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Die Drei Zinnen – Die Kronjuwelen der Dolomiten I

20 Sep

UNESCO Weltnaturerbe im Herzen der Alpen

Eines haben die Drei Zinnen und das Edelweiß gemeinsam: Sie sind von Mythen umschlungen. Vorweg der Tipp zu einem relativ einfach zu findenden Standort dieser seltenen Alpenblume, die zum Ausreißen viel zu schade und zu selten ist, aber von der man doch gern ein Foto mit nach Hause bringt: Wenn man von der Drei Zinnen Hütte ins Altensteiner Tal absteigt, finden sich ca. 800m unterhalb der Hütte, an einem Grashang der zu einer kleinen Schlucht mit Wasserfall abfällt Dutzende Exemplare des Edelweiß. Man kann sich auch an einem dort liegenden sehr großen einzelnen Felsbrocken orientieren. Die schützenswerten und seltenen Blumen wachsen keine drei Meter vom viel begangenen Weg entfernt. Wobei der Abhang zum Bach sehr steil ist und daher Vorsicht beim herumsteigen angebracht ist. Doch zurück zum Hauptziel der Dolomiten – den Bergen.

Am zweiten September-Wochenende ergab sich relativ spontan die Gelegenheit in den Dolomiten zu fotografieren, da mein Bruder Korbinian Schönberger in Sexten am 17km langen und 1.200 Höhenmeter erklimmenden Drei-Zinnen-Lauf teilnahm. Insgesamt konnte ich so vier Tage in den Bergen fotografieren. Am ersten Tag stieg ich vom Tal bis auf 2.500m auf und nach Einbruch der Dunkelheit wieder ab. Die folgenden Tage nächtigte ich in der zuvor ausgebuchten Drei-Zinnen-Hütte im Schlafsaal. Ein relativ leicht zu erreichender und äußerst vielversprechender Stützpunkt für fotografische Exkursionen im Gebiet der Sextener Dolomiten. Neben der Bergnatur finden sich im Umfeld der Drei-Zinnen-Hütte auch sehr viele Spuren der Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs. Österreicher und Italiener lieferten sich im Hochgebirge erbitterte Stellungskriege um jede einzelne Bergkuppe. Schützengräben, Stacheldraht, Bunker und Versorgungstunnel sind stete Begleiter und bei genauerem Blick auch auf den Fotos zu erkennen. Neben den obligatorischen Drei Zinnen (2.999m) – neben dem Matterhonr die wohl bekanntesten Berggestalten der Alpen – finden sich Dolomitengipfel und Felstürme wie Dreischuster Spitz, Zwölfer, Einser, Elfer, Paterkofel, Toblinger Knoten, Schwabenalpenkopf, Haunold, Schwalbenkopf und viele weitere in optimaler fotografischer Distanz. Einige Seen, wie die Bödenseen nahe der Hütte, ermöglichen bei Windstille das einfangen nahezu perfekter Spiegelbilder.

Wer die typischen Motive und Bildgliederungen vermeiden will, muss jedoch ein wenig weiter laufen. Aber auch die bekannten Blickwinkel bieten genügend fotografische Herausforderung, da die Wetterstimmungen innerhalb von Minuten umschlagen können. Wer sich ein wenig mit dem Bergwetter auskennt kann so in Hüttennähe auch bei Gewitterstimmungen schöne Impressionen einfangen.  Zunächst genug der Worte, hier der erste Teil der Panoramas, samt 360° Übersicht über die Sextener Dolomiten mit Drei Zinnen und Drei Zinnen Hütte.

 

360° Panorama („click for big“)

 

Panoramas: Dolomiten – Drei Zinnen – Tre Cime di Lavaredo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bildraum mixtape #9: Nepomuk. – Sprungturm Mix

6 Sep

Willkommen zurück, Sommer!

