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Musik: November im Traumland

30 Nov

Peaking Lights | Tycho | Purity Ring | Silver Swans | Regal Safari | Blanck Mass

Am Fenster stehen und darauf warten, dass das letzte Blatt des Jahres vom Apfelbaum im Garten fällt. Die passende musikalische Untermalung wird heute vorgestellt. Irgendwo zwischen Chillwave/step/etc, Dreampop und Ambient.

Peaking Lights

Eine Paar aus Wisconsin schmiedet und lötet neue Instrumente um daraus elektronisch angehauchte Tracks zum Leben zu erwecken. Gabs so noch nicht im einzelnen, gibts jetzt schon. Auf Youtube schon länger, jetzt neu als Debüt und Anfang 2012 kommt schon Album Nummer #2. Gehört sicher mit zu den hörenswerten Dingen 2011.

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Tycho

Eine kleine Synthesizermelodie. Damit fängt es meistens an. Dann setzt der Bass und ein schleppender Beat ein. „Mit eigens produzierten Samples oder im Freien aufgenommenen Feldaufnahmen verpasst Scott Hansen alias Tycho dann seinen Tracks genau diese mystische und hypnotische Stimmung, die einen in das Tycho-Universum hineinsaugt und lange nicht mehr ausspuckt“ (FM4). Auch schon wieder fein. Nebenbei ist Tycho noch Betreiber des tollen ISO50 Blogs. Tycho kommt im übrigen vom Astronom Tycho Brahe. Passt zum Klangbild. Boards of Canada. Surf.

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Purity Ring

Seitenprojekt zweier Mitglieder der New Yorker Band „Gobble Gobble“ (hier schon mal vorgestellt der ein oder andere Track). Begeisternde Tracks – wilde Zitate und Fragmente von Pop treffen auf Breaks und Drops. Kurz einhören und dann vereinnahmt werden.

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Silver Swans

Wunderbar verhuschter Dreampop aus San Francisco. Mädchenmusik von Mädchen für alle im Advent.

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Regal Safari

Erschaffen mit ihren Soundlandschaften brücken um dem Alltagsgeschehen zu entkommen. Die Debüt EP RGLSFR erschien im Sommer. Ist das nun Chillstep? Only weist bei 1:30 einen Blake’schen Drop auf. Auf jedenfall ist es gut. Download frei über das „Pfeil runter“ Symbol von Soundcloud.

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Blanck Mass

Zum Abschluss gibt es noch epische Musik. Nicht internet-episch sondern analog-episch. In den Fußstapfen von Morricone und Carl Sagan. Das ebenso Blanck Mass Album genannte Album des Fuck Buttons Mitglied Benjamin John Power ist neoklassische Orchestralgewalt. Würde Gott die Schöpfung neu verfilmen, wäre dies sein Soundtrack. Chernobyl ist fast noch epischer als Roly Porters Arrakis.

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Fotos & Musik: Herbstderbst

8 Nov

Holy Other, Koreless & Raziek tanzen auf dem Blockstrom

 

Koreless = Postdubstep | Holy Other = Witchhouse | Raziek = RnB-Drummachine. So könnte man die  Klassifizierung der drei genannten Künstler vornehmen. Gemeinsam haben sie, dass sie im Lauf des Jahres in Erscheinung getreten sind und dass sie innovativ die vorhandenen Stilmittel ihres jeweiligen Genres ausreizen und Grenzen überschreiten. Eingebettet sind diese Klanglandschaften in Fotografien aus dem „Doost“. Der Doost ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen Oberpfälzer Wald, genauer gesagt nahe dem Städtchen Floss. Ein kleiner Bach, die Girnitz, fließt unter metergroßen Granitmurmeln dahin. Relikte der nacheiszeitlichen unterirdischen Wollsackverwitterung und kein Teufelswerk. Aber ein schöner abgeschiedener Ort allemal.. noch nicht das perfekte Licht auf den Bildern, aber es hat gut getan diesen Ort mal wieder aufzusuchen. Beim Finish hab ich mich nach verschiedenen Vintage und gecrossten Serien wieder an meinen klassischen Landschaftsfotografien wie jenen aus Island orientiert.

 

Bei den Bildern handelt es sich um 1200 Pixel breite Panoramaaufnahmen, ein Öffnen in neuen Tabs wird empfohlen.

 

 

 

 

Holy Other

Ein Producer aus Manchester… man könnte die Musik als angewitchten Downtempo R&B 2-Step bezeichnen. Ein erfolgreiches Nachspiel der Witchhouse Welle – auch die visuelle Kommunikation kokettiert mit deren Symbolen. Veröffentlicht wird auf dem TRI ANGLE Label. Im frühen 2011 erregten seine Tracks größeres aufsehen – der Herbst ist vermeintlich die optimale Jahreszeit sich diesem Sound wieder hinzugeben. So drone.

 

Koreless

Bei Koreless handelt es sich um einen der gerade wie aus dem Boden sprießenden Post-Dubstep / Poststep Producer. Er stammt aus Glasgow und produziert minimale aber doch vereinnahmende Tracks die einen aus dem Alltag in eine andere Welt entführen können. Das Zitat von Gilles Peterson (Radio 1) unterstreicht die Ambitionen des 19 Jährigen Künstlers: „Remember when you first heard James Blake and Ramadanman? Well, remember this is where you first heard Koreless“.

 

Raziek

Von den herbstlichen Klängen noch einmal zurück in den ausklingenden Sommer mit der „Love & Bass EP“ von Top Billins Raziek. Drum Machine trifft Bass trifft R&B Samples. So kommen fast alle momentanen Entwicklungstendenzen elektronischer Musik, von Footwork bis Rythm&Blues Revival, in dieser EP zusammen. Vertraute Klangbilder treffen auf innovative Arrangements. Kann durchaus gefallen – ob diese art Musik wirklich nachhaltig ist oder zukünftig etablierte Stilelemente elektronischer Musik vorwegnimmt bleibt abzuwarten. Aber wer hätte 2006 gedacht das Dubstep 2011 Allgemeingut sein würde…

 

 

 

 

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