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Musik: Riot Fire Minimix

11 Aug

SBTRKT + The Bug + Katy B

Nun eigentlich schwebte mir dieser nur 10 Minuten lange Mix schon seit längerer Zeit vor. Nach den Ereignissen dieser Woche passte es dann aber auch ganz gut sich das ganze mal vorzunehmen. Um was geht es? Drei Tracks – grob gesagt aus der Dubstep-Ecke – zu einer Tonspur vereinen. Das verbindende Element sind die weiblichen „fire“ Vocals. Gewidmet ist der kurze Ausflug in den Dubsteppophimmel v.a. MoMinze und seiner Leidenschaft für säuselnden weiblichen Gesang. Not. Aber dennoch ganz nett und mit einem Augenzwinkern. Da kann man sich auch schon mal ein neues musikalisches Pseudonym zulegen: Hieronymus Bass. Das Cover sollte den entscheidendenen Hinweis geben. The Bugs „Catch a Fire“ mochte ich ja letztes Jahr schon sehr gerne. Katy B kann man als das (durchaus talentierte) It-Girl des Pop-Dubsteps bezeichnen und der Remix kriegt mich mit einer interessanten Neudefinition des Originals. „Wildfire“ schließlich ist fast schon ein All-Star Track, denn sowohl SBTRKT als auch Little Dragon sind mit ihren neuen Alben sehr erfolgreich in diesem Sommer…

Tracklist:

The Bug ft. Hitomi – Catch a Fire
Katy B – Easy Please Me (Claude Vonstokre’s Grizzl Fiyah Mix)
SBTRKT ft. Little Dragon – Wildfire

– DOWNLOAD –

Post-Dubstep: Eine Lanze für James Blakes Musik brechen

6 Feb

„Ja“  zur gehörten Entschleunigung

Am Freitag erschien das vielerwartete Debütalbum von James Blake. Ein Debüt, dass die Bürde vieler Erwartungshaltungen getragen hat. Noch dazu war das Album vor zwei Monaten bereits in die virtuelle Grauzone geleakt. Nun hatte irgendwann um den Jahreswechsel, nachdem die ersten EPs wie „CMYK“ noch eher in Dubstep / Elektrokreisen bekannt waren, das Lied „Limit to your Love“ als Feist-Cover auch in der Independent Musikszene Interesse hervorgerufen. Eine schwierige Situation für den 23 jährigen Künstler alle Geschmäcker und Selbstwahrnehmungen der verschiedenen Genres zu erfüllen. Denn wie soll ein Album, das nicht für das Laute, Imposante, auf den ersten Blick Beeindruckende geschaffen wurde, jene Ansprüche erfüllen, die in einer schnelllebigen auf den Hype fixierten Medienwelt generiert werden? Es ist keine Musik für die Öffentlichkeit – aber die Öffentlichkeit hat diese Musik für sich vereinnahmt. Jetzt versteht sie nicht die Geister, die sie rief. Kaum anzunehmen, dass die Hintergründe des musikalischen Schaffens des Künstlers bei den eifrigen Schreibern der breiten Medien bekannt gewesen sind. Das Album funktioniert so wie die Musik von Burial. Im Kopf. Allein mit Kopfhörern, auf dem Heimweg nach dem Clubbesuch. Auch das Burialdebüt hätte trotz seiner musikalischen Klasse nie  breite effektheischende Erwartungshaltungen erfüllen können. Doch damals war Dubstep auch noch nicht vollständig im UK Mainstream angekommen und drauf und dran gewesen, auch auf dem Kontinent Fuß zu fassen. Der Künstler James Blake nannte sein vor wenige Tagen erschienenes Album selbst „nicht perfekt“. Es ist eine Zusammenschau seiner aktuellen Schaffensperiode – eine Sammlung von Liedern die Tendenzen aufzeigen. Aber es will und kann nicht ein finales Werk sein. Wieso auch? Etwas länger als ein Jahr veröffentlicht James Blake nun selbst Musik. Es wäre zu schade, dass einer der individuellsten elektronischen Künstler unserer Zeit einem Hype zum Opfer fallen würde, dessen Teil er nie selbst sein wollte. Seine Lieder sind Entschleunigung. Der Musik gewordene Gegenentwurf zum Hype.

Beschleunigter Remix:

Diesen Remix runterladen

 

Post-Dubstep – Hörempfehlungen

Für diejenigen, die sich mit den musikalischen Wurzeln und Schaffenssphären von James Blake auseinandersetzen wollen – heute immer öfter als Post-Dubstep bezeichnet – eine Zusammenstellung ähnlicher Künstler:

Scuba - Before
Jamie Woon - Night Air (Ramadanman Refix)

Eskmo - Cloudlight

The Bug - Catch a Fire

Clare Maguire - Ain't Nobody (Breakage Remix)
Emika - Double Edge

Late - Losing You

 

 

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