in Grönland, Nordamerika und Russland.

 
#6 & #7 Knochenüberreste nach der Verarbeitung

Walfangtradition auf Island

Die mitteleuropäische Sicht auf den Walfang im 21. Jahrhundert ist oft von tiefer Schockiertheit geprägt. Doch in Island – und in Norwegen – hat der Walfang nicht nur eine ökonomische Bedeutung. In Island hat diese Art der Jagd eine lange Tradition und eine tiefe gesellschaftliche Verwurzelung. Insbesondere in den Krisenzeiten des Mittelalters war Walfleisch eine Möglichkeit dem Hungertod zu entkommen. Ursprünglich wurde nicht aktiv gejagt, sondern an Stränden angeschwemmte Tiere erlegt. Im Jahre 1281 wird erstmals der Walfang mit der Harpune in einem isländischen Gesetzbuch beschrieben. Erst mit der gesamteuropäischen Bevölkerungszunahme im 19 Jahrhundert setzte sich das Töten der Wale im kommerziellen Stil durch. Der Walfang ist also auch ein Mittel des Protests und der Identifikation gegenüber internationalen Druck von außen. Ein wenig nachvollziehbar, wenn man sich in die Perspektive der kleinen aber stolzen isländischen Nation versetzt. So findet der Walfang auch eine breite Zustimmung in der isländischen Bevölkerung: Ca. 75% votieren pro Walfang.

#8 Handarbeit
#9 Säge zum Trennen der Wirbel
#10 Kieferknochen eines Finnwals

Kommerzieller Walfang im 20. Jahrhundert

Die Ausbeutung der isländischen Meere erfolgte zunächst durch ausländische Flotten. Nachdem die festlandnahen Gewässer rund um Skandinavien ausgebeutet waren, setzte die effiziente norwegische Walfangflotte ihre Jagd vor Island fort. Auch Deutschland und Frankreich war zeitlich befristet mit eigenen Fangflotten am Geschäft beteiligt. Um 1900 wurden durch die norwegischen Walfänger ca. 1300 Exemplare pro Saison in den Westfjorden getötet. Vorübergehend gab es von 1915-25 vor Island ein Walfangsverbot zum Bestandsschutz. Auch während des Zweiten Weltkriegs wurde der Fang eingestellt, da die Handelsbeziehungen zum Hauptabnehmer für Walöl – dem Deutschen Reich – unterbrochen waren. 1947 wurde dann die Walfangstation Midsandur in Hvalfjördur erbaut, um 1948 den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen. Jährlich wurden so in der Fangsaison von Mai bis September 350-450 Wale harpuniert und zerlegt. An der Weiterverarbeitung waren 200 Menschen beteiligt. Der Walfang trug damals mit 1,5% zum isländischen Exporterlös bei. 1985 trat dann ein Verbot des kommerziellen Walfangs in Kraft. Denooch wurden 120 Groß- und 80 Kleinwale jährlich zu „wissenschaftlichen“ Zwecken getötet und als Delikatesse nach Japan exportiert. Dies führte zu aggressiven Konflikten mit Umweltschützern. So wurden 1986 im Hafen von Reykjavik zwei Walfangschiffe versenkt und auch die Walfangstation in Hvalfjördur verwüstet. Erst 1988 wurde der Fang nach internationalen Handelsboykotten eingestellt.

Walfang heute und morgen?

1992 wurde das NAMMCO von Island, Norwege, Grönland und den Faröern gegründet, das „North Atlantic Marine Mammal Committee“, mit dem Ziel, die nordatlantischen Walbestände zu erhalten. Seit 2003 wurde wieder begonnen in Island Wale zu fangen. Heute wird vom marinen Forschungsinstitut von Island empfohlen jährlich 250 Zwergwale und 100 Finnwale pro Saison zu töten um eine Bestandsgefährdung zu vermeiden. Die Zukunft des Walfangs ist ungewiss. Doch in den letzten Jahren hat eine umweltverträgliche kommerzielle Nutzung von Walen immer weiter zugenommen: Whale-Watching-Touren für Touristen. Der Umsatz beträgt ca. 9 Mio. US $ pro Jahr – lukrativer als es der Walfang für die isländische Walfangflotte jemals gewesen war.

