Tag Archives: Fantoft

Photoshop: Flyer Design

2 Nov

Ein paar grafische Nebeneffekte meiner innigen Beziehung zu Photoshop. Oder auch: Der lange Weg zu ein paar Composingskills. Erstellt 2009-2010 für Randomfloor und Kult 140: Bonn Better Knows. Per Klick auf einen einzelnen Flyer gelangt man zu einer größeren Ansicht. Aktuell ganz oben empfohlen: Dubstep im Kult41 in Bonn… 13.11.2010.




Graphic Stuff: Flyer und so

6 Feb

Zwei mehr oder minder aufwendige Flyer und das Logo von „Random Floor“ (Schalldrucktrupp bestehend aus Mo Minze und meiner Wenigkeit)  aus der Norwegenperiode. Soll ja nicht verloren gehen dass ich hin und wieder auch noch grafischen Output produziere…

Maniac Mansion
ISU Ending
Logo

Norwegen – Wenn die Nacht hereinbricht über Bergen

14 Jan

Abschied aus Norwegen

Hier zeige ich die letzten Bilder die ich in Norwegen gemacht habe. Noch einmal kam Besuch aus Bonn. Am betreffenden Wochenende nahmen wir uns die Fjellfestning, die Fjell Festung auf Sotra nahe dem Ort Fjell als Ausflugsziel vor. Diese Festung wurde während des zweiten Weltkrieges von den Deutschen ausgebaut, um die wichtige Hafeneinfahrt nach Bergen zu schützen. Dafür wurde einer der Kanontürme des Kriegsschiffes „Gneisenau“ dort fest als zentrales Element einer ausgedehnten Bunkeranlage montiert. Das Gebiet ist relativ Interessant und frei zugänglich, u.a. stehen auch noch zwei originale 10,5 cm Flak Geschütze herum, wie auf den ersten beiden Bildern zu sehen ist.

Danach suchten wir noch das offene Meer auf. Die Sonne meinte es nicht gut mit uns, aber noch einmal begabg ich mich nahe an die tosende wilde Gischt, wie die beiden weiteren Bilder zeigen.

Auch in Bergen war ich nochmal unterwegs. Die Bilder zeigen zunächst mein Wohnheim Fantoft und Hochhauskollegen in ihrer ganzen Hässlichkeit im gleißenden Licht der Abendsonne. Es folgen bemerkenswerte Lichtstimmungen über Bergen und Ulriken, welche die Stadt in goldenes Licht tauchten. Mein Weg führte mich weiter zum Königsschloss vor Abendrot und zum Sonnenuntergang am Fjord „beim König“.

Die Nachaufnahmen zeigen das Weltkulturerbe Brüggen mit seinen alten hölzernen Handelshäusern und die Festung Arhus mit dem Palas Haakonshallen.

Somit ging ein halbes Jahr in Norwegen zu Ende. Es waren schöne Monate, mit interessanten Menschen, spektakulären Ausflügen, aber insbesondere im September mit Regen und allen Vor- und Nachteilen eines Wohnheimlebens. Viele Dinge die ich mir vorgenommen habe konnte ich besuchen und gute Bilder mit nach Hause bringen. Andere wie die Lofoten warten noch auf ihre Entdeckung. Norwegen, ich kehre zurück und vermutllich werde ich auch hier noch den ein oder anderen Bericht online stellen.

Feiern in Fantoft

23 Aug

Eine bakterielle Infektion meines linken Lungenflügels hält mich momentan ein wenig davon ab, größere Aktionen mit Kamera oder im sportlichen Bereich zu starten. Wobei ich mich schon wieder auf dem Weg der Besserung wähne. Einstweilen gibt es einen Eindruck des sich etablierenden Freitag Abend im Fantoft Studentboliger… Moritz und ich halten die Fahne der Musikkultur(oder -unkultur) hoch. Insbesondere vielen Dank an Moritz, dass er alles Nötige zum Auflegen mit nach Norwegen gebracht hat…
Das Video ist der erste Edit-Versuch von Material meiner neuen Outdoor-Camcorder Panasonic SW20. An und für sich bin ich mit der Qualität sehr zufrieden, nur das Format müsste noch auf 16:9 umgeschalten und die Kameraführung spannender werden.

Skandinavische Achterbahn

17 Aug

Ich bin kein Erstsemestler mehr…

So die ersten 14 Tage in Norwegen sind vorbei. Was gibt es zu berichten seit dem letztem Eintrag an dieser Stelle? Achja, die von Mentoren begleitete Einführungswoche fand statt. Leider mit meiner Beteiligung. In einem Satz zusammengefasst möchte ich festhalten, dass ich Stadtrallies, Erstsemesterparties und das norwegische Trinkverhalten äußerst merkwürdig finde. An der Universität war ich natürlich auch, um mich zu registrieren, Vorbesprechungen zu besuchen und mehr oder weniger wertvolle Informationen abzugreifen. Ich bin schon ein wenig auf den ernsthaften Unibetrieb gespannt.

