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bildraum mixtape #11: Nepomuk. – Space Disco

25 Feb

Space Disco

Einer der Ursprünge moderner elektronischer Musik

Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts trat mit „Disco“ ein Genre auf den Plan, dass die Popmusik bis in die Gegenwart sehr nachhaltig mitgeprägt hat. Bis zum Beginn der 80er Jahre erlebte der Disco Sound seine erste Blüte. Aber nach wie vor ist die Musik sehr präsent – unter dem Überbegriff „New Disco“ gab es in den letzten Jahren sogar ein Disco Revival. Als „Space Disco“ wird ein Untergenre bezeichnet, in dem futuristische Soundlandschaften und verzerrte Vocals zu einem sphärischen Klangteppich verwebt werden. Trotzdem die „Space Disco“ Ära bereits 35 Jahre zurückliegt, klingen die Tracks nach wie vor sehr frisch. Typische Stilelemente von Bands wie Bloc Party, Crystal Castles oder The Knife scheinen in der Tradition von „Space Disco“ zu stehen. Der Übergang zu Synth Pop, Hi-Nrg und Krautrock war in den 80er Jahren relativ fließend. Beflügelt durch die damals großen Fortschritte in der Weltraumtechnologie ergab sich eine musikalische Zukunftsutopie deren Sound sich über die Grenzen konventioneller Musik hinaus bis ins Weltall ausbreiten sollte. Futuristische Cover der „Space Disco“ Platten griffen das Thema auch visuell auf.

Das Space Disco Mixtape lädt ein zu einer 50 Minuten langen Zeitreise zurück in die Zukunft. Guten Flug.

Download

Tracklist

#01 | Leda - Welcome to Joyland (1978)
#02 | Pluton & Humanoids - World Invaders (extended version) (1981)
#03 | Brian Bennett - Pendulum Force (1978)
#04 | Azoto - Exalt Exalt (Sascha Carbin Edit) (1979)
#05 | The Immortals - The Ultimate Warlord (1979)
#06 | Space - Magic Fly (1977)
#07 | Joyce - Try Me (1977)
#10 | Laser - Galaxy (1979)
#11 | Laser - Laser (1979)
#12 | Droids - The Force (Part 1) (1978)
#13 | Droids - The Force (Part 2) (1978)
#14 | Didier Maruoani - Temps X (1979)
#15 | Space - Just Blue (1979)
#16 | Space - Running (1978)

 

 

Space Disco Cover Art

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bildraum mixtape #10: Nepomuk. – Endlich Lametta (Disco Mix)

29 Okt

Mit Tina Turner, Whitney Houston und Nina Simone

(Nu) Disco. Irgendwo schon eine Ansage. Es darf auch mal Tanzmusik ohne avantgardistische Stolpersteinbeats sein. Ein kleiner Mix – gegen die Zeitumstellung und für ein bisschen gute Laune. Von früher bist jetzt ist für jeden etwas dabei. Von Tina Tunrer, Whitney Houston und Nina Simone bis hin zu Little Boots und Niki & The Dove.

 

 

DOWNLOAD

Tracklist

01.  |  Nina Simone - Feeling Good (Hrdvsion Remix)
02.  |  Tina Turner - What's Love Got To Do (Zimmer Rework)
03.  |  Monsoon Season feat. Miss Bee - Green on Blue (Moon Boots Remix)
04.  |  Niki & The Dove - Mother Project (Goldroom Remix)
05.  |  Whitney Houston - Thinking About You (Steed Lord Diva Edit)
06.  |  Ali Love - Love Harder (Mighty Mouse Remix)
07.  |  Lancelot - Daphnis The Nymph (Original Mix)
08.  |  Little Boots - Headphones (Dimitri From Paris Dub)
09.  |  Gino Soccio - Dancer (Slicer Edit)
10.  |  Kenny 'Jammin' Jason & Fast´Eddy - Can U Dance

 

bildraum mixtape #9: Nepomuk. – Sprungturm Mix

6 Sep

Willkommen zurück, Sommer!

