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Kirschblüte Bonn – Heerstraße Altstadt

29 Apr

Kirschblüte Bonn Altstadt

Impressionen von der Kirschblüte in Bonn 2013

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (1)

 

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (2)

 

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (3)

 

 

Kirschblüte Bonn  Heerstraße

 

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (6)

Krummer Wald – Krzywy Las – Crooked Forest

25 Apr

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (6)

Ein ganz besonderer Wald an der Grenze zwischen Deutschland & Polen

Der 25. April ist der „Tag des Baumes„. Anlass genug, über einige sehr bemerkenswerte Baumexemplare zu berichten. Bei meinen fotografischen Exkursionen bin ich bereits auf einige spannende Baumexemplare gestoßen. Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, einige besonders eigenwillige Baumgestalten zu besuchen. Die Rede ist vom sogenannten „Krummen Wald„, nahe der Deutsch-Polnischen Grenze, eine halbe Stunde südlich von Stettin (Szczecin) im Bereich des Oder Nationalparks.
Bereits seit einigen Jahren schwirren die Bilder vom „Krummen Wald“ in meinem Kopf umher. Der Name rührt daher, dass sich in dem kleinen 1,3ha großen Waldstück eigenwillig wachsende Kiefern finden. Das Besondere an diesen Kiefern ist, dass sie knapp über oder direkt am Boden um 90° gekrümmt sind und im weiteren Verlauf einen sehr kurvig ausgeprägten Wuchs aufweisen. Scheinbar wider jeglicher natürlichen Vernunft wachsen die Bäume kreuz und quer empor. Mehrere Dutzend dieser deformierten Bäume stehen zusammen und erreichen mit ihren Kronen Höhen von 11-12m – was der Höhe des umgebenden „normalen“ Waldes entspricht.

Krummer Wald Krzywy Las

Anfahrt:

Am einfachsten scheint die Anfahrt von Mescherin, einem deutschen Ort im Nationalpark unteres Odertal, zu sein. Von dort aus überquert man die beiden Oderarme (West- und Ostoder) Richtung Polen. Am anderen Ufer erstreckt sich die Industriestadt Gryfino (Greifenhagen). Dort biegt man an der zweiten größeren Straße rechts ab und fährt auf die Straße „Luzycka“, die ein Teil der Straße Nummer 31 ist. Dieser Straße folgt man einige Minuten und hält sich an einer Gabelung rechts in Richtung „Nowe Czarnowo“ / Kohlekraftwerk Kraftwerk „Dolna Odra“ (die Straße 31 führt an der Gabelung links weg). Auf dieser Seitenstraße bleibt man wiederum einige Minuten, sie wird von Industrie- und Gewerbebauten gesäumt. Nach einem kurzen Stück mit Wald zu beiden Seiten sieht man am rechten Straßenrand ein Hinweisschild zum „Krzywy Las“ (neben den Fernwärme-Rohren). Dahinter steht ein fünfstöckiger Plattenbau der wenig idyllisch anmutend – ebenso wie die Leitung (siehe auch Anfahrts-Grafik). Vom Schild sind es noch 300m bist zum „Krummen Wald„. Man umrundet den Plattenbau samt Spielplatz und Rohrsystem und steht plötzlich unversehens zwischen den krummen Bäumen. Im ersten Moment ein bisschen Ernüchterung, die Bäume stehen am Rand des Waldes, vom Plattenbau und den Industrieanlagen klingt Lärm herüber. Der Boden rund um die Bäume ist trotz eines (überfüllten) Mülleimers relativ stark mit Plastikabfällen verschmutzt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Vegetation wegen des langen Winters noch nicht so entwickelt war und die Stadt Greifenhagen noch nicht zum Frühjahrsputz rund um eine ihrer Hauptsehenswürdigkeiten aufgerufen hat. Schnell gewann dann aber die Verwunderung ob dieser Laune der Natur wieder die Oberhand. Als fotografische Herausforderung sind die schrägen Kiefern auf jedenfall auch nicht zu unterschätzen, die Wahl geeigneter Blickwinkel kann mitunter trickreich sein.

