Tag Archives: Island

Musik: The Magnetic North

3 Jul

Hymnen an das schottische Naturell

The Magnetic North widmen sich mit ihrem „Symphony Of The Magnetic North“ Album den Orkney-Inseln. Das neueste Projekt der altgedienten englischen Musiker Simon Tong und Erland Cooper vertont diese wilde Landschaft an der Nordspitze der britischen Inseln, die zugleich Heimat. Das Album wurde  authentisch auf den Inseln aufgenommen um die Atmosphäre vor Ort einzufangen (u.a. in einem Landhaus mit Meerblick und in einer Kirche zusammen mit dem Stromabank Pub Choir). So wurde jeder einzelne Track zu einer Hymne an die herb-schönen Landschaften Schottlands. Doch die musikalische Gestalt des Albums wandelt sich vom ersten bis zum letzten Track: „Was vorher noch nach symphonisch maritimen Arcade Fire klang, wird nun zu urban-elektronischen Radioheads. Und immer mit dabei: schier endlose Soundflächen.“ (zündfunk)

So enstand ein von der Landschaft inspiriertes Album, das genau den Eindruck wiedergibt, den ich selbst bei meiner Schottlandreise im letzten Jahr hatte. Melancholie gibt sich mit magischen schon fast vergessenen Geschichten die Klinke in die Hand. Ein wenig mag man sich an isländische Musik erinnert fühlen. Aber dieser Vergleich muss nicht schlecht sein, da sowohl die Orkney Inseln als auch Island sowohl die ähnliche Landschaftsgestalt als auch die gleiche abgelegene Insellage gemeinsam haben. Mein Albenfavorit ist „Orphir„, wo der Chor besonders zur Geltung kommt.

 

 

 

 

Fotografie: Island VI – 24 neue Fotos

28 Feb

Im Bann der Insel aus Feuer & Eis

Immer noch neues Bildmaterial aus Island. Bemerkenswert – zumal das ganze 2010 „keine Fotosafari“ (O-Ton) war. Beeindruckend welche unterschiedlichen Bildeindrücke innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne möglich waren. Island, das ist oft unnahbare, tote und wüstenähnliche Vulkanlandschaft. Aber immwieder wird diese steinerne Einöde durch farbenfrohe Spots aufgelockert – die umso mehr beeindrucken und wie kleine Paradiese wirken, wenn man vorher einige Stunden durch die Gerölllandschaften des Hochlandes gefahren ist. Bemerkenswert sind auch die Ansichten von den Westmännerinseln – diese südlich Island vorgelagerte kaum überlaufene Inselgruppe bietet eine ganze eigene Landschaftsästhetik. Die Grünen Bergspitzen im Verbund mit blauem Meer und Himmel täuschen darüber hinweg, dass die Westmännerinseln ein vulkanisch sehr aktives Gebiet sind – zuletzt hat 1973 ein Ausbruch des Eldfell Vulkans direkt über dem Hauptort Heimaey ein Drittel der Stadt unter seinen Lavaströmen begraben. So entstand das Pompjie des Nordens. Doch trotz dieser Gefahren ist Heimaey mit knapp 4000 Einwohnern immer noch eine der größeren Siedlungen Islands außerhalb des Großraums Reykjavik. Die Lebesader der Stadt ist die Fischrei und der gut geschützte Hafenbereich. Fast wäre die Zufahrt vom Hafenbecken zum Meer beim letzten Vulkanausbruch durch einen Lavastrom abgeschnitten worden – letztendlich ist dieser erkaltete Lavastrom sogar ein Glücksfall, da er das Hafenbecken durch die Verengung der Durchfahrtsrinne noch besser vor stürmischen Wetterlagen auf dem Atlantik schützt. (Bild im Titel: #1 | Durch mineralische Ausfällungen blau gefärbte Heiße Quelle)

 

 

#2 | Ausbruch des Vulkans Eldfell über Heimaey 1973

(via www.regeafaitunbeauvoyage.fr)

 

#3 | Der Gullfoss stürzt sich in die Tiefe

 

#4 | Fischtrawler mit im Rumpf befindlicher Verarbeitungsfabrik, Heimaey

 

 

#5 | Ein Wasserfall stürzt sich im Bereich der Ostfjorde ins Meer

 

