Tag Archives: gold panda

Bildraum Mixtape #1: MoMinze

9 Mrz
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Caribou   Four Tet   Fever Ray   Gold Panda

Jamie Woon   Pantha du Prince   Eskmo   John Roberts

Kollektiv Turmstraße   Glasser   Gui Boratto   Nosaj Thing

Emeralds   CFCF   Clive Tanaka   oOoOO   Reuter   Efdemin   Emika

 

Heute auf Bildraum: Das Prokrastinations Mixtape. Gemischt von MoMinze. DJ aus Regensburg / Nürnberg / Bergen/NOR. Garant für Kulturaustausch und Tanzkulturrausch in einem. Ich freue mich, dass er einige bei mir auf Rotation laufende Tracks in ein Mixtape gegossen hat. Musik und Fotografie kommen  zusammen – ein paar Titelvorschläge und ein Cover von mir und von M. das tiefergehende Verständnis für die Arbeit am Mischpult. Einmal die gesamte Palette an Beats per Minute in den Tracks war zu verarbeiten. An dieser Stelle Dank an M. der das Mosaik  trotz der Geschwindigkeitsunterschiede zu einem einheitlichen Ganzen zusammengesetzt hat.

 

77 Minuten elektronische Hörtherapie

DOWNLOADLINK (176mb 320kbps)

 

Was ist drauf? Eine Spannungskurve wie bei der perfekten Erzählmaus und Melodien für Millionen. Die Eröffnung gehört dem angewitchten Elektro von oOoOO. Danach wird fortlaufend die Geschwindigkeit erhöht und im Spannungsfeld zwischen Fever Ray und Caribou führen Indietronic, Elektro und Deep-House vom Hamburger Dial Label (Pantha du Prince, Efdemin, John Roberts, Pawel) zu Muskelzuckungen in den Beinen. Schließlich endet das ganze fern ab der Clubs im Bedroom Sound von Clive Tanakas Kassettenrecorder. Ein rundes Ding.

 

TRACKLIST

oOoOO -Burnout Eyess
CFCF - Frozen Forest
Glasser - Mirrorage
Gold Panda - You (Cassettes won't listen Remix)
Jamie Woon - Night Air (Ramadanman Refix)
Eskmo - Cloudlight
Fever Ray -  Triangle Walks (Rex the Dog Remix)
Kollektiv Turmstraße - Heimat
John Roberts - Ever or Not
Reuter - Backupinthismother (Nico's Shiny B Remix)
Efdemin - Night Train
Four Tet - Plastic People
Gui Boratto - Opus 17
Caribou - Sun (Midland Re-Edit)
Pantha du Prince - Bohemian Forest
Emika - Double Edge
Emeralds - It Doesn't Arrive
Nosaj Thing - Fog
Clive Tanaka - Brack Lain

Von Indie bis Tronic – Roundup Februar 2011

1 Mrz

 

Four Tet | Gold Panda | Solar Bears | Wolfram | Cassette Culture

Architecture in Helsinki | Wyve Oak | Sonny & the Sunsets


Debütanten & Neuveröffentlichungen

Neues Material, neue 12″, Debütalben etc. präsentieren die in diesem Beitrag vorgestellten Künstler noch dieses Jahr. Was bringt der Frühling  an potentiellen Überraschungen?Wie setzen Fourt Tet und Gold Panda ihre erfolgreichen 2010er Scheiben fort? 2010 war musiktechnisch ein beeindruckendes Jahr: Um diese Zeit machten Caribou, Beach House und Broken Bells von sich Reden. Man darf gespannt sein was 2011 so in petto hat… Indie macht hier den Anfang, Tronic das Omega:

 

Sonny & The Sunsets - I wann do it
Wye Oak - Civilian
Architecture in Helsinki - Contact High
Wolfram - Fireworks (feat. Hercules LA) (Agebjorn rmx)
Solar Bears - Cub (Keep Shelly in Athens rmx)
Gold Panda - Marriage (Star Slinger rmx)
Cassette Culture - Adventure
Four Tet - Pinnacles