Krummer Wald Krzywy Las Anfahrt Lage Karte

Die Frage nach dem Warum?!

Der „Krumme Wald“ hat in den letzten Jahren im Internetz zunehmend Karriere gemacht. Immer wieder taucht er quer durchs Internet in Listen von obskuren Orten und Mysterien auf. Die merkwürdige Wuchsform hat natürlich auch die Phantasie der Menschen beflügelt. Zu gerne hätten einige „Kraftort-Sucher“ in den Bäumen die Wirkung von Magie, kosmischer Strahlung oder ähnlichem gesehen. Was natürlich rein rational keinerlei Sinn macht und durch die Lage nahe der Siedlung strahlt der Ort auch keinerlei geheimnisvolle Ruhe aus.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (4)

Wenn also die esoterisch angehauchten Ursachen mal außen vor bleiben sollen, hätten die Naturwissenschaften vielleicht weiterhelfen können. Aber auch nur vielleicht: Denn sowohl die Krümmung durch Witterungseinflüsse wie Stürme etc., als auch die Wachstumsbeeinträchtigung durch geomorphologische Prozesse wie Bodenfließen können ausgeschlossen werden, da die übrigen Bäume des Waldstückes völlig normal und gerade in den Himmel wachsen.
Die Faktenlage ist dünn – das einzige was als wirklich bewiesen gilt ist, dass die Bäume im Jahr 1934 gepflanzt wurden. Heute geht man weitgehend davon aus, dass die besondere Form des Holzes mit der beabsichtigten Nutzung zusammenhängt. In diesem Zusammenhang ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Bäume in einer Zeit gepflanzt wurden, als Gryfino als Greifenhagen noch zum Deutschen Reich gehörte. Durch die Verteibung der deutschen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkrieges könnte also die ursprüngliche Nutzungsabsicht sehr wohl in Vergessenheit geraten sein. In der Vergangenheit wurde oft darüber spekultiert, dass die Bäume bewusst in dieser Form gezogen wurde, um gebogenes Holz für Fässer, Boote oder Schlittenkufen zu gewinnen. Wobei es relativ einleuchtend scheint, dass ein krumm gewachsener Baum nicht die Grundlage für ein maßgenaues Arbeiten mit Holzbrettern ist.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (7)

Vor vier Jahren schließlich prästentierte ein Vertreter des Landesverbandes der Schulgeographen Mecklenburg-Vorpommern, Regionalgruppe Rostock – Dr. Heinz Niemann Siggelkow – folgende Lösung für das Rätsel des „Krummen Waldes„: Er berief sich auf die Forstmethode des „auf den Stock hauens„, welche bis ins 20. Jahrhundert hinein in Mitteleuropa verbreitet war. Triebfähige Jungbäume wie Erle, Eiche, Weide und Linde wurden nach einigen Jahrzehnten oberhalb des vom Boden aus ersten Triebes abgeholzt. Die neuen Triebe an der “Schnittstelle” konnten als Nutzholz geerntet werden (vgl. die „Kopfbuchen“ im Bonner Kottenforst). Da Kiefern nicht neu austreiben musste der Fall von Gryfino noch ein wenig anders gelagert sein – Dr. Siggelkow bezieht ihn auf eine Art Weihnachtswunder…

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (1)

Im Zeitraum Mitte bis Ende der sechziger Jahre ist hier in einem Winter eine größere Ladung Weihnachtsbäume zusammengestellt worden. Vermutlich war im nahen Szczecin in diesem Winter das Weihnachtsbaumangebot dermaßen hinter der Nachfrage zurück geblieben, dass kurzfristig auch mit Jungkiefern ein gutes Geschäft zu machen war (der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch gut daran, dass in einem Winter dieses Zeitraumes infolge eines sehr frühen und außerordentlich schneereichen Wintereinbruchs hunderttausende Weihnachtsbäume im Thüringer Wald und Erzgebirge liegen geblieben sind und auch er mit einer Jungkiefer vorlieb nehmen musste).“ (Siggelkow, 2009)

