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Fotografie: Klatschmohn am Morgen

3 Jun

Tief durchatmen mit Mohn

Hallo Welt! Nach zwei Wochen Schreibpause endlich mal wieder ein Artikel hier auf Bildraum. Die paar Tage des Durchatmens zwischen den Diplomprüfungen in Städtebau und Geographie nutzte ich für einen entspannten Sonnenaufgang an einem meiner Bonner Lieblingsorte – dem Rodderberg. Dieser von den des Bergkuppen des Siebengebirges durch den Rhein getrennte Vulkan ist DIE Idylle vor den Häusern der Stadt. Mediterran anmutende Trockenvegetation und die im Vulkankrater liegenden Felder samt Gutshof bieten einen wohltuenden Kontrast zum Bonner Straßenalltag. Ein lohnendes Ausflugsziel – insbesondere in den Morgen- und Abendstunden. Zusätzlich gibt es noch den meiner Meinung nach schönsten Blick aufs Siebengebirge (wie man vielleicht hier an den Panoramas sehen kann). Heute dagegen ging es um Klatschmohn bei Sonnenaufgang… und um die Stille des Tagesanbruchs. Bei der Bearbeitung hab ich mit Texturen gespielt… Qualifikationserweiterung und so weiter.

Purpur-Sommerwurz

Noch etwas Dokumentarisches: Blütenstand der Purpur-Sommerwurz, einer botanischen Besonderheit im Naturschutzgebiet Rodderberg. Die Sommerwurzen haben kein Blattgrün, sondern entnehmen ihre Lebensstoffe fremden Pflanzen, dringen mit ihren Wurzeln in deren Wurzeln ein und befallen dabei wie viele andere pflanzliche und tierische Parasiten wirtsspezifisch bloß wenige Wirtspflanzenarten. Eigentlich sind sie eher in mediterranen Gegenden verbreitet.

Das Siebengebirge bei Sonnenaufgang

24 Jun

Gefühlt liegt Bonn für mich ja schon sehr weit im Norden Deutschlands. Sozusagen schon unmittelbar am Strand. Alles nördlich von Bonn ist psychologisch wahrgenommen flach. Aber hier, am südlichen Ende des Rhein-Ruhr Agglomerationsraumes, beginnt tatsächlich schon die Wildnis Natur. Wer an der Bonner Rheinpromenade den Blick flussaufwärts gleiten lässt, erblickt mit „Posttower“ und den „Langer Eugen“ zwei Hochhäuser, welche wie gigantische steinerne Wächter am Südrand des Stadtgebiets aufragen. Dort wird das Rheintal enger und die Felsen,  hier in der Gegend oft Ley genannt, treten bis an die Ufer des Stroms heran. Die letzte Barriere, die der Rhein auf seinem Weg nach Bonn umspült ist der Drachenfels, die sagenumwobene äußerste Felsbastion des Siebengebirges.

Bis zu 460m ragen die „Berge“ dort auf. Absolut gesehen nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass der Rhein dort auf einem Niveau von 58m ü.NN fließt sind 400 Höhenmeter doch schon ein netter Anstieg. Nach dem Morgen am Alten Zoll schien es konsequent, sich das Siebengebirge als Motiv von der gegenüberliegenden Rheinseitevorzunehmen. Der Rodderberg, ebenfalls eine Vulkanruine wie die Basaltschlöte des Siebengebirges, schien hierfür der geeignete Punkt zu sein. Vom Motiv her sind die Ergebnisse in Ordnung, dagegen ist das Rauschverhalten der Eos400D schon ein wenig limitierend, weil dadurch der  Bearbeitungsspielraum eingegrenzt wird. Nette Begleiterscheinungen dieser bis in die frühen Vormittagsstunden schlaflosen Nacht war die Begegnung mit zwei Hasen auf wenigen Metern Entfernung in einem Klatschmohnfeld. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt gerade das Tamron 90mm Makro als Objektiv im manuellen Modus montiert, so dass ich dem doppelten flüchtenden Meister Lampe nicht mit dem Focus hinterherkam.

Alles in allem ein schöner einsamer Morgen am Rodderberg, der mit seinen Ausblicken und seiner Trockenvegetation dazu einlädt, die urbane Dichte Bonns für ein paar Stunden zu verlassen.

Fotografische Eindrücke

Siebengebirgs-Panoramen

Der eigentliche Grund meines Aufenthalts war aber der Versuch ein Sonnenaufgangspanorama des Siebengebirges aufzunehmen. Mit den Ergebnissen bin ich halbwegs zufrieden. Die Farben der entfernteren Bildelemente könnten klarer sein, andererseits hat der Dunst dazu geführt, dass der Himmel zu brennen scheint. (Wenn jemand eine Idee hat, wie man die Panos noch weiter bearbeiten könnte freu ich mich über einen Kommentar)

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