Tag Archives: Minimalistisch

Plakat-Design: Kieler Woche

16 Apr

Inspiration: Minimalistisches von 1958 bis Heute

Die Kieler Woche ist eine jährlich stattfindende Segelregatta, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kiel ausgetragen wird. Sie gilt als eines der größten Segelsportereignisse der Welt. Besonderes Interesse haben auch die Veranstaltungsplakate der Kieler Woche aus den letzten Jahrzehnten verdient. Die Motive sind oft sehr künstlerisch und minimalistisch (z.B. im Vergleich zu den jährlichen Oktoberfestplakaten). Ungwöhnlich für eine Großveranstaltung. Namhafte internationale Grafiker haben mit ihren Entwürfen inzwischen eine beeindruckende Galerie des Plakat-Designs geschaffen. Die vollständige Plakat-Rückschau inklusiv der Namen der verantwortlichen Designer findet sich hier. bildraum zeigt einige der schönsten Entwürfe (die Plakate sind leider nur in dieser Auflösung verfügbar):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Weißes Hinterland

6 Jan

Schweigsame Landschaften

Ende Dezember 2011 unterwegs, auf der Suche nach dem Winter. Strukturen, Linien und Kontraste. Nicht das laute Motiv sondern die leisen Stimmungen. Landschaftsfotografie mit Telebrennweiten – eine Herausforderung, da ein anderes Sehen notwendig ist. Impressionen aus dem Oberpfälzer Wald oder auch überall anderswo wo sich der Mensch im Winter aus dem Raum zurückzieht.

Fotografie: Oberpfalz Architektur – Kalender 2012

19 Dez

Zwischen Moderne und Tradition

Exklusive Neubauten, ein saniertes Barockgebäude und Bauten im öffentlichen Sektor – die Motivpalette ist reichhaltig. Grund genug, die zeitgenössische Architektur und Projekte für ein Büro in einem Kalender festzuhalten…

Architekturbüro Schönberger | Tännesberg + Oberviechtach

 

 

Architekturfotografie: Wohnhaus mit Bauhaus-Reminiszenzen

18 Apr

Ein Baukörper geprägt von klassischen Geometrien

Oberpfalz-Architektur/Architekturbüro Schönberger

Photoshop Brainstorming: Entwerfen von Flyern & Plakaten

10 Feb

Tutorial und Tipps zur Ideefindung und Umsetzung

Die Idee

Das Wichtigste bevor man beginnt in Photoshop oder Gimp einen Flyer zu gestalten ist die Idee. Die Idee kann entweder ein komplettes grafisches Konzept samt Typo umschließen oder auch nur eine vage Tendenz sein, um die herum man die restlichen Elemente arangiert. Mein persönlicher Weg ist oft der letztere. Ich gehe verschiedenen Ideen nach in der EBV und prüfe deren Umsetzbarkeit. Grundsätzlich kann man dem minimalistischen geometrischen Ansatz folgen bei der Gestaltung, oder wie in diesem Falle, dem plakativen Ansatz.  Der Flyer ist für eine Dubstep Veranstaltung in Bonn im Februar 2011. Wenn man nicht gleich einen kreativen Einfalls hat, kann ein Blick in digitale oder analoge Bilder Sammlungen die Lösung sein. Ich empfehle grundsätzlich alles Bildmaterial im Web was irgendwie interessant ist zu speichern – sei es nur als Inspiration oder aber auch als Vorlage für eine spätere Arbeit. Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel das Buch „Die Grafik in der Kunst„. Ein 600 Seiten starkes Kompendium von Plakaten und Postern zwischen 1880 und 1980. Dabei werden so wichtige Stile wie Jugendstil, Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus und neue Moderne großformatig abgedeckt. Ein schier unerschöpfliches Potential an Verweisen in die Vergangenheit. Auch professionelle Grafikdesigner greifen auf die alten Plakatklassiker zurück, wie das Albumcover von Franz FerdinandYou Could Have It So Much Better“ (2005) verdeutlicht. Denn  das Design ist angelehnt an ein im Sinne des Konstruktivismus von Rodchenko 1924 entworfenes Poster:

Beim vorliegenden Flyer war die Idee das filmische Motiv in Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht ihren Mörder“ (1931, äußert sehenswerte und aktuelle Thematik) aufzugreifen:

Die Bildsprache wurde  abgewandelt auf die Musikrichtung Dubstep. Die Kinoplakate zum Film hab ich mir erst hinterher angesehen, die eigentliche Idee kam also aus dem Filmgeschehen selbst. Szenen wie die obige blieben in meinem Gedächtnis bewahrt, auch wenn es vermutlich schon mehr als fünf Jahre her ist, dass ich den Film zuletzt sah. Stilistisch ist das Plakat eher an Adolpho Mouron Cassandre angelehnt. Wobei natürlich eine Perfektion dieses Stil ausgehend von einem Foto ein extrem hoher Arbeitsaufwand wäre und dem schnelllebigen Medium Flyer nicht gerecht würde.

Die fotografische Grundlage

Nachdem man sich ein Konzept überlegt hat – oder noch besser – während der Überlegungen durchsucht man seinen fotografischen Fundus oder die Stockfoto seiten nach einer geeigneten Grundlage. Zu bedenken ist hierbei, dass das Bild das Interesse des Betrachters hervorrufen soll. Die Darstellung ist auch von der beworbenen Veranstaltung abhängig. Minimal Techno hat andere visuelle Ansprüche als ein Black Metal Konzert. Wobei es auch immer Ausnahmen solcher Regeln gibt. Wichtig ist noch zu bedenken, das Text und Informationen irgendwo auf der Bildfläche gefällig verteilt werden sollen.

Das in diesem Falle zugrunde liegende Bild wurde auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen aufgenommen. Motivtechnisch besticht es durch gute Tiefenwirkung und prinzipielle Symmetrieachsen. Also eine gute Grundlage für eine Szene die auch in „Metropolis“ angesiedelt sein könnte. Natürlich wäre es leicht gewesen, das Bild einfach unverändert zu übernehmen, aber das wäre dann auch nur ein bezugsloses Hintergrundfoto gewesen. Das Bild sollte eine Geschichte erzählen.

Die Bearbeitung

Eine genaue Rekonstruktion der einzelnen Bearbeitungsschritte würde den Rahmen hier sprengen. Daher soll auf einzelne wichtige Bearbeitungspunkte eingegangen werden:  Weiterlesen

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