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Fotos & Musik: Herbstderbst

8 Nov

Holy Other, Koreless & Raziek tanzen auf dem Blockstrom

 

Koreless = Postdubstep | Holy Other = Witchhouse | Raziek = RnB-Drummachine. So könnte man die  Klassifizierung der drei genannten Künstler vornehmen. Gemeinsam haben sie, dass sie im Lauf des Jahres in Erscheinung getreten sind und dass sie innovativ die vorhandenen Stilmittel ihres jeweiligen Genres ausreizen und Grenzen überschreiten. Eingebettet sind diese Klanglandschaften in Fotografien aus dem „Doost“. Der Doost ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen Oberpfälzer Wald, genauer gesagt nahe dem Städtchen Floss. Ein kleiner Bach, die Girnitz, fließt unter metergroßen Granitmurmeln dahin. Relikte der nacheiszeitlichen unterirdischen Wollsackverwitterung und kein Teufelswerk. Aber ein schöner abgeschiedener Ort allemal.. noch nicht das perfekte Licht auf den Bildern, aber es hat gut getan diesen Ort mal wieder aufzusuchen. Beim Finish hab ich mich nach verschiedenen Vintage und gecrossten Serien wieder an meinen klassischen Landschaftsfotografien wie jenen aus Island orientiert.

 

Bei den Bildern handelt es sich um 1200 Pixel breite Panoramaaufnahmen, ein Öffnen in neuen Tabs wird empfohlen.

 

 

 

 

Holy Other

Ein Producer aus Manchester… man könnte die Musik als angewitchten Downtempo R&B 2-Step bezeichnen. Ein erfolgreiches Nachspiel der Witchhouse Welle – auch die visuelle Kommunikation kokettiert mit deren Symbolen. Veröffentlicht wird auf dem TRI ANGLE Label. Im frühen 2011 erregten seine Tracks größeres aufsehen – der Herbst ist vermeintlich die optimale Jahreszeit sich diesem Sound wieder hinzugeben. So drone.

 

Koreless

Bei Koreless handelt es sich um einen der gerade wie aus dem Boden sprießenden Post-Dubstep / Poststep Producer. Er stammt aus Glasgow und produziert minimale aber doch vereinnahmende Tracks die einen aus dem Alltag in eine andere Welt entführen können. Das Zitat von Gilles Peterson (Radio 1) unterstreicht die Ambitionen des 19 Jährigen Künstlers: „Remember when you first heard James Blake and Ramadanman? Well, remember this is where you first heard Koreless“.

 

Raziek

Von den herbstlichen Klängen noch einmal zurück in den ausklingenden Sommer mit der „Love & Bass EP“ von Top Billins Raziek. Drum Machine trifft Bass trifft R&B Samples. So kommen fast alle momentanen Entwicklungstendenzen elektronischer Musik, von Footwork bis Rythm&Blues Revival, in dieser EP zusammen. Vertraute Klangbilder treffen auf innovative Arrangements. Kann durchaus gefallen – ob diese art Musik wirklich nachhaltig ist oder zukünftig etablierte Stilelemente elektronischer Musik vorwegnimmt bleibt abzuwarten. Aber wer hätte 2006 gedacht das Dubstep 2011 Allgemeingut sein würde…

 

 

 

 

Fotografie: Verwunschene Orte an der Westküste Portugals

25 Okt

Vom Zauber alter Königspaläste und des Atlanitks

Von Lissabon war an dieser Stelle in den letzten Wochen ja schon öfter die Rede – doch auch das Umland der portugiesischen Hauptstadt weißt einige sehenswerte Orte auf, die einen Abstecher lohnen – insbesondere wenn es in der Innenstadt zu heiß wird ruft die Küste und das Bergland.

