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Fotografie: Bayerische Spezialitäten

14 Mrz

Konzeptionelle Fotoserie zum Begriff „Heimat“

Im Rahmen eines internen Wettbewerbs auf der Fotografieplattform luxundlaune hab ich mich fotografisch mit dem abstrakten Begriff „Heimat“ auseinandergesetzt. Den konventionellen Rahmen sprengend hab ich mich für eine Umsetzung entschieden, die eine mögliche Beziehung zu Heimat im Alltag aufgreift. Regionalität als ikonisiertes Qualitätsmerkmal für authentische Produkte. Der Käufer soll teilhaben an der Glückseeligkeit und Gemütlichkeit der Herkunftsregion. In meinem Falle eben Bayern. Denn im Supermarktbayern ist die Welt noch in Ordnung.

„Die Fotoserie karikiert anhand von bei Aldi gekauften Lebensmitteln, dass Produkte heute aus dem speziellen regionalen Kontext gelöst werden. Aus dem Discounter-Sortiment hab ich mich für klassische bayerische Spezialitäten entschieden in Bezug auf meine eigene Identität. Regionale Produkte als authentische Qualitätsgaranten – und dass sofort und überall. Ein Genuss, der den Konsumenten vermeintlich teilhaben lässt an der Idylle regionaler Produktionslandschaften. Da ist die Welt noch in Ordnung. Ein Stück genießbare Heimat und Nestwärme wird vorgegaukelt, aber gleichzeitig werden die Besonderheiten in den Regionen selbst durch die allgemeine Verfügbarkeit nivelliert. Heimatliche Vielfalt und Identität stiftende Tradition wird zur leeren und universell austauschbaren Vermarktungshülle. Eine Wurst wird zu Bayern im Tellerformat. Ein Stück Heimat zum anbeißen für jeden.“

 
 

 
 

 
 

 

 

Kunst: Ausstellungshighlights im Jahr 2012

24 Jan

13. Januar bis 13. Mai

Andreas Gursky

Museum Louisiana | Humlebæk/Dänemark

Gursky zeigt 40 großformatige Fotografien.  Humlebæk und das Museum liegen wunderschön nördlich Kopenhagen an der Ostsee.

12. Februar bis 13. Mai

Gerhard Richter

Neue Nationalgalerie | Berlin

„Panorama“ Ausstellung mit 150 Gemälden zum 80. Geburtstag des Künstlers

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27. April bis 1. Juli

7. Biennale

Berlin

KunstWerke, Konzeptionen, politische Aktionskunst

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5. Mai bis 5.Juni

European Photo Exhibition Award

Haus der Photographie | Hamburger Deichtorhallen

Für die Schau erarbeiten zwölf junge Fotografen aus Europa Foto-Essays zum Thema „Europäische Identitäten“.

12. Mai bis 16. September

„Track – Gent“

Gent

30 Künstler sind eingeladen, ihre Kunst in Privatwohnungen, nicht-öffentlichen Gebäuden und anderen Plätzen in der Innenstadt zu zeigen

 

9. Juni bis 16. September

Documenta

Kassel

Das Kunstereignis in diesem Jahr

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23. Juni bis 30. September

Claes Oldenburg

Museum Ludwig | Koeln

The 60ties – PopArt

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29. September bis 13. Januar 2013

Im Farbenrausch. Munch, Matisse und die Expressionisten

Museum Folkwang | Essen

Die „Fauves“, die sogenannten Wilden in der französischen Kunst wie Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck, stehen erstmals dem Norweger Edvard Munch und den damals jungen deutschen und russischen Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky und Franz Marc gegenüber.

12. Oktober bis 20. Januar 2013

Ends of the Earth Art of the Land bis 1974

Haus der Kunst | München

Die erste große historisch-thematische Ausstellung zur Land Art. 80 Projekte zeigen die ersten Experimente von Künstlern, sich die Erde als künstlerisches Medium an entlegenen Schauplätzen nutzbar zu machen.

