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Herbst Festivals: Reykjavik vs. Graz vs. Düsseldorf

11 Okt

Airwaves & Elevate Festival & New Fall

Der Festival Sommer ist vorüber – aber nicht die Festival Zeit… das neue New Fall Festival in Düsseldorf schien zunächst verlockend. Doch dann hab ich mal das Angebot möglicher Alternativen damit verglichen. Für mich persönlich scheint Graz die beste Alternative zu sein. Noch nicht dieses Jahr aber nächstes Jahr ist es ein festes Ziel eines der städtischen Festivals dort wahrzunehmen. Irgendwie könnten wir in Deutschland was diese innerstädtischen Festivals angeht noch einiges von der Österreichern  / Isländern lernen… Natürlich kommt noch das jeweilige Rahmenprogramm hinzu – mit Lesungen / Performances etc. aber auch hier ist Graz mMn. hervorragend aufgestellt. Gemessen am günstigen Preis könnte man sogar die Reisekosten mit einberechnen und würde dennoch unter dem meiner Meinung nach hoch angesetzten Preis des Düsseldorfer New Fall Festivals (auch hinsichtlich zukünftiger Preissteigerungen) bleiben. Das grafische Gewicht der einzelnen Lineups spricht für sich denke ich… [Per Klick auf das jeweilige Logo zur Festivalseite…]

 

Düsseldorf

New Fall Festival 11.-16.10

120 Euro

ÓLAFUR ARNALDS & SCOTT MATTHEW Nouvelle Vague & Edda Magnason James Yuill, Cloud Boat & Plaid AGNES OBEL & ISBELLS JENS LEKMAN JUNIP (Jose Gonzalez, Tobias Winterkorn, Elias Araya) GENTLEMAN & NATTY

 

Graz

Elivate Festival 20-26.10

45 Euro

Bernstein Fontarrian Fantastic Mr. Fox Maria Minerva Zanshin Cheever M.A.R.S. Herwig Holzmann Nite Jewel Solar Bears Favela Gold aiko aiko Alfred Schwarzbauer & Top*S Die sehr guten Textroller 2000 Bitz & Puschmann Rockwell Raz Mesinai aka Badawi Somatic Responses Anstam Kajkyt Element012 neurologic b2b ib..noze Pearson Sound aka Ramadanman Loefah Boddika Simon/off doze Chez Damier DeepChord Move D Morphosis DJ Redstar aka Bogdo Reddey Michal Zietara Acid Mothers Temple & The Melting Paraiso U.F.O. Hype Williams Dylan Ettinger High Wolf IZEN TwatEoT Kyle Hall Mark E Space Dimension Controller Rainer Klang PLANNINGTOROCK Phon.o Holy Other Dark Sky The Clonious vs. Cid Rim Crazy Bitch in a Cave DJ Rak3te bad wolf Josip Klobucar Biomat Point PDF a.k.a. Phil da Funk Captain Pressure RocketNumberNine Robin Fox Roman Rauch & Alex Bayer LE TAMTAM Clara Moto

 

