Tag Archives: electro

Tronic: Lone, Unison & Summer Heart

7 Mai

Elektro, Witchhouse & Dreamtronic

 

Lone – Galaxy Garden (2012)

Zeit für Musik. Dabei ist mit Lone ein Künstler der zwar schon länger präsent ist als Rustie, mit seinem neuen Album aber für mich dortweitermacht, wo Rustie, Kuedo, Sepalcure und Machinedrum etc. letztes Jahr aufhörten. Nachdem das Scuba Album nicht vollends überzeugen könnte liefert Lone sein zweites Album auf gutem Niveau ab. Einige Tracks stechen sicher heraus (Crystal Caverns 1991, das Feature mit Machinedrum in As A Child und Lying in the Reeds). Es gibt ein feines buntes Mosaik zwischen Raveklängen der frühen 90er und Footwork Beats. Ein Ausrufezeichen – erschienen bei R & S Records.



Summer Heart – About a Feeling (2012)

Aus Schweden: Elektrifizierte Lieder zwischen Chillwave und Dreampop in der Tradition der Tough Alliance. Funktioniert in einigen der Tracks hervorragend, insbesondere die teilweise zum freien Download verfügbaren Titel auf Soundcloud verdienen Beachtung (Pfeil nach unten Symbol bei den Playern, Lied I & II). Gute Laune Sommer Musik am offenen Fenster. Melodien für Millionen. Third Wave ist sehr stark.

Unison – Unison (2011)

Dieses schöne französische Witchhouse Scheibe wurde bereits im letzten Jahr veröffentlicht, jetzt wurde ich durch einen Genre Beitrag auf arte darauf aufmerksam. Das Album bietet eine schöne Mischung aus Drone und Ambient Sounds, der Gesang und Arrangements erinnern hier und da an Salem, White Ring oder die Crystal Castles. Was durchaus positiv zu sehen ist. Es lohnt sich in jedem Fall für Tracks wie das auch in den 90ern wurzelnde Intimacy immer wieder mal nach Westen zu blicken.



 

 

 

 

Fotos & Musik: Herbstderbst

8 Nov

Holy Other, Koreless & Raziek tanzen auf dem Blockstrom

 

Koreless = Postdubstep | Holy Other = Witchhouse | Raziek = RnB-Drummachine. So könnte man die  Klassifizierung der drei genannten Künstler vornehmen. Gemeinsam haben sie, dass sie im Lauf des Jahres in Erscheinung getreten sind und dass sie innovativ die vorhandenen Stilmittel ihres jeweiligen Genres ausreizen und Grenzen überschreiten. Eingebettet sind diese Klanglandschaften in Fotografien aus dem „Doost“. Der Doost ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen Oberpfälzer Wald, genauer gesagt nahe dem Städtchen Floss. Ein kleiner Bach, die Girnitz, fließt unter metergroßen Granitmurmeln dahin. Relikte der nacheiszeitlichen unterirdischen Wollsackverwitterung und kein Teufelswerk. Aber ein schöner abgeschiedener Ort allemal.. noch nicht das perfekte Licht auf den Bildern, aber es hat gut getan diesen Ort mal wieder aufzusuchen. Beim Finish hab ich mich nach verschiedenen Vintage und gecrossten Serien wieder an meinen klassischen Landschaftsfotografien wie jenen aus Island orientiert.

 

Bei den Bildern handelt es sich um 1200 Pixel breite Panoramaaufnahmen, ein Öffnen in neuen Tabs wird empfohlen.

 

 

 

 

Holy Other

Ein Producer aus Manchester… man könnte die Musik als angewitchten Downtempo R&B 2-Step bezeichnen. Ein erfolgreiches Nachspiel der Witchhouse Welle – auch die visuelle Kommunikation kokettiert mit deren Symbolen. Veröffentlicht wird auf dem TRI ANGLE Label. Im frühen 2011 erregten seine Tracks größeres aufsehen – der Herbst ist vermeintlich die optimale Jahreszeit sich diesem Sound wieder hinzugeben. So drone.

 

Koreless

Bei Koreless handelt es sich um einen der gerade wie aus dem Boden sprießenden Post-Dubstep / Poststep Producer. Er stammt aus Glasgow und produziert minimale aber doch vereinnahmende Tracks die einen aus dem Alltag in eine andere Welt entführen können. Das Zitat von Gilles Peterson (Radio 1) unterstreicht die Ambitionen des 19 Jährigen Künstlers: „Remember when you first heard James Blake and Ramadanman? Well, remember this is where you first heard Koreless“.

 

Raziek

Von den herbstlichen Klängen noch einmal zurück in den ausklingenden Sommer mit der „Love & Bass EP“ von Top Billins Raziek. Drum Machine trifft Bass trifft R&B Samples. So kommen fast alle momentanen Entwicklungstendenzen elektronischer Musik, von Footwork bis Rythm&Blues Revival, in dieser EP zusammen. Vertraute Klangbilder treffen auf innovative Arrangements. Kann durchaus gefallen – ob diese art Musik wirklich nachhaltig ist oder zukünftig etablierte Stilelemente elektronischer Musik vorwegnimmt bleibt abzuwarten. Aber wer hätte 2006 gedacht das Dubstep 2011 Allgemeingut sein würde…

 

 

 

 

