Tag Archives: 70er

Fotografie: Wenn Kinder schlafen…

10 Jun

….nachts auf dem Spielplatz

 

Spielplatz nachts Dunkelheit Fotografie Kunst

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Vintage National Geographic: Outdoor Life

1 Sep

NG Fotografien aus den 50ern, 60ern und 70ern

Raus aus den Städten! Im heutigen Artikel gehts um die Bildästhetik von Naturerfahrungen. Jetzt war es ein paar Wochen ruhig um bildraum, aber universitäre Verpflichtungen verhinderten ein weitergehendes Blogger-Engagement. Aber bildraum ist wieder da ab heute! In Abwesenheit wurde die 200.000 Besucher Marke geknackt. Auch nicht schlecht für einen Nebenbei-Blog. Aber zurück zum heutigen Thema.

Das Bildmaterial von Nationalgeographic ist legendär. Im Fotonetzwerk von luxundlaune kam zuletzt das Thema „Landschaftsfotografie mit Aufhellblitz in den 70ern“ auf. Ein mysteriöses Thema zu dem sich im Internet kaum Quellen finden. Bei Bildrecherchen zum Thema stolperte ich über diesen tumblr und diese Flickr-Seite, die Foto-Scans aus NG Magazinen teilen. Grund genug das Bildmaterial quer zu sichten und die spannendsten Bilder hier auf bildraum wiederzugeben. Den Anfang macht eine Serie zum Thema „Naturerlebnis und Grenzerfahrung“ – schön in Prä-JackWolfskin-Ästhetik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonnige Musik: Django Django & Vacationer

25 Apr

Dein Album für den Sommer 2012?

Django Django – Django Django

„Psychodelisch-technokratischer Sound“. Zumindest für den Mai und die zu erwartende Wärmewelle sollte es locker reichen. Heute mal eine Band die in England bereits ordentlich Welle macht. Django Django. Bei Warner erscheint das gleichnamige Album am 27. April. Der Name Django Django erinnert an Jazz Musikergrößen, Western und Gypsybeats – ist aber viel mehr als das. Vielleicht kommt eine Mischung aus Peaking Lights auf Speed und Kitty, Daisy & Lewis mit Krautrockelementen ganz gut hin. Aber da steckt noch mehr dahinter.. Tronic aus Ostlondon, Surfbeats, Afrobeats und viel Energie. HotChip hier, Beach Boys da und das alles verbunden zu einem homogenen abwechslungsreichen Album. Feine Geschichte mit nicht so hübschen Plattencover. Kommt dennoch auf Rotation.

webseite





Vacationer – Gone

Vacationer. Urlauber. Klingt nach Urlaub, ist Sommer. Erfreulich das Chillwave dieses Jahr wieder verstärkt zurückkommt. Ich bin ein Freund dieser „floating“ Retrosounds mit Samples die aus derIntromusik von Heile-Welt-Vorabendserien der 70er und 80er Stammen könnten. Durchwegs positive Musik – und doch ein überraschend abwechslungsreiches Album für das Genre. Stand, Lagerfeuer & Sonnenuntergang. Good as new wird da gesungen.. Erschienen Mitte März auf Downtown Records. Wunderbar!

webseite (ungewöhnliches Konzept)





Plakat-Design: Kieler Woche

16 Apr

Inspiration: Minimalistisches von 1958 bis Heute

Die Kieler Woche ist eine jährlich stattfindende Segelregatta, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kiel ausgetragen wird. Sie gilt als eines der größten Segelsportereignisse der Welt. Besonderes Interesse haben auch die Veranstaltungsplakate der Kieler Woche aus den letzten Jahrzehnten verdient. Die Motive sind oft sehr künstlerisch und minimalistisch (z.B. im Vergleich zu den jährlichen Oktoberfestplakaten). Ungwöhnlich für eine Großveranstaltung. Namhafte internationale Grafiker haben mit ihren Entwürfen inzwischen eine beeindruckende Galerie des Plakat-Designs geschaffen. Die vollständige Plakat-Rückschau inklusiv der Namen der verantwortlichen Designer findet sich hier. bildraum zeigt einige der schönsten Entwürfe (die Plakate sind leider nur in dieser Auflösung verfügbar):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Architekturfotografie: Lissabon modern

12 Okt

Das Gelände der Expo 1998 – Idealvorstellung der modernen Stadt im XXI. Jahrhundert

Am Übergang von der Gotik zur Renaissance entstand in Lissabon der Baustil der Manuelik. Dieser nach dem damaligen Herrscher Manuel I. benannte Architekturstil bildete den an Verzierungen überbordenden nur in Portugal auftretenden Abschluss der Hochgotik. Durch das beginnende Zeitalter der Entdeckungen war Portugal zu  Reichtum gekommen, so dass verschwenderisch prachtvolle Bauten errichtet werden konnten.

