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Fotografie: Dolomiten – Alpenglühen am Peitlerkofel

6 Jun

 

Südtirol zwischen Pragser Wildsee und Naturpark Puez-Geißler

Zurück in den Bergen. Anfang Mai ging es endlich mal wieder zurück in alpine Landschaften – zumindest für ein paar Tage: Das Wellnesshotel „Lüsnerhof“ bildetete ein gutes Refugium um zwischen den Prüfungen den Kopf durch die Weite der Südtiroler Bergwelt ein wenig frei zu bekommen. Östlich von Brixen gelegen zieht sich das Lüsener Tal verschont von den großen Touristenströmen hinauf bis zum Naturpark Puez-Geißler. Am Talschluss bilden die jähen Felstürme des Peitlerkofelmassivs den östlichen Eckpfeiler der Dolomiten. Weiter im Osten schließt sich das Gadertal an, dass vom Volk der Ladiner bewohnt wird. Mit 2.875m gehört der Peitlerkofel sicher nicht zu den höchsten Gipfeln der Alpen, aber durch seine solitäre Lage und seine charakteristische Form bot er sich geradezu für ein paar Bergfotografien an. Das Wetter spielte mir in die Hände, so dass ein paar Aufnahmen mit besonders ausgeprägtem Alpenglühen entstanden. Ich führe das darauf zurück, dass durch hereinziehende Bewölkung das Sonnenlicht durch die Unterseite der Wolkenschicht zusätzlich reflektiert und in einer fast horizontalen Bahn geleitet wurde. Dieses Setup von Wolkenschicht & flach darunter durchscheinender Sonne scheint ein Garant für besonders ausgeprägte Rottöne  zu sein. Ein Nachteil dabei ist, dass niedrige Wolkendecken gelegentlich (…) auch Gewitter und Regen bringen, was am Berg keine so lustige Angelegenheit ist.  Die Aufnahmen sind zum Teil geshiftete 24mm Aufnahmen mit dem Canon TSE 24mm II und aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzte Panoramen (u.a. 70-200mm 4.0). Die ergänzenden Impressionen stammen von der Geißlergruppe im Villnößtal und von einer Wanderung in das westlich des Pragser Wildsees gelegene Lärchental.

 

Übersicht

#1 Peitlerkofel / Dolomiten kurz vor Sonnenuntergang
#2 Peitlerkofel / Dolomiten 45min vor Sonnenuntergang
#3 Abendlicher Blick in das Eisacktal in Richtung Brenner
#4 Nachmittags am Pragser Wildsee
#5 Peitlerkofel / Dolomiten einige Minuten nach #1
#6 St.Martin in Thurn / Gadertal - Ladinermuseum
#7 Gipfelspitzen im Lärchental / Pragser Wildsee
#8 Peitlerkofel / Dolomiten 30min vor Sonnenuntergang
#9 Küchenschelle am Peitlerkofel
#10 Pragser Wildsee um 11Uhr
#11 Kirschbäume an steilem Hang im Gadertal
#12 Geißlermassiv am Taschluss Villnößtal
#13 Schuttstrom Lärchental
#14 Späteste Aufnahme des Peitlerkofels
#15 Panorama des Lärchentals 
#16 Peitlerkofel mit Krokuswiese

 

 

Fotografie: Das Blaue Wunder

27 Apr

Ein Wald voller Bluebells

Das gute Wetters am Osterwochenende war eine günstige Gelegenheit sich in einer besonderen Disziplin englischer Landschaftsfotografie zu üben: Der Bluebells-Photography. Zu deutsch als Hasenglöckchen (lat: Hyacinthoides non-scripta) bezeichnet, tritt die mythenumwobene Frühlingsblume unter atlantischen Klimaeinfluss in Südengland massenhaft auf. Das hat zur Folge, dass im Frühjahr der Boden lichter Buchenbestände mit einem Meer aus Millionen blauen Blüten bedeckt ist. In England. Oder in Belgien. Oft sind diese Wälder wohlgehütete Geheimnisse zu denen zahlungsfreudige Kundschaft per Fotoworkshop gelotst wird. Als ich vor wenigen Tagen herausfand, dass es auch in Deutschland im sogenannten „Wald der Blauen Blume“ nahe Hückelhoven/Erkelenz ein Vorkommen gibt, war ich entsprechend erfreut. Für ein paar Stunden englischer Naturfreund ohne Tweed, dafür mit Kamera und Enthusiasmus. Der genannte Wald und ein paar kleine weitere Vorkommen sind die einzigen deutschen Standorte. Immerhin liegen sie in einer guten Fahrdistanz von Bonn aus. In England stellen sich dann alle namhaften Outdoor-Fotografen der Herausforderung,  die psychodelischen Blautöne kombiniert mit dem Frühlingsgrün der Buchen und dem hohen Kontrastumfang zwischen Lichteinfall und Schatten auf den Sensor zu bannen.  Erschwerend kommt hinzu, dass die Pflanzen je nach Witterung nur für kurze Zeit zwischen Mitte April und Mitte Mai blühen. Die deutschen Vorkommen sind – noch – ein Geheimtipp und auch ein sehr empfehlenswertes Ausflugsziel. Im Endeffekt ist je nach Lichteinfall die Leuchtkraft der Farben für deutsche Frühlingswälder (Buschwindröschen etc. lassen grüßen) sehr ungewöhnlich und keineswegs übersteuert auf den Abbildungen.

Fotografie: Island III

1 Apr

Nachdem ich bereits in zwei Beiträgen (Teil I und Teil II) Landschaftsfotografien von meiner letztjährigen Island Exkursion hier veröffentlicht habe der dritte Nachschlag. Diesmal wieder Bilder quer aus dem „Island roh“ Ordner. Vielleicht frägt man sich nach welchen Kriterien ich die Bilder zur Bearbeitung auswähle. Nun, eigentlich nicht besonders objektiv. Im genannten Ordner sind mehrere Hundert Bilder die auf ihr Finish warten. Die Vorgehensweise ist also einfach mal munter auf den Scrollbalken drücken und warten bei welcher Position er stehen bleibt und dann das nächstbeste Foto an die EBV Maschinerie weiterleiten. Das hat zur Folge dass ich ein „Best of“ vermutlich erst in paar Monaten zusammenstellen kann. So tröpfeln halt immer wieder ein paar Bilder nach. Bei zwei der heute gezeigten Bildern gab es Probleme weil ich bei der Aufnahme mit zwei Blenden unterbelichtet hab. Das führte im Postworkflow zu Prolemen mit den Kontrasten der dunklen Bereiche. Doch nicht allein die fotografische Perfektion ist der Anspruch mit dem die Bilder hier gezeigt werden. Es geht auch um Landschaftsformen, Szenenpotential etc. Daher viel Spaß mit Island Nummer III.

 

Landschaftsfotografie Teil III

Schlucht beim KERLINGARFJÖLL

Mondnacht in der Nähe von HÖFN

Moosbedeckte Landschaft irgendwo auf der Route

Ostküste – Felsen bei AUSTURHORN

Farbiges Gestein in LANDMANNALAUGAR

Frostmuster und Eiskeilrisse im Hochland

Wasser gefüllter Krater der HEKLA Vulkankette

Kleiner Geysir/Fumerole in HVERAVELLIR

DETTIFOSS abstrakt

Bunte Landschaft in LANDMANNALAUGAR

Diese Spalte in ÞINGVELLIR kennzeichnet die Plattengrenze zwischen Europa und Amerika

Spiegelungen auf der Gletscherlagune JÖKULSÁRLÓN

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