Zum Ausklang des Sommers liefert bildraum ein neues Mixtape. Passend zum Temperaturanstieg am kommenden Wochenende, für Strand, Baggersee und Freibad gibt es knappe 80 Minuten der besten Indie-Klänge aus dieser viel zu kurzen Sommersaison. Mit dabei sind Aufsteiger wie Poolside und Vacationer ebenso wie etablierte Indie-Bands wie Metronomy, Beach House und Arcade Fire und viele kleine genreinterne Sommerhits (u.a. von Moon Boots, Malinchak, TV Girl). Musikalisch reichen die Einflüsse von Indie, über Chillwave, Nu Disco, Dreampop, Balearic bis hin zu Dreamtronic Remixen. Das ganze ist sehr laid-back vereint bei 80-110 bpm. Egal ob Autoradio, Kassettenrekorder am Strand oder Balkonien – Sonnenbrille auf, ein kühles Getränk in die Hand, zurücklehnen und den Sprungturm Mix genießen.

The soundcloud link is down, but you can still download the mix here.

Download

Tracklist

01. | Nepomuk. - Seagulls & Waves Intro
02. | Beach House - Other People
03. | Goldroom - Fifteen (ft. Chela)
04. | Azure Blue - Dreamy Eyes
05. | Van She - Coconuts
06. | Pete Herbert - At Claudjas
07. | jj - Still
08. | Vacationer - Everyone Knows
09. | Trails And Ways - Miracle (Ghost Beach Cover)
10. | The Ruby Suns - Cinco
11. | Sameblod - Loud (Summer Heart Remix)
12. | Brothertiger - Feel
13. | Slow Magic - Corvette Cassette
14. | Vacationer - Good As New
15. | TV Girl - I Wonder Who She's Kissing Now
16. | Summer Heart - I Wanna Go
17. | Poolside - Why You Wanna
18. | Arcade Fire - Sprawl II (Soulwax Remix)
19. | Stereocool (ft. FAIS) - The Funktotum
20. | Tesla Boy - In Your Eyes (Satin Jackets Remix)
21. | Metronomy - Corinne (Benoit & Sergio Cover)
22. | Walter Sobcek - Miami (Pharao Black Magic Remix)
23. | Van She - Jamaica (Plastic Plates Remix)
24. | Moon Boots - Sugar
25. | Malinchak - Beside Me

Hipster-Rap & Indie-RNB: Musikalische Weichenstellung für dieses Jahrzehnt?

12 Jul

Frank Ocean | Azealia Banks | Oddisee | Joey Bada$$ | Danny Brown | TNGHT

Indie“ als Musikrichtung war mal eine klare Sache. Indie-Rock, Indie-Pop, später auch Indietronic waren die Eckpfeiler dieser Sparte. Nicht zuletzt durch Indietronic wurden verschiedene Spielarten der elektronischen Musik für die Ohren der sich selbst als Independent Musik Hörer bezeichnenden Klientel geöffnet. Als Dubstep spätestens Ende 2009 aus der Untergrundschublade ausbrach, war initiiert durch die Werke von Burial und nicht zuletzt  durch Skreams Remix von La Rouxs „Into the Kill“ die Tür für eine Vermählung von Indie-Hörgewohnheiten und Dubstep weit aufgestoßen. Dubstep ausgeprägt als Subgenre „Post-Dubstep“ eroberte die Independent Musikszene. Die Folge war, dass Indie-Disko heute zwei verschiedene Bedeutungen hat: Zum einen die klassische Indie-Disko mit den „Gassenhauern“ besserer Tage aus den Bereichen Indie-Pop und Indie-Rock. Zum anderen kann Indie-Disko 2.0 ein wildes Genre Konglomerat sein, in dem jeweils die aktuellen musikalischen Strömungen mit bedient werden, ohne dass die Wurzeln aus den Augen verloren werden. Zu ersterem Typ tendiert jene Generation, die mit der Indiemusik der 00er Jahre sozialisiert wurde und diesen musikalischen Erfahrungen auch Ü30 treu bleibt. Zweitere Ausprägung umfasst diejenigen, die sich selbst nicht als Hipster bezeichnen. bldrm sieht das positiv. Neben Post-Dubstep waren es Entwicklungen wie Footwork, Future Garage, UK Funky, Chillwave oder Witchhouse (letzteres schon mit überraschend großer Affinität zu HipHop Beats und RnB) welche den Weg ebneten für ein Revival der Black Music in Indie 2.0 Kreisen. Post-Dubstep war spätestens mit James Blake jedem Musikfreund ein Begriff, Jamie Woon schlug die Brücke von Post-Dubstep zum RnB. Künstler wie Drake, Taylor the Creator samt Odd Future tauchten zunehmend in den Indie-Playlists auf. Samples von Aaliyah und Rihanna (in Ricky Eat Acids  „Only Girl“; populär durch Jamie XXs Factmix) etc. wurden in Edits salonfähig gemacht. Rustie, Araab Muzik und Clams Casino revoluitionierten mit ihren Alben die Welt der elektronischen Instrumentals und Beatproduktionen.