Chillwave – Das Sommerding 2010

28 Jul

Schmetterling blume makro bonn botanischer gartenFalter, Botanischer Garten Bonn, 90mm Tamron 2,8 Canon 5D MKII

Lass uns Wellenreiten gehn

Die Spatzen pfeifen es in der Blogosphäre von den Dächern. „Chillwave“ hat sich 2010 etabliert. Bitte was? Chillwave… vermutlich hat Musik dieser Art schon fast jeder dieses Jahr gehört. Caribou, Delorean, Neon Indian, Ariel Pink’s Haunted Graffiti, Washed Out, Memorytapes und School of Seven Bells kann man mit diesem Sound in Verbdingung bringen. Auch die hier schon vorgestellten, noch weniger bekannten Gold Panda und Tennis passen wunderbar in diese Kategorie.

Die „Entspannte Welle“, das ist Musik die einem Meeresrauschen vermittelt und stressfreies Urlaubsfeeling. Genau das Richtige also für die  zurückliegenden heißen Wochen. Der „Bratzenelektro“ europäischer Machart befindet sich ein wenig auf dem Rückzug und die aufgeregten Crystal Castles haben Kap Bambino, Sleigh Bells etc. aus dem Untergrund erhoben, so kam die entspannte, von nordamerikanischen Künstlern dominierte, Chillwave genau richtig in diesem Sommer in der Alten Welt an.

Kurzbiographie eines Genres

Das Wort Chillwave an sich wurde 2009 von einem Blogger namens Carles (auf Hipster Runoff) als Überbegriff für einige ähnlich klingende Acts erfunden. Seine Beschreibung des potentiell neuen Gernes liest sich einfach: “Chillwave klingt wie etwas aus dem Hintergrund einer alten VHS Kassette, die sich auf einem Dachboden der späten 80er/90er findet.“ Die Lo-Fi Produktionen klingen nicht so perfekt wie vieles Inszeniertes in der elektronischen Musik der letzten Jahre und passen wunderbar zum digitalen (oh, ein Paradoxon) Vintage und Canvas Look, der einem auch bei der Bildbearbeitung von sich „indpendent“ fühlenden Kreativköpfen entgegenschlägt. Also könnte man hier auch einen Versuch sehen, auf digitalen Medien eine art „analogen“ Sound zu erschaffen, der eine gewisse Abgenütztheit suggestiert um sich vom 1 (existent) und 0 (nonexistent) Status digitaler Medien abzuheben. Denn die Vergänglichkeit des Analogen macht bekanntlich auch den Reiz und Wert aus, daher ist es wohl nicht so verkehrt, in den Chillwave Klängen auch eine Hommage an diese Empfindungen und an die Erfahrungen mit analogen Tonträgern zu sehen. (Die ganzen „Memories“, „Tapes“ und „Cassettes“ in den Namen kommen sicher auch nicht von ungefähr). Der Einsatz von Synthies, Filtern, Loops und Samples gehören zum guten Ton. Gelegentlich werden die Arrangements mit einem eingängigen Rythmus versehen, so dass auch das Zucken im Tanzbein bedient wird. Ältere Genres wie Shoegazer, Ambient und Synthpop trugen entscheidende kreative Anstöße bei.

Also hat die Blogosphäre 2009 einen Begriff für ein Genre kreiiert, das sich in Folge dessen wie eine Welle verselbstständigt hat. Der Winter wurde überstanden und 2010 erscheinen v.a. in den USA viele als Chillwave getaggte EPs. Ebenso werden zunehmend auch andere Künstler (Caribou) oder ältere Einzelstücke mit diesem Genrekonstrukt in Verbindung gebracht. Hierbei sind Panda Bear (Album: Person Pitch, 2007) und die frühen Lo-Fi Arbeiten von Beach House erwähnenswert.

Libelle Botanischer Garten BonnGroßlibelle, Botanischer Garten Bonn, 70-200 4,0L Canon 5D MKII

Auf der Welle mitgeschwommen?