 

#6 | Sonnenaufgang an der Ostküste Islands

 

 

#7 | Die Eislagune Jökulsárlón

 

 

#8 | Landschaft im Morgenlicht auf dem Weg zum Eyjafjallajökull

 

 

#9 | Das Leben setzt sich durch

 

 

#10 | Fumerolen in einem vulkanisch aktiven Gebiet

 

 

#11 | Überquerung der Lavaströme des im Jahr zuvor ausgebrochenen Eyjafjallajökull

 

 

#12 | Ein schönes Beispiel für einen Tafelberg

 

 

#13 | Landschaft an der Hochlandroute

 

 

#14 | Island kann auch lieblich – Abendstimmung an der Ostküste

 

 

#15 | Blick vom Vulkan Eldfell auf die von Lavaströmen verengte Zufahrt zum Hafen von Heimaey

 

 

#16 | Landschaft in der Nähe des Skogafoss

 

 

#17 | Schlucht nahe der Sprengisandur Route – im Bachlauf schwammen tausende kleine Bimskügelchen an der Oberfläche

 

 

#18 | Silberstreif am Horizont – endlich Land in sicht – eine der ersten Aufnahmen von der Fähre aus

 

 

#19 | Das Magirus Exkursionsfahrzeug auf den Westmännerinseln

 

 

#20 | Die Exkursionszelte aus der Vogelperspektive von einer angrenzenden 220m hohen Felswand – Westmännerinseln

 

 

#21 | Ein traditionelles isländisches Gehöft

 

 

#22 | Faible für moderne Architektur und seltsam geformte Kleinbauten

 

 

#23 | Am Rand des riesigen Askja Kraters

 

 

#24 | Tórshavn – Die Hauptstadt der Faröer Inseln

 

 

 

 

 

 

Musik: Neues zwischen Indie & Tronic für 2012

27 Jan

First Aid Kit | Julia Holter | Perfume Genius

Grimes | Trust | Jonquil | Azure Blue

Totally Enormous Extinct Dinosaurs

Aussichtsreiche Albumtipps zwischen Indie & Tronic. Nun da der kleine Hype des letzten Halbjahres – das singende Instagram Bildchen Lana Del Rey – mit ihrem sepia-farbenem Debütalbum (Rezensionen auf SPON und in der SZ) auf dem Boden der Tatsachen zurückkehrt und sich bezüglich Erwartungshaltung und Ergebnis zwischen James Blake und Little Boots einreiht, ist es an der Zeit ein wenig nach vorne zu schauen. Den Anfang machen ein paar Empfehlungen zwischen Indie & Tronic. Folk und Synthpop positionieren sich stark. Neben bekannten Namen wie Sleigh Bells, School of Seven Bells, Holy Fuck, Miike Snow, Cloud Nothings, Azealia Banks etc. gibt es auch ein paar Musiker, die hoffentlich die Aufmerksamkeit bekommen werden, welche sie verdienen.

First Aid Kit

Die beiden schwedischen Schwestern sind bei weitem keine Unbekannten mehr. Ihr zweites Album „The Lion’s Roar“ das am Übergang von 2011 auf 2012 erschien ist fast ein wenig untergegangen. Was aber nichts macht – denn die „weiblichen Mumfords and Sons“ überzeugen umso mehr mit ihrem Folk. Die Lieder „Little Lion Man“ von Mumfords and Sons, „King and Lionheart“ von Of Monsters and Men und „The Lion’s Roar“ von First Aid Kit geben zusammen eine schöne Löwentrilogie ab.

Of Monsters and Men

Von den Isländern war ja vor kurzem erst zu lesen. Aber ihr musikalisches Schaffen kann man gar nicht genug hervorheben.

Trust

Trust mit dem Album TRST: Eine Mischung irgendwo zwischen Austra, Crystal Castles und John Maus. Das kann so einiges. Goth-Synthpop. Weitergehend in diese Richtung: Pictureplane oder Moon Duo.

Perfume Genius

Feinsinnige Lieder mit Klavier. Das zweite Album in diesem Frühjahr. Kann man sich drauf freuen…

Grimes

Toronto hat als Musikstadt einen erstaunlichen Output (Trust). Nach vielversprechenden EPs in diesem Jahr auch das Debüt von Grimes.