Heute zeigt Lissabon über weite Flächen dagegen eine relativ marode Bausubstanz.  Das ganze ist nicht ohne Charme – der morbide Eindruck erinnert an eine Art europäisches Havanna. Der Grund hierfür sind die während der mehrere Jahrzehnte im 20. Jahrhundert dauernden Diktatur eingefrorenen Mieten. Teilweise wohnten die Bewohner in den Altstadtvierteln für umgerechnet 20€ Miete in ihren Wohnungen. Natürlich war den Hausbesitzern ob dieser geringen Einnahmen wenig daran gelegen, in die Sanitäranlagen und Renovierungen dieser Gebäude zu investieren. Noch heute sind viele innenstädtische Viertel dadurch in einem seit Mitte des letzten Jahrhundert anhaltenden Schönheitsschlaf (wenn man verklärende touristische Romantikvorstellungen als Maßstab verwendet, dauerhaft in diesen Gebäuden zu wohnen ist vermutlich weniger angenehm). Die Folge war eine umfassende Stadtflucht in die Vororte, wo riesige Betonmietsburgen errichtet wurden – Verkehrchaos zu den Stoßzeiten inklusiv. Zwischen 1980 und 2010 haben mehr als 300.000 Bewohner die inneren Stadtbezirke von Lissabon verlassen.

Im Jahr 1998 fand die Weltausstellung in Lissabon statt. Aus den Problemen der intraregionalen Migrationsströme sollte eine Tugend werden. Am Ufer des Tejo wurde daher ein großzügiges neues Stadtquartier geplant. Eine Futuristische U-Bahn Station (Oriente), eine Besucher-Seilbahn am Tejo Ufer und das bekannte Ozeaneum zeugen noch heute von diesem Großereignis. Es sollte die Idealvorstellung einer modernen Stadt an der Wende zum dritten Jahrtausend umgesetzt werden. Überraschenderweise zeigt sich, dass das Gebiet auch noch 13 Jahre nach der Expo sehr gut von der Bevölkerung – und den Touristen – angenommen wird. Das riesige Aquarium, die Seilbahn, ein Einkaufszentrum, vielfältige Gastronomieangebote, Gärten und Jogging- und Spazierwege sind die Hauptanziehungspunkte. Auch die Architektur hat noch nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Auch wenn sich der Stil schon wieder ein wenig gewandelt hat. Die folgenden Impressionen stellen das moderne Lissabon abseits der romantisch-baufälligen Innenstadtviertel vor:

Retro-Wohnhaus aus den 70ern

Dieses Wohngebäude an der Atlantikküste nähe Azhenas de Mar hat es mir angetan durch seine geraden kubischen Bauelemente. Das Bauhaus lässt grüßen. Sozusagen dient dieser Bau aus den 70ern hier als Hinleitung zur portugiesischen Moderne.

 

Alt & Neu – Wohnhaus am Weg zum Adraga Beach

Interessante Kombination der aus Bruchsteinen errichteten Mauer und den über Eck laufenden fast rahmenlosen Glasflächen. Traditionelle Bauweise kombiniert mit modernen Elementen – eine auch zunehmend in Deutschland gefragte Fusion. (siehe Pavillion + Kubus in AD „Best of Germany“)

Station Oriente – Parque das Nações

Die futuristische Bahn/U-Bahn Station Oriente nahe des ehemaligen Expo Geländes am Tejo ist der Mittelpunkt des inzwischen „Parque das Nações“ genannten ehemaligen Weltausstellungsgeländes. Wie bereits oben erwähnt wird das Gebiet immer noch intensiv zur Freizeitgestaltung, aber auch als Wohn- und Arbeitsraum genutzt. Meiner Meinung nach könnte durch die Bedachung der obersten Bahnhofsebene die stilistische Grundstruktur des im Manuelismus erbauten Hieronymusklosters wieder aufgegriffen werden sein. Durch die Gegenüberstellung einer idealisierten manuelischen Deckengestaltung und des Bahnhofsarchitektur kann man sich selbst ein Bild machen. Im inneren der Station sieht es aus wie auf den Decks einer Raumstation. Doch die Wirtschaftrskrise wird auch hier bemerkbar. Die weiten überdachten Ebenen wurden zur Schlafstätte Dutzender Obdachloser. Die Eingangsportale der Station erinnern an Jakobsmuscheln – wiederum ein Rückgriff auf die maritimen Verzierungselemente der Manuelistik?

 

Portugal Pavillion

Der portugiesische Pavillion der Expo dagegen erscheint zunächst wie ein kubischer Betonbau. Die Besonderheit dabei ist aber, dass zwischen zwischen zwei Gebäudeteilen über annähernd 100m ein konkaves Betondach gespannt wird. Eines der schönsten mir bekannten Beispiele dafür, wie leicht Beton wirken kann, wenn man ihn gestalterisch richtiggehend einsetzt.

Parque das Nações

Eine Vielzahl weiterer moderne Bauten wären auf dem ehemaligen Expogelände zu fotografieren gewesen, doch das hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt. Stellvertretend für Ozeaneum, Vasca da Gama Turm, den Bürohochhäusern etc. daher noch ein Fliesenmosaik, dass die jahrhundertealte Tradition der Kachelverkleidung von Häusern in Portugal auf moderne Art aufgreift, Impressionen der Besucherseilbahn und weiterer Gebäude.

 


 

 

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