Quinta de Regaleira in Sintra

Von Lissabon war an dieser Stelle in den letzten Wochen ja schon öfter die Rede – doch auch das Umland der portugiesischen Hauptstadt weißt einige sehenswerte Orte auf. Ein Ziel vieler Tagestouristen ist die Königsstadt Sinta. Diese kleine Stadt im nördlich von Lissabon gelegenen Bergland strotzt geradezu vor Parks und Palästen. Ehedem war sie der Sommersitz der portugiesischen Könige Gleich sieben richtig große Anlagen findet man dort – dabei ist die Quinta de Regaleira sicher mit die am mystischten angehauchte. Ein reicher Geschäftsmann verwirklichte sich am Ende des 19. Jahrhunderts seinen Traum von Schloss und von einem besonderen Park. Die Grotten und Quellen des Gartens sind an mythologische Inhalte angelehent und verbinden sich mit dem üppigen Grün der Bergwälder zu einem geheimnisvollen Reich der Sagen und Legenden. Der Film „Pans Labyrinth“ lässt grüßen. Am beeindruckendsten ist sicher die „Initiation Well“ – ein unterirdischer Turm. 27m tief führt hier eine große Wendeltreppe ins innere der Erde. Verschiedene künstliche Höhlen und Grotten münden in die Stufenspirale ein. Durch das Eindringen in das Erdinnere und das Zurücktreten an das Tageslicht werden die Seelenbilder archaischer Fruchtbarkeitsrituale aufgegriffen. Natürlich ist das ganze auch ein dankbares Fotomotiv.



Botanischer Garten Belem

Im Stadtgebiet von Lissabon selbst findet man den „Jardim Tropical“ im Stadtteil Belem; so ziemlich genau hinter dem populären Hieronymus Kloster gelegen. Während sich vorne im heiligen Gemäuer die Touristenströme ergießen, ist es im botanischen Garten angenehm ruhig. Die Atmosphäre der mit vor allem tropischen Pflanzen bestückten Parkanlage ist geradezu zauberhaft. Der morbide Charme der städtischen Bauten macht auch nicht vor dem Garten halt – so finden sich schön verzierte Gewächshäuser, an denen der Zahn der Zeit nagt, ein ehemaliger Adelssitz und viele weitere Gebäude und Themengärten in der Anlage. Die Vegetation wird dennoch relativ gut gepflegt, so dass es wirklich schön ist zwischen Palmen, Wasserflächen und mit gewaltigen Wurzeln versehenen Urwaldbäumen zu wandeln. Wie man sieht, ist der Garten auch eine sehr gute Kulisse für Portraits:

Adraga Beach

Das klassiche Baderevier Portugals ist ja die Algavre an der Südküste. Doch auch im Umland von Lissabon finden sich sehr schöne Strände. Die meterhohen Brecher des Atlantiks machen das Baden zwar zu einer nicht ungefährlichen Angelegenheit – aber zum Surfen und am Strand liegen sind die Gegebenheiten sehr gut. Neben den typischen feinsandigen Stränden möchte ich besonders zwei Badebuchten erwähnen. Zum einen den „Praia de Adraga“ – einen der schönsten Strände die ich bisher gesehen habe. Nicht umsonst wurde dieser Strand vom Guardian Magazin zu einem der 20 schönsten Strände Europas gekürt. Feinster Sand wird umschlossen von hohen dunklen Felsmassiven welche wiederum von Grotten durchbrochen sind. Vor der Küstenlinie ragen aus dem Wasser markante Felsnadeln, an denen sich die Wellen in wild schäumender Gischt brechen. Zusätzlich ist der Strand nicht so überlaufen wie die näher zur Hauptstadt gelegenen. Die beste Gelegenheit dem monotonen Heranrollen der Wellen zu lauschen. Oder zu Fotografieren – drei verschiedene Shootings konnt ich in den 4h in denen ich vor Ort war beobachten. Natürlich machte ich auch ein paar Bilder… Ein weiterer empfehlenswerte Strand ist der „Praia de Ursa“ – der Strand des Bärens. Selbst war ich nicht vor Ort, weil dieser nicht direkt anfahrbar ist und eine relativ Steile Wanderung in der Nähe vom Copa Roca – dem westlichsten Punkt Europas – nötig ist um den Strand zu erreichen. Doch die zyklopenhaft aufgetürmten Felstürme auf den Fotos die ich gesehen hab, versprechen eine noch beeindruckendere fotografische Kulisse als beim Praia de Adraga (wo wiederum der Strand schöner ist). Der eben genannte westlichste Punkt Europas wirkt durch sein weißes Leuchtturmhaus wirklich wie der Abschluss jeglicher Landmasse. Auch die Orte an der Küste zeigen sich pittoresk. Besonders Azhenas do Mar liegt eindrucksvoll an der atlantischen Steilküste. Vom dortigen Miradouro lassen sich auch die Angler beobachten, die von überhängenden Felsnasen Dutzende Meter in die Tiefe angeln. Die Menschen sind wie überall in Portugal nett – man isst abends frischen Fisch (Steinbarschfilet!) und in der empfehlenswerten (wenn man den Charme eines einfach Landhotels mag in dem seit Jahrzehnten die Zeit stehengeblieben ist) Pension Real in Praia de Macas schläft man in edelen alten Möbeln mit direktem Blick auf den Atlantik. Portugal und Lissabon – ein empfehlenswertes Reiseziel.


