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Lohnt VERO für Fotografen?

3 Mrz

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kilianschoenberger – Kilian Schönberger auf VERO

Seit gefühlt  einer Woche (letztes Februarwochenende 2018) ist „VERO – True Social“ gefühlt in aller virtuellen Munde. VERO ist eine App auf der neben Fotos auch Videos und viele andere Inhalte und Empfehlungen geteilt werden können. Eigentlich gibt es VERO schon seit 2015 – auch technisch gesehen, nach drei Jahren wird sie immer noch als „beta“ Version geführt. Aber anscheinend gab es einige Aktivitäten u.A. in den Tattoo- und Cosplayszenen Influencer für die App werben zu lassen was Ende Februar zu einem Hype führte, der die App auf Platz 1 der Smartphone App-Stores führte.  Unterm Strich entspricht VERO also technisch dem Stand von Instagram im Jahr 2015 (grob gesagt) hebt sich aber optisch deutlich davon ab. Hier wird es auch für Fotografen spannend. Ungewöhnlich schnell haben sich viele Leute registriert, die von sich normal behaupten, dass Soziale Netzwerke nicht wichtig sind. Es besteht also ein großer Bedarf, gerade bei denjenigen die den Instagramzug deutlich verschlafen haben. Und tatsächlich scheint VERO freundlicher zu Fotografen zu sein als Instagram.

Viele Formatoptionen für Fotografen

Auf Instagram ist trotz einiger erweiterter Optionen immer noch das Quadrat das Maß aller Dinge. Quadrate sind einfach zu komponieren – aber unterm Strich auch langweilig – Zentralkomposition hier, Symmetrie da. Immer das gleiche, es nutzt sich ab und die Variationsmöglichkeiten sind relativ begrenzt. Aber mit dem Erfolg von Instagram, den kommerziellen Möglichkeiten für Influencer und generell dem Siegeszug der Smartphones hat sich das Quadrat auch zunehmend in der Landschaftsfotografie breit gemacht. Natürlich gab es – insbesondere in der Kunstfotografie oder auch über Groß- und Mittelformat oder Polaroid – immer schon etwas „trägere“ Formate auch in der Landschaftsfotografie. Aber 2:3 oder Panoramaformate schienen deutlich prädestinierter zu sein. VERO ermöglicht es verschiedene Formate in gute Qualität hochzuladen (im Stream selbst werden die Bilder inzwischen ein wenig runtergerechnet). Da VERO auf einer dunklen Oberfläche basiert, „leuchten“ insbesondere dunkle Aufnahmen deutlich besser als auf Instagram. Die geposteten Bildern werden von einem Rahmen umgeben der den Mittelwert aller im Bild enthaltenen Farbwerte darstellt (in Photoshop mit „average blur“ zu vergleichen). Sprich eher kalte Bilder bekommen einen bläulichen Rahmen und warme Fahren führen zu Brauntönen.

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Chronologischer Feed

Eine Besonderheit von VERO ist der chronologische Feed. Sprich in der Reihenfolge, in der Inhalte gepostet werden, tauchen sie auch im Feed auf. Im Gegensatz dazu, verlässt sich Instagram seit geraumer Zeit auf einen Algorithmus, der bestimmte Inhalte die gezeigt werden auswählt. Viele Nutzer fühlen sich durch den Algorithmus auf Instagram (oder Facebook etc.) eingeschränkt, weil dadurch einem vorgeschrieben wird, was man zu sehen bekommt und was nicht. Da der Algorithmus auch ständig angepasst wird, wechseln die Strategien zum Erfolg öfter mal. Beim chronologischen Feed tauchen alle Fotos auf der Leute denen man folgt. Klingt zunächst super, sobald man aber ein bisschen weitergehend vernetzt ist, wirds dann aber auch schnell unübersichtlich und man kommt nicht hinterher mit dem „Nachscrollen“ des Feeds.

