Tag Archives: Remix

Elektronische Musik: Initiale Tanzendenz der 2010er Jahre

28 Feb

Segelschiff, Computergrafik (2011)

 

Shackleton | Wolfram | Siriusmo | FaltyDL

Kahn | Pangaea | Porcelain Raft | Gesaffelstein

 

Innovatives zu Beginn der neuen Dekade

Es ist schon ein wenig spannend zu hören in welche Richtungen sich die elektronische Musik zu Beginn eines neuen Jahrzehtns so bewegt. Daher seien einige der Akteure der ersten Wochen dieser Dekade hier festgehalten. Vielleicht besteht in 10 Jahren noch die Möglichkeit zum Rückblick, dann dürfte man gespannt sein welche Tendenzen nachhaltigen Einfluss hatten. Es folgt ein Blick auf die Insel, aber auch in die Staaten und nach Berlin (Siriusmo) und Wien (Wolfram). So offenbaren sich neue Klänge und Einflüsse auf den internationalen Tanzböden. Nachdem ich mit Footwork nicht so richtig was anfangen kann ist dieses technoide Garage 2step Elektro Gemisch genau das Richtige vor der kommenden Musiknivellierung am Karnevalswochenende.

 

Post-Dubstep: Eine Lanze für James Blakes Musik brechen

6 Feb

„Ja“  zur gehörten Entschleunigung

Am Freitag erschien das vielerwartete Debütalbum von James Blake. Ein Debüt, dass die Bürde vieler Erwartungshaltungen getragen hat. Noch dazu war das Album vor zwei Monaten bereits in die virtuelle Grauzone geleakt. Nun hatte irgendwann um den Jahreswechsel, nachdem die ersten EPs wie „CMYK“ noch eher in Dubstep / Elektrokreisen bekannt waren, das Lied „Limit to your Love“ als Feist-Cover auch in der Independent Musikszene Interesse hervorgerufen. Eine schwierige Situation für den 23 jährigen Künstler alle Geschmäcker und Selbstwahrnehmungen der verschiedenen Genres zu erfüllen. Denn wie soll ein Album, das nicht für das Laute, Imposante, auf den ersten Blick Beeindruckende geschaffen wurde, jene Ansprüche erfüllen, die in einer schnelllebigen auf den Hype fixierten Medienwelt generiert werden? Es ist keine Musik für die Öffentlichkeit – aber die Öffentlichkeit hat diese Musik für sich vereinnahmt. Jetzt versteht sie nicht die Geister, die sie rief. Kaum anzunehmen, dass die Hintergründe des musikalischen Schaffens des Künstlers bei den eifrigen Schreibern der breiten Medien bekannt gewesen sind. Das Album funktioniert so wie die Musik von Burial. Im Kopf. Allein mit Kopfhörern, auf dem Heimweg nach dem Clubbesuch. Auch das Burialdebüt hätte trotz seiner musikalischen Klasse nie  breite effektheischende Erwartungshaltungen erfüllen können. Doch damals war Dubstep auch noch nicht vollständig im UK Mainstream angekommen und drauf und dran gewesen, auch auf dem Kontinent Fuß zu fassen. Der Künstler James Blake nannte sein vor wenige Tagen erschienenes Album selbst „nicht perfekt“. Es ist eine Zusammenschau seiner aktuellen Schaffensperiode – eine Sammlung von Liedern die Tendenzen aufzeigen. Aber es will und kann nicht ein finales Werk sein. Wieso auch? Etwas länger als ein Jahr veröffentlicht James Blake nun selbst Musik. Es wäre zu schade, dass einer der individuellsten elektronischen Künstler unserer Zeit einem Hype zum Opfer fallen würde, dessen Teil er nie selbst sein wollte. Seine Lieder sind Entschleunigung. Der Musik gewordene Gegenentwurf zum Hype.

Beschleunigter Remix:

Diesen Remix runterladen

 

Post-Dubstep – Hörempfehlungen

Für diejenigen, die sich mit den musikalischen Wurzeln und Schaffenssphären von James Blake auseinandersetzen wollen – heute immer öfter als Post-Dubstep bezeichnet – eine Zusammenstellung ähnlicher Künstler:

Scuba - Before
Jamie Woon - Night Air (Ramadanman Refix)

Eskmo - Cloudlight

The Bug - Catch a Fire

Clare Maguire - Ain't Nobody (Breakage Remix)
Emika - Double Edge

Late - Losing You

 

 

Musik: Januarlieder

26 Jan

Indieballaden & Indietronica

Ein bisschen musikalischer Input aus dem 4. Quartal 2010 und 2011. Weniger exotische musikalische Auswüchse als zuletzt: Lieblingslieder, Altes und Neues was es immer wieder in den Alltagssoundtrack schafft. Den Anfang machen einige ruhige Indie-/ Singer-/Songwriter-Balladen. Vorgestellt werden die Singer/Songwriterin Little Light mit einem Fotografie affinen Lied (auf die erste EP darf man gespannt sein), eine verträumte Lofi Sampling Ballade von Mean Lady, sanfter Gesang von Timber Timbre mit 70ties Anleihen, schnell Gute Laune mit Magic Man und das melodische Kites von Geographer.

