Tag Archives: makro

Fotografie: Frühlingsboten 2012

27 Mrz

Küchenschellen in der Eifel

Frühlingszeit ist Blumenzeit. Als kleine Fingerübung hab ich mich mal wieder in der Makrofotografie versucht. Die nahe Eifel mit ihren Naturschutzgebieten und das gute Wetter boten beste Bedinungen für ein paar Aufnahmen von Küchenschellen / Kuhschellen (pulsatilla vulgaris). „Blümchenfotografie“ ist ja sonst nicht so meine Metier, aber man kann ja auch mal über den Rand schauen. Insbesondere weil die Landschaftsfotografie bei vielen meiner Kollegen Hand in Hand geht mit der Makrofotografie. Auch wenn man dann das ein oder andere Klischee nicht auslassen kann.

Zu den Bildern: Die kalkliebende Küchenschelle ist ein auffälliger Frühblüher auf Trockenstandorten. Bei meinem „Spot“ waren mehrere 1000 Exemplare zu finden, was schon beeindruckte. Die ansonsten eher seltenen Blumen mit ihren großen Blütenkelchen und den feinen im Sonnenlicht leuchtenden Härchen sind ein dankbares Motiv.

Dokumentarisch: Blühaspekt der die Individuendichte widerspiegelt.

Fotografie: Memoiren des Frühlings

20 Dez

Wider der winterlichen Tristesse

Anlässlich des morgigen kürzesten Tag des Jahres eine Erinnerung an den Frühling. Romantisch: Hasenglöckchen (Bluebells, Hyacintha Non-Scripta) an ihrem einzigen deutschen Vorkommen im Westen von Nordrhein-Westfalen. Fotografiert in den Fußstapfen Radomir Radubowskis. Technik: Teleobjektiv mit Offenblende in Bodennähe einsetzen und dabei schaun, dass bischen Gerstrypp zwischen Kamera und Objektiv ein weiches Bokeh zeichnet. Weitwinkelige Aufnahmen des Blauen Walds gibts hier. Mehr Blumen!

 

Musik: Neues von Zomby, Beirut, Marian und Dasiy, Kitty & Lewis

7 Jun

Neue Alben von alten Bekannten

 

Zomby

Zombys neues Album „Dedication“ kurz vor der Veröffentlichung (11.7.) auf 4AD. Einen kleinen Hinweis was uns erwartet gibt der vorab veröffentlichte Track „Natalias Song“. Elektrifizierte Klänge künden von der Einsamkeit urbaner Hektomatikwelten. Sehr weit vorne.

Download

 

 

Beirut

Zach Condon – uns allen besser bekannt als Beirut – hat auch neues Material veröffentlicht. Zwei Jahre nach „March of the Zapotec EP“ kommt er mit der Single „East Harlem“ und der B-Seite „Goshen“ zurück. Vorne sonnig hinten melancholisch. Auch schon wieder geil.

Download

 

 

Daisy, Kitty & Lewis

Das englische Trio mit dem Vintageblut veröffentlichte jüngst sein neues Album „Smoking in Heaven“. Das heißt musikalische Handarbeit und Authentizität gepaart mit großem Tanzbedürfnis. „I’m Going Back“ und „I’m So Sorry“ geben einen Eindruck davon, was einen erwartet…

 

 

Marian

Ist Marian nach Moderat die nächste Supergroup elektrofizierter Musik aus Deutschland?  M&Ms: Schmelzen im Ohr, nicht in der Hand. Bei Marian handelt es sich um eine Zusammenarbeit von Marek Hemmann + Fabian Reichelt. Das Debütalbum „Onyl Our Hearts To Loose“ erscheint am 13. Juni bei – wo auch sonst – Freude am Tanzen. Weil sie so schön ist, überlass ich die Kurzbeschreibung dem trndmusik Blog: „Das neue Werk besteht aus Musik, die Platz lässt für eigene Gedanken, die Geschichten erzählt und zurückkehrt klassischen Song-Strukturen, ohne die eigene Ästhetik aufzugeben. Es ist Popmusik, im besten Sinne: elektronisch, melodisch, treibend, und natürlich absolut clubtauglich.“ Vielversprechend.

