Tag Archives: electronic

Musik: Ryat | Album: Totem

12 Jun

Elektrifizierte feminine Vocals zwischen Björk und Thom Yorke

Am 4. Juni erschien bei den Qualitätsgaranten von Brainfeeder nach längerer Schaffenspause das dritte Album von Christina McGeehan aka Ryat. Die Sängerin aus Los Angeles liefert dabei eines der spannendsten und herausfordernsten Alben dieses Jahres ab. Frauen und Elektro ist ja eines der großen musikalischen Themen der letzten Jahre… doch Ryat reiht sich weniger bei Grimes oder Austra sondern eher bei Björk, Julia Holter oder Laurel Halo ein. Das Debütalbum ist verspult und verspielt. Dennoch ist es einprägsam und einige Tracks setzen sich durchaus im Ohr fest. So ergibt sich im Ganzen ein selbstbewusstes künstlerisches Statement, dass für 2012 sicher einige Beachtung verdient hat. Ein Album das man sich erhören muss…

 

LLL: Light Asylum | Lazer Sword | Laurel Halo

16 Mai

Zeitgenössisch

Mit drei Ls bekommt man einen guten Querschnitt des aktuellen Geschehens in der elektronischen Musik. Die Alben sind die logische musikalische Konsequenz der Entwicklungen der letzten Jahre. Laurel Halo auf Hyperdub (wie Burial, Hype Williams oder Ikonika) und Lazer Sword auf Monkeytown (Modeselektor Label) werden auf Labeln veröffentlicht, die wie wenig andere innovative Sounds (hier in London, dort in Berlin) unter Vertrag nehmen.

 

Light Asylum – Mexican Summer (2012)

Das Album von Light Asylum erinnerte beim ersten Hören an eine Mischung aus John Maus und Austra. Aufgefallen sind Shannon Funchess und Bruno Cavellio v.a. als Vokalisten u.a. bei Telepathe, Teengirl Fantasy oder TV on the Radio. Die vorab veröffentlichten Tracks ließen eine zeitgemäße Interpretation von 80er Jahre Klängen erahnen. Industrial, Synth-Punk und No Wave werden durch Light Asylum auf den heutige Stand geupdatet. Totale Eigenständigkeit bekommt das Album durch den Grace Jones ähnlichen und unheimlich variablen Gesang von Shannon Funchess.





Lazer Sword – Memory (2012)

Auf Modeselektors Monkeytown Label veröffentlichen diese beiden Herren ihr Debüt. Es geht bunt zu bei Lando Kal und Low Limit als Lazer Sword… eine Orgie an den Reglern. Musikalisch bewegt man sich auf den basslastigen Spuren der Labelvorderen, durch einen Hang zu Experimenten bekommt das ganze einen guten Schub Eigenständigkeit. Höchst unterschiedliche Stile werden hier zu einem Ganzen versatztwerkt. Horizonterweiternd.





Laurel Halo – Quarantine (28. Mai 2012)

Ende Mai erscheint das mit großer Spannung erwartete Debütalbum von Laurel Halo bei Hyperdub. Auf ihren beiden EPs King Felix und Hourlogic trat sie nachhaltig als Schöpferin elektronisch untermalter gegenweltlicher Popmusik in Erscheinung. Der Gegenentwurf zum Mainstreampop. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung an ihr Debütalbum. Man darf sich auf Arthouse Pop im besten Sinne mit dominanten Vocals freuen.






 

 

Musik: Sixth June & Butterclock

6 Mrz

Sixth June

Serbien ist mehr als nur Balkanklänge. bildraum hat ein kleines Faible für Synthieklänge. Seien es nun wie zuletzt Kavinsky, Trust, Symmetry oder auch John Maus, Soft Metals, Xander Harris, Pictureplane und Ladytron. Sixth June sind Laslo Antal und die Sängerin Lidija Andonov. Beide stammen ursprünglich aus Belgrad – erst Jugoslawien dann Serbien und siedelten dann nach Berlin über. „Electronic Dark Pop“ nennen sie ihre Musik – frei von Remineszenzen an den Balkan. Die Musik klingt international herausgelöst aus einem regionalen Kontext – die 80er und Depeche Mode klingen an. Die Lieder sind melancholisch aber doch eingängig. Das erste Album „everytime“ erschien 2010 auf „No Emb Blanc„. Der Namen gebende Titel „back for a day“ von der 2011er EP bei Mannequin hat Ohrwurmqualitäten. Die Musik bleibt immer greifbar, ist niemals überproduziert und hat daher wohl eine längere Halbwertszeit als so manches andere derzeit omnipräsenten Synthwerke.