Etwas steuern kann man bei VERO was man im Feed so angezeigt bekommt, indem man den Leuten denen man folgt verschiedene „Klassen“ zuordnen kann. Enge Freunde / Freunde / Bekannte / Follower. Prinzipiell ein guter Ansatz wenn man z.B. nur einer kleinen Gruppe von Fotografen wirklich intensiv folgen möchte um nichts zu verpassen.

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Die Bilder bekommen die üblichen Captions (Bildunterschriften), Ortsangaben und Tags – die Suche nach diesen funktioniert bisher leider noch nicht einwandfrei und schränkt die Nutzung der App etwas ein. Es gibt auch Filter, die aber scheinbar nur mit 100% angewendet werden können und Bilder eher entstellen als verschönern (2015 lässt grüßen). Die Follower reagieren mit Kommentaren und „Herzchen“. Auch hier kein großer Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken.

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VORTEILE

  • die gute Präsentation von Fotos, insbesondere auch im Landschafts oder Portraitformat scheint zumindest für Fotografen deutlich besser zu sein als Instagram
  • man hat eine bessere Kontrolle wessen Inhalte man zu sehen bekommt, anders rum haben auch die Follower darüber deutlich mehr Kontrolle, so dass am Ende doch wieder nur die besten Werke in den Feeds auftauchen werden
  • die chronologische Ordnung des Feeds eröffnet auch kleinen Account gute Optionen „gesehen“ zu werden
  • vor dem dunklen Design heben sich (gerade dunkle) Bilder besser ab als vor dem hellen Hintergrund bei Instagram
  • Generell ist das Design recht ansprechend, einige Ideen wie das Teilen verschiedener medialer Inhalte, Orte und Empfehlungen deutlich besser eingebunden als bei anderen Netzwerken

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten und unterm Strich sind die genannten Pluspunkte keine wirklichen „gamechanger“.

NACHTEILE

  • Die App weist noch ziemlich viele Bugs auf, bzw. ist dem Ansturm der neuen Nutzer nicht gewachsen gewesen, so dass sie oftmals nicht erreicht werden konnte oder die Funktionalität eingeschränkt ist
  • die Innovationen sind marginal, eigentlich ist es eher ein Instagram auf dem Stand von 2015 (ohne Stories etc) das gut aussieht. Es ist fraglich ob die Entwickler den Anschub der letzten Tage mitnehmen können und rechtzeitig technisch aufholen. Etwas merkwürdig wenn die App seit drei Jahren nicht grundlegend weiterentwickelt wurde, viele neue Nutzer sind vermutlich daher auch bereits wieder abgesprungen
  • die an die Farbigkeit der Fotos angepassten Rahmen kann auch etwas ärgerlich sein, ein gleichbleibender dunkler Ton wäre angenehmer
  • zunächst wird man auf VERO nur bekannte Gesichter treffen, sprich man sieht nur Inhalte die man meistens sowieso schon kennt. Das organische Wachstum hält sich noch in Grenzen
  • Hat man Zeit noch ein weiteres soziales Netwerk zu pflegen?
  • Wenn man vielen Accounts folgt, wird der chronologische Feed schnell unübersichtlich, man fühlt sich dazu gezwungen mehrmals am Tag etwas zu posten um immer „oben“ dabei zu sein
  • angeblich ist die Nutzung der App nur für die erste Million Nutzer umsonst (die Million ist bereits erreicht, erklärte vielleicht auch den Run auf die App). Vermutlich werden neue Nutzer irgendwann zur Kasse gebeten – auch wenn der Betrag klein sein sollte, dürfte er dem unbeschränktem Wachstum der App im Weg stehen.
  • die App verlangt die Angabe der Handynummer – letztendlich geht es also einmal mehr um Big Data

 

SCHATTEN ÜBER VERO

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Google Trends für „vero“ und „Ayman Hariri“ – ein Strohfeuer?