Demnach könnte also Weihnachtsbaummangel die Ursache gewesen sein, dass die Kiefern  an der Oder „auf den Stock gehauen“ wurden um später den erstarkten Seitentrieb als vollwertige Ersatzholzquelle nutzen zu können. Wobei ich nicht zu 100% überzeugt bin von dieser Theorie. Dazu müsste man wissen, ob die seitlichen Triebe altersmäßig mit den von Dr. Siggelkow angesprochenen Zeiträumen einer möglichen Fällaktion übereinstimmen. Dennoch ist dieser der für mich plausibelste Erklärungversuch.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (8)

Alles in allem ist der „Krumme Wald“ einen Abstecher wert. Nicht nur wegen der Rätsel um seine Entstehung, sondern auch daher, dass es die einzig bekannte Baumansammlung ist, die diese besondere Wuchsform aufweist.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (2)

Musik: Phon.O Album: Black Boulder

6 Jun

10 Jahre Berliner Dub-Techno-Schule

Wo Rustie mit funky warmen Kristallen Akzente setzte schwebt nun der dunkeldüstere Kristallblock von Phon.o. Phon.o war mit meine erste Einstiegsdroge in die bassfreundliche Musik. Anno 2005 das erste Mal mit Dubstep und Grime konfrontiert entdeckte ich damals parallel die recht produktive Berliner Dub-Techno-Schule mit Al Haca Soundsystem, Tolcha, RQM als MC, Jahcoozi, Modeselektor und natürlich Phon.o. Niemand konnte vorausahnen welcher Hype Dubstep werden würde zu Beginn der 10er Jahre. Die Berliner Elektrodubgeschichten (unvergessen auch: Rythm & Sound) blieben dagegen relativ „im Untergrund“ verankert, wenn man jetzt mal von Moderat absieht. Hierbei wären wir auch schon beim Label: 50Weapons, dass unter der Federführung von den beiden Moderat-Jungs steht.

Nun also ein Album bei einem Label, dass zuletzt mit den Veröffentlichungen Anstam, Lazer Sword, Major Lazor und Benjamin Damage & Doc Daneeka jüngst für Aufsehen sorgte. Carsten Aermes aka Phon.o dropt ein spannendes Werk auf dem verschiedene Spielarten der Bassmusik eine durchgehend befriedigende Fusion eingehen. Dub-Techno, burialesker Dubstep, Future Garage, Hardwax-Schule, UK Funky und futuristische HipHop Beats seien mal als lose Rahmenbegriffe in den Ring geworfen. Das Glockenspiel von Beginn des Albums wird bald hinter sich gelassen und die Bassläufe werden druckvoller. Die Atmosphäre bleibt dabei immer düster und dicht. Insbesondere „Leave a Light on“ mit Vocalist Tunde Olaniran hat Ohrtwurmcharakter. Robot Kochs 2011er Scheibe funktioniert ganz gut in Kombination mit Black Boulder. Man könnte das Ganze auch ins Spannungsdreieck zwischen Burial, SBTRKT und Zomby einordnen. Ein gelungenes erstes Album auf 50Weapons des aus dem Harz stammenden Phon.o.

 

 

 

Plakat-Design: Kieler Woche

16 Apr

Inspiration: Minimalistisches von 1958 bis Heute

Die Kieler Woche ist eine jährlich stattfindende Segelregatta, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kiel ausgetragen wird. Sie gilt als eines der größten Segelsportereignisse der Welt. Besonderes Interesse haben auch die Veranstaltungsplakate der Kieler Woche aus den letzten Jahrzehnten verdient. Die Motive sind oft sehr künstlerisch und minimalistisch (z.B. im Vergleich zu den jährlichen Oktoberfestplakaten). Ungwöhnlich für eine Großveranstaltung. Namhafte internationale Grafiker haben mit ihren Entwürfen inzwischen eine beeindruckende Galerie des Plakat-Designs geschaffen. Die vollständige Plakat-Rückschau inklusiv der Namen der verantwortlichen Designer findet sich hier. bildraum zeigt einige der schönsten Entwürfe (die Plakate sind leider nur in dieser Auflösung verfügbar):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik: Die besten Alben des Jahres 2011