15. November bis 24. Februar 2013

Otto Müller: Einfach. Eigen. Einzig

Lehmbruck Museum | Duisburg

Zum 80. Todestag des zeitweiligen Brücke Mitglieds

2011

Gustav Klimt

Wien

Verschiedene Ausstellungen zum 150. Geburtstag

Ruhr 2010: Zeche Zollverein

28 Mai

Allenthalben sollte ja mittlerweile bekannt sein, dass dem Ruhrgebiet 2010 als Kulturhauptstadt eine besondere Aufmerksamkeit zukommt. Man könnte nun natürlich darüber streiten wie ein Gebiet mit mehreren Stadtzentren eine Kulturhauptstadt sein kann, aber das würde den Rahmen dieses Beitrages eindeutig sprengen. Deshalb soll festgehalten werden, dass sich das Ruhrgebiet als altindustrialisierte Gegend einen gemeinsamen Aufschwung geteilt hat und infolge dessen, einen abschwingenden Strukturwandel bis heute teilt. Die Zeche Zollverein ist Weltkulturerbe und somit sicher einer der Hauptanziehungspunkte von Ruhr 2010. Dementsprechend wurde die Infrastruktur aufgerüstet ,um die – auch an einem normalen Wochentag – durchaus zahlreichen Besucher aufzunehmen. Dass das Ruhrgebiet eine Gegend im Umbruch ist, wird an der Grünanlagen rund um die Zeche Zollverein deutlich sichtbar – denn die sind keineswegs fertiggestellt, so dass man doch ein wenig darüber verwundert ist, aktive Bauarbeiten an den Außenanalgen auf dem Gelände vorzufinden.

Aber eigentlich soll es hier ja um Fotos gehen – Fotos von den Schachta Zeche Zollverein, der Kokerei, SANAA Gebäude etc. Durchaus mal sehenswert das Ganze – gibt es doch eine ganze Anzahl an Ausstellungen und mehr oder weniger attraktiven Attraktionen, so dass durchaus ein Tagesausflug nach Essen eingeplant werden kann. Erwähnenswert auf einem Blog, der auch Photographie behandelt, ist  die momentane  Ausstellung „Ruhrblicke“ im SANAA Gebäude. Sie zeigt wie sich das Ruhrgebiet gewandelt hat und die Sicht zeitgenössischer Fotografen auf das Ruhrgebiet heute. Unter den 11 ausstellenden Künstlern sind klingende Namen: Hilla Becher, Laurenz Berges, Joachim Brohm, Hans-Peter Feldmann, Andreas Gursky, Jitka Hanzlová, Candida Höfer, Matthias Koch, Elisabeth Neudörfl, Jörg Sasse und Thomas Struth. Die fotografischen Arbeiten können noch bis 24. Oktober 2010 besichtigt werden. Der Besuch kostet Studenten 2€ und ist zu empfehlen, auch wenn subjektiv die Qualität der Arbeiten sehr unterschiedlich ist. Aber nicht zuletzt die Großformate von Andreas Gursky lohnen das Aufsuchen des in minimalistisch moderner Betonarchitektur erbauten Ausstellungshauses.

Nun aber zu den Eindrücken des gestrigen Tages in Essen: Ich hab bei der Bearbeitung ein wenig experimentiert und verschiedene Workflows ausprobiert. Mit einigen der Ergebnisse bin ich zufrieden. Try & error ist immer noch einer der kreativsten Wege sich an die Bildbearbeitung heranzuwagen und im Gegensatz zum Nachklicken von Tutorials versteht man dabei auch, was mit dem Bild im Laufe der Bearbeitung passiert. Daher durchaus empfehlenswert, auch wenn es der schwierigere Weg is. Frisch und fröhlich aus der EBV geschüttelt:

Eingangskomplex mit Ruhrmuseum, Aussichtsplattform und überlanger Rolltreppe und dem Geländemodell im Vordergrund

Miniatur und Realität

Linienkultur

Die Zitadelle

Rolltreppe Detail – Zollverein

Zollverein Förderturm I

Zollverein Förderturm II

Blühende Landschaften?

Abstellgleis

Kleinere Förderanlage

SANAA Gebäude (vintage look)

SANAA Eckdetail

Durchbrüche &  Widersprüche

Kokerei Essen

Strukturen

Obligatorisch: Spiegelung

Kokerei Silos

Riesenrad Kokerei Essen

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