Was zu einem sichtbaren Einbruch des Interesses an VERO geführt hat, war aber als Details zu den Hintermännern der App rauskamen. CEO scheint ein gewisser Ayman Hariri zu sein, ein libanesischer Geschäftsmann der dem inzwischen zerschlagenen saud-arabischen Baukonzern „Saudi Oger“ vorstand. Dieser Konzern machte dadurch Schlagzeilen, das philippinische Arbeiter eher wie Sklaven gehalten wurden denn wie Arbeiter, ihren Lohn nicht bekamen und von der saudi-arabischen Regierung mit den nötigsten Lebensmitteln in ihren Arbeitercamps versorgt werden mussten. Hariri selbst stammt aus einer einflussreichen UND reichen Politiker- und Geschäftsfamilie. Auch wenn sich das Vermögen im letzten Jahrzehnt deutlich reduziert hat, liegt es immer noch bei über einer Milliarde Euro. Halbbruder ist der libenesische Ministerpräsident Saad Hariri der zuletzt mit einer omniösen „Entführung“ und Rücktrittsgesuchen aus Saudi-Arabien heraus Schlagzeilen machte. Wenn man sich die Aktivitäten von Ayman Hariri genauer ansieht wirkt Zuckerberg fast wie ein Chorknabe. Natürlich diskutierten die Medien und das Netz generell die Informationen rund um die Leute hinter VERO, was sich auch in den Google Trends widerspiegelte. Der Hype um die App bekam dadurch einen deutlichen Dämpfer, so dass das Wachstum nicht mehr so schnell stattfindet wie noch vor einer Woche. Insbesondere aus Nordamerika scheint es vorbehalte gegen den Geschäftsmann aus dem Nahen Osten zu geben, wobei teilweise die Berichterstattung über das Ziel hinausschießt. Aber das entspricht wohl dem aktuellen Zeitgeschmack.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass der Hype um die App schon deutlich abgeflacht ist. Einen neuen Aufschwung könnte es geben, wenn traditionelle Medien und Unternehmen noch auf den Zug aufspringen und so neues Leben in die Community bringen. Davor müssten aber noch einige technische Unzulänglichkeiten beseitigt und die Möglichkeiten des organischen Wachstums verbessert werden. Ansonsten droht VERO das gleiche Schicksal wie ELLO oder GOOGLE+. Wer will sollte die App einfach mal ausprobieren, aber sie wird wohl nicht (mehr) das nächste „Big Thing“ werden.

 

 

Krummer Wald – Krzywy Las – Crooked Forest

25 Apr

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Ein ganz besonderer Wald an der Grenze zwischen Deutschland & Polen

Der 25. April ist der „Tag des Baumes„. Anlass genug, über einige sehr bemerkenswerte Baumexemplare zu berichten. Bei meinen fotografischen Exkursionen bin ich bereits auf einige spannende Baumexemplare gestoßen. Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, einige besonders eigenwillige Baumgestalten zu besuchen. Die Rede ist vom sogenannten „Krummen Wald„, nahe der Deutsch-Polnischen Grenze, eine halbe Stunde südlich von Stettin (Szczecin) im Bereich des Oder Nationalparks.
Bereits seit einigen Jahren schwirren die Bilder vom „Krummen Wald“ in meinem Kopf umher. Der Name rührt daher, dass sich in dem kleinen 1,3ha großen Waldstück eigenwillig wachsende Kiefern finden. Das Besondere an diesen Kiefern ist, dass sie knapp über oder direkt am Boden um 90° gekrümmt sind und im weiteren Verlauf einen sehr kurvig ausgeprägten Wuchs aufweisen. Scheinbar wider jeglicher natürlichen Vernunft wachsen die Bäume kreuz und quer empor. Mehrere Dutzend dieser deformierten Bäume stehen zusammen und erreichen mit ihren Kronen Höhen von 11-12m – was der Höhe des umgebenden „normalen“ Waldes entspricht.

