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Frauenbewegung: Austra, EMA, Grimes

18 Mai

Stimmung gegen den Prüfungsalltag

Anhand der deutlich zurückgegangenen Artikelzahl hier auf bildraum lässt sich nachweisen, dass auch an mir Diplomprüfungen nicht spurlos vorbeigehen. Um mal wieder ein Lebenszeichen zu senden gibts bemerkenswerte Frauenstimmen im Mai 2011. Dabei habe ich auf einen elektrifizierten Klangteppich wert gelegt, so das leider andere gute Künstlerinnen wie tUnEyArDs (2009 das Phonofestivalen in Bergen lässt grüßen) vorerst zumindest außen vor sind.

Austra

Mein Lieblingswerk in dieser Sparte ist das Album „Feel it Break“ des kanadischen Trios Austra. Die Stimme der Sängerin und Songschreiberin Katie Stelmanis sorgt für den Unterschied – denn weiblichen Gesang auf Synthiemelodien gibt es reichlich. Aber den Unterschied macht der Minimalismus in den Aufnahmen von Austra. Denn in der Unaufgeregtheit der Platte liegt auch ihre Einprägsamkeit. Am 25.6. in Köln. Oder unter austramusic.com

Grimes

Ebenfalls aus Kanada stammend hat die Sängering Grimes kürzlich zusammen mit D’Eon die gesplittete EP  „Darkbloom“ rausgebracht. Auch hier findet sich elektrifizierte Grundstimmung in Verbindung mit weiblichem Gesang. Myspace.

EMA

Erika M. Anderson – kurze EMA – legt mit Past Life Martyred Saints kürzlich ein gutes und bemerkenswert eigenständiges Album vor. Die Sängering aus South Dakota die es an die amerikanische Westküste verschlagen hat (der Song „California“ als Hörzeichen) war vor ihren Solopfaden Sängerin bei den Gowns.

Bonus: Creep ft. Nina Sky

via M. Dohr

Musik: Wiedersehen mit Foster the People & Cults

3 Mai

Alte Bekanntschaften

Was letztes Jahr gut war kann dieses Jahr nur besser werden. Nicht unerwarteterweise sind die Indie-Bands Foster the People und auch Cults drauf und dran 2011 zum Jahr ihres Durchbruchs in Deutschland zu machen. Nachdem Foster the People aus L.A. mit Pumped Up Kicks letztes Jahr im Sommer mehrere Wochen in den Radio Charts des österreichischen Senderlieblings FM4 (und auch auf bildraum) vertreten waren, schickt sich das Lied gerade an (1live lässt grüßen), 2011 eines der Sommerlieder in Deutschland zu werden. Im Schlepptau hat der Lied weitere Kostproben der musikalischen Schaffenskraft der kalifornischen Band welche zu Jahresbeginn auf einer EP veröffentlicht wurden. Im Mai steht dann auch das Album „Torches“ in den Regalen – mittlerweile wird es auch schon in den deutschen Werbeanzeigen von Facebook als Sommerhit beworben. Ob so eine kommerzielle Überfrachtung – siehe James Blake – gut tut, ist eine andere Frage. Sobald ein Musiker nur mehr existiert um die Erwartungen seines Publikums zu erfüllen, verliert er vermutlich sowohl seine Innovationsgabe als auch seine Authentizität. Aber noch ist dies ja nicht der Fall und die Lieder sind wirklich gut. Hier gibts die Webseite der Amerikaner und jetzt ein bisschen Musik…

Foster the People - Pumped Up Kicks

Foster the People - Houdini

Foster the People - Helena Beat

Ebenfalls alte Bekannte sind Cults. Auch bei ihnen steht die Veröffentlichung des Debutalbum bevor. Zu erwarten sind ebenfalls gute Indiesongs. Das erste Ausrufezeichen setzen sie letztes Jahr mit „Go Outside“. Mehr zur Band findet man hier.