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Butterclock

Butterclock“ ist eine junge Pariserin die inzwischen auch in Berlin und Brooklyn zuhaus ist. Die Künstlerin ist erst mit einigen Track im Netz in Erscheinung getreten – stilistisch scheint sie Witchhouse und düsteren RnB Klängen nahe zu stehen. Man mag Anklänge von Zola Jesus oder Bat for Lashes heraushören, aber wenn man die einzelnen Tracks verfolgt, fällt auf, dass Butterclock sehr experimentierfreudig ist. Öfter arbeitet sie auch mit bildraum-Favorit oOoOO („oh“, EP 2010, neue EP April 2012) zusammen. Unter anderem bei ihrem Track „Hustling“ oder auf der neuen oOoOO EP bei „NoWayBack„. Eine Künstlerin die man auf jedenfall im Auge behalten sollte – weibliche Vocals samt (Dark) RnB und angewitchten Klängen sind nach wie vor envogue.



soundcloud

Musik: Gutes zum Schluss – Jonti & Byetone

21 Dez

Beachtliche Alben am Jahresende

Von wegen Frühling. Zurückgespult zum Jahresende. Aus dem Unterholz in den Untergrund. Oder so ähnlich. Allüberall auf den Tannenspitzen sieht man Jahresendlisten sitzen. Aber auch am Schluss kann noch manch eine positive Überraschung kommen. So geschehen mit den guten Alben von Jonti und Byetone. Einmal nett und sommerlich verspielt, einmal sperrig aber von Substanz.

Jonti – Twirligig

Ein junger Mann geht von Südafrika nach Australien und zeichnet Frösche. Später seziert er die halbe moderne Musikgeschichte. Was kommt dabei raus? Pop-Impressionismus. Ein bisschen wie elektrifizierter Chillwave und Hypnagogic Pop gepaart mit den 70er Jahren und einer Steckdose – aber eben sehr konzeptionell. Man fühlt sich an Bibio und Toro y Moi erinnert. Das Album Twirligig erschien im Oktober auf dem Label Stones Throw. Sehr schön.




Byetone – SyMeta

Olaf Bender aka Byetone lässt sich Zeit für seine Releases. In diesem Falle drei Jahre. Auf „Death of a Typographer“ folgt „SyMeta“. Eine Entdeckungsreise in die Epoche des frühen Minimal Technos gekreuzt mit der Zeitlinie von Industrial Noise. Zeitlosigkeit. Zuhören statt Fastfoodelektro. Strombrett. Genre: Glitch, Minimal, Electronic.



Herbst Festivals: Reykjavik vs. Graz vs. Düsseldorf

11 Okt

Airwaves & Elevate Festival & New Fall

Der Festival Sommer ist vorüber – aber nicht die Festival Zeit… das neue New Fall Festival in Düsseldorf schien zunächst verlockend. Doch dann hab ich mal das Angebot möglicher Alternativen damit verglichen. Für mich persönlich scheint Graz die beste Alternative zu sein. Noch nicht dieses Jahr aber nächstes Jahr ist es ein festes Ziel eines der städtischen Festivals dort wahrzunehmen. Irgendwie könnten wir in Deutschland was diese innerstädtischen Festivals angeht noch einiges von der Österreichern  / Isländern lernen… Natürlich kommt noch das jeweilige Rahmenprogramm hinzu – mit Lesungen / Performances etc. aber auch hier ist Graz mMn. hervorragend aufgestellt. Gemessen am günstigen Preis könnte man sogar die Reisekosten mit einberechnen und würde dennoch unter dem meiner Meinung nach hoch angesetzten Preis des Düsseldorfer New Fall Festivals (auch hinsichtlich zukünftiger Preissteigerungen) bleiben. Das grafische Gewicht der einzelnen Lineups spricht für sich denke ich… [Per Klick auf das jeweilige Logo zur Festivalseite…]

 

Düsseldorf

New Fall Festival 11.-16.10

120 Euro

ÓLAFUR ARNALDS & SCOTT MATTHEW Nouvelle Vague & Edda Magnason James Yuill, Cloud Boat & Plaid AGNES OBEL & ISBELLS JENS LEKMAN JUNIP (Jose Gonzalez, Tobias Winterkorn, Elias Araya) GENTLEMAN & NATTY

 

Graz

Elivate Festival 20-26.10

45 Euro

Bernstein Fontarrian Fantastic Mr. Fox Maria Minerva Zanshin Cheever M.A.R.S. Herwig Holzmann Nite Jewel Solar Bears Favela Gold aiko aiko Alfred Schwarzbauer & Top*S Die sehr guten Textroller 2000 Bitz & Puschmann Rockwell Raz Mesinai aka Badawi Somatic Responses Anstam Kajkyt Element012 neurologic b2b ib..noze Pearson Sound aka Ramadanman Loefah Boddika Simon/off doze Chez Damier DeepChord Move D Morphosis DJ Redstar aka Bogdo Reddey Michal Zietara Acid Mothers Temple & The Melting Paraiso U.F.O. Hype Williams Dylan Ettinger High Wolf IZEN TwatEoT Kyle Hall Mark E Space Dimension Controller Rainer Klang PLANNINGTOROCK Phon.o Holy Other Dark Sky The Clonious vs. Cid Rim Crazy Bitch in a Cave DJ Rak3te bad wolf Josip Klobucar Biomat Point PDF a.k.a. Phil da Funk Captain Pressure RocketNumberNine Robin Fox Roman Rauch & Alex Bayer LE TAMTAM Clara Moto