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Anfahrt:

Am einfachsten scheint die Anfahrt von Mescherin, einem deutschen Ort im Nationalpark unteres Odertal, zu sein. Von dort aus überquert man die beiden Oderarme (West- und Ostoder) Richtung Polen. Am anderen Ufer erstreckt sich die Industriestadt Gryfino (Greifenhagen). Dort biegt man an der zweiten größeren Straße rechts ab und fährt auf die Straße „Luzycka“, die ein Teil der Straße Nummer 31 ist. Dieser Straße folgt man einige Minuten und hält sich an einer Gabelung rechts in Richtung „Nowe Czarnowo“ / Kohlekraftwerk Kraftwerk „Dolna Odra“ (die Straße 31 führt an der Gabelung links weg). Auf dieser Seitenstraße bleibt man wiederum einige Minuten, sie wird von Industrie- und Gewerbebauten gesäumt. Nach einem kurzen Stück mit Wald zu beiden Seiten sieht man am rechten Straßenrand ein Hinweisschild zum „Krzywy Las“ (neben den Fernwärme-Rohren). Dahinter steht ein fünfstöckiger Plattenbau der wenig idyllisch anmutend – ebenso wie die Leitung (siehe auch Anfahrts-Grafik). Vom Schild sind es noch 300m bist zum „Krummen Wald„. Man umrundet den Plattenbau samt Spielplatz und Rohrsystem und steht plötzlich unversehens zwischen den krummen Bäumen. Im ersten Moment ein bisschen Ernüchterung, die Bäume stehen am Rand des Waldes, vom Plattenbau und den Industrieanlagen klingt Lärm herüber. Der Boden rund um die Bäume ist trotz eines (überfüllten) Mülleimers relativ stark mit Plastikabfällen verschmutzt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Vegetation wegen des langen Winters noch nicht so entwickelt war und die Stadt Greifenhagen noch nicht zum Frühjahrsputz rund um eine ihrer Hauptsehenswürdigkeiten aufgerufen hat. Schnell gewann dann aber die Verwunderung ob dieser Laune der Natur wieder die Oberhand. Als fotografische Herausforderung sind die schrägen Kiefern auf jedenfall auch nicht zu unterschätzen, die Wahl geeigneter Blickwinkel kann mitunter trickreich sein.

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Die Frage nach dem Warum?!

Der „Krumme Wald“ hat in den letzten Jahren im Internetz zunehmend Karriere gemacht. Immer wieder taucht er quer durchs Internet in Listen von obskuren Orten und Mysterien auf. Die merkwürdige Wuchsform hat natürlich auch die Phantasie der Menschen beflügelt. Zu gerne hätten einige „Kraftort-Sucher“ in den Bäumen die Wirkung von Magie, kosmischer Strahlung oder ähnlichem gesehen. Was natürlich rein rational keinerlei Sinn macht und durch die Lage nahe der Siedlung strahlt der Ort auch keinerlei geheimnisvolle Ruhe aus.

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Wenn also die esoterisch angehauchten Ursachen mal außen vor bleiben sollen, hätten die Naturwissenschaften vielleicht weiterhelfen können. Aber auch nur vielleicht: Denn sowohl die Krümmung durch Witterungseinflüsse wie Stürme etc., als auch die Wachstumsbeeinträchtigung durch geomorphologische Prozesse wie Bodenfließen können ausgeschlossen werden, da die übrigen Bäume des Waldstückes völlig normal und gerade in den Himmel wachsen.
Die Faktenlage ist dünn – das einzige was als wirklich bewiesen gilt ist, dass die Bäume im Jahr 1934 gepflanzt wurden. Heute geht man weitgehend davon aus, dass die besondere Form des Holzes mit der beabsichtigten Nutzung zusammenhängt. In diesem Zusammenhang ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Bäume in einer Zeit gepflanzt wurden, als Gryfino als Greifenhagen noch zum Deutschen Reich gehörte. Durch die Verteibung der deutschen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkrieges könnte also die ursprüngliche Nutzungsabsicht sehr wohl in Vergessenheit geraten sein. In der Vergangenheit wurde oft darüber spekultiert, dass die Bäume bewusst in dieser Form gezogen wurde, um gebogenes Holz für Fässer, Boote oder Schlittenkufen zu gewinnen. Wobei es relativ einleuchtend scheint, dass ein krumm gewachsener Baum nicht die Grundlage für ein maßgenaues Arbeiten mit Holzbrettern ist.

