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Musik: Danger Mouse & Daniele Luppis Tribut an Ennio Morricone: Rome

1 Apr

Eine musikalische Reminiszenz an den Italo Western

Ennio Morricone wird oft mit dem Italo Western in Verbindung gebracht. Insbesondere die Filmmusiken von The Good, The Bad & The Ugly und Once Upon A Time In The West (Spiel mir das Lied vom Tod) sind gemeinhin bekannt. Dennoch machen die 30 Italo-Western für die er die Musik komponierte nur einen kleinen Teil seiner über 500 Filmmusiken aus. Aber nicht zuletzt durch Morricones Genialität wurden einige dieser Filme zu Klassikern. Stellvertretend für die bekannteren Melodien soll hier als Originallied das Intro von Il Grande Silenzio (Leichen pflastern seinen Weg mit Klaus Kinski äußerst empfehlenswert) stehen.

Im vergangenen Jahr erschien von den Forest Swords eine Veröffentlichung, welche die Morricone’schen Soundarrangements aufgriff (Blogeintrag zum Album Dagger Paths). Eine Tendenz der auch andere Künstler folgten. Insbesondere in England haben Forest Swords einiges an Wellen verursacht und wurden z.B. vom Fact Magazin ganz nach vorne in den Jahrescharts gevotet. Auch der zündfunk hat bereits über die Musik die sich erst beim bewussten Hören so richtig erschließt berichtet.

Am 17. Mai erscheint schließlich Rome auf Capitol Records. Rome ist das Tribut von Danger Mouse und dem Filmmusikproduzenten Daniele Luppi an die großen Melodien des Italo Westerns. Extra für die Liveaufnahmen im legendären Forum Studio in Rom erfolgte eine Reunion von Musikern, die bereits bei Sergio Leones The Good, The Bad & The Ugly an der Filmmusik mitwirkten. Die Aufnahmen erfolgen völlig ohne elektronische und digitale Hilfsmittel. Danger Mouse und Luppi kooperieren für Rome mit bekannten Sidekicks wie Jack White und Norah Jones. Einen Trailer in dem sich die beiden Produzenten zu ihrem Projekt äußern gibt es hier. Ebenfalls sind die beiden Leadtracks bereits über Youtube hörbar. Als bekenndener Italo Western Fan bin ich sehr gespannt auf dieses Album – vielleicht ist es der Soundtrack für die sommerliche Zeit nach den Diplomprüfungen.

 

Musik für besinnliche Tage

23 Dez

Joker’s Daughter und Lay Low

Lange Zeit war es ruhig im bildraum. Viele Dinge die noch geschrieben werden sollten, wurden nicht geschrieben, meine Zeit in Norwegen ging vorüber und jetzt bin ich zurückgekehrt in die Mitte Europas. Die ein oder andere Anekdote oder Rückblende aus dem Norden wird an dieser Stelle noch erscheinen. Aber zunächst habe ich meine Aufmerksamkeit wieder den Geschehnissen hier zugewandt. Der Winter hatte bereits landauf, landab Alles in seinem eisigen Griff. Doch nun wurde er abgelöst durch eine düster-feuchte Nebelstimmung, welche die anstehenden Feiertage in fahles graues Licht legen. Die elektronischen Beats der „Unholy Night“ samstags im Stadtgarten in Köln sind verklungen, der Trubel der Städte fern und schweigend zeigt sich die Natur. Und so wende ich mich den leisen Töne zu… insbesondere zwei mehr oder minder bekannten Sängerinnen, die irgendwo zwischen Blues, Folk, County und anderem musizieren. Zum einen „Lay Low“ und zum anderen „Joker’s Daughter“.

Lay Low

Lay Low, eigentlich Lovísa Elísabet Sigrúnardóttir, ist eine 27 jährige Isländerin. Der Vater aus Sri Lanka, die Mutter Isländerin, wurde sie in London geboren, doch zog sie schon bald nach Island wo sie seitdem lebt. In Island ist sie eine bekannte Musikerin – 2009 schließlich wurde auch in Europa ihr Album „Farewell Good Night’s Sleep“ veröffentlicht. Die musikalischen Einflüsse sind Folk, Blues und Country. Mit ihrer eindringlichen Stimme gibt sie die momentane Stimmung in der Natur wieder. Die Lieder „The Reason Why My Heart’s in Misery“ und „Please Don’t Hate Me“ sollen einen Einblick in ihr Schaffen geben…

The Reason Why My Heart's in Misery
Please Don't Hate Me
Joker's Daughter

Joker’s Daughter entstand aus der Zusammenarbeit vom Produzenten Danger Mouse mit der griechisch-englischen Singer/Songwriterin Helena Costas. Das Album „The Last Laugh“ wurde 2009 veröffentlicht. Die musikalischen Geschichten über Elfen und Trolle können sich als Untermalung für einen dunklen Winterabend durchaus sehen lassen. Auch aus diesem Album möchte ich zwei Lieder vorstellen, zum einen „Lucid“ und dazu noch „WormsHead“.

Lucid
WormsHead
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