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Fotografie: Kunst in Belgien I – Manifesta 9 in Genk

2 Sep

Inszeniert in der Industriearchitektur der Mine Waterschei nahe Aachen

Bis 30. September lohnt sich noch der kurze Abstecher von Aachen über die Grenze Richtung Belgien nach Genk. Die Biennale, die – wie der Name schon sagt – in zweijährlichem Rhythmus an unterschiedlichen Orten Europas stattfindet, macht dieses Jahr Station in Belgien. Die architektonisch interessante Waterschei Mine nahe Genk bildet einen herausragenden Rahmen für die Ausstellung. Thema der Ausstellung ist „The Deep Of The Modern“ und wurde vom Kurator Cuauhtémoc Medina aus Mexiko als Triptychon in drei Teile gegliedert – einen Teil in dem 35 internationale Künstler Werke in Bezug zur Limburger Region setzen, im zweiten Teil steht die historische Kunst im Kontext der Minenarbeit im Mittelpunkt und der drittenTeil beschäftigt sich mit der künstlerischen Aufarbeitung des Erbes altindustrialisierter Räume. Ein Thema das auch im Ruhrgebiet höchst präsent ist. Eine sehr lohnende Ausstellung nicht weit von der Grenze mit spannenden Exponaten die in einzigartiger architektonischer Atmosphäre präsentiert werden. Wers noch schafft bis zum 30. – absolute Empfehlung! Die Fotos entstanden freihand mit dem 24mm TSE II an der 5D II.

Weitere Infos auf der Seite der Ausstellung: Manifesta 9 in Genk

 

 

Streiflicht: Mit dem Motorrad durch Tschernobyl

8 Aug

tschernobyl strahlung

Ghost Town – Eindrücke aus der Sperrzone

Diese Woche steht ein wenig im Zeichen der Energiewende. Bei der Recherche für den Pfifferlingsartizel bin ich auf die bemerkenswerte Seite „kidofspeed“ gestoßen. Die schon etwas ältere Seite wird von einer russischen Motorradfahrerin betrieben, die anscheinend über ihren Vater an Lizenzen zum Betreten des Sperrgebietes gekommen ist:

„My name is Elena. I run this website and I don’t have anything to sell. What I do have is my motorbike and the absolute freedom to ride it wherever curiosity and the speed demon take me.“

Weitere Beschreibungen ihrer Motivation für die Touren durch das verlassene und oftmals relativ stark verstrahlte Gebiet kann man ihrer englischen Seite entnehmen. Ich denke die hier gezeigten Bilder sollten Motivation genug sein, sich auf diese besondere virtuelle Motorradtour einzulassen und sich seine Gedanken zu den Grenzen menschlichen Handelns zu machen. Es ist eine Reise in eine Geisterstadt – ein unbewohnbares Freilichtmuseum, dass den Lebensalltag und das Ende der Sowjetunion für die nächsten Jahrhunderte konserviert. Interessant ist, dass die junge Frau ihre Touren – trotz allem – mit Humor sieht:

„I have never had problems with the dosimeter guys, who man the checkpoints. They are experts, and if they find radiation on you vehicle, they give it a chemical shower. I don’t count those couple of times when „experts“ tried to invent an excuse to give me a shower, because those had a lot more to do with physical biology than biological physics“

Die Bildeindrücke dagegen rufen eine tiefe Bedrücktheit hervor – ein Mahnmal technologischer Selbstüberschätzung der Menschheit und 2011 aktuell die Frage ob die Gegend um das Kraftwerk Fukushima ein ähnliches Schicksal erleiden wird:

– all pictures belong to Elena –

virtuelle Motorradtour

 

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