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Vor vier Jahren schließlich prästentierte ein Vertreter des Landesverbandes der Schulgeographen Mecklenburg-Vorpommern, Regionalgruppe Rostock – Dr. Heinz Niemann Siggelkow – folgende Lösung für das Rätsel des „Krummen Waldes„: Er berief sich auf die Forstmethode des „auf den Stock hauens„, welche bis ins 20. Jahrhundert hinein in Mitteleuropa verbreitet war. Triebfähige Jungbäume wie Erle, Eiche, Weide und Linde wurden nach einigen Jahrzehnten oberhalb des vom Boden aus ersten Triebes abgeholzt. Die neuen Triebe an der “Schnittstelle” konnten als Nutzholz geerntet werden (vgl. die „Kopfbuchen“ im Bonner Kottenforst). Da Kiefern nicht neu austreiben musste der Fall von Gryfino noch ein wenig anders gelagert sein – Dr. Siggelkow bezieht ihn auf eine Art Weihnachtswunder…

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Im Zeitraum Mitte bis Ende der sechziger Jahre ist hier in einem Winter eine größere Ladung Weihnachtsbäume zusammengestellt worden. Vermutlich war im nahen Szczecin in diesem Winter das Weihnachtsbaumangebot dermaßen hinter der Nachfrage zurück geblieben, dass kurzfristig auch mit Jungkiefern ein gutes Geschäft zu machen war (der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch gut daran, dass in einem Winter dieses Zeitraumes infolge eines sehr frühen und außerordentlich schneereichen Wintereinbruchs hunderttausende Weihnachtsbäume im Thüringer Wald und Erzgebirge liegen geblieben sind und auch er mit einer Jungkiefer vorlieb nehmen musste).“ (Siggelkow, 2009)

Demnach könnte also Weihnachtsbaummangel die Ursache gewesen sein, dass die Kiefern  an der Oder „auf den Stock gehauen“ wurden um später den erstarkten Seitentrieb als vollwertige Ersatzholzquelle nutzen zu können. Wobei ich nicht zu 100% überzeugt bin von dieser Theorie. Dazu müsste man wissen, ob die seitlichen Triebe altersmäßig mit den von Dr. Siggelkow angesprochenen Zeiträumen einer möglichen Fällaktion übereinstimmen. Dennoch ist dieser der für mich plausibelste Erklärungversuch.

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Alles in allem ist der „Krumme Wald“ einen Abstecher wert. Nicht nur wegen der Rätsel um seine Entstehung, sondern auch daher, dass es die einzig bekannte Baumansammlung ist, die diese besondere Wuchsform aufweist.

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Die Drei Zinnen – Die Kronjuwelen der Dolomiten II

18 Dez

Dolomiten Drei Zinnen Tre Cime Lavaredo

UNESCO Weltnaturerbe im Herzen der Alpen

Nachdem ich vor einiger Zeit auf bildraum (Dolomiten I) bereits einen Fotobeitrag zu den Sextener Dolomiten samt Drei Zinnen veröffentlicht habe, möchte ich heute weitere Impressionen dieser beeindruckenden Bergwelt zeigen.