Im Jahr 2012 schließlich scheinen sich die Weichen  für die musikalische Grundströmung der 10er Jahre endgültig zu stellen, da überall neue Veröffentlichungen und neue Talente im Spannungsfeld Indie – Black Music auf sich aufmerksam machen. Die Erfahrung mit Dubstep hat gezeigt, dass diese Entwicklungen mit einiger Verzögerung auch nach und nach vom Mainstream mit aufgegriffen werden. Zurück zur Black Music. Ein paar der spannendsten Künstler sollen hier auf bildraum vorgestellt werden:

 

Frank Ocean | Album: Channel Orange

Frank Ocean verkörpert den RnB Singer-Songwriter der Zukunft. Nachdem er letztes Jahr in der Musikpresse zusehend an Präsenz gewonnen hat, ist sein Album Channel Orange von Pitchfork mit einer 9,5 geadelt worden. Man kann davon ausgehen, dass es sich um eines der dieses Jahr nachhaltig prägendsten Alben handelt…

 

 

Azealia Banks | Fantasea Mixtape

Bei Azealia Banks scheiden sich die Geister. Nachdem sie als eine der Sound of 2012 Favoritinnen gehandelt wurde, konnte sie die Erwartungshaltung zumindest der Kritiker zunächst nicht vollständig erfüllen. Das jetzt erschienene Mixtape „Fantasea“ dagegen zeigt auf, dass sie sehr wohl zu den weiblichlen Acts am Puls der Zeit gehört. Free Download des Mixtapes HIER.

 

 

Oddisee | Album: People Hear What They See

Oddisee ist eine Personifizierung des Indie-Raps: Vor der Veröffentlichung seines Albums „People Hear What They See“ brachte er mit „Odd Renditions“ eine Remix EP als Teaser mit vier Tracks heraus. Bei zwei der Tracks rappt er äußerst ansprechend über Titel letzt jähriger Indie-Balladen. Zum einen wäre das Bon Ivers „Stacks“ zum anderen MetronomysWe Broke Free„. Zum kostenlosen Download der Odd Renditions EP gehts HIER. Der vorgestellte Track ist sein Edit von Bon Iver.

 

 

Joey Bada$$ | Mixtape: 1999

Joey Bada$$ mit seinen 16 Jahren ist einer der amerikanischen Nachwuchsrapper die derzeit mit ihrem authentischen Rapstil (ohne die ganze BlingBling Geschichte) in Amerika für Aufmerksamkeit sorgen. Auch HIER gibts ein vielversprechendes Mixtape zum freien Download. Statt Baggy Pants und Goldketten gibt es bei ihm Röhrenjeans und Skateboards.

 

 

Danny Brown| Album: XXX (2011)

Gegenüber den beiden eben vorgestellten Rappern nimmt sich Danny Brown wie ein alter Hase aus. Der Rapper aus Detroit erzählt im Musikvideo zum 2012er Track „Grown Up“ woher er die charakteristische Zahnlücke durch das fehlen der oberen Schneidezähne hat. Den Track kann man HIER runterladen.