Cults - Go Outside

Cults - You Know What I Mean

Cults - Abducted

Sommerlieder in der Frühlingssonne 2011

22 Apr

 

Lieder für Roadtrips und Nachmittage am Baggersee

Ein kleiner Rückblick auf das, was die Musikschaffenden der Popkultur in diesem Jahr bisher so als Soundtrack für Draußen anbieten. Ich denke ich favorisiere Trust – Candy Walls auf staubigen Landstraßen und Bibios fröhliches K is for Kelson abends am Seeufer. Zunächst gibts ein paar weniger bekannte, aber dafür stimmungsvolle Lieder aus Island, Finnland und anderen Ecken der Welt. Dann folgen ein paar rudimentäre Tracks wie das allgegenwertige Indie-Überlied des Frühjahrs Young Blood von The Naked and Famous. Schließlich gibt es noch zwei Tracks die im UK auf breite Zustimmung stoßen und auch in Deutschland Potenzial besitzen in den Radios auf Rotation zu gehen, da Dubstep zunehmend von der Populärkultur akzeptiert wird.

 

Ein paar übliche Verdächtige:

Naked and Famous - Young Blood
Patrick Wolf - The City
Panda Bear - Last Night At The Jetty
Metronomy - The Look
Wye Oak - Civilian


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Musik: Danger Mouse & Daniele Luppis Tribut an Ennio Morricone: Rome

1 Apr

Eine musikalische Reminiszenz an den Italo Western

Ennio Morricone wird oft mit dem Italo Western in Verbindung gebracht. Insbesondere die Filmmusiken von The Good, The Bad & The Ugly und Once Upon A Time In The West (Spiel mir das Lied vom Tod) sind gemeinhin bekannt. Dennoch machen die 30 Italo-Western für die er die Musik komponierte nur einen kleinen Teil seiner über 500 Filmmusiken aus. Aber nicht zuletzt durch Morricones Genialität wurden einige dieser Filme zu Klassikern. Stellvertretend für die bekannteren Melodien soll hier als Originallied das Intro von Il Grande Silenzio (Leichen pflastern seinen Weg mit Klaus Kinski äußerst empfehlenswert) stehen.

Im vergangenen Jahr erschien von den Forest Swords eine Veröffentlichung, welche die Morricone’schen Soundarrangements aufgriff (Blogeintrag zum Album Dagger Paths). Eine Tendenz der auch andere Künstler folgten. Insbesondere in England haben Forest Swords einiges an Wellen verursacht und wurden z.B. vom Fact Magazin ganz nach vorne in den Jahrescharts gevotet. Auch der zündfunk hat bereits über die Musik die sich erst beim bewussten Hören so richtig erschließt berichtet.

Am 17. Mai erscheint schließlich Rome auf Capitol Records. Rome ist das Tribut von Danger Mouse und dem Filmmusikproduzenten Daniele Luppi an die großen Melodien des Italo Westerns. Extra für die Liveaufnahmen im legendären Forum Studio in Rom erfolgte eine Reunion von Musikern, die bereits bei Sergio Leones The Good, The Bad & The Ugly an der Filmmusik mitwirkten. Die Aufnahmen erfolgen völlig ohne elektronische und digitale Hilfsmittel. Danger Mouse und Luppi kooperieren für Rome mit bekannten Sidekicks wie Jack White und Norah Jones. Einen Trailer in dem sich die beiden Produzenten zu ihrem Projekt äußern gibt es hier. Ebenfalls sind die beiden Leadtracks bereits über Youtube hörbar. Als bekenndener Italo Western Fan bin ich sehr gespannt auf dieses Album – vielleicht ist es der Soundtrack für die sommerliche Zeit nach den Diplomprüfungen.

 

Handlungsanweisung

8 Mai

So an dieser Stelle noch zwei Ausgehempfehlungen für Köln. Wenn ich meinen Terminkalender so ansehe werde ich leider weder noch besuchen können. Dennoch möchte ich den Freunden der indietronic erstere und den Freunden von Bassline, Fidget House, Elektro zweitere Veranstaltung ans Herz legen:

electronic beats festival

electronic beats

electronic beats

 Fever Ray – der weibliche Teil von The Knife aus Schweden – im Soloprogramm.. eindringlichen Sound gestaltend

und eine Woche später auch in Köln:

get crooked

get crooked

get crooked

Schön schmutziges Elektro-Mashup mit rollenden Beats.. eine Versuchung wert.

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