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bildraum mixtape #5: Nepomuk. – Nebelhorn Mix

17 Nov

Die Quartalsessenz Londoner Klubmusik

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Mein zweiter Vorname gibt sich mal wieder die Ehre. Nepomuk. Das Nebelhorn Mix schließt ungefähr da an wo Mix Nummer #2 im April aufgehört hat: „Während sich in Deutschland Dubstep gerade etabliert, ist die Entwicklung vor allem in der englischen Hauptstadt schon wieder einen Schritt weiter. Post-Dubstep, Future Bass, New Garage und zuletzt auch Footwork beeinflussen die Neuerscheinungen.“ qed. Jetzt, mehr als ein halbes Jahr später, war es an der Zeit sich den Entwicklungen des Sommers zu stellen und in einem neuen Machwerk zu vereinen. Bei Footwork und Juke hab ich das Gefühl, dass sich das ganze im Beatsandkasten eher wieder ausgespielt hat… Der neue R&B (nicht zuletzt durch Jamie Woon etabliert) dagegen scheint weiter auf dem Vormarsch zu sein… so auch in einigen Vocaltracks auf dem Nebelhorn Mix. Post-Dubstep wurde bunter und weniger ernst, Futurebass, New Garage, UK Funky und UK House mischen immer noch gut mit. Es tut sich viel an verschiedenen Richtungen und ständig tauchen neue Namen auf in der Producer Szene – man könnte meinen das Ganze befindet sich in einer Orientierungsphase vor dem nächsten großen Ding. Vielleicht noch ein paar Worte zum Mix: Der Beginn ist eher ruhig, baut sich auf wie der Abend in einem Club um dann in UK Funky & House Beats überzugehen. Die Hinleitung läuft viel über die Poor Spirits Tracks – ich mag Instrumentals & diese unbeschriebenen New Yorker. Ricky Eat Acid’s Track „ONLY GIRL“ mit Rihanna Sample  gewann durch das Jamie XX Fact Mix an Popularität. Scuba, Zomby, Martyn – dazu muss man nicht viel sagen. Berlin grüßt London mit „Fratzengulasch“. Ramadanman ohrwurmt unter seinem Drittkünstlernamen „Maurice Donovan“. Danach paar aktuelle Sachen gemischt u.a. mit dem Rückgriff auf Speed-Garage aus den 90ern (RIP Groove). A1 Bassline verabschiedet sich vom Credo seines Namens und produziert House. Joyce Muniz ist die österreichische Antwort auf MJC. Am Schluss kommt noch ein 2010er Remix von Blawan mit schönem „Geklöppel“, einer meiner 2011er Album Favoriten (Kuedo) und der gute alte Robot Koch macht Feierabend.

Tracklist

 #01 Poor Spirits - ROLL
 #02 Poor Spirits - VVOVV
 #03 Ricky Eat Acid - Only Girl
 #04 Poor Spirits - Offering
 #05 Caribou - Leave House (Ikonika Remix)
 #06 Scuba -Tense
 #07 Roche - Calcine Vibration
 #08 Zomby - Mozaik
 #09 Martyn - We Are You In The Future
 #10 Scuba - Adrenalin
 #11 Die Vögel - Fratzengulasch
 #12 Martyn & Mike Slott - All Nights
 #13 Maurice Donovan - Call My Name
 #14 A1 Bassline - Buoyancy (Original Mix)
 #15 Addison Groove - And We Drop
 #16 Raziek - Love That Thing
 #17 Paul Woolford & Psycatron - Stolen (Original Mix)
 #18 Jon Convex - Streetwalk
 #19 Double 99 ft. Top Cat - RIP Groove
 #20 Sully - Let You
 #21 Eliphino - More Than Me
 #22 Tahloula - We Play House (M.A.N.D.Y.'s Sweatbox Remix)
 #23 Fur Coat & Argenis Brito - Space Ballad (TEED Remix)
 #24 Joyce Muniz - Malicia (ft. Sketch)
 #25 The 100 In The Hands - Pigeons (Blawan's Bare Bone Remix)
 #26 Kuedo - Truth Flood
 #27 Robot Koch - Nitesky



Fotos & Musik: Herbstderbst

8 Nov

Holy Other, Koreless & Raziek tanzen auf dem Blockstrom

 

Koreless = Postdubstep | Holy Other = Witchhouse | Raziek = RnB-Drummachine. So könnte man die  Klassifizierung der drei genannten Künstler vornehmen. Gemeinsam haben sie, dass sie im Lauf des Jahres in Erscheinung getreten sind und dass sie innovativ die vorhandenen Stilmittel ihres jeweiligen Genres ausreizen und Grenzen überschreiten. Eingebettet sind diese Klanglandschaften in Fotografien aus dem „Doost“. Der Doost ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen Oberpfälzer Wald, genauer gesagt nahe dem Städtchen Floss. Ein kleiner Bach, die Girnitz, fließt unter metergroßen Granitmurmeln dahin. Relikte der nacheiszeitlichen unterirdischen Wollsackverwitterung und kein Teufelswerk. Aber ein schöner abgeschiedener Ort allemal.. noch nicht das perfekte Licht auf den Bildern, aber es hat gut getan diesen Ort mal wieder aufzusuchen. Beim Finish hab ich mich nach verschiedenen Vintage und gecrossten Serien wieder an meinen klassischen Landschaftsfotografien wie jenen aus Island orientiert.

 

Bei den Bildern handelt es sich um 1200 Pixel breite Panoramaaufnahmen, ein Öffnen in neuen Tabs wird empfohlen.

 

 

 

 

Holy Other

Ein Producer aus Manchester… man könnte die Musik als angewitchten Downtempo R&B 2-Step bezeichnen. Ein erfolgreiches Nachspiel der Witchhouse Welle – auch die visuelle Kommunikation kokettiert mit deren Symbolen. Veröffentlicht wird auf dem TRI ANGLE Label. Im frühen 2011 erregten seine Tracks größeres aufsehen – der Herbst ist vermeintlich die optimale Jahreszeit sich diesem Sound wieder hinzugeben. So drone.

 

Koreless

Bei Koreless handelt es sich um einen der gerade wie aus dem Boden sprießenden Post-Dubstep / Poststep Producer. Er stammt aus Glasgow und produziert minimale aber doch vereinnahmende Tracks die einen aus dem Alltag in eine andere Welt entführen können. Das Zitat von Gilles Peterson (Radio 1) unterstreicht die Ambitionen des 19 Jährigen Künstlers: „Remember when you first heard James Blake and Ramadanman? Well, remember this is where you first heard Koreless“.

 

Raziek

Von den herbstlichen Klängen noch einmal zurück in den ausklingenden Sommer mit der „Love & Bass EP“ von Top Billins Raziek. Drum Machine trifft Bass trifft R&B Samples. So kommen fast alle momentanen Entwicklungstendenzen elektronischer Musik, von Footwork bis Rythm&Blues Revival, in dieser EP zusammen. Vertraute Klangbilder treffen auf innovative Arrangements. Kann durchaus gefallen – ob diese art Musik wirklich nachhaltig ist oder zukünftig etablierte Stilelemente elektronischer Musik vorwegnimmt bleibt abzuwarten. Aber wer hätte 2006 gedacht das Dubstep 2011 Allgemeingut sein würde…

 

 

 

 

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