Tag Archives: Blüte

Fotografie: Memoiren des Frühlings

20 Dez

Wider der winterlichen Tristesse

Anlässlich des morgigen kürzesten Tag des Jahres eine Erinnerung an den Frühling. Romantisch: Hasenglöckchen (Bluebells, Hyacintha Non-Scripta) an ihrem einzigen deutschen Vorkommen im Westen von Nordrhein-Westfalen. Fotografiert in den Fußstapfen Radomir Radubowskis. Technik: Teleobjektiv mit Offenblende in Bodennähe einsetzen und dabei schaun, dass bischen Gerstrypp zwischen Kamera und Objektiv ein weiches Bokeh zeichnet. Weitwinkelige Aufnahmen des Blauen Walds gibts hier. Mehr Blumen!

 

Fotografie: Klatschmohn am Morgen

3 Jun

Tief durchatmen mit Mohn

Hallo Welt! Nach zwei Wochen Schreibpause endlich mal wieder ein Artikel hier auf Bildraum. Die paar Tage des Durchatmens zwischen den Diplomprüfungen in Städtebau und Geographie nutzte ich für einen entspannten Sonnenaufgang an einem meiner Bonner Lieblingsorte – dem Rodderberg. Dieser von den des Bergkuppen des Siebengebirges durch den Rhein getrennte Vulkan ist DIE Idylle vor den Häusern der Stadt. Mediterran anmutende Trockenvegetation und die im Vulkankrater liegenden Felder samt Gutshof bieten einen wohltuenden Kontrast zum Bonner Straßenalltag. Ein lohnendes Ausflugsziel – insbesondere in den Morgen- und Abendstunden. Zusätzlich gibt es noch den meiner Meinung nach schönsten Blick aufs Siebengebirge (wie man vielleicht hier an den Panoramas sehen kann). Heute dagegen ging es um Klatschmohn bei Sonnenaufgang… und um die Stille des Tagesanbruchs. Bei der Bearbeitung hab ich mit Texturen gespielt… Qualifikationserweiterung und so weiter.

Purpur-Sommerwurz

Noch etwas Dokumentarisches: Blütenstand der Purpur-Sommerwurz, einer botanischen Besonderheit im Naturschutzgebiet Rodderberg. Die Sommerwurzen haben kein Blattgrün, sondern entnehmen ihre Lebensstoffe fremden Pflanzen, dringen mit ihren Wurzeln in deren Wurzeln ein und befallen dabei wie viele andere pflanzliche und tierische Parasiten wirtsspezifisch bloß wenige Wirtspflanzenarten. Eigentlich sind sie eher in mediterranen Gegenden verbreitet.

Fotografie: Das Blaue Wunder

27 Apr

Ein Wald voller Bluebells

Das gute Wetters am Osterwochenende war eine günstige Gelegenheit sich in einer besonderen Disziplin englischer Landschaftsfotografie zu üben: Der Bluebells-Photography. Zu deutsch als Hasenglöckchen (lat: Hyacinthoides non-scripta) bezeichnet, tritt die mythenumwobene Frühlingsblume unter atlantischen Klimaeinfluss in Südengland massenhaft auf. Das hat zur Folge, dass im Frühjahr der Boden lichter Buchenbestände mit einem Meer aus Millionen blauen Blüten bedeckt ist. In England. Oder in Belgien. Oft sind diese Wälder wohlgehütete Geheimnisse zu denen zahlungsfreudige Kundschaft per Fotoworkshop gelotst wird. Als ich vor wenigen Tagen herausfand, dass es auch in Deutschland im sogenannten „Wald der Blauen Blume“ nahe Hückelhoven/Erkelenz ein Vorkommen gibt, war ich entsprechend erfreut. Für ein paar Stunden englischer Naturfreund ohne Tweed, dafür mit Kamera und Enthusiasmus. Der genannte Wald und ein paar kleine weitere Vorkommen sind die einzigen deutschen Standorte. Immerhin liegen sie in einer guten Fahrdistanz von Bonn aus. In England stellen sich dann alle namhaften Outdoor-Fotografen der Herausforderung,  die psychodelischen Blautöne kombiniert mit dem Frühlingsgrün der Buchen und dem hohen Kontrastumfang zwischen Lichteinfall und Schatten auf den Sensor zu bannen.  Erschwerend kommt hinzu, dass die Pflanzen je nach Witterung nur für kurze Zeit zwischen Mitte April und Mitte Mai blühen. Die deutschen Vorkommen sind – noch – ein Geheimtipp und auch ein sehr empfehlenswertes Ausflugsziel. Im Endeffekt ist je nach Lichteinfall die Leuchtkraft der Farben für deutsche Frühlingswälder (Buschwindröschen etc. lassen grüßen) sehr ungewöhnlich und keineswegs übersteuert auf den Abbildungen.

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