Wer hier ein bisschen aufmerksam mitliest, dem wird aufgefallen sein, dass mich nach meiner Rückkehr aus Norwegen Musik dieses oder ähnlichen Stils sehr schnell in ihren Bann geschlagen hat. Im Juli School of Seven Bells, Gold Panda mit You und Tennis mit Marathon. Im April Cults , deren erstes Album im Herbst erscheinen wird, mit Go Outside und Primary 1 feat. Nina Persson mit The Blues (Album auch im Herbst). Ende Februar flatterten mir die damals noch recht jungfräulichen Melodien der inzwischen etablierten Beach House, Broken Bells und Caribou zu. Meine persönliche Verwurzelung zu diesen Klängen sehe ich in lange zurückliegenden Surf, Dub und Ambient Interessen.

Doch zurück zum Tagesgeschäft. Einige der vorgestellten Bands füllen inzwischen Konzerthallen und für Gold Panda und Tennis scheint es ein großes Potential zu geben. Aber das Genre bietet durchaus noch weitere interessante Künstler, von denen nun einige vorgestellt werden sollen. Besonderer Augenmerk liegt dabei auch auf einer gewissen Tanzbarkeit, keiner zu großen Nähe zu Ibiza Ambient und keiner zu billigen Produktion.

Hörbefehle

Brothertiger – Feel (Vision Tunnels EP, 2010)

Millionyoung – Weak Ends (Sundream EP, 2010)

Washed Out feat. Caroline Polachek – You and I (2010)

Microclinic – Shield (2010)

The Ruby Suns – Cinco (Fight Softly EP, 2010)

Bye Bye Blackbird – So Sorry Girl (Summer Heart LP, 2010)

Indie: Tracks für den Sommerroadtrip 2010

18 Jul

"kinder, meer, fjord, oslo, spielen"Am Oslo Fjord Ende Juli 2009

Immer Richtung Horizont

Das Semester geht dem Ende entgegen und die Zeit der sommerlichen Ausfahrten beginnt. Was bringt einen dabei mehr zum frohlocken, als die passende musikalische Untermalung… daher geht es heut hier frisch und sommerlich in den Sonntag Abend. Was wäre das Leben ohne die der Situation entsprechenden Soundtracks…  und die Kandidaten hier sind sicher nicht die Aussichtlosesten für den August 2010.

„Tennis“ ist das Bandprojekt eines kalifornischen Pärchens, das 6 Jahre auf einem Segelturn verbracht hat. Auf dem Festland wieder angekommen, hatten die beiden die sehr gute Idee, ihre Erlebnisse zu vertonen. Dabei entstanden wunderbar leichte Sommerlieder mit einem deutlichen Einklang der 60er Jahre… „Marathon“ ist ein erster Vorgeschmack – großartig & Favorit.

„School of Seven Bells“ machte 2008 mit dem Album „Alpinisms“ auf sich aufmerksam. Jetzt steht der Nachfolger „Disconnect from Desire“ bereit den Sommer zu begleiten. „Windstorm“ ist die erste Single des Trios, bestehend aus den beiden attraktiven Deheza Schwestern Alejandra und Claudia  und Benjamin Curtis. Auch sehr sommerlich…

Das zweite Video „Foster the People“ mit „Pumped up kids“ wurde hier (Musik wider des Sommerlochs) zwar schon vorgestellt. Aber das Lied ist durchaus auf Roation gelandet und passt einfach haargenau zum Thema. Das Lied wird noch so manche Erinnerung in den Herbst hinein wiederbeleben…

„You“ von „Gold Panda“ ist zwar nicht unbedingt neu, aber hält sich hartnäckig beim Auf-Wiederhörn-Sagen.. daher auch ein Verweis auf diesen Caribou ähnlichen Track mit eingängiger Melodieführung…

Mackintosh Braun hat 2009 in der Bloggosphäre gewisse Spuren hinterlassen. „Wake up“ und „On and On“ wurden in einigen 2009er Jahreschartslisten geführt. Dennoch gelten die Amerikaner mit dem etwas teutonischen Namen noch immer als Geheimtip. Eine Chance sich mit ihrer Musik auseinanderzusetzen haben sie in jedem Fall verdient.

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