Fotografie: Streets of Reykjavik

5 Feb

Die Schönheit des Alltäglichen

Nachdem die beeindruckendste Landmark von Reykjavik – die Hallgrimskirche – fotografisch hier schon vorgestellt wurde, gehts jetzt hinaus in die Straßen der isländischen Hauptstadt. Doch vorneweg das Lied Sólin mun skína von der isländischen Band Rökkurró als Soundtrack für die nun folgenden Bilder. Unter anderem von einem Liveauftritt der jungen Musiker. Reykjavik selbst ist mit nur 120.000 Einwohner eine kleine Stadt. Aber mit einem besonderen Charme, nicht nur wegen dem globalen Einfluss den dortige Kulturszene ausstrahlt. Schnell merkt man nämlich, dass die Stadt anders ist als typische mitteleuropäische Städte. Es fehlen die großen Einkauf- und Fastfoodketten. Dafür gibt es Cafes und kleine Boutiquen. Überhaupt sind die kleinen Lädchen hinter den bunten Fassaden sehr reizvoll. Stunden kann man damit verbringen, sich auf den Sofas im Plattenladen 12 Tonar mit der einheimischen Musikszene zu beschäftigen. Manch einer mag denken, dass man die signifikanten Sehenswürdigkeiten von Reykjavik in ein paar Stunden abgeklappert hat. Doch diejenigen sind blind für den eigentlichen Reiz der Stadt, für das Lebensgefühl, für den Modestil und die Einwohner, die trotz oder vielleicht auch wegen der Finanzkrise aus einem unheimlich großen Potential kreativer Ideen  schöpfen. Daher möcht ich einladen zu einem kleinen Spaziergang durch die Stadt, so wie ich sie erlebt und gesehen habe. Per Klick gibts die Bilder – wie immer – in größer und mit Scharf.

 

Weitere Einträge über Island:

Überblick über Islands Musikszene
Landschaftsfotografie Island
Nordlichter fotografieren in Island

 

 

In den Straßen von Reykjavik

Fotografie: Hallgrímskirkja – Reykjavik

3 Feb

Das expressionistische Wahrzeichen

#1 Eingangsfront
#2 Chorraum
#3 Decke

Baudaten

Standort: Reykjavik
Architekt: Guðjón Samúelsson (1887-1950)
Planungsentwurf: 1937
Erbauungszeit: 1945-1986
Baustil: Expressionistisch
Weiße Farbe: Sinnbild für die Gletscher Islands
Säulenstruktur: Erinnerung an die typischen Basaltsäulen
Turmhöhe: 74,5 Meter


Aufbruchsstimmung in Islands kreativer Musikszene

30 Apr

Insellage als Paradies für Musiker?

Gemeinhin gilt ja Schweden als jenes Land der Nordischen Länder welches den größten kreativen Output hat. Ob im Bereich der Musik oder des Designs. Dennoch darf man eine kleine Insel nicht vergessen: Island. Gerade mal so groß wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen und von nur 400k Einwohnern besiedelt, besitzt die Insel insbesondere rund um die Hauptstadt Reykjavik eine sehr dichte Musikszene. Zum Thema isländische Musik fällt einem natürlich als erstes Björk ein.  Sie ist DAS Aushängeschild – und bekam vom Staat sogar ein eigenes Haus auf eine Insel gestellt für ihre Rolle als Kulturbotschafterin. Ein wenig unbekannter dagegen ist, dass auch Emilia Torrini mit ihrem durch GNTM bekannt gewordenen Jungle Song (Platz 1 deutsche Charts 2009) aus Island stammt. Aber von diesen gemeinhin populären Künstlern soll hier nicht die Rede sein. Sondern es soll um jene Musiker gehen, die noch nicht den kommerziellen Sprung auf den Kontinent geschafft haben oder die sich bisher vor allem in Indie Kreisen etabliert haben.

Initiierend geholfen hat mir bei der Bestandsaufnahme zunächst Fotografenkollege (und ebenfalls Bonner Geograph) Simon Sticker (sehenswerte Film- / Fotorepotagen), über den ich auf die wunderbare Seite Islandic Music Export aufmerksam wurde. Dort werden  ansprechende Musik-Compilations zusammengestellt, welche mir die  Bestandsaufnahme der Künstler deutlich vereinfacht haben. Den meiner nicht überzubewertenden Meinung nach interessantesten Musikern gebe ich ein Forum für ihr Schaffen hier auf dem bildraum Blog. Angefangen von Indiepop über Postrock und leise Melodien bis hin zu Rock und Elektro ist so eine große Bandbreite des isländischen Musikschaffens vertreten. Viel Spaß!


The Berndsen

Zurück in die 80ties. Synthies, Gitarren und pumpende Beats komprimiert in einzelne Lieder. Also eigentlich mein Island-Favorit. Auch das Video zu Supertime ist überdurchschnittlich – beim ersten Mal aber durchaus ein wenig schockierend. Der Remix – mit legalem Downloadlink – setzt dem ganzen schließlich die Krone auf.

