Tag Archives: Buchen

Mythos Wald

12 Jun

Impressionen aus Oberpfälzer Wald und Rheinland

Der lange Winter ist vorbei und das Blätterdach hat sich so langsam geschlossen. Selbst auf den rauen Höhenzügen des Hinteren Oberpfälzer Waldes haben die Buchen wieder ihr frisch-grünes Blätterkleid angelegt. Im Frühling sind die Morgenstimmungen oftmals anders als im Herbst. Der Herbst ist geprägt durch lange stabile Hochdruckphasen. Solche Inversionslagen führen dazu, dass die Täler bis zu einer höhe von 600-1000m unter einer zähen Nebelschicht versinken – darüber offenbart sich aber eine kristallklare Fernsicht und oft wochenlang schönes Wetter auf den Bergen. Das Wetter im Frühjahr dagegen ist deutlich dynamischer und schwieriger vorherzusagen. Oft fällt dann erst am frühen Morgen die Entscheidung, wo mich die Fototour hinführt. In diesem Falle weitgehend wieder aus dem Oberpfälzer Wald, insbesondere mit dem Frauenstein-Massiv. Daneben stammen einige Aufnahmen aus den steilen Laubwaldhängen entlang des Rheins südlich von Bonn.

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Fotografie: Siebengebirge Nebelwald

16 Mrz

Zwischen Winter und Frühling

Impressionen aus dem Siebengebirge bei Bonn. Die höchsten Erhebungen (~460m) waren zu Wochenbeginn in dichten Nebel gehüllt. Der Wald und die Natur zeigte sich in einem gänzlich anderen Erscheinungsbild als im momentanen Sonnenschein. Ein bisschen so wie an der Schwelle zwischen Winter und Frühling. Die Vegetation noch im Winterschlaf aber das auffallend intensive Stimmengewirr der Vögel kündete die Wärmeperiode schon an. Kleiner ornithologischer Höhepunkt am Rande: Ein Schwarzspecht auf 5m. Ohne Tele aber kein Bild. Jetzt folgt die Monotonie: „Wald im Nebel“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie: Das Blaue Wunder

27 Apr

Ein Wald voller Bluebells

Das gute Wetters am Osterwochenende war eine günstige Gelegenheit sich in einer besonderen Disziplin englischer Landschaftsfotografie zu üben: Der Bluebells-Photography. Zu deutsch als Hasenglöckchen (lat: Hyacinthoides non-scripta) bezeichnet, tritt die mythenumwobene Frühlingsblume unter atlantischen Klimaeinfluss in Südengland massenhaft auf. Das hat zur Folge, dass im Frühjahr der Boden lichter Buchenbestände mit einem Meer aus Millionen blauen Blüten bedeckt ist. In England. Oder in Belgien. Oft sind diese Wälder wohlgehütete Geheimnisse zu denen zahlungsfreudige Kundschaft per Fotoworkshop gelotst wird. Als ich vor wenigen Tagen herausfand, dass es auch in Deutschland im sogenannten „Wald der Blauen Blume“ nahe Hückelhoven/Erkelenz ein Vorkommen gibt, war ich entsprechend erfreut. Für ein paar Stunden englischer Naturfreund ohne Tweed, dafür mit Kamera und Enthusiasmus. Der genannte Wald und ein paar kleine weitere Vorkommen sind die einzigen deutschen Standorte. Immerhin liegen sie in einer guten Fahrdistanz von Bonn aus. In England stellen sich dann alle namhaften Outdoor-Fotografen der Herausforderung,  die psychodelischen Blautöne kombiniert mit dem Frühlingsgrün der Buchen und dem hohen Kontrastumfang zwischen Lichteinfall und Schatten auf den Sensor zu bannen.  Erschwerend kommt hinzu, dass die Pflanzen je nach Witterung nur für kurze Zeit zwischen Mitte April und Mitte Mai blühen. Die deutschen Vorkommen sind – noch – ein Geheimtipp und auch ein sehr empfehlenswertes Ausflugsziel. Im Endeffekt ist je nach Lichteinfall die Leuchtkraft der Farben für deutsche Frühlingswälder (Buschwindröschen etc. lassen grüßen) sehr ungewöhnlich und keineswegs übersteuert auf den Abbildungen.

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