Tag Archives: geheimnisvoll

Forst II

23 Aug

Mythos Wald

…unterwegs an der bayerisch-tschechischen Grenze





Wald Nebel Forst Märchen




Wald Geheimnisvoll Herbst




Wald Moos Fichten Nadelwald




Schöner Wald Deutscher Wald




Wald Bäume parallel abstarkt

Portraitfotografie: Der Karner von Chammünster

12 Mrz

Historische Totenschädel im Beinhaus

Eine makabere Besonderheit weißt die Kirche von Chammünster nahe Cham in der Oberpfalz auf: Das einzige Beinhaus in weitem Umkreis, das noch mit Knochen gefüllt ist. Die Pfarrei ist eine der frühesten urkundlich erwähnten in der Gegend (975). Eindrucksvoll spiegelt die große dreischiffige Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit ihren knapp Hundert mittelalterlichen Grabplatten von Adeligen die frühere Bedeutung wieder. Fotografisch am interessantesten ist – für mich – aber der ehemalige Karner. Die Oberpfalz wechselte während der Reformation mehrmals die Religion – unter calvinistischem Einfluss wurden viele Begräbniskulte wie etwa Beinhäuser verboten und die entsprechenden Gebäude auf den Friedhöfen zerstört. In den mittelalterlichen Karnern / Beinhäusern wurden die Knochen vor längerer Zeit Verstorbener aufbewahrt – sobald der meist um die Kirche angelegte Friedhof nicht mehr genügend Platz für neue Gräber bot. Die Knochen wurden ausgekocht und meist durch eine Luke in ein unter Bodenniveau liegendes Gewölbe hinabgewörfen. Bei der Zerstörung des Karners in Chammünster wurde in calvinistischer Zeit nur die oberirdischen Gebäudeteile zerstört, der Raum mit den Knochen wurde verschüttet, blieb aber erhalten und geriet in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert wurde er wiederentdeckt. Man zählte mehrere Tausend Totenköpfe und Knochen, ein Teil davon wurde begraben, der Rest aufgeschichtet. So sind heute neben der Aussegnungshalle in einem Tonnengewölbe noch 5000 Schädel und links von der Aussegnungshalle in einem unter Bodenniveau liegendem Raum die aufgeschlichteten Knochen zu sehen. Ein makaberer Ort – und eine Erinnerung daran, dass der Umgang mit dem Tod im Mittelalter ein anderer und alltäglicherer war als heute. Der nächstgelegene noch mit Knochen ausgestattete Karner ist meines Wissens in Melnik am Zusammenfluss von Moldau und Elbe nördlich Prag.

Die Kirche von Chammünster und das Kreuzrippengewölbe:

Ein Lieblingsplatz und weiteres

28 Apr

Neue alte Fotos. Diesmal wieder Landschaft. Ein bisschen kreuz und quer, aber doch mit einem gewissen Schwerpunkt auf dem Lerautal bei Leuchtenberg. Auf kurzer Strecke überbrückt die Lerau einen verhältnismäßig großen Höhenunterschied zwischen einer flachen Landschaftseinheit oberhalb des Naturschutzgebietes Lerautal und ihrer Einmündung in die Luhe. Eintiefung und die Bildung von Felsschwellen sind die Folge. Beiderseits der Lerau sind große, oftmals wahllos herumliegende Granitblöcke typisch. Sie liegen heute meist zufällig übereinander. Innerhalb der Verwitterungsdecke blieb die Felsengruppe der Wolfslohklamm ausgespart. Das Lerautal bei Leuchtenberg ist auf einer Länge von 1,5 Kilometern seit 1938 Naturschutzgebiet. Vermutlich wurde es als solches ausgewiesen, um die besonderen Felsformationen des Tals vor dem Abbau zu schützen. Dies war ursprünglich für die Anfertigung von Pflastersteinen für die Ostmarkstraße (heute B22) vorgesehen.

Das Tal ist einer meiner Lieblingsplätze zuhause in der Oberpfalz. Umrahmt vom zauberhaft verwunschen anmutenden, moosüberwachsenen Felsen und dem Rauschen des kleinen Fluss ist das Tal sehr gut dafür geeignet, um einmal die Zivilisation ein wenig hinter sich zu lassen und in der freien Natur seinen Gedanken nachzuhängen. Selten sind mir bisher dort Menschen begegnet. Aber ich kann jedem empfehlen dorthin eine Wanderung zu unternehmen:

Herbststimmung

Herbststimmung

Wildes Wasser

Wildes Wasser

Lebenswege

Lebenswege

Diese und weitere Landschaftsfotos finden sich in größerem Format HIER.

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