 
 

Dolomiten Drei Zinnen Reflektion Bergsee Alpen

 
 

Dolomiten Alpen schönste Gipfel

 
 

Dolomiten Alpenglühen Streiflicht Abendrot
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Gerbigskrieg Erster Weltkrieg
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Bödenseen Schusterplatte
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Höhlensteintal Sonnenuntergang
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Hütte Bödenseen
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Paternkofel
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Zwölfer Klettern
 
 

Dolomiten Dolomit Kalkstein Alpen Gebirge
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Toblinger Knoten
 
 

Dolomiten Drei Zinnen Tre cime Wandern

Die Drei Zinnen – Die Kronjuwelen der Dolomiten I

20 Sep

UNESCO Weltnaturerbe im Herzen der Alpen

Eines haben die Drei Zinnen und das Edelweiß gemeinsam: Sie sind von Mythen umschlungen. Vorweg der Tipp zu einem relativ einfach zu findenden Standort dieser seltenen Alpenblume, die zum Ausreißen viel zu schade und zu selten ist, aber von der man doch gern ein Foto mit nach Hause bringt: Wenn man von der Drei Zinnen Hütte ins Altensteiner Tal absteigt, finden sich ca. 800m unterhalb der Hütte, an einem Grashang der zu einer kleinen Schlucht mit Wasserfall abfällt Dutzende Exemplare des Edelweiß. Man kann sich auch an einem dort liegenden sehr großen einzelnen Felsbrocken orientieren. Die schützenswerten und seltenen Blumen wachsen keine drei Meter vom viel begangenen Weg entfernt. Wobei der Abhang zum Bach sehr steil ist und daher Vorsicht beim herumsteigen angebracht ist. Doch zurück zum Hauptziel der Dolomiten – den Bergen.

Am zweiten September-Wochenende ergab sich relativ spontan die Gelegenheit in den Dolomiten zu fotografieren, da mein Bruder Korbinian Schönberger in Sexten am 17km langen und 1.200 Höhenmeter erklimmenden Drei-Zinnen-Lauf teilnahm. Insgesamt konnte ich so vier Tage in den Bergen fotografieren. Am ersten Tag stieg ich vom Tal bis auf 2.500m auf und nach Einbruch der Dunkelheit wieder ab. Die folgenden Tage nächtigte ich in der zuvor ausgebuchten Drei-Zinnen-Hütte im Schlafsaal. Ein relativ leicht zu erreichender und äußerst vielversprechender Stützpunkt für fotografische Exkursionen im Gebiet der Sextener Dolomiten. Neben der Bergnatur finden sich im Umfeld der Drei-Zinnen-Hütte auch sehr viele Spuren der Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs. Österreicher und Italiener lieferten sich im Hochgebirge erbitterte Stellungskriege um jede einzelne Bergkuppe. Schützengräben, Stacheldraht, Bunker und Versorgungstunnel sind stete Begleiter und bei genauerem Blick auch auf den Fotos zu erkennen. Neben den obligatorischen Drei Zinnen (2.999m) – neben dem Matterhonr die wohl bekanntesten Berggestalten der Alpen – finden sich Dolomitengipfel und Felstürme wie Dreischuster Spitz, Zwölfer, Einser, Elfer, Paterkofel, Toblinger Knoten, Schwabenalpenkopf, Haunold, Schwalbenkopf und viele weitere in optimaler fotografischer Distanz. Einige Seen, wie die Bödenseen nahe der Hütte, ermöglichen bei Windstille das einfangen nahezu perfekter Spiegelbilder.

Wer die typischen Motive und Bildgliederungen vermeiden will, muss jedoch ein wenig weiter laufen. Aber auch die bekannten Blickwinkel bieten genügend fotografische Herausforderung, da die Wetterstimmungen innerhalb von Minuten umschlagen können. Wer sich ein wenig mit dem Bergwetter auskennt kann so in Hüttennähe auch bei Gewitterstimmungen schöne Impressionen einfangen.  Zunächst genug der Worte, hier der erste Teil der Panoramas, samt 360° Übersicht über die Sextener Dolomiten mit Drei Zinnen und Drei Zinnen Hütte.

 

360° Panorama („click for big“)

 

Panoramas: Dolomiten – Drei Zinnen – Tre Cime di Lavaredo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Silva I

4 Sep

Wald im Nebel | Nebel im Wald

Südtiroler Bergwald. Aufgenommen vom Balkon des Wellnesshotels Lüsner Hof.

 

 

 

 

 

 

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