 

Reykjavik

Airwaves

105 Euro

22-Pistepirkko Active Child Adda Agent Fresco Amaba Dama Andvari Angist Árstíðir Austra Bárujárn Beach House Beatmakin Troopa Benjamin Francis Leftwich BenSol Berndsen Biggibix Bix Björk BlazRoca Bloodgroup Borko Brynjólfur Bypass Caged Animals Captain Fufanu CasaNova Caterpillarmen Cheek Mountain Theif Cliff Clavin Clock Opera Consortium Musicum Contalgen Funeral Coral Cynic Guru Dad Rocks! Dale Earnhardt Jr Jr Daníel Bjarnason De Staat Deathcrush Dikta Dimma DJ AnDre DJ Thor Dope D.O.D.Dream Central Station Dungen Dustin O’Halloran Eif Einar Stray El Camino Eldar Elephant Stone Elín Ey Emmsjé Gauti Endless Dark Epic Rain Esmerine Fig Fist Fokkers Fönksveinar For a Minor Reflection Forgotten Lores Friðrik Dór Fu Kaisha Futuregrapher Gang Related Ghostigital Gímaldin og félagar Gísli Pálmi Glasser Greco-Roman Soundsystem Gunslinger GusGus Guðrið Hansdóttir HAM Hamferð Hauschka HaZar Helgi Jónsson Helgi Valur and the Shemales Hellvar Hermigervill Hjaltalín Hljómsveitin Ég Hoffman Honningbarna Human Woman Iceage Iiris IKEA SATAN Jafet Melge James Murphy DJ Set JD McPherson Jenny Hval Jóhann Jóhannsson John Grant Jón Jónsson Jón Þór Jónas Sig og Ritvélar Framtíðarinnar Jungle Fiction Just Another Snake Cult K-X-P Kalli & Ewok Kalli Karíus & Baktus Karkwa Kasper Bjørke KGB Soundsystem Kippi Kaninus Kira Kira Kiriyama Family Klassart Kreatiivmootor Kristian Kjôller Krummi Lára Rúnars Lay Low Legend Leif Vollebekk Lifun Lights on the Highway Liturgy Ljósvaki Lockerbie Mammút Manu Delago Handmade Már & Nielsen Margeir aka Jack Schidt Markús and the Diverion Sessions Matthew Hemerlein Mazes Megas og Senuþjófarnir MI-GU Mimas Miri Mógil Momentum Mr. Silla Muck Mugison Murmansk Musik Zoo Muted Natasha Fox Náttfari Nedry Niki & the Dove NOLO Nonnimal Nóra North Beach Oculus Of Monsters and Men Ojba Rasta Ólafur Arnalds Óli Ofur Ólöf Arnalds Orang Volante Orphic Oxtra Other Lives Our Lives Owen Pallett Oy Panoramix Pascal Pinon Pétur Ben og Eberg PLX Pornopop PORQUESÍ President Bongo Prins Póló Puzzle Muteso Q4U Quadruplos Rabbi Bananas Rafgashaus Raised Among Wolves Random Recipe Retro Stefson Reykjavík! Rich Aucoin Rvk Soundsystem Saktmóðigur Samaris Samúel Jón Samúelsson Big Band SBTRKT Sean Danke Secret Chiefs 3 Sexy Lazer Sin Fang Sindri Eldon Sinéad O’Connor Sizarr Skorpulifur Skurken Snorri Helgason sóley Song for Wendy Spacevestite Stafrænn Hákon Stereo Hypnosis Steve Sampling Subminimal Sudden Weather Change Súr SUUNS Svavar Knútur Swords of Chaos Sykur Team Me Ter Haar The Dandelion Seeds The Ghost Of A Saber Tooth Tiger The Heavy Experience The Twilight Sad The Vintage Caravan The Violet May The Way Down The Wicked Strangers Thorunn Antonia Thulebasen Tim Sweeney Tonik Totally Enormous Extinct Dinosaurs Touchy Mob Treefight For Sunlight Trouble tUnE-yArDs Úlfur Úlfur Úlfur Útidúr Valdimar Valgeir Sigurðsson Veronica Falls Vicky Vigri We Made God  We Were Promised Jetpacks Weapons Who Knew Wistaria YACHT Yagya Ylja Yoda Remote Yoko Ono Plastic Ono Band Young Galaxy Young Magic Zebra and Snake Zun Zun Egui Æla

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