Die Lieder danach orientieren sich dann schon ein wenig Richtung Geschmacksverstärker Tanzfläche. Indietronic und darüber hinaus. Zunächst der elektrifizierte Weilheimsound von Console, daraufhin die phantastische Gesangsstimme von Glasser im Lindstrom Remix, gefolgt vom Pantha Du Prince Freund John Roberts, weiter geht es mit der in Slippery Slope an die frühe M.I.A. erinnernde The Do, der Berliner Frauenstimme Emika im neuesten Scientist Projekt und darüberhinaus rätselhaft mit oOoOO um sich am Schluss im infernalen Finale mit allen Tonspuren bei The Soft Moon einzufinden.

Indie Balladen:

Little Light - Shutter Speed (unveröffentlicht)
Mean Lady - Indian Sun | EP: Kid Friendly (2010)
Timber Timbre - Magic Arrow (2010)
Magic Man - Monster | Album: Real Life Colour (2010)
Geographer - Kites | EP: Animal Shapes (2010)

Indie Tronics

Console - A Homeless Ghost | Album: Herself (2010)
Glasser - Mirrorage (Lindstrøm Remix) | Remix: 2011
John Roberts - Ever or Not | Album: Glass Eights (2010)
The Dø - Slippery Slope | EP: Dust it off (2010)
Pinch & Emika - 2012 (2010)
oOoOO - Burnout Eyess | EP: oOoOO (2010)
The Soft Moon - Into the Depth | Album: The Soft Moon (2010)

Out Now: Bassrael EP / Cover Art: bildraum

14 Jan
 Das Artwork ist die Bearbeitung eines meiner Landschaftsfotos aus Norwegen.

Bassrael – World Is Mine EP

Ab heute ist die World Is Mine EP von Bassrael erhältlich. Der Bonner DJ veröffentlicht somit seine erste EP. Seine Dubstep Tracks treffen das musikalische Zeitgeschehen in einer Phase, in der in fast allen deutschen Großstädten an den Wochenende Dubstep Veranstaltungen zu finden sind und sich das Genre (-> Hype um James Blake im Indiesektor) immer breitere Aufmerksamkeit erregt. In Bonn wird seit geraumer Zeit von Bassrael, Tourette und anderen an Orten wie dem Kult41, dem Quellklub und im Netzladen Dubstep Pionierarbeit  geleistet. BonnBetterKnow, make.tv/dubby_terror_show sind DJCamps die man immer wieder auf Flyern (auch hier) lesen kann. Bassrael veröffentlicht auf den Labels Basspräsidium Rec, Biggerdubz, SubTek, Enough Dubs und Subbass.

 

Bassrael Dates:
13.01. PVC, Düsseldorf
14.01. Wobblizm, Dortmund
20.01. Sonic Ballroom, Köln
28.01. Quellklub, Bonn
29.01. DubWars Roermond, NL
10.02. PVC, Düsseldorf
11.02. Wobblizm, Dortmund

 

Links:

Biggerdubz Record Label

Bassrasel MySpace

DigitalTunes Mp3 Shop

Junostore direktlink

 

Tracks auf der EP:

Bassrael - World Is Mine
Bassrael - Future Not Evil
Bassrael - World Is Mine (RKNS RMX)
Bassrael - World Is Mine (ILL K RMX)
Bassrael - World Is Mine (SAL & LOWmAX RMX)

Auf Wiederhören: Totally Enormous Extinct Dinosaurs

4 Jan

Urzeit im März in Köln

Die Dinosaurier sind ausgestorben. Aber am Rande des Musikgeschäfts hinterlässt einer dieser ausgestorbenen Giganten immer eindrücklicher wahrzunehmende Spuren. Hinter  Totally Enormous Extinct Dinosaurs, kurz T-E-E-D, steckt der Sohn eines Oxforder Musikprofessors. Ob er in seine Klangwelten für oder wider dieser Bürde hineinfand ist irrelevant. Denn viele der Tracks in seinen ersten EPs wissen zu gefallen. Vor einem halben Jahr wurde hier mit Garden bereits ein Stück des Künstlers präsentiert. Jetzt wurde die Erinnerung daran durch MoMinze wieder aufgefrischt, so dass ich zurücktauchte in den dinosaurischen Musikkosmos und positiv überrascht war. Synthies, harte Bassdrops und stellarer Gesang vereinen sich zu einem gefälligem Ganzen. Daneben gibt es noch futuristische Musikvideos mit bemerkenswerten Kopfbedeckungen und ein paar Hundert Dinosaurierarten bei MySpace als Bandmitglieder. Mit Household Goods ging die dritte EP an den Start. Im März gehts für T-E-E-D auf Tour in Deutschland zusammen mit Darwin Deez.


Namengebend & beeindruckend für die aktuelle EP


Surftech, Chillwavetronic, elguinchoesk und Sommer am Meer...


Netter Remix für Co-Tourer Darwin Deez


Der Drop bei 2:26.


Zwei Projekte mit Zukunft im Remix vereint.


Tanzeinlage.

 

Tourtermine:

7. März Hamburg Knuust /w Darwin Deez
8. März Münster Gleis22 /w Darwin Deez
9. März Köln Gloria /w Darwin Deez
10. März München Backstage /w Darwin Deez
11. März Berlin Lido /w Darwin Deez

 
 

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