 

 

Hudson Mohawke & Lunice – TNGHT EP (23 Juli 2012)

Hudson Mohawke, der Beat Instrumental Magier, meldet sich mit einer Kollaborations EP zusammen mit Lunice zurück. Nach seiner Thunder Bay EP im letzten Jahr und Rusties Glass Swords wurde für diesen Sound der Weg erst richtig geebnet für eine breite Hörerschaft. Daher dürfte die TNGHT EP einer der Meilensteine instrumentaler elektronischer Musik in diesem Sommer sein.

 

bildraum mixtape #8: Nepomuk. – Shoot The Moon

2 Apr

The Knife | M83 | Chromatics | Crystal Castles | Kavinsky | Alaska in Winter | Trust | Ladytron | The Golden Filter | Wolfram | Pictureplane | Symmetry | SPK

 

Ovation an „Drive“

„Drive“ mitsamt Soundtrack könnte als eine art ästhetisches Konzentrat der aktuellen (Retro-)Popkultur durchgehen. Der Neo-Noir-Thriller der zu Jahresbeginn auch in Deutschland angelaufen ist zitiert die Krimis und Thriller der 70er und 80er Jahre. Wortkarge Einzelgänger kämpfen sich durch die Nacht. Je mehr Individualität für jeden verwirklicht zu sein scheint, desto faszinierender sind gerade diese Charatktere, welche sich nonkonform zu gesellschaftlichen Dogmen verhalten. Modern ist dagegen Bild- und Klangwelten: Durch den gezielten Einsatz von Farbe und Musik wird das Gefühl von Verlorenheit und Einsamkeit erst richtig akzentuiert. Arthouse trifft Grindhouse.

 

Nachtfahrt – Das Mixtape

Diese Klangästhetik war eine der Motivationen für dieses Mixtape. Musik für das nächtliche Dahingleiten über Autobahnen und Landstraßen. Ein Soundtrack für die imagiären Filme die man auf sich alleingestellt hinter dem Lenkrad abspult. Da ich sowieso ein kleines Synthfaible hab, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Werk hier entstehen würde: Das Mixtape verbindet die Gegenwart mit der Vergangenheit – Dabei sind altgediente Ikonen wie The Knife, Crystal Castles, Alaska in Winter, Ladytron und Pictureplane. Dazu kommen aktuelle hymnische Anleihen wie Nightcall von Kavinsky, Lady von Chromatics und Midnight City von M83. Außerdem gegenwärtige unbekanntere Synth- und Gothtronicsounds von Symmetry, Trust, Soft Metals, Sixth June oder Wolfram.  Abgerundet wird das Ganze von 80er „Metal Dance“ und Industrialklängen von SPK, Hard Corps und Neon. Das ganze ergibt einen schön treibenden Ritt durch die Dunkelheit.

 

– free download –

 

Tracklist

01. |  Unknown - Police Radio Officer
02. |  The Knife - Heartbeats
03. |  Pictureplane - Goth Star
04. |  Symmetry - The Nightshift (Reprise)
05. |  Kavinsky - Nightcall (feat. Lovefoxxx)
06. |  Symmetry - Thicker Than Blood
07. |  Alaska in Winter - Streetgang Pt. 2 & 3
08. |  Chromatics - Lady
09. |  Alden Tyrell - What Your Eyes Can Do
10. |  M83 - Midnight City
11. |  Trust - This Ready Flesh
12. |  Neon - Voices
13. |  Trust - Bulbform
14. |  Soft Metals - The Cold World Melts
15. |  Crystal Castles - Baptism
16. |  Ladytron - Destroy Everything
17. |  The Golden Filter - Solid Gold
18. |  Hard Corps - Je Suis Passée (Dub)
19. |  Xander Harris - Opening Credits
20. |  SPK - Metal Dance
21. |  Annie - Songs Remind Me Of You
22. |  Wolfram - Out Of Control feat. Paul Parker
23. |  Sixth June - Back For A Day
24. |  The Knife - Pass This On

 

 

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