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Fotografie: Cloudlight & Free Eskmo EP

18 Feb

Strange Clouds & Ambient Stretch EP

Cloudlight. Ein Vocal, dass sich 2010 in meinem Gedächtnis eingebrannt hat. Der Soundtrack zu den nun folgenden Bildern. Auch die visuelle Bearbeitung des Musikvideos zu Eskmos Cloudlight kann voll überzeugen. Eskmos Debütalbum kam im Herbst 2010 auf Ninja Tunes raus. Die Ambient Stretch Versionen von 7 der dort veröffentlichen Lieder sind nun als EP mit selbst einzutragender Wertschätzung auf der Hompage des Künstlers zu finden und je nach dem auch frei herunterzuladen. Ein Prelistienng ist möglich – die Tracks halten das ,was sie versprechen: Ambient Stretch. Aber optimal als nicht ablenkende Audiountermalung für Videos, Medienprojekte etc. 2011 – das Jahr der wiederentdeckten Langsamkeit in der Musik: James Blake, Nicolas Jaar und jetzt diese Eskmo EP. Um es mit Nicolas Jaars Worten zu sagen: „Space is Only Noise.

 

Wolkentürme

Cloudlight. Die folgenden Fotos sind ebenfalls in Island entstanden. Irgendwo direkt am Rand des Langjökull oder eines der anderen Plateaugletschers. Genau dort stürzten die Luftmassen einer Föhnwalze herab was zu eigenartigsten düsteren Wolkengebilden führte. Zerfetzt und zerissen, ergriffen von ständiger Verwandelung. Die Luftströme wirbelten den Staub des wüstenähnlichen Hochlandes auf, so dass sich Windhosen ähnliche Gebilde am Horizont entlangzogen. Eine etwas surreale Situation. Vor uns türmten sich 20 oder mehr Meter hoch von Asche bedeckte Eisschichten auf, hinter uns lagen die öden, steinigen und basaltschwarzen Weiten des Hochlandes und über uns stürzte der Himmel scheinabr in dunkel drohenden Wolkenfetzen auf uns herab. Eine Stimmung die man vielleicht allein noch hätte besser erfahren und fühlen können. Auf jeden Fall eine der merkwürdigsten Wetter/Wolkenerscheinungen die ich bisher gesehen hab. Die Fotos geben die Helligkeitsunterschiede realitätsnah wieder. Überhaupt hat Island viele eigenartige Wolkenformen zu bieten.

Post-Dubstep: Eine Lanze für James Blakes Musik brechen

6 Feb

„Ja“  zur gehörten Entschleunigung

Am Freitag erschien das vielerwartete Debütalbum von James Blake. Ein Debüt, dass die Bürde vieler Erwartungshaltungen getragen hat. Noch dazu war das Album vor zwei Monaten bereits in die virtuelle Grauzone geleakt. Nun hatte irgendwann um den Jahreswechsel, nachdem die ersten EPs wie „CMYK“ noch eher in Dubstep / Elektrokreisen bekannt waren, das Lied „Limit to your Love“ als Feist-Cover auch in der Independent Musikszene Interesse hervorgerufen. Eine schwierige Situation für den 23 jährigen Künstler alle Geschmäcker und Selbstwahrnehmungen der verschiedenen Genres zu erfüllen. Denn wie soll ein Album, das nicht für das Laute, Imposante, auf den ersten Blick Beeindruckende geschaffen wurde, jene Ansprüche erfüllen, die in einer schnelllebigen auf den Hype fixierten Medienwelt generiert werden? Es ist keine Musik für die Öffentlichkeit – aber die Öffentlichkeit hat diese Musik für sich vereinnahmt. Jetzt versteht sie nicht die Geister, die sie rief. Kaum anzunehmen, dass die Hintergründe des musikalischen Schaffens des Künstlers bei den eifrigen Schreibern der breiten Medien bekannt gewesen sind. Das Album funktioniert so wie die Musik von Burial. Im Kopf. Allein mit Kopfhörern, auf dem Heimweg nach dem Clubbesuch. Auch das Burialdebüt hätte trotz seiner musikalischen Klasse nie  breite effektheischende Erwartungshaltungen erfüllen können. Doch damals war Dubstep auch noch nicht vollständig im UK Mainstream angekommen und drauf und dran gewesen, auch auf dem Kontinent Fuß zu fassen. Der Künstler James Blake nannte sein vor wenige Tagen erschienenes Album selbst „nicht perfekt“. Es ist eine Zusammenschau seiner aktuellen Schaffensperiode – eine Sammlung von Liedern die Tendenzen aufzeigen. Aber es will und kann nicht ein finales Werk sein. Wieso auch? Etwas länger als ein Jahr veröffentlicht James Blake nun selbst Musik. Es wäre zu schade, dass einer der individuellsten elektronischen Künstler unserer Zeit einem Hype zum Opfer fallen würde, dessen Teil er nie selbst sein wollte. Seine Lieder sind Entschleunigung. Der Musik gewordene Gegenentwurf zum Hype.

Beschleunigter Remix:

Diesen Remix runterladen

 

Post-Dubstep – Hörempfehlungen

Für diejenigen, die sich mit den musikalischen Wurzeln und Schaffenssphären von James Blake auseinandersetzen wollen – heute immer öfter als Post-Dubstep bezeichnet – eine Zusammenstellung ähnlicher Künstler:

Scuba - Before
Jamie Woon - Night Air (Ramadanman Refix)

Eskmo - Cloudlight

The Bug - Catch a Fire

Clare Maguire - Ain't Nobody (Breakage Remix)
Emika - Double Edge

Late - Losing You

 

 

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