Tag Archives: Doost

Fotografie: Mythos Wald

20 Dez

Wald (8)

Herbst | Wald | Oberpfalz

Impressionen aus den charakteristischen Forsten und Naturwäldern im Hinteren Oberpfälzer Wald an der ostbayerischen Grenze zu Tschechien.

 

#Geologischer Lehrpfad Tännesberg
#Burgruine Wildstein
#Naturwaldzelle Schwarzwihrberg
#Naabtal
#Goldlehrpfad Güttingloch Oberlangau
#Doost
#Leuchtenberg

 

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Fotografie: Herbst in Bayern

22 Nov

Wildwasser in Ostbayern

Eine kleine Zusammenstellung von Aufnahmen an noch naturnahen Bächen und Flüssen im ostbayerischen Raum. Neben weithin bekannten „Klassikern“ wie dem Waldnaabtal gibt es auch eine Vielzahl von Gewässern die nur wenigen Fotografen bekannt sind – oft führt noch nicht einmal ein markierter Weg entlang dieser unberührten Naturjuwele. Geschützte Tiere wie Krebse, Wasseramsel und Biber konnte ich während meinen Aufnahmen nicht nur einmal beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

Fotos & Musik: Herbstderbst

8 Nov

Holy Other, Koreless & Raziek tanzen auf dem Blockstrom

 

Koreless = Postdubstep | Holy Other = Witchhouse | Raziek = RnB-Drummachine. So könnte man die  Klassifizierung der drei genannten Künstler vornehmen. Gemeinsam haben sie, dass sie im Lauf des Jahres in Erscheinung getreten sind und dass sie innovativ die vorhandenen Stilmittel ihres jeweiligen Genres ausreizen und Grenzen überschreiten. Eingebettet sind diese Klanglandschaften in Fotografien aus dem „Doost“. Der Doost ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen Oberpfälzer Wald, genauer gesagt nahe dem Städtchen Floss. Ein kleiner Bach, die Girnitz, fließt unter metergroßen Granitmurmeln dahin. Relikte der nacheiszeitlichen unterirdischen Wollsackverwitterung und kein Teufelswerk. Aber ein schöner abgeschiedener Ort allemal.. noch nicht das perfekte Licht auf den Bildern, aber es hat gut getan diesen Ort mal wieder aufzusuchen. Beim Finish hab ich mich nach verschiedenen Vintage und gecrossten Serien wieder an meinen klassischen Landschaftsfotografien wie jenen aus Island orientiert.

 

Bei den Bildern handelt es sich um 1200 Pixel breite Panoramaaufnahmen, ein Öffnen in neuen Tabs wird empfohlen.

 

 

 

 

Holy Other

Ein Producer aus Manchester… man könnte die Musik als angewitchten Downtempo R&B 2-Step bezeichnen. Ein erfolgreiches Nachspiel der Witchhouse Welle – auch die visuelle Kommunikation kokettiert mit deren Symbolen. Veröffentlicht wird auf dem TRI ANGLE Label. Im frühen 2011 erregten seine Tracks größeres aufsehen – der Herbst ist vermeintlich die optimale Jahreszeit sich diesem Sound wieder hinzugeben. So drone.

 

Koreless

Bei Koreless handelt es sich um einen der gerade wie aus dem Boden sprießenden Post-Dubstep / Poststep Producer. Er stammt aus Glasgow und produziert minimale aber doch vereinnahmende Tracks die einen aus dem Alltag in eine andere Welt entführen können. Das Zitat von Gilles Peterson (Radio 1) unterstreicht die Ambitionen des 19 Jährigen Künstlers: „Remember when you first heard James Blake and Ramadanman? Well, remember this is where you first heard Koreless“.