Reykjavik

Airwaves

105 Euro

22-Pistepirkko Active Child Adda Agent Fresco Amaba Dama Andvari Angist Árstíðir Austra Bárujárn Beach House Beatmakin Troopa Benjamin Francis Leftwich BenSol Berndsen Biggibix Bix Björk BlazRoca Bloodgroup Borko Brynjólfur Bypass Caged Animals Captain Fufanu CasaNova Caterpillarmen Cheek Mountain Theif Cliff Clavin Clock Opera Consortium Musicum Contalgen Funeral Coral Cynic Guru Dad Rocks! Dale Earnhardt Jr Jr Daníel Bjarnason De Staat Deathcrush Dikta Dimma DJ AnDre DJ Thor Dope D.O.D.Dream Central Station Dungen Dustin O’Halloran Eif Einar Stray El Camino Eldar Elephant Stone Elín Ey Emmsjé Gauti Endless Dark Epic Rain Esmerine Fig Fist Fokkers Fönksveinar For a Minor Reflection Forgotten Lores Friðrik Dór Fu Kaisha Futuregrapher Gang Related Ghostigital Gímaldin og félagar Gísli Pálmi Glasser Greco-Roman Soundsystem Gunslinger GusGus Guðrið Hansdóttir HAM Hamferð Hauschka HaZar Helgi Jónsson Helgi Valur and the Shemales Hellvar Hermigervill Hjaltalín Hljómsveitin Ég Hoffman Honningbarna Human Woman Iceage Iiris IKEA SATAN Jafet Melge James Murphy DJ Set JD McPherson Jenny Hval Jóhann Jóhannsson John Grant Jón Jónsson Jón Þór Jónas Sig og Ritvélar Framtíðarinnar Jungle Fiction Just Another Snake Cult K-X-P Kalli & Ewok Kalli Karíus & Baktus Karkwa Kasper Bjørke KGB Soundsystem Kippi Kaninus Kira Kira Kiriyama Family Klassart Kreatiivmootor Kristian Kjôller Krummi Lára Rúnars Lay Low Legend Leif Vollebekk Lifun Lights on the Highway Liturgy Ljósvaki Lockerbie Mammút Manu Delago Handmade Már & Nielsen Margeir aka Jack Schidt Markús and the Diverion Sessions Matthew Hemerlein Mazes Megas og Senuþjófarnir MI-GU Mimas Miri Mógil Momentum Mr. Silla Muck Mugison Murmansk Musik Zoo Muted Natasha Fox Náttfari Nedry Niki & the Dove NOLO Nonnimal Nóra North Beach Oculus Of Monsters and Men Ojba Rasta Ólafur Arnalds Óli Ofur Ólöf Arnalds Orang Volante Orphic Oxtra Other Lives Our Lives Owen Pallett Oy Panoramix Pascal Pinon Pétur Ben og Eberg PLX Pornopop PORQUESÍ President Bongo Prins Póló Puzzle Muteso Q4U Quadruplos Rabbi Bananas Rafgashaus Raised Among Wolves Random Recipe Retro Stefson Reykjavík! Rich Aucoin Rvk Soundsystem Saktmóðigur Samaris Samúel Jón Samúelsson Big Band SBTRKT Sean Danke Secret Chiefs 3 Sexy Lazer Sin Fang Sindri Eldon Sinéad O’Connor Sizarr Skorpulifur Skurken Snorri Helgason sóley Song for Wendy Spacevestite Stafrænn Hákon Stereo Hypnosis Steve Sampling Subminimal Sudden Weather Change Súr SUUNS Svavar Knútur Swords of Chaos Sykur Team Me Ter Haar The Dandelion Seeds The Ghost Of A Saber Tooth Tiger The Heavy Experience The Twilight Sad The Vintage Caravan The Violet May The Way Down The Wicked Strangers Thorunn Antonia Thulebasen Tim Sweeney Tonik Totally Enormous Extinct Dinosaurs Touchy Mob Treefight For Sunlight Trouble tUnE-yArDs Úlfur Úlfur Úlfur Útidúr Valdimar Valgeir Sigurðsson Veronica Falls Vicky Vigri We Made God  We Were Promised Jetpacks Weapons Who Knew Wistaria YACHT Yagya Ylja Yoda Remote Yoko Ono Plastic Ono Band Young Galaxy Young Magic Zebra and Snake Zun Zun Egui Æla

Musik: Herbstbeginn zwischen Indie & Elektropop

3 Okt

Active Child | Emika | Of Monsters and Men

Class Actress  | Maur Due & Lichter

 

Of Monsters and Men

Schon wieder Island! via J. Kneer, bildraum Musik Scout in Island. Indie-Folk-Pop der sich wie ein Wurm im Ohr einnistet. Ein Mädchen und ein Junge am Mikrofon, ab und an ein „Hey“ dazwischen und schon macht das zuhören Spaß. Mit Retro Stefson und nun Of Monsters and Men beweist das kleine Island einmal mehr seine Qualitäten als Kunstschmiede.