The Berndsen - Supertime

The Berndsen - Lover in the dark (SvenBit Remix)

Legaler Download ebendieses Remixes: Klick!

http://www.myspace.com/theberndsen


Feldberg

Erst 2009 gegründet ist  Feldberg die muskikalische Inkarnation des isländischen Duos Eberg (Einar Tönsberg) und Rósa Birgitta Ísfeld. 2010 wird das erste Album ‘Don’t Be A Stranger’ in UK veröffentlicht. Eingägner Elektropop der die Magazine noch beschäftigen wird in diesem Jahr.

Feldberg - Dreamin'

www.myspace.com/feldberg

Seabear

Seabear ist eine Indie-Folk Band aus Reykjavik. Die Alben „The Ghost that carried us away“ und „Lion Face Boy / Cold Summer 7“ erschienen 2007 und 2009. 2010 erschien Mitte März das neue Album „We built a fire“. Die Musik wird als „Sufjan Stevens trifft Arcarde Fire“ und der Sänger als „isländischer Beck“ beschrieben. Eingängig sind die Lieder allemal…

Seabear - I sing I swim
Seabear - Arms

http://www.myspace.com/seabear

FM Belfast

2005 gegründet erarbeiteten sich FM Belfast 2008 mit ihrem Album „how to make friends“ sehr gute Kritiken und international einen großen Fankreis im Bereich der Independentmusik. Percussionelemente sind mit stilprägend für die Musik der Band.

FM Belfast - Frequency

http://www.myspace.com/FMbelfast

Disa

Melodischer Pop einer jungen Frau postmodern produziert. National in Island gab es für das 2008 erschienene Album hervorragende Kritiken…

Disa - Anniversary

http://www.myspace.com/disamusic


Jónsi

Jónsi ist das Soloprojekt des Gitarristen von Sigur Rós, Jón Þór Birgisson. Da wie weiter unten noch  ausgeführt wird bei Sigur Rós derzeit die Arbeit ruht folgt Jónsi Solopfaden. Am 5. April 2010 wurde das zweite Album „Go“ veröffentlicht und erreichte in UK Mitte April Platz 20 der Albencharts. Auch in Deutschland ist Jónsi bei weitem kein Unbekannter Act mehr.

Jónsi - Boy Lilikoi

Tiësto feat. Jónsi - Kaleidoscope (High Contrast Remix)

http://www.myspace.com/jonthorbirgisson


Hjaltalín

Mit 8 Mann/Frau Besatzung ist Hjaltalín fast schon ein kleines Orchester. Auch aus der isländischen Hauptstadt stammend, führen sie auch Instrumente wie Cello, Klavier, Klarinette, Akkordeon, Contrabass und Geige in ihrem Repertoire um die Stimmen von Högni und Sigga gebührend zu begleiten. Das Debütalbum war „Sleepless Seasons“ aber sicher wird man in naher Zukunft auch auf dem europäischen Kontinent noch von dieser kraftvollen Kombo hören.

Hjaltalín - Traffic Music

http://www.myspace.com/hjaltalinband


Benni Hemm Hemm

Benni Hemm Hemm ist die Band von Benedikt H. Hermannsson. Das hier präsentierte Lied erinnert durchaus an Beirut und Alaska in Winter. Bei Benni Hemm Hemm Auftritten sind 3-40 Leute auf der Bühne versammelt – insgesamt gehören zum Bandorganismus 300 Leute. Als Album ist das 2007 erschienene „Kajak“ zu nennen.

Benni Hemm Hemm - Til Eru Fræ

http://www.myspace.com/bennihemmhemm


Lay Low

Lay Low, eigentlich Lovísa Elísabet Sigrúnardóttir, ist eine 27 jährige Isländerin. Der Vater aus Sri Lanka, die Mutter Isländerin, wurde sie in London geboren, doch zog sie schon bald nach Island wo sie seitdem lebt. In Island ist sie eine bekannte Musikerin – 2009 schließlich wurde auch in Europa ihr Album „Farewell Good Night’s Sleep“ veröffentlicht. Die musikalischen Einflüsse sind Folk, Blues und Country. Mit ihrer eindringlichen Stimme gibt sie die momentane Stimmung in der Natur wieder.

The Reason Why My Heart's in Misery
Lay Low- Aukalagið

Tolles Bonuslied des neuen Album auf Soundcloud!

www.laylow.is/


For a Minor Reflection

For a Minor Reflection sind eine vierköpfige Band Anfang 20 und spielen energiereichen, melodischen Postrock. Der Bekanntheitsgrad außerhalb Island ist noch nicht so groß, doch lassen die auf YT auffindbaren Live Mitschnitte ein großartiges für 2010 angesagtes Album „Höldum í átt að óreiðu (2010)“ erwarten.