 

Raziek

Von den herbstlichen Klängen noch einmal zurück in den ausklingenden Sommer mit der „Love & Bass EP“ von Top Billins Raziek. Drum Machine trifft Bass trifft R&B Samples. So kommen fast alle momentanen Entwicklungstendenzen elektronischer Musik, von Footwork bis Rythm&Blues Revival, in dieser EP zusammen. Vertraute Klangbilder treffen auf innovative Arrangements. Kann durchaus gefallen – ob diese art Musik wirklich nachhaltig ist oder zukünftig etablierte Stilelemente elektronischer Musik vorwegnimmt bleibt abzuwarten. Aber wer hätte 2006 gedacht das Dubstep 2011 Allgemeingut sein würde…

 

 

 

 

Verwunschene Plätze: Der Doost

23 Jul

Blockmeer

Raus in die Natur

Jetzt wo der Hochschulbetrieb vorerst wieder brach liegt, ist wieder mehr Zeit auch für außerurbane Aktivitäten. Vor langer Zeit erschien hier ein Beitrag zur Wolfslohklamm im Lerautal bei Leuchtenberg / Oberpfalz / Bayern in der diese als „Lieblingsplatz“ bezeichnet wurde. Nun soll ein weiteres Kleinod der Natur in der touristisch nicht überrepräsentierten Oberpfalz  hier vorgestellt werden: Der „Doost“. Dieses Blockmeer befindet sich in einem 10ha großen Naturschutzgebiet unweit von Diepoldsreuth (Gemeinde Floß). Bereits 1937 wurde das Geotop unter Naturschutz gestellt. Entstanden ist das Felsenwirrwarr durch eiszeitliche Prozesse und spätere Erosion, so dass die 50cm – 5m großen Blöcke vom leise unter den Steinen dahinglucksenden Bach „Girnitz“ freigelegt wurden. Die archaischen Ortsbezeichnungen lassen erahnen, dass der Ort von Sagen und Legenden umwoben ist. Der Name „Doost, Dost, Tost“ soll laut dem Sprachforscher Andreas von Schmeller vom tosenden Rauschen des Baches kommen.

Doost, Blockmeer, Wollsack, Granit

Felsen, Wasser, Bach

Entstehungsgeschichte:

„Als in geologisch jüngerer Zeit (vermutlich im Tertiär) eine oberflächennahe tiefgründige Verwitterung einsetzte, bildeten die Entlastungs-Klüfte [im Granit] besonders gute Angriffsflächen für die Erosion. Die rundliche Form der Blöcke kam dabei also nicht durch Abrollen (wie bei Geröll oder Kieselsteinen) zustande sondern durch geometrisch bedingte Gesetztmäßigkeiten. Ähnlich, wie bei einem Eiswürfel eher die Ecken und Kanten wegschmelzen verwitterten die Granitblöcke zur rundlichen Formen [=Wollsackverwitterung]. Auch die Eiszeiten haben zu dieser Fels-Formation beigetragen. Im Fichtelgebirge hat man nämlich festgestellt daß bereits 5 Grad Hangneigung in Zusammenhang mit tiefgründig gefrorenem Boden, der nur oberflächlich wenige Wochen im Jahr auftaut, zur Verfrachtung großer Blöcke hangabwärts führen kann. Dieser (kleinräumige) Transport hat zu der Konzentration der Blöcke im flachen Talgrund geführt. Die Girnitz [=der Bachlauf] hat lediglich in noch jüngerer Zeit den Verwitterungs-Sand weggeführt, den „letzten Schliff“ gegeben und die Blöcke so malerisch freipräpariert.“ (Freunde der Mineralogie und Geologie Weiden)

So ist dieses Naturschutzgebiet mit seinen Schönheiten sicher einen Ausflug wert. Vor zwei Jahren hab ich dort schon mal Fotos gemacht, aber sie erfüllen heute nicht mehr so recht meine Ansprüche. Daher soll dieser Beitrag gleichzeitig Motivation sein das Felsenmeer Doost mal wieder mit der Kamera aufzusuchen.

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