Zum Ausklang des Sommers liefert bildraum ein neues Mixtape. Passend zum Temperaturanstieg am kommenden Wochenende, für Strand, Baggersee und Freibad gibt es knappe 80 Minuten der besten Indie-Klänge aus dieser viel zu kurzen Sommersaison. Mit dabei sind Aufsteiger wie Poolside und Vacationer ebenso wie etablierte Indie-Bands wie Metronomy, Beach House und Arcade Fire und viele kleine genreinterne Sommerhits (u.a. von Moon Boots, Malinchak, TV Girl). Musikalisch reichen die Einflüsse von Indie, über Chillwave, Nu Disco, Dreampop, Balearic bis hin zu Dreamtronic Remixen. Das ganze ist sehr laid-back vereint bei 80-110 bpm. Egal ob Autoradio, Kassettenrekorder am Strand oder Balkonien – Sonnenbrille auf, ein kühles Getränk in die Hand, zurücklehnen und den Sprungturm Mix genießen.

The soundcloud link is down, but you can still download the mix here.

Download

Tracklist

01. | Nepomuk. - Seagulls & Waves Intro
02. | Beach House - Other People
03. | Goldroom - Fifteen (ft. Chela)
04. | Azure Blue - Dreamy Eyes
05. | Van She - Coconuts
06. | Pete Herbert - At Claudjas
07. | jj - Still
08. | Vacationer - Everyone Knows
09. | Trails And Ways - Miracle (Ghost Beach Cover)
10. | The Ruby Suns - Cinco
11. | Sameblod - Loud (Summer Heart Remix)
12. | Brothertiger - Feel
13. | Slow Magic - Corvette Cassette
14. | Vacationer - Good As New
15. | TV Girl - I Wonder Who She's Kissing Now
16. | Summer Heart - I Wanna Go
17. | Poolside - Why You Wanna
18. | Arcade Fire - Sprawl II (Soulwax Remix)
19. | Stereocool (ft. FAIS) - The Funktotum
20. | Tesla Boy - In Your Eyes (Satin Jackets Remix)
21. | Metronomy - Corinne (Benoit & Sergio Cover)
22. | Walter Sobcek - Miami (Pharao Black Magic Remix)
23. | Van She - Jamaica (Plastic Plates Remix)
24. | Moon Boots - Sugar
25. | Malinchak - Beside Me

Fotografie: Silva I

4 Sep

Wald im Nebel | Nebel im Wald

Südtiroler Bergwald. Aufgenommen vom Balkon des Wellnesshotels Lüsner Hof.

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Kunst in Belgien I – Manifesta 9 in Genk

2 Sep

Inszeniert in der Industriearchitektur der Mine Waterschei nahe Aachen

Bis 30. September lohnt sich noch der kurze Abstecher von Aachen über die Grenze Richtung Belgien nach Genk. Die Biennale, die – wie der Name schon sagt – in zweijährlichem Rhythmus an unterschiedlichen Orten Europas stattfindet, macht dieses Jahr Station in Belgien. Die architektonisch interessante Waterschei Mine nahe Genk bildet einen herausragenden Rahmen für die Ausstellung. Thema der Ausstellung ist „The Deep Of The Modern“ und wurde vom Kurator Cuauhtémoc Medina aus Mexiko als Triptychon in drei Teile gegliedert – einen Teil in dem 35 internationale Künstler Werke in Bezug zur Limburger Region setzen, im zweiten Teil steht die historische Kunst im Kontext der Minenarbeit im Mittelpunkt und der drittenTeil beschäftigt sich mit der künstlerischen Aufarbeitung des Erbes altindustrialisierter Räume. Ein Thema das auch im Ruhrgebiet höchst präsent ist. Eine sehr lohnende Ausstellung nicht weit von der Grenze mit spannenden Exponaten die in einzigartiger architektonischer Atmosphäre präsentiert werden. Wers noch schafft bis zum 30. – absolute Empfehlung! Die Fotos entstanden freihand mit dem 24mm TSE II an der 5D II.

Weitere Infos auf der Seite der Ausstellung: Manifesta 9 in Genk

 

 

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