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Musik: Von wegen Indie ist tot…

27 Okt

Geschmacksverstärker am Samstag!

Am Samstag den 29.10.2011 findet nun wohl zum wirklich letzten Mal der legendäre Geschmacksverstärker im Bonner Nyx statt. Unter der Regie von DocIntro Volker wird zum finalen Indiewalzer unter dem schaurig-schönen Deckenschmuck des Nyx geladen. Vor fast genau fünf Jahren, am 26.10.2006 startete die Partyreihe. Geschmacksverstärker war immer Familie und Wohnzimmer in einem. Meet and greet. Nachdem der Doc seinen Lebensmittelpunkt aus Bonn verlegt hat, wird zum letzten mal familiär und freundlich gefeiert – ab 23Uhr – zu Indie von heute und den letzten fünf Jahren.

Nostalgie in Bild & Text:

(Vor)letzter Geschmacksverstärker mit Lesung Weisbrod/Volkmann/Friebe

Natriumglutamat am letzten Bar Ludwig Wochenende

Fotos von Bonn und der Geschmacksverstärkerfamilie

Bei all dem darf die Hymne der Party nicht fehlen: The Gadsdens mit Lent

Neues Hören & Runterladen

Der Geschmacksverstärker wird so zu einer Legende der Bonner Nachtkultur. Aber für die nächste Generation treuer Indie-Hörer gibt es nach wie vor neues zu Entdecken. Dubstep und Elektro ist eben nicht alles. Irgendwie passt von Hand gemachte Musik auch zum Herbst. Daher hier ein paar Tracks, die das Potential haben in den kommenden Wochen ein wenig auf private Rotation zu gehen. Firehorse mit schönen Indieballaden, Ricky Eat Acid mit ONLY GIRL (eine kleine Hymne nachdem es Jamie XX im Factmix verarbeitete), die Senkrechtstarterin Sleep ∞ Over und viele weitere Bands und Künstler mit dem gewissen etwas, das sie aus der Masse herausragen lässt. Durchhören kann sich lohnen! Per „DL“ können die meisten der vorgestellten Lieder auch direkt heruntergeladen werden. Surf.

Firehorse – Our Hearts | DL

Ricky eat Acid – ONLY GIRL | DL

Ski Lodge – A Game

Summer Camp – Better Off Without You | DL

Sleep ∞ Over – Romantic Streams | DL

Mirror Mirror – Sick City | DL

Waterstrider – Constellation | DL

French Films – Convict | DL

Gardens & Villa – Star Fire Power | DL

The Touch – Sermon | DL

Fotografie: Island IV

20 Jul

Die Diplomprüfungen sind erfolgreich abgeschlossen. Neue Länder warten darauf, fotografisch entdeckt zu werden. Doch immer noch besteht auch ein riesiger Fundus an zeigenswerten Bildern von meiner Islandexkursion vor jetzt fast beinahe schon einem Jahr. In den letzten Tagen habe ich wieder zwei Dutzend Bilder durch das Postprocessing geschickt. Nach den bisherigen Island-Landschaftsfotografie-Artikeln (Teil I, Teil II und Teil III) gibt es immer noch viel neues zu entdecken. Trotz der von der Exkursionsführung eingeschränkten Zeit für Fotografie gelangen mir an den meisten Locations die Aufnahmen, die ich mir dort erwünscht hatte. Inzwischen ist mein Island-Thread (hier) im größten deutschssprachigem Fotografie-Forum, dem DSLR-Forum , mit fast 50.000 Views in der Topten im Bereich Landschafsfotografie. Das durchweg positive Feedback dort motiviert mich weiter meine Fähigkeiten im Bereich der Fotografie zu verbessern. Inzwischen gibt es auch Austausch und Kontakt zu weiteren Fotografen dieser Disziplin. So steht zum Beispiel der Gedanke einer rein auf Fotografie ausgerichteten Islandtour mit den Jungs von photographerscrossing für 2012 im Raum (Informationen hier). Eine gewisse Aufbruchsstimmung macht sich breit… doch zunächst geht es weiter mit Teil IV der Landschaftsfotografie aus Island.