Fotografie: Island IV

20 Jul

Die Diplomprüfungen sind erfolgreich abgeschlossen. Neue Länder warten darauf, fotografisch entdeckt zu werden. Doch immer noch besteht auch ein riesiger Fundus an zeigenswerten Bildern von meiner Islandexkursion vor jetzt fast beinahe schon einem Jahr. In den letzten Tagen habe ich wieder zwei Dutzend Bilder durch das Postprocessing geschickt. Nach den bisherigen Island-Landschaftsfotografie-Artikeln (Teil I, Teil II und Teil III) gibt es immer noch viel neues zu entdecken. Trotz der von der Exkursionsführung eingeschränkten Zeit für Fotografie gelangen mir an den meisten Locations die Aufnahmen, die ich mir dort erwünscht hatte. Inzwischen ist mein Island-Thread (hier) im größten deutschssprachigem Fotografie-Forum, dem DSLR-Forum , mit fast 50.000 Views in der Topten im Bereich Landschafsfotografie. Das durchweg positive Feedback dort motiviert mich weiter meine Fähigkeiten im Bereich der Fotografie zu verbessern. Inzwischen gibt es auch Austausch und Kontakt zu weiteren Fotografen dieser Disziplin. So steht zum Beispiel der Gedanke einer rein auf Fotografie ausgerichteten Islandtour mit den Jungs von photographerscrossing für 2012 im Raum (Informationen hier). Eine gewisse Aufbruchsstimmung macht sich breit… doch zunächst geht es weiter mit Teil IV der Landschaftsfotografie aus Island.

Landschaftsfotografie Teil IV

Dämmerung an der Küste nahe Höfn

Wasserfall nahe Sprengisandur

Sonnenuntergang Skaftafell Nationalpark

Landschaft beim Kárahnjúkar Stausee

Spiegelung Gletscher Lagune Jökulsarlon

Vulkanlandschaft Þórsmörk

Hraunfossar an der Hvita

Gletscherlandschaft nahe Jökulsarlon

Der Vulkan Herðubreið am Morgen

Farbstrukturen in Landmannalaugur

Heimaey – Klippen der Westmännerinseln

Schlucht nahe des Skogafoss

Glühende Wolkenformationen beim Camping Sprengisandur

Wasserfall am Eyjafjallajökull

Abend am Golfplatz von Heimaey

Grünes Tal in der Þórsmörk

Gletscherzunge in Südwest-Island

Wasserfälle stürzen an der Küste im Norden ins Meer

„Isländisches Paradies“ – Ein Tal mit Wasserfällen und Höhlen

Schafabtrieb an einem sonnigen Herbstmorgen

Autowrack etwas versteckt am Wegesrand

Campingplatz Toiletten in Island

 

