Tag Archives: Hochwasser

Fotografie: Wo der Wildbach rauscht…

15 Dez

Weglose Waldschluchten über Kochel am See

Wildnis am Alpenrand in Oberbayern. Im zurückliegenden Sommer konnte ich am Lainbach und weiteren Zuflüssen des Kochelsees endlich ein paar Fotoideen umsetzen, die mir seit meiner Benediktbeuerer Zivizeit im Kopf herumspukten. Die Schluchtwälder am Fuß von Jochberg und Rabenkopf sind in weiten Teilen noch relativ naturbelassen. Ein Besuch mit der Kamera lohn sich – wer das ganze trockenen Fußes tun will, hat hier die gelegenheit zu. Zusätzlich gibts auch die passende Musikuntermalung:

 

Wildnis einfangen ohne Effekthascherei – die bekannten Lainbachfälle bleiben außen vor, die Nebendarsteller werden zu Protagonisten. Neben dem Lainbach war auch der nächstgelegene östliche Bach beträchtlich durch nächtliche Regenfälle angeschwollen. In weglosem Gelände gings unter dem triefenden Blätterdach des Bergwaldes steil empor, immer die Bachrinne entlang. Tatsächlich ergießt sich auch dieser im „Normalbetrieb“ weitaus weniger Wasser führende Bach über einer schöne Wasserfallstufe. Chaotisch in die Schlucht geschleuderte Baumstämme verstärken das urwüchsige Bild. Auch der Wald an sich zeigt sich nach einem Regenschauer wie verzaubert: Ein Polfilter hilft dabei sämtliche Reflexionen zugunsten des satten Blattgrüns verschwinden zu lassen. Geometrie im Wald. Bildraum im Wald. Wald im Wald. Panoramas gibts in größer wie immer per Klick.

#Grüne Insel

#Steingarten

#Parallelen & Fluchten

#Chaos mit Balken

#Diagonale & Horizontale & Vertikalen

 

 

Island – Fahrzeuge die im Wasser stehen

4 Okt

Langsam wird es aber wirklich Zeit für die ersten Eindrücke aus Island.  Dokumentation statt Fotoinszenierung. Um den Kreis zur Zeit vor Island zu schließen, knöpfe ich hiermit an meinem Abschiedseintrag an…

„So bleibt die Hoffnung auf gutes (Foto-)Wetter und erfolgreichen Einsatz der neuen Kamera-/Outdoorausrüstung und das Ausbleiben prekärer Situationen wie dieser HIER

Nun denn, das Wetter war gut, die Kamera hat einen guten Job getan und was an Outdoorausrüstung nicht mit zurück nach Deutschland kam, hat nicht den Dienst quittiert sondern ist in Reykjavik verloren gegangen (worden). Aber wie war das nochmal mit den prekären Situatuionen? Tsja, die gab es zu genüge. Der Magirus und der Mercedes Bus meisterten die Hochlandpisten mit Bravour. Doch es gab auch ungewollte Zwangspausen – besonders an Flussübergängen. Aber diese waren (zumindest mir) eine willkommene Abwechslung – denn wann hat man schon Gelegenheit mit Gletscherstaub-Sandstürmen, wildgewordenen Wildbächen und Vulkanasche-Treibsand konfrontiert zu werden? Dann hieß es: Raus aus dem Bus und schieben, schaufeln  und durch kaltes Bergwasser waten. Als Erinnerung an die unwegsamen Touren durch Island bleiben ein Fluss-Durchquerungsfahrkurs für Anfänger (siehe  auch unten) und diese Bilder (teilweise von mir, teilweise von Alexander Reif):

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Tipps für Flussdurchquerungen mit einem Kraftfahrzeug

  • Grundsätzliche Befahrbarkeit von Furten bei örtlichen Informationsstellen/Behörden ermitteln

  • Wassertiefe des Gewässer ermitteln – mindestens 15cm unter der Öffnung des Ansaugstutzens um das Eindringen von Wasser in den Motor zu verhindern (Besonders für Dieselmotoren tödlich)

  • Ermittlung der Wassertiefe bei klarem Wasser per Auge, bei Trübung und sicherer ist zunächst vorsichtig zu Fuß den Fluss zu durchwaten

  • Dabei auf die Strömungsstärke und mögliche zusätzliche Hindernisse unter Wasser achten

  • Bei Wassertiefen unter 20cm kann ein Gewässer auch ohne Allradantrieb durchfahren werden

  • Alles was tiefer als 40cm wird im Allradmodus mit Untersetzung durchfahren

  • Die Durchfahrt sollte auf direktem Wege – falls erkenntlich auf der Fahrspur – erfolgen

  • Für die Durchfahrt eignet sich am besten der erste Gang

  • Während der Durchfahrt niemals anhalten und niemals die Kupplung betätigen

  • Gepäckfächer die unter der Wasseroberfläche liegen können volllaufen, daher empfindliche Gegenstände höher lagern

  • Am besten durchquert man Flüsse nur in Anwesenheit eines zweiten geländegängigen Fahrzeuges, dass einen zur Not aus dem Wasser ziehen kann; gegebenenfalls bei Unsicherheit an einer Furt warten bis sich ein weiteres Fahrzeug zur Durchquerung nähert

  • Nach der Flussdurchquerung die Bremsen auf Funktionsfähigkeit kontrollieren.

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