Of Monsters and Men Myspace

 

Maur Due & Lichter

Wirklich feiner Electropop eines Duos mit österreichisch-argentinischen Wurzeln aus Wien. Remineszenen an The Notwist und Lali Puna werden wachgerufen. Majestätische Melodien die einen nicht so schnell wieder loslassen. Sehr schön! Ja, auch für österreichische Musik hab ich ein Herz, wird doch dort scheinbar ungehemmter produziert als auf dem deutschen Markt.

maur due & lichter homepage

 

Emika

Von Emika hat man hier auf bildraum schon öfter mal gelesen.. in Tschechien geboren, in Bristol und London gelebt und mittlerweile in Berlin im Dunstkreis des Berghains aktiv verbindet die Musikerin dunkle dupsteppige sphärische Klänge mit kristallgleichem Gesang. Eine genaue Einordnung in eine Schublade ist schwierig, die Musik ist komplex und nicht simples Popgedüdel. Ihre Live Auftritte zusammen mit dem Brandt Bauer Frick Ensemble garantierten Gänsehaut. Heute erscheint ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf Ninja Tunes. Ich möchte dieser Künstlerin nur viel Erfolg wünschen und dass sie ihre beeindruckendes muskalisches Schaffen eine breite Hörerschaft findet.

Emika bei Ninja Tunes

 

Active Child

Auch hier schwingt ein bisschen quasi-religiöse Stimmung mit. Active Child bringen mit ihrem Debütalbum „You Are All I See“  (Adult Swim) Synthies, Soul, Indie, elektro, Falsett Gesang und vieles mehr zusammen. Musik wie sie der Spätherbst herbeiwünscht wenn die Tage kürzer werden. Man darf gespannt sein, wie sich das Album nach den im letzten Jahr auftauchenden ersten Lieder so im gesamten machen wird.Erinnert mich irgendwie auch an Fever Ray.

Active Child Homepage

 

Class Actress

Einmal mehr elektrifizierter weiblicher Gesang. Aufgefallen mit „Journal of Ardency“ im letzten Jahr. Dieses Jahr nun das Debüt – der Track „Missed“ ist mein Favorit. Reiht sich gefällig ein in die Reihe der zuletzt genannten Artists. Das Album „Rapprocher“ erscheint am 16.10.

Class Actress Tumblr

Musik: Neues Schweden – Roll the Dice

23 Sep

Klangwelten zwischen Fever Ray und Emeralds

Interessanterweise war heute auf Spiegel von den Einflüssen von Krautrock Bands wie Tangerine Dream, Cluster oder Neu! zu lesen. Während im englischsprachigen Raum Krautrock als wichtigster deutscher Beitrag zur Popmusik gilt – und bis heute großen Einfluss nimmt – ist der englisch „kosmisch“ genannte Sound in Deutschland vielfach in Vergessenheit geraten. Denkt man an Formationen wie Forest Swords oder Emeralds – beide 2010 mit hervorragenden Debüts in denen virtuose Klangteppiche gewoben wurden – könnte man fast von einem kleinen Revival dieses Musikkosmos sprechen. Nun legten Roll the Dice aus Schweden mit ihrem zweiten Album „In Dust“ ein Werk vor, dass in eine ähnliche Richtung geht. Für das schwedische Duo aus Peter Mannerfeldt und Malcom Pardon bedeutet elektronische Musik Handarbeit, will heißen – Synthesizer, Drummachines etc. gehören zum Handgepäck. Mannerfeldt stand bei Fever Ray während ihrer Tour mit auf der Bühne. Deren finstere Tonwelten finden auch immer wieder in den Stücken von Roll the Dice Anklang. Auch zu den großartigen Forest Swords meint man Parallelitäten heraushören zu können. Unter Vertrag genommen wurden die beiden Schweden von Leaf Records und so durchaus mit Recht zwischen Caribou und Polar Bear eingebettet. Ein Album zum Hören und Fühlen – auf Stücken wie „Way Out“ und „Iron Bridge“ zeigen Mannerfdeldt und Pardon ihr beeindruckendes kreatives Geschick beim Jammen mit ihren Soundmaschinen auf. Minimalistische Harmonien verträumt und zum schwelgen in jener Dimension, in welche Neutrinos übertreten (könnten), um das Licht zu überholen.