Fotografie: Island III

1 Apr

Nachdem ich bereits in zwei Beiträgen (Teil I und Teil II) Landschaftsfotografien von meiner letztjährigen Island Exkursion hier veröffentlicht habe der dritte Nachschlag. Diesmal wieder Bilder quer aus dem „Island roh“ Ordner. Vielleicht frägt man sich nach welchen Kriterien ich die Bilder zur Bearbeitung auswähle. Nun, eigentlich nicht besonders objektiv. Im genannten Ordner sind mehrere Hundert Bilder die auf ihr Finish warten. Die Vorgehensweise ist also einfach mal munter auf den Scrollbalken drücken und warten bei welcher Position er stehen bleibt und dann das nächstbeste Foto an die EBV Maschinerie weiterleiten. Das hat zur Folge dass ich ein „Best of“ vermutlich erst in paar Monaten zusammenstellen kann. So tröpfeln halt immer wieder ein paar Bilder nach. Bei zwei der heute gezeigten Bildern gab es Probleme weil ich bei der Aufnahme mit zwei Blenden unterbelichtet hab. Das führte im Postworkflow zu Prolemen mit den Kontrasten der dunklen Bereiche. Doch nicht allein die fotografische Perfektion ist der Anspruch mit dem die Bilder hier gezeigt werden. Es geht auch um Landschaftsformen, Szenenpotential etc. Daher viel Spaß mit Island Nummer III.

 

Landschaftsfotografie Teil III

Schlucht beim KERLINGARFJÖLL

Mondnacht in der Nähe von HÖFN

Moosbedeckte Landschaft irgendwo auf der Route

Ostküste – Felsen bei AUSTURHORN

Farbiges Gestein in LANDMANNALAUGAR

Frostmuster und Eiskeilrisse im Hochland

Wasser gefüllter Krater der HEKLA Vulkankette

Kleiner Geysir/Fumerole in HVERAVELLIR

DETTIFOSS abstrakt

Bunte Landschaft in LANDMANNALAUGAR

Diese Spalte in ÞINGVELLIR kennzeichnet die Plattengrenze zwischen Europa und Amerika

Spiegelungen auf der Gletscherlagune JÖKULSÁRLÓN

Fotografie: Eisiger Frühlingsanfang

25 Mrz

Ein eisiger Morgen auf dem Dreisessel

Dreisessel - Böhmerwald / Sumava
N 48°46`52`` und O 13°48`12``
1330-1368m ü. NN
20.3.2011
Lufttemperatur -8,5°C
Schneehöhe 50cm, 10cm Neuschnee
6:15-8:00 Uhr morgens
Canon 5D MKII + 24mm TSE II

 

Panorama des südlichen Böhmerwalds

Während in Bonn die Temperatur schon an der 20°C Grenze kratzen, sind die Höhenzüge des Böhmerwaldes noch fest im grimmigen Griff des Winters. Am 20.3.2011 waren in den Ostbayerischen Mittelgebirgen überhalb 700m noch Schneereste, überhalb von 900m eine geschlossene Schneedecke zu finden. Ab einer Höhe von 1100m schien das Thermometer schon längere Zeit nicht mehr über die 0°C gestiegen zu sein, da sich noch Schnee auf den Ästen der Bäume befand. Während also in den Niederungen rund um die Höhenzüge langsam der Frühling Einzug hält, bot das Dreisessel noch sehr gut Gelegenheit für ein paar spätwinterliche Fotografien. Der breite Bergrücken erreicht an seinen Gipfelfelsen wie Hochstein, Dreisesselfels, Plöckenstein und andere Höhen von 1330 bis 1368m. Der Dreisessel wird auch Dreiländerberg genannt, da auf einem Sattel des Massiv Deutschland, Tschechien und Österreich zusammentreffen. Der Nationalpark Sumava reicht auf der tschechischen Seite bis zur Grenze, auf deutscher Seite befindet sich ein 270 Hektar großes Waldschutzgebiet. Doch durch Borkenkäferbefall und Kyrill haben die Bergfichtenwälder stark gelitten. Wie Knochen ragen die bleichen abgestorbenen Bäumstämme in den Himmel und tragen zu einer von Schnee bedeckten surrealistischen Landschaft im Morgenlicht bei.

 

#1,7 Waldwoge reiht sich an Waldwoge
#2,4,6,8,10,13 Nashornfelsen
#3,12 Borkenkäfer geschädigter Bergwald
#5 Frühling in Österreichischen Talungen
#9,11 Dreisessel Gipfel und Schutzhaus

 













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