Landschaftsfotografie Teil IV

Dämmerung an der Küste nahe Höfn

Wasserfall nahe Sprengisandur

Sonnenuntergang Skaftafell Nationalpark

Landschaft beim Kárahnjúkar Stausee

Spiegelung Gletscher Lagune Jökulsarlon

Vulkanlandschaft Þórsmörk

Hraunfossar an der Hvita

Gletscherlandschaft nahe Jökulsarlon

Der Vulkan Herðubreið am Morgen

Farbstrukturen in Landmannalaugur

Heimaey – Klippen der Westmännerinseln

Schlucht nahe des Skogafoss

Glühende Wolkenformationen beim Camping Sprengisandur

Wasserfall am Eyjafjallajökull

Abend am Golfplatz von Heimaey

Grünes Tal in der Þórsmörk

Gletscherzunge in Südwest-Island

Wasserfälle stürzen an der Küste im Norden ins Meer

„Isländisches Paradies“ – Ein Tal mit Wasserfällen und Höhlen

Schafabtrieb an einem sonnigen Herbstmorgen

Autowrack etwas versteckt am Wegesrand

Campingplatz Toiletten in Island

 

Fotografie: Bonn im Quadrat

12 Jul

Stadt – Leben – Menschen

Wieso eigentlich Bonn? Von außen betrachtet scheint Bonn ein wenig undefiniert zu sein. Ehemaliges Bundeshauptdorf und Vorort von Köln. 300000 Einwohner von denen man bei zwei Dritteln nicht weiß wo sie wohnen sollen. Bonn ist nicht sexy. Aber Bonn ist konstant. Bonn bleibt. Man selbst wird älter, aber Bonn wird nicht älter, wird nicht jünger, Bonn bleibt Bonn. Irgendwo zwischen Museen-, Kultur- und Universitätsstadt. Kreativ ist Bonn nicht… eher konventionell.. selbst die Unternehmen wirken konventionell: Die Post, die Telekom, Haribo, Orgeln von Klais und Weck Einmachgläser. Bonn überrascht nicht. Aber die Stadt ist lebenswert. Am Rhein, am Alten Zoll, die Poppelsdorfer Allee, die schönen Viertel wie Südstadt, Musikerviertel oder Altstadt, die Gründerzeitbauten, die Kunstmuseen, der Hofgarten und die Poppschloss-Wiese. Bonn ist ein bisschen wie Bayern. Vertraut, nicht direkt hart am Puls der Zeit aber gut aufgestellt für die Zukunft. Wo die Kinder mit Porsche Cayenne und Q7 in den Kindergarten gefahren werden muss die Welt doch noch in Ordnung sein? Zumindest für einige und für den Rest bleibt ein Bier am Busbahnhof und bisschen Heroin. Mittendrin statt nur dabei und auch schon wieder urban.

Bonn unterscheidet sich vom Ruhrpott dadurch, dass es nie eine große Industriestadt war. Bonn war und ist preußisches Beamtentum und das Tor zur Rheinromantik. Von den meisten Punkten Bonns aus sieht man das Siebengebirge: Drachenfels, Ölberg, Löwenburg und Petersberg. Allein diese Bergsilhouette führt dazu, dass ich es (tagsüber) nie bereute hier studieren. Wer weiß was Berlin an kreativen Möglichkeiten geboten hätte – aber eines sicher nicht… das Gefühl nah an der bergigen Natur zu sein und immerhin 400 Höhenmeter auf kurze Distanz überwinden zu können. Wer einmal vom Rodderberg aus den Sonnenaufgang über dem Siebengebirge erlebt hat, weiß was ich meine. Keine finsteren Nadelwaldhänge sondern freundliche Laubwälder die dazu einladen, dem städtischen Treiben auf kurzem Wege zu entfliehen.

Scheint also schon ganz in Ordnung zu sein diese gemütliche Stadt am Rhein. Selbst wenn es mich hinausziehen sollte in die Metropolen und Einsamkeiten dieser Welt würd ich mich wohl bei einer Rückkehr sofort wieder wie zu Hause fühlen, denn wie ich bereits geschrieben habe – Bonnn bleibt Bonn.

Aus diesem Anlass und weil sich die Diplomprüfungen dem Ende zuneigen, hier ein paar Impressionen aus Bonn. Lieblingsorte und nette Menschen. Streetphotography und Stilleben aus 2009-2010. Quadratisch, praktisch, gut.

Musik: Neues von Zomby, Beirut, Marian und Dasiy, Kitty & Lewis

7 Jun

Neue Alben von alten Bekannten

 

Zomby

Zombys neues Album „Dedication“ kurz vor der Veröffentlichung (11.7.) auf 4AD. Einen kleinen Hinweis was uns erwartet gibt der vorab veröffentlichte Track „Natalias Song“. Elektrifizierte Klänge künden von der Einsamkeit urbaner Hektomatikwelten. Sehr weit vorne.