Julia Holter

Marienbad lässt Großes vom Album Ekstasis erwarten…

Totally Enormous Extinct Dinosaurs

TEED wird hoch als Durchbruchsartist in diesem Jahr gehandelt. Sein sommerlicher Track „Waulking Song“ ist das offizielle Festivallied vom Melt! 2012.

Jonquil

Kaum auf den üblichen Rechnungen vertreten. Aber verantwortlich für einen potenziellen Kandidaten „Sommerlied 2012“:

Azure Blue

Ebenso wenig präsent: Azure Blue. Die Skandinavier überzeugen dennoch mit eingängen Melodien… Man darf gespannt sein was da noch nachkommt…

Gem Club

Eine Empfehlung für Freunde von Perfume Genius: Klaviermusik inKombination mit Gesang und leichtem Indie-Einschlag…

Fotografie: This is Scotland

23 Jan

Ein Land von herber Schönheit

Panoramas zwischen Meer und Berg, versteckte Naturschätze und Kulturlandschaft. Technik: Shift-Panoramas mit dem Canon TSE 24mm II aus drei Aufnahmen. Jetzt erstmals in naturnahen Farben. Die bisherigen Serien zu Schottland finden sich hier: Schottische Panoramas und Schottische Melancholie. Wie meistens auf dem Blog kann es sich lohnen, die Bilder einzeln in einem neuen Tab zu betrachten, da die 490 Pixel Anzeigebreite kontraprodutkiv für das 1150 Pixel breite Panoramaformat ist.

 

 

#1 | Das ultimative Streiflicht ©  


#2 | black & white circle


#3 | USA: Olympic National Park?


#4 | Sturmtag


#5 | Gletschermühle


#6 | Blick zu den äußeren Hebriden


#7 | Whisky Schmuggelpfad & Haus am Ende der Welt
 

 

#8 | Schottischer Dschungel II

 

 

 

Musik aus Island: Of Monsters and Men

16 Jan

Auf den Spuren von Mumfords & Sons

Eine 2012 sicher mit Spannung erwartete Platte, ist das zweite Album von Mumfords & Sons. Little Lion Man dürfte fast allen Lesern noch im Ohr nachklingen. Die Wartezeit kann man sich mit den Isländern von Of Monsters And Men wunderbar verkürzen. Das Rollingstone Magazin verglich sie mit Mumfords & Sons und Arcarde Fire, auch Edward Shape mag einem in den Sinn kommen. Ihre Single „Little Talks“ (auf bildraum auch hier) hat ab dem Herbst auch auf dem europäischen Festland viele Fans gefunden. Ich persönlich verbinde mit diesem Lied auch eine kleine Geschichte. Im Januar 2011 war es mir über eine Promo-Indieplaylist ohne jegliche Information zu Land und Hintergrund zugefallen. Da mir das Lied gefiel kam es auf eine CD welche unbeschriftet irgendwann im Handschuhfach verschwand. Im Sommer zog es dann einen Komilitonen – der ebenfalls bei der Islandexkuion 2010 dabei war – zurück nach Reykjavik zu einem Praktikum. Natürlich übermittelte er mir auch paar musikalische Kleinode der isländischen Kulturszene. Darunter Of Monsters and Men die in Island mit „Little Talks“ wochenlang die Single Charts anführten – das mir seltsam vertraut schien, ohne es genau zuordnen zu können woher genau.. Im Januar schließlich bemühte ich mich darum, die unbeschrifteten CDs im Handschuhfach mal zuzuordnen und ich war wirklich überrascht, „Little Talks“ auf einer der CDs zu hören. Allein durch diese verworrenen Handlungsfäden gehören OMAM zu meinen meistgespielten Bands in den ersten Wochen in 2012.

Im September 2011 erschien in Island „My Head is an Animal“ – das Debütalbum der Band. In den USA wurde am 20. Dezember vier Lieder daraus als „Into the Woods“ EP veröffentlicht. Es ist anzunehmen, dass das Album nach Island zeitverzögert auch das europäische Festland erobern wird. Auch das Artwork ihrer Cover und Promotionbilder gefällt mir sehr.

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