Musik: Neues Schweden – Roll the Dice

23 Sep

Klangwelten zwischen Fever Ray und Emeralds

Interessanterweise war heute auf Spiegel von den Einflüssen von Krautrock Bands wie Tangerine Dream, Cluster oder Neu! zu lesen. Während im englischsprachigen Raum Krautrock als wichtigster deutscher Beitrag zur Popmusik gilt – und bis heute großen Einfluss nimmt – ist der englisch „kosmisch“ genannte Sound in Deutschland vielfach in Vergessenheit geraten. Denkt man an Formationen wie Forest Swords oder Emeralds – beide 2010 mit hervorragenden Debüts in denen virtuose Klangteppiche gewoben wurden – könnte man fast von einem kleinen Revival dieses Musikkosmos sprechen. Nun legten Roll the Dice aus Schweden mit ihrem zweiten Album „In Dust“ ein Werk vor, dass in eine ähnliche Richtung geht. Für das schwedische Duo aus Peter Mannerfeldt und Malcom Pardon bedeutet elektronische Musik Handarbeit, will heißen – Synthesizer, Drummachines etc. gehören zum Handgepäck. Mannerfeldt stand bei Fever Ray während ihrer Tour mit auf der Bühne. Deren finstere Tonwelten finden auch immer wieder in den Stücken von Roll the Dice Anklang. Auch zu den großartigen Forest Swords meint man Parallelitäten heraushören zu können. Unter Vertrag genommen wurden die beiden Schweden von Leaf Records und so durchaus mit Recht zwischen Caribou und Polar Bear eingebettet. Ein Album zum Hören und Fühlen – auf Stücken wie „Way Out“ und „Iron Bridge“ zeigen Mannerfdeldt und Pardon ihr beeindruckendes kreatives Geschick beim Jammen mit ihren Soundmaschinen auf. Minimalistische Harmonien verträumt und zum schwelgen in jener Dimension, in welche Neutrinos übertreten (könnten), um das Licht zu überholen.

Roll the Dice bei Leaf Records

roll the dice - way out
roll the dice - calling all workers
emeralds - does it look like i'm here?
forest swords - miarches

Bildraum Mixtape #3: Nepomuk. – Walderdbeere Mix

13 Jun

Die Früchte des Waldes

 

Caribou | Dominik Eulberg | Marek Hemmann
John Roberts | Robag Wruhme | Efdemin
Wolfram | Midland | La Fleur | Cassius
Mollono.Bass | Gesaffelstein | Kolombo
Tale Of Us | Michael Meyer | Besopeo

 

 

Mixtape

Deep & MelodicHouse. Später auch elektrifiziert. Ein bisschen Musikaneinandergehänge zum Lernen, Arbeiten und Walderdbeeren sammeln. Vom Liebhaber nicht vom Profi. Nachdem im letzten Mix die Klangwelten der britischen Insel im Mittelpunkt standen, gilt die Aufmerksamkeit der Walderdbeere vor allem den deutschen DeepHouse Schaffenden… Handlungsempfehlung: Waldlichtung suchen, auf den Rücken legen, ins Blätterdach schauen und diesem Mix lauschen.

 

DOWNLOAD

 

Tracklist

Bostro Besopeo - 0000
Bostro Besopeo - Basic
Dominik Eulberg - Islandmuschel 400
Wolfram - Roshi
Dominik Eulberg - Der Tanz der Glühwürmchen
Robag Wruhme - Thora Vukk
Efdemin - Night Train
Qno - Tanz der Zuckerfee (Mollono Bass Remix)
Marek Hemmann - Yvette
Caribou - Sun (Midland Re-Edit)
Kolombo - Waiting For (Michael Meyer Mix)
La Fleur - Et la Fleur
Cassius - Les Enfants (Gesaffelstein Remix)
La Fleur - Flowerhead
John Roberts - Glass Eights
Tale of Us - Dark Song (Original Mix)

 

Kartenspiel: Ikonen der 90er DJ-Kultur

12 Apr

Flashback in eine legendäre Zeit

Eine Reminiszenz an die elektronische Musikkultur Mitte der 90er Jahre stellt dieses Kartenspiel dar. Quartettspiele waren zu damaliger Zeit bei Klassenfahrten äußerst populär. 1996 – das war vieles: Flaschendrehen, Schullandheim, Auto-Quartett. Hubraum, Zylinder und Höchstgeschwindigkeit mussten unbedingt verglichen werden. Hätten wir gewusst welch illusterer Künstlerkreis. Mit Bildern von Carl Cox oder Sven Väth. Namen die man damals vermutlich gar nicht kannte – selbst die Musik hatte man höchstens aus den Zimmern der älteren Geschwister gehört. Aber schön wäre es schon gewesen, wenn man auch dieses Kartenspiel neben all den Auto, Traktor, Wohnwagen, Feuerwehr und Motorrad Quartetten bis in die heutige Zeit gerettet hätte. Veröffentlicht wurde das ganze als „K7Stud!o DJ Trading Card Game 1995“ im Jahr 1996. Die Spielkarten haben in den Archiven von onlyndetroit.com überlebt. Eine großartige Rückschau auf DJs welche die Ravekultur der 90er und die elektronische Musik bis in unsere Zeit maßgeblich beeinflusst haben.

Wen also interessiert was die durchschnittliche Anzahl an BPM in Sets von DJ Hawtin war oder wie groß die private Plattensammlung von DJ Hell Mitte der 90er gewesen ist und was die extremsten Längen einzelner DJ Sets waren findet hier jede Menge interessante Fakten:

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