Download

 

 

Beirut

Zach Condon – uns allen besser bekannt als Beirut – hat auch neues Material veröffentlicht. Zwei Jahre nach „March of the Zapotec EP“ kommt er mit der Single „East Harlem“ und der B-Seite „Goshen“ zurück. Vorne sonnig hinten melancholisch. Auch schon wieder geil.

Download

 

 

Daisy, Kitty & Lewis

Das englische Trio mit dem Vintageblut veröffentlichte jüngst sein neues Album „Smoking in Heaven“. Das heißt musikalische Handarbeit und Authentizität gepaart mit großem Tanzbedürfnis. „I’m Going Back“ und „I’m So Sorry“ geben einen Eindruck davon, was einen erwartet…

 

 

Marian

Ist Marian nach Moderat die nächste Supergroup elektrofizierter Musik aus Deutschland?  M&Ms: Schmelzen im Ohr, nicht in der Hand. Bei Marian handelt es sich um eine Zusammenarbeit von Marek Hemmann + Fabian Reichelt. Das Debütalbum „Onyl Our Hearts To Loose“ erscheint am 13. Juni bei – wo auch sonst – Freude am Tanzen. Weil sie so schön ist, überlass ich die Kurzbeschreibung dem trndmusik Blog: „Das neue Werk besteht aus Musik, die Platz lässt für eigene Gedanken, die Geschichten erzählt und zurückkehrt klassischen Song-Strukturen, ohne die eigene Ästhetik aufzugeben. Es ist Popmusik, im besten Sinne: elektronisch, melodisch, treibend, und natürlich absolut clubtauglich.“ Vielversprechend.

 

Makros des Schlehengeistchen

Die in diesem Artikel integrierten Bilder zeigen ein Schlehengeistchen-Pärchen bei Sonnenaufgang. Aufgenommen am Rodderberg bei Bonn-Mehlem. Irgendwie schienen mir die Bilder ganz gut zu „Zomby“ zu passen – auch zu den Klängen. Daher die Kombination. Dominik Eulberg würde sich freuen… Was es noch zu sagen gibt: Der Fachmann nennt das Schlehen-Federgeistchen Pterophorus pentadactyla und zählt die Tiere zur Familie der Federmotten. Die Flügelspannweite beträgt ca. 3cm… aus der Nähe betrachtet sehen die Insekten mit ihren gefiederten Flügellappen, der weißen Färbung und den großdimensionierten dunklen Augen relativ geheimnisvoll aus… daher sind sie auch ein recht dankbares Fotomotiv.

Fotografie: Klatschmohn am Morgen

3 Jun

Tief durchatmen mit Mohn

Hallo Welt! Nach zwei Wochen Schreibpause endlich mal wieder ein Artikel hier auf Bildraum. Die paar Tage des Durchatmens zwischen den Diplomprüfungen in Städtebau und Geographie nutzte ich für einen entspannten Sonnenaufgang an einem meiner Bonner Lieblingsorte – dem Rodderberg. Dieser von den des Bergkuppen des Siebengebirges durch den Rhein getrennte Vulkan ist DIE Idylle vor den Häusern der Stadt. Mediterran anmutende Trockenvegetation und die im Vulkankrater liegenden Felder samt Gutshof bieten einen wohltuenden Kontrast zum Bonner Straßenalltag. Ein lohnendes Ausflugsziel – insbesondere in den Morgen- und Abendstunden. Zusätzlich gibt es noch den meiner Meinung nach schönsten Blick aufs Siebengebirge (wie man vielleicht hier an den Panoramas sehen kann). Heute dagegen ging es um Klatschmohn bei Sonnenaufgang… und um die Stille des Tagesanbruchs. Bei der Bearbeitung hab ich mit Texturen gespielt… Qualifikationserweiterung und so weiter.

Purpur-Sommerwurz

Noch etwas Dokumentarisches: Blütenstand der Purpur-Sommerwurz, einer botanischen Besonderheit im Naturschutzgebiet Rodderberg. Die Sommerwurzen haben kein Blattgrün, sondern entnehmen ihre Lebensstoffe fremden Pflanzen, dringen mit ihren Wurzeln in deren Wurzeln ein und befallen dabei wie viele andere pflanzliche und tierische Parasiten wirtsspezifisch bloß wenige Wirtspflanzenarten. Eigentlich sind sie eher in mediterranen Gegenden verbreitet.

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