 

Makros des Schlehengeistchen

Die in diesem Artikel integrierten Bilder zeigen ein Schlehengeistchen-Pärchen bei Sonnenaufgang. Aufgenommen am Rodderberg bei Bonn-Mehlem. Irgendwie schienen mir die Bilder ganz gut zu „Zomby“ zu passen – auch zu den Klängen. Daher die Kombination. Dominik Eulberg würde sich freuen… Was es noch zu sagen gibt: Der Fachmann nennt das Schlehen-Federgeistchen Pterophorus pentadactyla und zählt die Tiere zur Familie der Federmotten. Die Flügelspannweite beträgt ca. 3cm… aus der Nähe betrachtet sehen die Insekten mit ihren gefiederten Flügellappen, der weißen Färbung und den großdimensionierten dunklen Augen relativ geheimnisvoll aus… daher sind sie auch ein recht dankbares Fotomotiv.

Fotografie: Winterliche Impressionen

22 Feb

Tännesberg im Oberpfälzer Wald

Nicht die Neuerfindung der Fotografie aber ein paar winterliche Stimmungsbilder aus der nächsten Umgebung meines Heimatortes. Aufnahmezeit war Ende Dezember 2010. Tännesberg liegt im Mittelgebirge Oberpfälzer Wald auf einer Höhe von 600-650m. Die Höhe des den Ort überragenden Schlossberges beträgt 693m. Im Osten schließt an das bewohnte Gebiet der ausgedehnte Tännesberger Forst an, wo Höhenlagen bis zu 771m erreicht werden. Dort findet man auch das Naturschutzgebiet Kainzbachtal, das als typisches Renaturierungsprojekt eines Mittelgebirgsbaches immer wieder Medieninteresse hervorruft. Durch langjährige Mitarbeit bei Naturschutzmaßnahmen und fotografische Dokumentation der Flora und Fauna fühl ich mich dieser Landschaft nach wie vor stark verbunden. Auch als Rückzugsraum, wenn mir einmal der urbane Trubel des Rheinlandes über den Kopf steigt. Abgerundet wird dieser fotografische Beitrag von zwei Panoramas des Hochspeicherbeckens Rabenleite über dem Pfreimdtal.

 

Fotografische & Musikalische Kristalle

12 Jan

Crystal Fighters & Schneekristalle

Schneekristalle Januar 2011

Die Baskische Untergrund Schimäre

Nein, es geht hier nicht um die Crystal Castles. Mit ihnen teilt sich die hier vorgestellte Band nur den ersten Teil des Namens und die Vehemenz der Live Auftritte. Es geht um die Crystal Fighters. Vor fast genau einem Jahr war hier zum ersten Mal von ihnen mit ihrem Lied „I love London“ die Rede. Seitdem haben sich um die Band manche Mythen entspannt: Auf ihren Seiten im Netz verortet sich die Band in „Navarro, Spanien“. Aber die ersten musikalischen Aktivitäten fanden in London statt. Die band ist Teil ihrer eigenen Legende. Sängerin Laure, wohl das einzige Bandmitglied mit baskischen Wurzeln, soll im Nachlass ihres Großvaters die Fragmente einer Jahrhunderte alten Oper gefunden haben. Wenn man den Namen dieser mystischen Oper aus dem Baskischen ins Englische übersetzt, ergibt sich der Name der Band: Crystal Fighters. Gleichzeitig ist diese Oper auch die zentrale Inspirationsquelle der Band. Selbstmystifizierung und Tribalpopanleihen ist nicht zuletzt seit Fever Ray en vogue.

In der Realität stammen die Bandmitglieder aus dem Londoner East End. Im Frühjahr 2010 war hier bereits ein Song von der Band zu hören. Der spätere Song „Xtatic Truth“, eine Reflexion über die Einsamkeit des Einzelnen auf der Tanzfläche, wurde in Remix Versionen in der Blogosphäre gefeiert. Mitte Oktober 2010 schließlich erschien das Debütalbum „Star of Love„.

Musikalisch kommen der Mythenbildung entsprechend auch tradiotionelle baskische Instrumente zum Einsatz. Txalapartas heißen die einfachen Holzblöcke, die von zwei Personen getrommelt werden und sich mit ihren dumpfen Schlägen gut in die elektronischen Soundkonstrukte aus Synthies und Bässen einfügen. Die Live Auftritte der Band sind berühmt berüchtigt. Eine beeindruckende Performance aus Tribalpop, Synthiegewittern und geheimnisvollen Textzeilen. Zu sehen in Deutschland am 21.1. im Magnet in Berlin. Zusammen mit den vor kurzen ebenfalls vorgestellten T-E-E-D. Mehr Mythen in die Musik!

Crystal Fighters - Xtatic Truth

Crystal Fighters - Swallow

Crystal Fighters - I love London


%d Bloggern gefällt das: