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Musik am Sonntagnachmittag: Daughter – The Wild Youth EP

29 Jan

Sanfte Musik zwischen Lykke Li, Feist und The XX

Die Londonerin Elena Tonra hat unter ihrem Künstlernamen „Daughter“ im vergangenen Jahr zwei offizielle EPs (The Wild Youth im November, His Young Heart April 2011) und eine Demo EP veröffentlicht. Zuletzt konnte im November die „The Wild Youth EP“ sehr überzeugen und führte zumindest auf der britischen Insel zu einem größeren Bekanntheitsgrad. Sehr schöne Musik, die von Elenas eingängigem Gesang getragen wird und Folk und sanfte elektronische Elemente kombiniert. Ein Plattenvertrag und ein erstes Album und 2012 könnte das Jahr von Elena Tonra werden…

bandcamp
soundcloud (teilw. mit Download)

Musik aus Island: Of Monsters and Men

16 Jan

Auf den Spuren von Mumfords & Sons

Eine 2012 sicher mit Spannung erwartete Platte, ist das zweite Album von Mumfords & Sons. Little Lion Man dürfte fast allen Lesern noch im Ohr nachklingen. Die Wartezeit kann man sich mit den Isländern von Of Monsters And Men wunderbar verkürzen. Das Rollingstone Magazin verglich sie mit Mumfords & Sons und Arcarde Fire, auch Edward Shape mag einem in den Sinn kommen. Ihre Single „Little Talks“ (auf bildraum auch hier) hat ab dem Herbst auch auf dem europäischen Festland viele Fans gefunden. Ich persönlich verbinde mit diesem Lied auch eine kleine Geschichte. Im Januar 2011 war es mir über eine Promo-Indieplaylist ohne jegliche Information zu Land und Hintergrund zugefallen. Da mir das Lied gefiel kam es auf eine CD welche unbeschriftet irgendwann im Handschuhfach verschwand. Im Sommer zog es dann einen Komilitonen – der ebenfalls bei der Islandexkuion 2010 dabei war – zurück nach Reykjavik zu einem Praktikum. Natürlich übermittelte er mir auch paar musikalische Kleinode der isländischen Kulturszene. Darunter Of Monsters and Men die in Island mit „Little Talks“ wochenlang die Single Charts anführten – das mir seltsam vertraut schien, ohne es genau zuordnen zu können woher genau.. Im Januar schließlich bemühte ich mich darum, die unbeschrifteten CDs im Handschuhfach mal zuzuordnen und ich war wirklich überrascht, „Little Talks“ auf einer der CDs zu hören. Allein durch diese verworrenen Handlungsfäden gehören OMAM zu meinen meistgespielten Bands in den ersten Wochen in 2012.

Im September 2011 erschien in Island „My Head is an Animal“ – das Debütalbum der Band. In den USA wurde am 20. Dezember vier Lieder daraus als „Into the Woods“ EP veröffentlicht. Es ist anzunehmen, dass das Album nach Island zeitverzögert auch das europäische Festland erobern wird. Auch das Artwork ihrer Cover und Promotionbilder gefällt mir sehr.

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Free: Poor Spirits – Forever Cruising EP

8 Dez

Synthie-Chillwave EP sichern

Die Poor Spirits gaben mit ihren Instrumentals eine gediegene Einleitung für das Nebelhorn Mixtape im Oktober. Jetzt ist eine neue EP mit 10 schönen Synthie-Chillwave Tracks erschienen, die hier legal heruntergeladen werden kann. Die Tracks werfen einen Blick zurück auf das Leben der Künstler – nicht immer ist es der Gute Laune Stoff der dabei verarbeitet wird, sondern es geht auch um Verlust und Trennungen. Das ganze ist unterlegt mit dem Poor Spirits typischen rohen Synthie Klang. Alles in allem eine schöne kleine Geschichte für dunkle Abende diese EP.

Poor Spirits – Too Easy

Poor Spirits – No Bad Days

Poor Spirits – VVOVV

Musik: November im Traumland

30 Nov

Peaking Lights | Tycho | Purity Ring | Silver Swans | Regal Safari | Blanck Mass

Am Fenster stehen und darauf warten, dass das letzte Blatt des Jahres vom Apfelbaum im Garten fällt. Die passende musikalische Untermalung wird heute vorgestellt. Irgendwo zwischen Chillwave/step/etc, Dreampop und Ambient.

Peaking Lights

Eine Paar aus Wisconsin schmiedet und lötet neue Instrumente um daraus elektronisch angehauchte Tracks zum Leben zu erwecken. Gabs so noch nicht im einzelnen, gibts jetzt schon. Auf Youtube schon länger, jetzt neu als Debüt und Anfang 2012 kommt schon Album Nummer #2. Gehört sicher mit zu den hörenswerten Dingen 2011.

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Tycho

Eine kleine Synthesizermelodie. Damit fängt es meistens an. Dann setzt der Bass und ein schleppender Beat ein. „Mit eigens produzierten Samples oder im Freien aufgenommenen Feldaufnahmen verpasst Scott Hansen alias Tycho dann seinen Tracks genau diese mystische und hypnotische Stimmung, die einen in das Tycho-Universum hineinsaugt und lange nicht mehr ausspuckt“ (FM4). Auch schon wieder fein. Nebenbei ist Tycho noch Betreiber des tollen ISO50 Blogs. Tycho kommt im übrigen vom Astronom Tycho Brahe. Passt zum Klangbild. Boards of Canada. Surf.

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Purity Ring

Seitenprojekt zweier Mitglieder der New Yorker Band „Gobble Gobble“ (hier schon mal vorgestellt der ein oder andere Track). Begeisternde Tracks – wilde Zitate und Fragmente von Pop treffen auf Breaks und Drops. Kurz einhören und dann vereinnahmt werden.

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Silver Swans

Wunderbar verhuschter Dreampop aus San Francisco. Mädchenmusik von Mädchen für alle im Advent.

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Regal Safari

Erschaffen mit ihren Soundlandschaften brücken um dem Alltagsgeschehen zu entkommen. Die Debüt EP RGLSFR erschien im Sommer. Ist das nun Chillstep? Only weist bei 1:30 einen Blake’schen Drop auf. Auf jedenfall ist es gut. Download frei über das „Pfeil runter“ Symbol von Soundcloud.

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Blanck Mass

Zum Abschluss gibt es noch epische Musik. Nicht internet-episch sondern analog-episch. In den Fußstapfen von Morricone und Carl Sagan. Das ebenso Blanck Mass Album genannte Album des Fuck Buttons Mitglied Benjamin John Power ist neoklassische Orchestralgewalt. Würde Gott die Schöpfung neu verfilmen, wäre dies sein Soundtrack. Chernobyl ist fast noch epischer als Roly Porters Arrakis.

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Frauenbewegung: Austra, EMA, Grimes

18 Mai

Stimmung gegen den Prüfungsalltag

Anhand der deutlich zurückgegangenen Artikelzahl hier auf bildraum lässt sich nachweisen, dass auch an mir Diplomprüfungen nicht spurlos vorbeigehen. Um mal wieder ein Lebenszeichen zu senden gibts bemerkenswerte Frauenstimmen im Mai 2011. Dabei habe ich auf einen elektrifizierten Klangteppich wert gelegt, so das leider andere gute Künstlerinnen wie tUnEyArDs (2009 das Phonofestivalen in Bergen lässt grüßen) vorerst zumindest außen vor sind.

Austra

Mein Lieblingswerk in dieser Sparte ist das Album „Feel it Break“ des kanadischen Trios Austra. Die Stimme der Sängerin und Songschreiberin Katie Stelmanis sorgt für den Unterschied – denn weiblichen Gesang auf Synthiemelodien gibt es reichlich. Aber den Unterschied macht der Minimalismus in den Aufnahmen von Austra. Denn in der Unaufgeregtheit der Platte liegt auch ihre Einprägsamkeit. Am 25.6. in Köln. Oder unter austramusic.com

Grimes

Ebenfalls aus Kanada stammend hat die Sängering Grimes kürzlich zusammen mit D’Eon die gesplittete EP  „Darkbloom“ rausgebracht. Auch hier findet sich elektrifizierte Grundstimmung in Verbindung mit weiblichem Gesang. Myspace.

EMA

Erika M. Anderson – kurze EMA – legt mit Past Life Martyred Saints kürzlich ein gutes und bemerkenswert eigenständiges Album vor. Die Sängering aus South Dakota die es an die amerikanische Westküste verschlagen hat (der Song „California“ als Hörzeichen) war vor ihren Solopfaden Sängerin bei den Gowns.

Bonus: Creep ft. Nina Sky

via M. Dohr

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