9 Jan

Top30 – Lieblingsscheiben und Zukunftsmusiken

2012 ist schon wieder eine Woche alt und mit „reichlicher“ Verpätung gegenüber den üblichen Hipsterplattformen wie Pitchfork reicht auch der bildraum noch eine kleine Übersicht der Lieblingsalben im vergangenen Jahr nach. 2011 als Musikjahr war grundsätzlich gefühlt nicht so sympathisch wie 2010. Das lag einerseits daran, dass nicht alle Alben die hochgehegten Erwartungen erfüllten (James Blake, 2562, Hyetal, Emika, Balam Acab etc.) andererseits wohl daran, dass die Betriebssamkeit in geschätzten Subgenres wie Chillwave oder Witchhouse doch um einiges nachgelassen hat. Überraschend stark zeigten sich elektronische Veröffentlichungen aus heimischen Gefilden.. mit Dominik Eulberg, Robot Koch, Moomin und Roman Flügel schaffen es vier Platten locker in die Top30, Robag Wruhme, Steffi und Kreidler scheiterten knapp. Mit den Dial und Freude am Tanzen Platten wird schon offenkundig, dass 2011 dort weiter machte, wo 2010 mit Pantha du Prince und John Roberts aufhörte. Nämlich überall rund ums House. Deep House, Detroit House, Techhouse usw. allüberall bis hinüber in technoide Gefilde. Einzuordnen in diesen musikalischen Kosmos sind Dominik Eulberg, Roman Flügel, Morphosis, Sandwell District, The Field, John Heckle, Altered Natives, Omar-S, GusGus und Moomin. Also ein Drittel Steady Beats in der Top30. Einen weiteren wichtigen Teil nehmen die von englischer Clubmusik inspirierten Werke zwischen Post-Dubstep, Uk Funky, FutureGarage , Footwork und sonstigen elektronischen Bastardereien ein. Namentlich vertreten durch Kuedo, Zomby, Rustie, Robot Koch, BNJMN, Martyn, SBTRKT, Sepalcure und Machinedrum. Noch ein Drtittel. Das verbliebene Drittel teilen sich Araabmuzik, Holy Other und Oneohtrix Point Never anderselektronisch mit den Gesangsindietronicpoppern von Metronomy, Austra, Alaska in Winter, Sin Fang, Jamie Woon, John Maus und Summercamp. Einige Alben wie jene von Feist, Dillon, The Horrors und Modeselektor wurden nicht ausreichend gehört um sie in die Wertung mit einfließen zu lassen. 2012 wird interessant sein, ob sich das Verhältnis der genannten Musikströmungen zueinander ändern wird…

1. Metronomy – The English Riviera

2. Kuedo – Severant

3. Zomby – Dedication

4. Rustie – Glass Swords

5. Robot Koch – The Other Side

6. Dominik Eulberg – Diorama

7. Austra – Feel It Break

8. Alaska in Winter – B-Sides & Other Missed Opportunities

9. Roman Flügel – Fatty Folders

10. BNJMN – Plastic World

11. Martyn – Ghost People
12. Holy Other – With You EP
13. Araabmuzik – Electronic Dream
14. Oneohtrix Point Never – Replica
15. SBTRKT – SBTRKT

16. Morphosis – What Have We Learned
17. Sandwell District – Feed-Forward
18. The Field – Is This Power
19. John Heckle – The Second Son
20. Sepalcure – Sepalcure

21. Altered Natives – Tenement Yard Vol. 2
22. Omar-S – It Can Be Done But Only I Can Do It
23. Sin Fang – Summer Echoes
24. GusGus – Arabian Horse
25. John Maus – We Must Become The Pittless Censors Of Ourselves

26. Moomin – The Story About You
27. Summercamp – Welcome to Condale
28. Machinedrum – Room(s)
29. Pictureplane – Thee Physical
30. Jamie Woon – Mirrorwriting

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