Unser fahrbarer Untersatz in der ersten Woche

Unser fahrbarer Untersatz in der ersten Woche

Meine Kurse umfassen einen Norwegisch Sprachkurs, einen Kurs zur Norwegischen Landeskunde (mit 3 Exkursionen) und einen zu Geoinformation.
Während der Woche gab es dann immer wieder beachtlichen Leerlauf, so dass sich bis letzten Freitag ein gewisser Fahrstuhleffekt einstellte. Nun gut, immerhin hab ich mit Tobias (einem der weiteren Bonner) ein wenig die nahe Umgebung erkundet – sehr schön das Königs“schloss“ mit Park am nahen Fjord, weniger spannend der Nachbau einer 1992 von einem Satanisten abgefackelten Stabkirche. Eine von Sicherheitsmaschendrahtzaun umgebene Holzkirche entspricht nicht meinem Geschmack. Eine Sehenswürdigkeit der Art „durch Tourismusproklamation zur Zwangssehenswürdigkeit gemacht“.
Freitags rief ich dann alte Tugenden in Erinnerungen und suchte in Google Maps nach einer landschaftlich reizvollen Laufstrecke. Der größte See hat ungefähr 500m Länge… dadurch könnte man jetzt auf die Länge der Strecke zurückschließen (natürlich könnte ich auch Google Earth installieren, aber dazu bin ich noch zu faul gerade). Nicht ganz ohne ist der Höhenunterschied von 400m, ganz flüssig konnte ich nicht durchlaufen, aber das zu schaffen ist ja schon mal ein motivierendes Ziel. Einer der beiden Aufstiege ist nachts beleuchtet (etwas surreal wenn Straßenlaternen ohne weiter erkennbaren Sinn im Hochmoor rumstehen), das sollte sich während der dunklen Tage auszahlen.

Seenrunde

Seenrunde

Freitag war dann auch die erste richtig organisierte Wohnheimsfeier im 18. Stock. Moritz (der Regensburger Psychologiestudent) lieferte durch sein DJ-Set die passende musikalische Untermalung. Im Lauf der Nacht gab es noch dreimal Feueralarm, weil irgendein Honk im 10. Stock den Alarmknopf eingeschlagen hat. Nunja, nach dem Ersten flüchtete niemand mehr. Man kann nur hoffen, dass es nie ernsthaft brennt, sonst gäbe es ein internationales Barbequeue nie dagewesenen Ausmaßes.

18. Stock - berühmt berüchtigt

18. Stock - berühmt berüchtigt

Samstag und Sonntag hat es dann 48h geregnet. Bergen wurde seines Rufes als regenreichste Großstadt Europas mehr als gerecht. Aber nun ist der Himmel wieder weiß-blau… und da in der Küche im 16. Stock eben eine Münchnerin, eine Innsbruckerin, ein Innsbruck-Zuagroaster und drei Landshuterinnen in ein Frühstücksgespräch verwickelt waren, wähnte ich mich fast im bayerischen Voralpenland. Erinnerungen an die Zivizeit. Allein die allgegenwärtigen Möwen künden vom nahen Fjord.

Was sonst noch zu berichten ist:

Klobürsten-Klau

Also irgendwann hatte ich mal die einzige weiße Klobürste im ganzen Fantoft Studentboliger. Doch diese wurde mir geklaut. Sachdienliche Hinweise bitte an mich weiterreichen.

Trampolins und Kopfhörer

In jedem norwegischen Garten steht eines dieser merkwürdigen Outdoortrampolins mit Schutznetz. Darunter liegen immer 53 verschiedene Gummibälle. Ich hab ja den Verdacht, dass es die Trampolins ebenso wie die Koss Kopfhörer als kostenlose Dreingabe zu norwegischen Handyverträgen gibt. Denn ein Kind hab ich darauf noch nie rumspringen sehen. Die Koss Kopfhörer sind in Bergen-Stadt so eine Art Alltagsuniform, wir haben aufgehört die  Handyvertragdreingabeträger zu zählen.

kopfhörertrampolin

Kopfhörer aber weder Kinder noch Bälle

Ernährung

Würste (Auf norwegisch: Wienerpölser mit Pölsersennep, Kilopreis 5 Euro oder so), Fertigpizza (geschmacklos geschmackslos, Stückpreis 2,60 Euro aufwärts – also ok), Nudeln mit Tomatensoße (wie in Bonn) und das was mir in den anderen Küchen des Wohnheims so zufällt. Es fehlt eine billige Mensa und ich sollte unbedingt mal wieder Pilze sammeln oder Angeln um den Speißeplan ein wenig aufzupeppen.

poelse

Mhm lecker....

Norwegische Überlebensstrategien

Also prinzipiell kann man die Norweger in zwei Gruppen körperlicher Fitness aufteilen. Ich vermute dahinter zwei verschiedene Überlebensstrategien für den langen dunklen Winter. Auf der einen Seite die Sportverrückten, die ab dem Kleinkindalter bei jedem Wetter in leichter Kleidung und mit Turnschuhen die Berge hochlaufen. Auffallend der hohe Anteil Frauen, welche gleich den Walküren der nordischen Mythologie zum Ulriken emporschweben, als ob der Souvenirshop am Gipfel die Walhalla selbst wäre. Mitunter beeindruckend und ich versuche diese Strategie zu übernehmen.
Daneben gibt es aber auch eine Moppelfraktion, die gerade Vorräte am eigenen Körper bunkert, von denen sie im Winter zehren kann. Was jetzt nicht heißt, dass diese Norweger fett oder hässlich wären. Sie sind einfach zufriedene Wonneproppen, die auch dann nicht verhungern würden, wenn der Eisriese Ymir höchstpersönlich einen Gletscher vor ihrem Hauseingang platziert.

Norweger

Norweger Typ 1 und 2

Spanier

Fröhliche und sympathische Menschen. Die passende Ergänzung zu unserem Zirkel in den obersten Stockwerken für die einstelligen Flure.

Jetzt geht’s erstmal in die Küche, bisschen Pölser essen.

Noch mehr lesenswerte Geschichten aus dem Fantoftghetto in Bergen gibts hier:

Tobias Blog

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