Roll the Dice bei Leaf Records

roll the dice - way out
roll the dice - calling all workers
emeralds - does it look like i'm here?
forest swords - miarches

Musik: Alben von Pictureplane & Araabmuzik & John Heckle

12 Sep

Überraschungseier

Oha. Dezent erfreuende neue Alben – ungewöhnlich für 2011, wo ich mich doch damit abgefunden hatte, dass dieses Jahr die meisten Erwartungshaltungen eher kaum erfüllt werden. Aber so ist das – ohne Vorschusslorbeeren kann der Hauptgang seinen Geschmack unbeeinträchtigt entfalten. Im Mittelpunkt des Interesses sollen drei Alben stehen, welche die Heterogenität der derzeitigen Entwicklungstendenzen im extravaganten (nicht konsensfähigem!) Bereich der elektronsichen Musik gut aufzeigen. Was befindet sich also im Angebot mit leicht erhöhter Taktzahl (und wer sind die heißen Kandidaten für den Award „Bescheuerte Cover 2011“)?

John Heckle – The Second Son

Pictureplane – Thee Physical

Araab Muzik – Electronic Dream

Abraham Orellana, bekannter als „AraabMuzik“ hat seine musikalischen Wurzeln im Bereich von HipHop Beat Instrumentals. In seinem Debütalbum „Electronic Dream“ verlässt er sich auf vielfältigste Samples (ungewöhnlicherweise auch: Trance, Elektro) die mit einer MPC Drummachine verhackstückt werden. Virtuos werden Stile und Musikelemente, die man für unvereinbar gehalten hatte, zu einem sehr gefälligem Ganzen kombiniert.

Pictureplane (Travis Egedy) produziert dagegen Elektro mit Dark Wave und Synth Pop Einflüssen. Das 2011er Album „Thee Physical“ ist der Nachfolger zu Dark Rift (2009), welches auf einschlägigen Seiten viel Kritikerlob erntete. Auf „Thee Physical“ wurde konsequent die musikalische Linie fortgeführt. Auch das Zweitwerk weiß zu gefallen…

Während die beiden bekannten Künstler in diesem Jahr in der digitalen Musikpresse durchaus präsent waren, so ist das Debüt von John Heckle ein Geheimtipp. Dennoch wird das Album „The Second Son“ als eines DER UK House Alben im Jahr 2011 gehandelt. Die EPs und die spärlichen Höreindrücke auf YT und SC versprechen durchaus eine Platte mit Potenzial. Man darf gespannt sein ob der Name noch öfter auftauchen wird die kommenden Wochen.

Tracks:

 

Musik-Doku: Iceland: Beyound Sigur Rós

26 Apr

Die Musikszene von Reykjavik

Vor einiger Zeit hab ich an dieser Stelle eine Dokumentation über die Musikszene in der schwedischen Hauptstadt Stockholm vorgestellt. Eine kleine Übersicht über isländische Musikschaffende gabs auch bereits (Link). Einen ähnlichen Einblick in die Kreativszene von Reykjavik ermöglicht der Film Iceland: Beyound Sigur Rós. Produziert wurde die kleine Doku von Serious Feathers auf Non-Profit Basis. Ziel war es, die Vielfalt der isländischen Musikschaffenden zu präsentieren. Es werden Künstler vorgestellt, die noch nicht den internationalen Durchbruch wie Björk oder Sigur Rós geschafft haben, aber bereits hier und da in Musikkreisen für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Zu Wort kommen Haukur Magnússon vom Reykjaviker Stadtmagazin „Grapevine„, Ólafur Arnalds, welcher die Brücke zwischen Klassik und anspruchsvoller Popmusik schlägt und die Gründer des isländischen Online-Musikhandels „Gogoyoko„. An unterschiedlichen Bands und Künstlern werden mittels Live-Auftritten Reykjavik!, Hafdis Huld, Berndsen, Mugison, Ólafur Arnalds, Lára Rúnars, Bloodgroup, For A Minor Reflection, Seabear, Sykur, Severed Crotch und mein persönlicher Island-Held DJ Musician vorgestellt. Sehr gut Cocktail! Sehen, hören und entdecken und sich freuen. Die Doku ist bisher nur auf der Seite von Serious Feahters zu sehen:

zum Film Iceland: Beyound Sigur Rós

Den Trailer gibts auf Youtube:

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