For a Minor Reflection - Ókyrrð
For a Minor Reflection - Dansi Dans

Offizielle Webseite


Bang Gang

Bang Gang ist das musikalische Alter Ego des Singer/Songwriters Barði Jóhannsson. Bereits 1998 hatte er mit „So Alone“ einen kleinen Hit europaweit. Das neueste Album „Ghosts from the Past“ erschien 2008.

Bang Gang - The World is Gray

http://www.myspace.com/banggangband


Sigur Rós

Sigur Rós ist eine großartige Post-Rock Band mit melodischen, klassischen und minimalistischen Elementen. Zwischen 1997 und 2009 wurden 5 Studionalben veröffentlicht. Insbesondere in den letzten Jahren erlangte die Band große internationale Aufmerksamkeit im Bereich der Indiemusik. Seit 2010 schließlich ruht zugunsten von Solokarrieren und Privatleben das Projekt.

Sigur Rós - Ágætis Byrjun

http://www.myspace.com/sigurros


Rökkurró

Ein  Bandprojekt aus dem Jahre 2006. Inspiriert wurde die Musik durch Sonnenstrahlen die durch das milchige Glas eines Fenster auf einem alten Dachboden fielen. Die Musik ist eher langsam, die einzelnen Tonzugaben wohl abgestimmt – dadurch ergibt sich eine sphärische Klangkulisse mit der sichRökkurró eine eigene Nische in der reichhaltigen Musikszene von Reykjavik erarbeitete.

Rökkurró - Hetjan a fjallinu

http://www.myspace.com/rokkurro


Eliza

Leise eingängige Lieder der ehemaligen Sängerin der längst aufgelösten Band Bellatrix. Das Solo Album „Empire Fall“ erschien 2008.

Eliza - Return to Me

http://www.myspace.com/elizanewman


Múm

Eine experimentielle isländische Band deren Stil durch softe Vocals, sphärische elektronische Klänge und einer Vielzahl traditioneller und unkonventioneller Instrumente geprägt ist. 7 Studioalben wurden von Múm bereits veröffentlich so dass sie national aber auch international eine feste Größe geworden sind.

Múm - Green Grass of Tunnel

Offizielle Webseite


Ben Frost

Nein, einfache Popmelodien liefert Ben Frost nicht ab. Seine Melodien erscheinen beim ersten Hörren sperrig – doch wenn man sich auf sein Geräuschuniversum einlassen kann werden sie schnell eingängig. Die Einflüsse sind vielseitig von klassischer Musik bis Punk… seit 2007 schafft der Künstler so sein ganz eigenes Sounduniversum.

Ben Frost - Híbakúsja

www.ethermachines.com


Vicky

Im Gegensatz zu den bisher präsentierten Musikern um einiges stärker gitarrenlastig. Aber auch das ist eben die isländische Musikkultur. Eine junge fünfköpfige Band bei der man nicht so genau ein Schema anlegen kann: Ist es Punk Rock, ist es Indie Pop oder doch eher Pop Metal. In jedemfall überzeugte mich das Lied irgendwie, wenn mir auch diese Musikrichtung eigentlich sonst nicht so liegt. Man überzeuge sich selbst – das Video ist im übrigen ein wenig verstörend…

Vicky - Blizzard

http://www.myspace.com/vickytheband


Steed Lord

Zum Abschluss des Beitrages wird es nun noch zweimal ein wenig stärker elektronisch. Steed Lord – bestehend aus Sängerin KALI, den Brüdern MEGA und DEMO und AC BANANA$ haben sich 2006 gegründet und sind im Metier der elektronischen Musik zu Hause. Das Album „Truth Serum“ erschien 2008, auch im Remixbereich z.B. mit Crookers sind sie aktiv. 2008 war der Tourwagen von einem schweren Unfall mit Verletzungsfolgen betroffen. Mittlerweile ist die Band wieder aktiv und hat ihren Wohnsitz von Island nach Los Angeles verlegt.

Steed Lord - Who U Wit
Steed Lord - Take  My Hand
Steed Lord - Thirst to burst

http://www.myspace.com/steedlord

Gus Gus

Gus Gus begann als avantgardistisches Kollektiv von Musiker, Autoren, Filmemachern. Audio und visuelle Gestaltungsmittel wurden kombiniert um den Zuschauer in einen kollektiven Sinnesrausch zu versetzen. Die stark elektronisch angehauchte Musik basiert auf funkigen Basslines, Synthies und dem Einsatz von Licht und Toneffekten. Man könnte die Band auch in den Techno Bereich verorten – wenn man den wollte… oder steht sie doch mehr in der Tradition nordischer Elektrokombos wie Ace of Base?

Gus Gus - Need in me

http://www.myspace.com/gusgus

Lay Low

Lay Low- Aukalagið

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